By Luke Sumpter Reviewed by: Andreu Francés

Was sind F1-Hybrid-Cannabissamen? Wie performen sie im Vergleich zu anderen Sorten? Und warum sind sie revolutionär für die Cannabiswelt? Im Folgenden wirst Du im Detail erfahren, wie sie hergestellt werden, welche Nutzen sie bieten und warum die meisten Anbauer und Anbauerinnen nach dem Ausprobieren von F1-Hybridsorten wahrscheinlich nicht mehr zu herkömmlichen Sorten zurückkehren werden.


Was sind F1-Hybrid-Cannabissamen?

F1-Hybrid-Cannabissamen entstehen durch die Kreuzung von zwei verschiedenen inzüchtigen Elternlinien, die durch Generationen der Inzucht kreiert wurden. Dadurch sind diese Sorten einheitlicher als herkömmliche Cannabissorten, widerstandsfähiger gegenüber ungünstigen Bedingungen und liefern größere Erträge. Der Begriff "F1" steht für "Filial 1" und beschreibt die erste Generation der Nachkommenschaft zwischen zwei verschiedenen Inzuchtlinien (IBLs). Im Gegensatz zu herkömmlichen Cannabissorten, die dazu neigen, verschiedene Phänotypen hervorzubringen, sorgen F1-Hybriden für eine beständige, zuverlässige und stabile Ernte. Die folgenden Begriffe werden Dir helfen, das Konzept der F1-Hybriden besser zu verstehen.

Homozygotie und Heterozygotie

Heterozygosity and homozygosity

Homozygotie und Heterozygotie sind wichtige Begriffe für das Verständnis der genetischen Zusammensetzung von IBLs und F1-Hybridsamen. Homozygotie bezeichnet den Zustand, in dem ein Organismus zwei identische Kopien eines bestimmten Gens besitzt, jeweils eine von jedem Elternteil geerbt. Im Gegensatz dazu bezeichnet Heterozygotie den Zustand, in dem ein Organismus zwei verschiedene Kopien eines bestimmten Gens besitzt, eine von jedem Elternteil. IBLs werden durch selbstbestäubende Pflanzen erzeugt, damit Nachkommen produziert werden, die hinsichtlich vieler Merkmale hochgradig homozygot sind. F1-Hybridsamen hingegen entstehen durch die Kreuzung zweier genetisch unterschiedlicher IBLs, woraus Nachkommen entstehen, die hinsichtlich vieler Merkmale heterozygot sind.

Die Heterozygotie führt zu einer größeren genetischen Vielfalt und damit zu einer höheren Vitalität, weshalb F1-Hybridsaatgut in der Landwirtschaft verwendet wird.

Wenn Du zum Beispiel eine IBL mit grüner Farbe und eine andere IBL mit violetter Farbe kreuzt, erbt der F1-Hybride zwei verschiedene Kopien eines Gens, eine für Grün (höhere Chlorophyll-Expression) und die andere für Violett (höhere Anthocyan-Expression). Daher werden diese Pflanzen heterozygot für dieses Gen sein, das heißt sie enthalten zwei verschiedene Kopien, eine grüne und eine violette.

Da die violette Farbe rezessiv ist, werden alle F1-Hybridpflanzen grün gefärbt sein. Wenn eine heterozygote Pflanze selbstbestäubt wird, werden die daraus resultierenden Pflanzen instabil sein, da einige zwei Kopien der grünen Farbe (grüne Pflanzen), andere eine Kopie jeder Farbe (grüne Pflanzen) und wieder andere zwei Kopien der violetten Farbe (violette Pflanzen) erben werden.

Inzuchtdepression und Hybridkraft (Heterosis)

Heterosis

Obwohl der Prozess der Inzucht sehr beständige und stabile Inzuchtlinien hervorbringt, führt er schließlich zu einer Inzuchtdepression. Dieses Phänomen entsteht durch die Anhäufung schädlicher Gene, die die Vitalität, Leistung und Widerstandsfähigkeit der Pflanzen verringern können.

Durch die Kreuzung von Pflanzen aus zwei verschiedenen Inzuchtlinien kann die Inzuchtdepression jedoch umgekehrt werden, und die Nachkommenschaft wird Hybridkraft (oder Heterosis) aufweisen. Dieses Phänomen entsteht durch die Kombination verschiedener Genkopien aus den Elternlinien, die dazu führt, dass schädliche Gene ausgeblendet und erwünschte Eigenschaften verstärkt werden. Durch Heterosis werden die Pflanzen größer, stärker und widerstandsfähiger.

Wie F1-Hybridsaatgut erzeugt wird

Der Prozess der F1-Hybridzüchtung beginnt mit der Definition des Ideotyps, also der Festlegung der Merkmale, die die neue Sorte aufweisen soll. Das Züchtungsprogramm umfasst drei Hauptphasen: Elternselektion, IBL-Entwicklung und F1-Hybridprüfung.

Bei der Elternselektion geht es darum, die Ausgangsgenetik zu finden, in der die gewünschten Merkmale vorhanden sein müssen; in der Nachkommenschaft kann man nur die Eigenschaften optimieren, die bereits in den Eltern vorhanden sind. Ab diesem Punkt werden Züchter und Züchterinnen den größten Teil des Züchtungsprozesses damit verbringen, die gewünschten Merkmale in den IBL-Eltern und anschließend in den F1-Hybriden auszuwählen und zu fixieren.

Letztendlich lassen sich nicht alle IBLs gut miteinander kombinieren, so dass es notwendig ist, zahlreiche Kreuzungen zwischen ihnen vorzunehmen, um die beste Kombination und damit den besten F1-Hybriden zu finden.

Ein Züchter oder eine Züchterin könnten zum Beispiel ein Zuchtprogramm mit dem Ziel starten, eine Sorte mit hohem THC-Gehalt und Blütenertrag zu erhalten. Zu diesem Zweck sammelt man kommerzielle Sorten, die ein gutes Potenzial für THC-Gehalt und Blütenertrag aufweisen. Zu Beginn des Programms wird der Züchter/die Züchterin feststellen, dass sich die Pflanzen voneinander unterscheiden; einige von ihnen werden einen höheren THC-Gehalt produzieren, andere einen niedrigeren THC-Gehalt.

Der Züchter oder die Züchterin wählen dann selektiv die Pflanzen mit dem höheren THC-Gehalt aus, um Samen für die nächste Generation zu gewinnen. Dieser Prozess wird über viele Generationen hinweg durchgeführt, bis eine einheitliche und stabile IBL mit hohem THC-Gehalt entstanden ist. Gleichzeitig führen die Züchter und Züchterinnen den gleichen Prozess mit anderen Ausgangsmaterialien durch, um eine IBL mit einem hohen Blütenertrag zu erzeugen.

Natürlich werden noch viele weitere Merkmale berücksichtigt, wie zum Beispiel Terpene, die Pflanzenstruktur oder die Resistenz gegen bestimmte Schädlinge und Krankheiten. Dies ist jedoch ein stark vereinfachtes Beispiel. Wenn der Züchter oder die Züchterin einige IBLs mit den gewünschten Merkmalen entwickelt hat, werden diese miteinander gekreuzt, um einen guten F1-Hybriden mit hohem THC-Gehalt und großem Blütenertrag zu finden.

How are F1 Seeds Created?

Welche Grenzen hat die F1-Hybridzüchtung?

F1-Hybrid-Cannabissorten sind die fortschrittlichste Genetik, die Züchtern und Züchterinnen zur Verfügung steht; nichts anderes kommt an ihre Potenz, Produktivität und Einheitlichkeit heran. F1-Hybriden sind die bewährte Methode, um bestimmte Eigenschaften zu verbessern, wie zum Beispiel Wiederstandsfähigkeit, Cannabinoide, Terpene, Blütezeiten, Trichomendichte und andere agronomische Merkmale. Allerdings gibt es bei der Kreation dieser Sorten auch Einschränkungen.

Züchter und Züchterinnen können keine neuen F1-Hybriden mit Eigenschaften züchten, die biologisch nicht möglich sind, wie zum Beispiel verrückte Farben, die es derzeit bei Cannabis nicht gibt, oder unverschämt hohe THC- und Terpenmengen, die die Pflanzen einfach nicht biosynthetisieren können.

Außerdem können Züchter und Züchterinnen zwar die Anpassungsfähigkeit von Cannabispflanzen an verschiedene Umweltbedingungen verbessern, aber die Pflanzen können nicht unter Bedingungen gedeihen, die außerhalb ihres natürlichen Bereichs liegen, wie zum Beispiel bei extremen Temperaturen oder hoher Feuchtigkeit.

F1-Hybridsamen vs. traditionelle Sorten

Wenn Du zu den Cannabisanbauern und -anbauerinnen gehörst, die zur Beschaffung von Samen häufig Online-Saatgutbanken besuchen, bist Du wahrscheinlich schon einmal auf den Begriff "Hybride" gestoßen. Wahrscheinlich bist Du auch schon auf Züchter und Züchterinnen gestoßen, die ihre Sorten als F1, F2, F3 und so weiter bezeichnen. Obwohl diese Sorten "Hybride" oder "F1" genannt werden, unterscheiden sie sich genetisch sehr von den echten F1-Hybriden von Royal Queen Seeds. Der Hauptunterschied besteht darin, dass sie nicht aus der Kreuzung zweier Inzuchtlinien stammen, sondern von instabilen Eltern, weshalb sie herkömmliche Cannabissorten ("Strains") sind.

F1-Hybrid-Cannabissamen garantieren eine überragende Leistung und eine unvergleichliche Einheitlichkeit mit stabilen Merkmalen – so ist garantiert, dass jeder Samen, den Du aussäst, sich zu fast identischen Phänotypen entwickeln wird, die die gleiche Größe, Struktur, das gleiche Wachstum und das gleiche phytochemische Profil aufweisen. Dies ist durchaus zu erwarten, denn die Züchtung von F1-Hybriden erfordert 4 bis 5 Jahre professionelle Züchtung durch erfahrene Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Außerdem profitieren F1-Hybridsamen von der Hybridkraft, wodurch stärkere Pflanzen entstehen, da sie aus Inzuchtlinien mit einem hohen Grad an Homozygotie hervorgegangen sind.

Im Gegensatz dazu weisen herkömmliche Sorten eine größere Variationsbreite auf und sind manchmal unberechenbar. Pflanzen, die von denselben Eltern abstammen, haben zwar einen gemeinsamen genetischen Hintergrund, aber jeder einzelne Phänotyp ist einzigartig und kann unterschiedliche Merkmale aufweisen. Dies liegt daran, dass der Prozess der Züchtung traditioneller Sorten in der Regel etwa 1 Jahr dauert, was sehr kurz ist. Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass traditionelle Sorten nicht so stark sind wie F1-Hybriden, was dazu führen kann, dass die Pflanzen weniger robust und anfälliger für Belastungsfaktoren sind.

Im Folgenden findest Du die wichtigsten Unterschiede zwischen F1-Hybridsamen und traditionellen Sorten:


Eltern
Einheitlichkeit
Phänotypen
Dauer der Züchtung
Züchte
Heterosis-Effekt
Verfügbarkeit
F1-Hybride
Kreuzung von 2 IBLs (oder reinen Linien)
Einheitliche Sorten mit stabilen Merkmalen
Nur 1 Phänotyp
4–5 Jahre
Biologen, Genetiker, Agronomen
Stark ausgeprägt
Seit kurzem verfügbar
Cannabissorten
Kreuzung von 2 unstabilisierten Sorten/Linien
Uneinheitliche Sorten mit abweichenden Merkmalen
Mehrere Phänotypen
< 1 Jahr (je nachdem)
Leidenschaftliche Cannabiszüchter und -züchterinnen
Nicht signifikant
Seit langer Zeit verfügbar

Kreuzung von 2 unstabilisierten Sorten/Linien
Uneinheitliche Sorten mit abweichenden Merkmalen
Mehrere Phänotypen
< 1 Jahr (je nachdem)
Leidenschaftliche Cannabiszüchter und -züchterinnen
Nicht signifikant
Seit langer Zeit verfügbar
Eltern
Eltern
Einheitlichkeit
Einheitlichkeit
Phänotypen
Phänotypen
Dauer der Züchtung
Dauer der Züchtung
Züchter
Züchte
Heterosis-Effekt
Heterosis-Effekt
Verfügbarkeit
Verfügbarkeit
Kreuzung von 2 IBLs (oder reinen Linien)
Einheitliche Sorten mit stabilen Merkmalen
Nur 1 Phänotyp
4–5 Jahre
Biologen, Genetiker, Agronomen
Stark ausgeprägt
Seit kurzem verfügbar
F1-Hybride
Cannabissorten

Vorteile von F1-Hybriden für Homegrower

Professionelle Gärtner und Gärtnerinnen, Landwirte und Landwirtinnen sowie Hobby-Gemüsebauer und -bauerinnen haben seit Jahrzehnten Zugang zu F1-Hybridpflanzen. Nimm Dir das nächste Mal, wenn Du in einen Supermarkt gehst, einen Moment Zeit und achte darauf, wie einheitlich die Tomaten, Karotten, Wassermelonen und Kürbisse aussehen. Sie sind alle F1-Hybriden! Und warum? Weil es für die Landwirte und -wirtinnen sinnvoll ist, möglichst einheitliche, widerstandsfähige und produktive Pflanzen zu züchten.

Vor dem Aufkommen der F1-Kulturen mussten sich die Landwirte und -wirtinnen mit instabilen und unproduktiven Sorten oder genetisch stabilen historischen Kultursorten begnügen, die keine wertvollen Eigenschaften für die Anbauer und Anbauerinnen mitbrachten.

✅ Die Vorteile von F1-Hybriden

Jetzt können auch Cannabis-Homegrower von der Verwendung von F1-Hybridsamen profitieren. Für die meisten Grower ist die Entscheidung für F1-Hybrid-Saatgut aus vielen Gründen eine Selbstverständlichkeit.

Einer der Hauptvorteile ist, dass F1-Hybridsamen einheitliche Pflanzen mit stabilen Merkmalen hervorbringen. Als Folge der Hybridkraft zeigen F1-Hybriden ein schnelleres Wachstum. Einige Sorten können in nur 60 Tagen von der Keimung bis zur Ernte ausgereift sein.

Außerdem sind F1-Hybriden widerstandsfähiger gegen ungünstige Umweltbedingungen und können Stress besser verkraften, wodurch sich der Anbau erleichtert. Der professionellen Züchtungsarbeit entsprechend produzieren F1-Hybridsamen im Durchschnitt Pflanzen mit einem höheren Gehalt an Cannabinoiden und einem größeren Blütenertrag als die herkömmlichen Sorten.

❎ Die Nachteile von F1-Hybriden

F1-Hybridsamen sind zwar die bevorzugte Wahl auf dem Markt, aber sie haben auch einige Nachteile. Viele Homegrower ziehen es vor, traditionelle Sorten auszusäen und anzubauen, da sie eine größere Variationsbreite bieten, die es ihnen ermöglicht, die besten Phänotypen ihrer Plantage zu finden und zu konservieren.

Außerdem können Anbauer und Anbauerinnen die Samen von F1-Hybridpflanzen nicht weiterführen, da sie einfach nicht typgerecht wachsen und in der F2-Generation eine hohe genetische Variabilität aufweisen.

F1-Hybrid-Cannabissamen: Die vorderste Linie der Innovation

Landwirte und -wirtinnen sowie Gärtner und Gärtnerinnen nutzen die F1-Hybridgenetik schon seit Jahren, um bessere Ernten zu erzielen. Die Einführung dieser Genetik in die Cannabiswelt bedeutet, dass Anbauer und Anbauerinnen jetzt eine ganz neue Auswahl an Sorten zur Verfügung haben.

Nimm diese Samen in Dein Arsenal auf, baue sie an und sieh selbst, wie F1-Hybriden im Vergleich zu herkömmlichen Sorten abschneiden.

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