By Luke Sumpter

Als eines der süßesten Geschenke der Natur passt Honig gut zu unzähligen Rezepten und ist auch für sich genommen eine echte Köstlichkeit. Abgesehen vom Geschmack erweist sich diese von Bienen stammende Substanz auch beim Cannabisanbau als nützlich! Lies weiter, um herauszufinden, wie Honig dabei hilft, Cannabispflanzen zu düngen, die Bodengesundheit zu unterstützen und Stecklinge zu stärken.


Hilft Honig Cannabis beim Wachsen?

Falls Du in Deinem Grow Room oder Garten lieber einen natürlichen und organischen Ansatz wählst, wirst Du erfreut sein, zu erfahren, dass gerade eine Substanz auf Deinem Küchenschrank steht, die als süße Quelle der Fruchtbarkeit dienen kann. Honig kann das Wachstum von Cannabispflanzen auf vielfältige Weise unterstützen und zum Beispiel entscheidende Makronährstoffe, die das Wurzelwachstum anregen, und regulierende Mikroorganismen bereitstellen, die das Nahrungsnetz des Bodens bilden.

Wie Du vermutlich weißt, entstammt Honig der mühevollen Arbeit gewisser Bienenarten. Diese komplexen Organismen ernten Nektar von blühenden Pflanzen und lagern ihn in Waben ihres Bienenstocks ein. Während Honig Bienen hilft, zu gedeihen, und auch Deine Vorliebe für Süßes befriedigt, enthält er eine Vielzahl von Nährstoffen und anderen bioaktiven Verbindungen, die sich in jedem Cannabisgarten als nützlich erweisen.

Melasse vs. Honig

Molasses vs Honey

Bevor wir uns den Anwendungen von Honig beim Cannabisanbau widmen, werden wir behandeln, wie sich die Substanz von einem anderen zuckerreichen Input unterscheidet, der häufig beim Gärtnern eingesetzt wird: Melasse. Auch wenn beide natürliche Süßungsmittel sind, unterscheiden sich Honig und Melasse folgendermaßen:

  • Ursprung: Bienen machen Honig, wohingegen Melasse ein dickes, teerartiges Nebenprodukt des Kochens von Zuckerrohrsaft ist.
  • Geschmack: Im Gegensatz zum süßen und blumigen Geschmack von Honig hat Melasse einen reichen und ziemlich bitteren Geschmack.
  • Konsistenz: Honig gibt es in verschiedenen Texturen, darunter flüssig und fest. Dagegen ist Melasse eine viel dickere und zähflüssigere Substanz.
  • Farbe: Die Farbe von Honig reicht von hellem Gold über durchsichtig bis hin zu trüb und gelb, wohingegen Melasse dunkelbraun ist.

Trotz ihrer Unterschiede sind sowohl Honig als auch Melasse ausgezeichnete Zucker- und Mineralstoffquellen, die helfen können, die Pflanzen- und Bodengesundheit zu erhöhen.

Die Nutzen von Honig für Cannabispflanzen

Honig und Gärtnern mag wie eine seltsame Kombination erscheinen, aber es wird gleich alles Sinn ergeben. Es folgen die wichtigsten Nutzen der Verwendung von Honig in Deinem Grow:

  • Honig ist eine gute Zuckerquelle: Pflanzen verbringen viel Zeit damit, mittels Photosynthese ihre eigenen Zucker herzustellen. Sie brauchen diese Energieform, um grundlegende Zellfunktionen durchführen zu können. Auch wenn Pflanzen unter einer adäquaten Lichtquelle mehr als fähig sind, sich selbst zu versorgen, wird die Verwendung von Honig im Boden eine weitere Zuckerquelle liefern, die die Pflanzenwurzeln aus der Rhizosphäre (dem unmittelbaren Raum um die Pflanzenwurzeln) aufnehmen können.
  • Honig ist eine Quelle von Pflanzenmakronährstoffen: Honig enthält für Cannabis wichtige Makronährstoffe, wie zum Beispiel Stickstoff, Kalium und Phosphor. Sie liegen zwar nur als Spurenelemente vor, spielen sie eine essenzielle Rolle bei der Proteinsynthese, beim Wassertransport und bei der Enzymaktivierung.
  • Honig nährt Teile des Bodennahrungsnetzes: Gesunde, lebendige Böden beherbergen Milliarden von verschiedenen Organismen, darunter Pilze, Bakterien, Protozoen und Nematoden. Diese Lebewesen helfen dem Nährstoffzyklus, wovon letztendlich auch Cannabispflanzen profitieren. Pflanzen transportieren einen Großteil des während der Photosynthese produzierten Zuckers unter die Erde, um diesen Populationen beim Gedeihen zu helfen. Honig zu ergänzen, wird dabei helfen, diese Bodenorganismen noch mehr zu unterstützen.
  • Honig enthält antimikrobielle Verbindungen: Honig unterstützt aber nicht nur nützliche Mikroben, sondern enthält auch antimikrobielle Verbindungen, die helfen könnten, Erreger abzuwehren.

Wie man Honig beim Cannabisanbau einsetzt

Jetzt kennst Du die potenziellen Nutzen der Verwendung von Honig beim Cannabisanbau. Doch wie sollte man ihn einsetzen? Im Folgenden werden wir die besten Methoden erläutern, wie Du dieses Bienenprodukt in Deinem Anbaubereich nutzen kannst.

1. Honig als Wurzelhormon für Cannabisklone

Rooting Hormone

Verglichen mit konventionellen synthetischen Produkten stellt Honig eine natürliche und nachhaltige Wurzelhormon-Option dar. Und zwar aus folgenden Gründen:

  • Antimikrobiell: Die antimikrobiellen Verbindungen in Honig helfen, die von Pilz- und Bakterienarten verursachten Krankheiten bei jungen Klonen zu verhindern.
  • Entscheidende Enzyme: Honig enthält mehrere Enzyme und Aminosäuren, die helfen, das Wurzelwachstum anzuregen.
  • Kostengünstig: Auf lange Sicht wirst Du Geld sparen, wenn Du Dich für Honig anstatt synthetischer Produkte entscheidest. Außerdem kannst Du ihn auch selbst essen!

Um Honig als Wurzelhormon zu verwenden, befolge diese einfachen Schritte:

  1. Schneide mit einer sterilisierte Schere oder einem Gartenmesser einen Steckling von einer gesunden Mutterpflanze.
  2. Entferne die unteren Blätter des Stecklings, sodass nur ein paar oben am Klon übrig bleiben.
  3. Tauche das abgeschnittene Ende des Klons in Bio-Honig ein.
  4. Pflanze den Steckling in einen kleinen Topf mit Vermiculit und stell ihn an einen warmen und gut beleuchteten Ort.
  5. Pflanze ihn in Erde ein, sobald sich ein gesundes Wurzelsystem gebildet hat.

2. Honig als Cannabisdünger

Fertilizer

Honig enthält eine Reihe von Makro- und Mikronährstoffen, die Cannabispflanzen benötigen, um optimal zu wachsen. Neben der Bereitstellung von allen drei Makronährstoffen dient Honig auch als Calcium-, Magnesium-, Eisen- und Zinkquelle.

Befolge diese Schritte, um Honig als Dünger in Deinem Cannabisgarten einzusetzen:

  1. Mische einen Esslöffel Bio-Honig in 1,5l abgekochtes Wasser.
  2. Rühre die Mischung gut um, damit sich der Honig vollständig darin auflöst.
  3. Lass die Mischung abkühlen.
  4. Fülle die Lösung in eine Gießkanne und wende sie als Dünger an.

3. Honig als Blattspray

Foliar Spray

Blattsprays machen sich die kleinen Öffnungen auf Cannabisblättern zunutze. Diese als Spaltöffnungen bekannten Strukturen ermöglichen Growern, das Wurzelsystem zu umgehen und Moleküle den Pflanzen direkt bereitzustellen. Honig-Blattsprays liefern Nährstoffe und beeinflussen wahrscheinlich auch die Phyllosphäre – die Gemeinschaft von Mikroben, die auf Pflanzenblättern lebt.

Befolge diese Schritte, um Dein eigenes Honig-Blattspray herzustellen:

  1. Gib zwei Teelöffel Honig in 4,5l warmes Wasser.
  2. Mische es gut durch, bis sich der Honig auflöst.
  3. Gieße die Mischung in eine Sprühflasche.
  4. Besprühe Fächerblätter, mit besonderem Fokus auf allen, die Mangelerscheinungen zeigen.
  5. Wiederhole den Vorgang einmal alle zwei Wochen.

Honigfallen helfen, den Schädlingsdruck unter Kontrolle zu halten

Honey Trap

Honig kann dabei helfen, Schädlinge aus Deinem Anbaubereich zu entfernen. Stecke kleine Gläser in Deine Erde, sodass sich der Rand der Gläser direkt über der Erdoberfläche befindet. Gib etwas Honig hinein und sieh zu, wie Deine Falle über die nächsten Tage Nacktschnecken und Trauermücken fängt.

Wie man den Zuckergehalt von Cannabispflanzen misst

Es gibt viele Möglichkeiten, die Gesundheit einer Cannabispflanze zu bestimmen. Viele Grower sind es gewohnt, ihre Pflanzen auf der Suche nach Schädlingen, Krankheiten und Mängeln zu beobachten. Wenn Du Detailgenauigkeit schätzt, dann solltest Du auch den Zuckergehalt Deiner Cannabispflanzen messen. Aber warum?

Zucker spielt eine entscheidende Rolle in jeder Pflanzenzelle. Ein angemessener Zuckergehalt korreliert mit gesunden Pflanzen, während ein niedriger Zuckerspiegel ein Zeichen von schlechter Photosynthese oder anderen Problemen ist. Auch wenn Du den Zuckergehalt nicht direkt messen kannst, kannst Du das Nächstbeste messen: Grad Brix.

Die Bedeutung von Grad Brix beim Cannabisanbau

Als Maßeinheit misst Grad Brix (das die Einheit °Bx verwendet) die Menge an gelösten Feststoffen in einer Pflanzenprobe. Außer andere Feststoffe wie sekundäre Metaboliten und Proteine zu messen, bietet Grad Brix eine ziemlich genaue Messung des Zuckergehalts der Probe. Dies wird offensichtlich, wenn man sich die Brix-Werte von Gemüse ansieht: Je höher das Grad Brix, desto süßer das Lebensmittel.

Grad Brix den Wachstumszyklus hindurch zu messen, kann Dir einen Einblick auf das Innenleben Deiner Cannabispflanzen gewähren. Jene mit höheren Brix-Werten produzieren mehr Zucker. Dies bedeutet nicht nur, dass sie ertragreicher sein werden, sondern auch, dass ihre Gesundheit und Fähigkeit, Schädlinge und Krankheiten auszuhalten, wahrscheinlich ebenfalls besser sein wird.

Brix Meter

Wie man Brix-Werte ermittelt

Grower messen Grad Brix mit einem Brix-Messgerät. Dieses Gerät ähnelt einem Teleskop. Es ist mit einem Probendisplay auf der einen Seite und einem Okular sowie einem Schärfefokus auf der anderen ausgestattet. Wenn Licht durch das Probenende scheint, wird es basierend auf dem Gehalt an gelösten Feststoffen in der Probe gebrochen. Wenn Du durch das Okular schaust, wirst Du eine Skala sehen, die den Brechungsgrad oder in diesem Fall °Bx angibt.

Um Deine Probe zu erhalten, solltest Du ein paar Fächerblätter ernten und sie in einer Schüssel zerstoßen (Mörser und Stößel funktionieren großartig), um den enthaltenen Saft zu extrahieren. Verwende als Nächstes genügend Saft, um das Probendisplay zu bedecken, und schließe danach den transparenten Deckel. Halte die Probenseite anschließend gegen eine Lichtquelle und nimm Deine Messung vor. Es ist wichtig, zu wissen, dass sich Brix-Werte aufgrund mehrerer Variablen wie der Tageszeit ständig verändern. Deswegen solltest Du Grad Birx immer zur selben Tageszeit bei ähnlichem Wetter messen (zum Beispiel nur, wenn der Himmel klar ist).

Gesunde Cannabispflanzen haben einen Brix-Wert zwischen 12 und 20. Pflanzen, die sich am oberen Ende dieses Spektrums befinden, werden eher einen höheren Ertrag liefern und eine überragende Schädlingsresistenz aufweisen. Um den Gehalt zu erhöhen, kannst Du in Betracht ziehen, etwas Honig in Deinen Düngeplan zu integrieren, und sehen, was passiert!

Honig und Cannabis: Eine vielseitige Partnerschaft

Nun weißt Du, dass der Honig in Deinem Küchenschrank auch als nützlicher Input in Deinem Cannabis-Anbaubereich dient. Wirst Du Dich also dazu entscheiden, Honig Deinem Düngeplan hinzuzufügen? Auf jeden Fall wird er wichtige Nährstoffe liefern, das Bodenmikrobiom regulieren und Deinen Stecklingen beim Gedeihen helfen!

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