In letzter Zeit wird viel und begeistert über Cannabiswein gesprochen. Cannabis-infundierter Wein (Canna Vine, Pot Wine) nimmt Marihuana-Etablissements im Sturm. Es scheint, als würde jeder über die Nutzen von Cannabiswein sprechen, wobei auch Prominente wie Melissa Etheridge (die ihr eigenes Label für Cannabis-infundierten Wein betreibt) in den Medien von Cannabiswein schwärmen. Falls Du Dich selbst davon überzeugen willst, worum es bei diesem Hype geht, wie wäre es, Deinen eigenen Cannabis-infundierten Wein zu trinken? Wir zeigen Dir, wie es geht!

Interessanterweise ist mit Cannabis versetzter Wein nicht wirklich neu. Die Menschen haben Wein seit der Antike mit Weed angereichert. Damals war es üblich Wein mit Kräutern und anderen Zusätzen zu infundieren und natürlich war Cannabis schon damals ein Favorit für diesen Zweck. Glühwein – Wein, der mit Kräutern und anderen Zutaten "gewürzt" wird – ist, wie jeder weiß, vor allem in Europa weit verbreitet.

WAS DARFST DU VON CANNABIS-INFUNDIERTEM WEIN ERWARTEN?

Es gibt einige Dinge, die den Pot-Wein im Vergleich zu anderen Methoden, Cannabis zu konsumieren, recht interessant machen. Zunächst einmal der Geschmack. Sowohl Cannabis als auch die Trauben im Wein enthalten aromatische Verbindungen, sogenannte Terpene, die den Cannabissorten und dem Wein ihre Aromen und ihren Geschmack verleihen. Wenn beider Terpene in Canna-Wein zusammenkommen, ergibt dies ein einzigartiges und unverwechselbares Bouquet, das seinesgleichen sucht. Falls Du also mal etwas anderes probieren möchtest, kann Cannabis-Wein eine gute Abwechslung für Deinen Gaumen sein!

Ein weiterer Grund für die derzeitige Beliebtheit von Pot-Wein ist die Wirkung. Der Alkohol im Wein bewirkt, dass das THC im Cannabis eine stärkere, aber auch andere Wirkung hat: "Nach dem ersten Schluck gibt es einen kleinen Rausch, aber dann stellt sich wirklich gute Laune ein und am Ende der Nacht schläft man sehr gut." So erklärt Melissa Etheridge die Wirkung von Wein, der mit Cannabis versetzt wurde.

Und schließlich kann Cannabiswein eine Alternative für diejenigen sein, die nicht gerne rauchen und stattdessen andere Einnahmemethoden bevorzugen, wie zum Beispiel Esswaren. Jetzt können diese Hanfis ihre Hasch-Brownies durch Cannabiswein ersetzen. Und was könnte besser zu einem ausgefallenen Abendessen passen, als ein Wein, der etwas "aufgepeppt" wurde?

Wir haben nun über die Vorzüge von Cannabis-infundiertem Wein gesprochen und die Gründe erläutert, warum so viele derzeit davon schwärmen. Nun ist es an der Zeit, dass wir zu den interessanten Punkten kommen: Wie Du selbst Cannabiswein herstellen kannst!

Glas Wijn En Cannabis

WIE MAN CANNABIS-INFUNDIERTEN WEIN HERSTELLT

Cannabiswein, besonders wenn Du an Promi-Marken aus einer "Luxus-Ausgabestelle" denkst, ist nicht billig. Allerdings kannst Du ihn zu Hause selbst herstellen und dabei eine Menge Geld sparen. Das Gute dabei ist, dass Wein – oder besser der Alkohol darin – ein ausgezeichneter Extraktor für Cannabinoide ist. Mit anderen Worten, ist Wein wie dafür geschaffen, mit den wertvollen Inhaltsstoffen unseres Krauts infundiert zu werden. Und am besten ist: Es ist ziemlich einfach.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Wein mit Cannabis zu infundieren. Bei der ersten Methode verwenden wir einen selbstgebauten "Teebeutel" für den Auszug. Für die zweite Methode kochen wir den Wein und das Weed, um ein besonders starkes Gebräu zu erhalten. Du kannst beide Methoden ausprobieren, um zu sehen, welcher Cannabiswein Dir am besten gefällt!

METHODE 1: INFUNDIERE DEINEN WEIN MIT EINEM “TEEBEUTEL”

Bei dieser Methode infundieren wir den Wein direkt in der Flasche mit einem Beutel aus Mulltuch. Dies ist eine einfache Methode, die für alle Weinsorten geeignet ist; sie erfordert nur, dass Du Dein Gras vorher decarboxylierst. Darauf werden wir gleich eingehen.

ZUTATEN

  • 1 Flasche trockener Rot- oder Weißwein
  • 20–25g Deiner bevorzugten Cannabissorte; Blüten oder Abschnitte

HILFSMITTEL

  • Ein Backblech, um Dein Cannabis zu decarboxylieren (aktivieren)
  • Alufolie
  • Mulltuch

ANLEITUNG

  1. Bevor Du infundieren kannst, musst Du das Gras decarboxylieren. Dieser Vorgang aktiviert die "guten Sachen" im Cannabis, die Dir die gewünschten Effekte bescheren. Zerbröckle dafür Deine Blüten in große Stücke und wickel sie in Alufolie ein. Lege die umwickelten Blütenstücke dann auf das Backblech. Schiebe das Backblech in den Ofen und backe die Buds für etwa 45–60 Minuten bei 110°C. Dies ist die Temperatur, bei der Cannabis zu decarboxylieren beginnt, was inaktives THCA in THC umwandelt.
  2. Nachdem Du das Gras decarboxyliert hast, nimmst Du es aus dem Ofen und öffnest sofort die Alufolie, damit die Restfeuchtigkeit verdunsten kann. Verwende eine Mühle oder einen Mörser, um Deine Blüten zu zermahlen. Je feiner das Weed gemahlen ist, desto einfacher und schneller geht der Extraktionsprozess vonstatten.
  3. Bastel Dir aus einem Mulltuch oder einer Strumpfhose einen kleinen Beutel, in den Du die decarboxylierten Blüten legst, bevor Du ihn zudrehst und zuknotest. Stecke den Weed-"Teebeutel" dann in die Weinflasche. Achte darauf, dass er vollständig in dem Alkohol untergetaucht ist. Stecke den Korken dann wieder in die Flasche.
  4. Stelle die Weinflasche mit Deinem Cannabis-Teebeutel in den Kühlschrank und lasse sie etwa einen Tag lang ziehen. Der Alkohol im Wein erledigt den Rest und entzieht Deinem Gras alles Gute. Da sich Deine Weinflasche im Kühlschrank befindet, solltest Du sie alle paar Stunden schütteln, um die Extraktion zu erleichtern.
  5. Wenn Du Deinen Cannabiswein genießen möchtest, entfernst Du den Beutel mit dem Weed. Wenn Du den Beutel einfach nur herausziehst, ist Dein Cannabis-infundierter Wein nicht sehr stark. Wenn Du den Beutel jedoch ausdrückst und die restliche Flüssigkeit aus dem Beutel zurück in die Flasche laufen lässt, wird Dein Wein viel stärker sein.
  6. Jetzt kannst Du Dir ein schönes Glas gekühlten Cannabiswein einschenken! Genieße ihn!

Cannabis-Teebeutel zum Aufgießen von Wein

ALTERNATIVE HERSTELLUNGSMETHODE FÜR CANNABISWEIN

Im Folgenden stellen wir Dir noch eine zweite Methode vor, die ebenso zu einem sehr guten Cannabis-Wein führt, der dank einiger typischer Gewürze auch noch einen schönen "Weihnachtsgeschmack" zu bieten hat. Auch dieser Wein ist sehr einfach herzustellen. Da wir das Gras und den Wein kochen, können wir anders als bei der ersten Methode auf die Decarboxylierung verzichten.

ZUTATEN

  • 1 Flasche Rotwein
  • 28g Trimm oder Shake
  • 4 Nelken
  • 1 Orange
  • ¼ TL. Kardamom
  • ¼ TL. Muskatnuss
  • ½ TL. Zimtpulver

HILFSMITTEL

  • Großer Koch- oder Schmortopf
  • Sieb oder Mulltuch

ANLEITUNG

  1. Gieße Deinen Wein in einen großen Topf und stelle ihn auf den Herd.
  2. Zermahle Dein Gras grob und gib es in den Topf mit dem Wein.
  3. Dann gibst Du auch die Gewürze in die Mischung. Nelken, Orange, Kardamom, Zimt und Muskatnuss verleihen dem Wein einen wunderbaren Hauch von Weihnachten, der den Geschmack des Weins und Cannabis abrundet. Man darf vermuten, dass die Zitrusfrüchte und das Vitamin C mit den anderen Inhaltsstoffen im Cannabis zusammenarbeiten und deren Wirkung verstärken – was man als Entourage-Effekt bezeichnet.
  4. Bringe die Mischung nun zum Kochen. Lass das Ganze bei geschlossenem Deckel etwa 2 Stunden lang köcheln, aber habe ein Auge auf das Gebräu. Überprüfe den Vorgang regelmäßig und stelle sicher, dass nicht zu viel Flüssigkeit verdunstet.
  5. Seihe die Wein- und Gewürzmischung hiernach durch ein feines Mulltuch ab.
  6. Servieren und genießen!

Diese Methode führt zu einem besonders wirkungsvollen Cannabiswein, was Du nicht vergessen solltest, falls Du vorhast, Dein Glas auf Ex herunter zu stürzen.

WIE MAN CANNABIS-INFUNDIERTEN WEIN HERSTELLT – ANMERKUNGEN

Vergiss bitte nicht, dass der Alkohol zusammen mit dem Cannabis eine ganz andere Wirkung als gewöhnlich haben kann. Falls Du also beide kombinierst, ist es immer besser auf Nummer sicher zu gehen. Für manche Menschen kann der kombinierte Effekt sehr angenehm sein, während andere ihn möglicherweise weniger ansprechend finden. Höre auf Deinen Körper, wenn Du Deinen mit Cannabis versetzten Wein genießt, denn dies wird Dir auch dabei helfen, die optimale Dosierung für den gewünschten Effekt zu finden!

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