Es gibt Tausende von einzigartigen Cannabissorten. Einige wurden entwickelt, um zu stimulieren, andere, um unsere Seele baumeln zu lassen. Einige wurden auf Potenz gezüchtet, andere wegen ihres Geschmacks. Die meisten Raucher haben ihre eigene Lieblingssorte, die ihre Wünsche am besten erfüllt.

Du kannst neuen Schwung in die Sache bringen, indem Du eine andere Sorte als gewöhnlich rauchst. Aber wie wäre es, wenn Du beide Sorten gleichzeitig rauchen würdest? Wenn Du verschiedene Sorten von Cannabisblüten und -extrakten miteinander vermischst, kannst Du Highs genießen, die Du bei keiner einzelnen Sorte finden kannst.

Warum sollte man verschiedene Cannabissorten miteinander kombinieren?

Jede Sorte hat ihre eigene phytochemische Zusammensetzung, also eine einzigartige Mischung aus Terpenen, Cannabinoiden, Flavonoiden und anderen Bestandteilen.

Diese Moleküle spielen sowohl eine wichtige als auch eine subtile Rolle bei der Bestimmung der Natur der psychoaktiven – oder sogar nicht-psychoaktiven – Erfahrung. Züchter schaffen neue Sorten, indem sie die einzigartige Genetik einzelner Sorten auswählen und sie dann neu miteinander kreuzen.

Cannabisraucher können jedoch auch die Eigenschaften verschiedener Sorten miteinander kombinieren, indem sie sie einfach zusammen konsumieren. Für Grower kann diese Erfahrung auch eine Gelegenheit sein, um zu schauen, wie eine Kreuzung zwischen zwei Sorten sein könnte.

Sind zwei Wirkungen besser als eine?

Tausende verfügbare Cannabissorten bedeuten, dass es Tausende verschiedene Kombinationen gibt, mit denen man experimentieren kann. Wenn man beispielsweise zwei energiespendende Sorten miteinander kombiniert, kann dies die mentale Aktivität vor der Arbeit steigern. Auf die gleiche Weise kann die Kombination von zwei breitmachenden Sorten dazu beitragen, dass man am Abend in sein Bett hineinschmilzt.

Du kannst auch scheinbar entgegengesetzte Highs zu einer Erfahrung verschmelzen. Wenn man eine subtile Sorte zu einer potenziell überwältigenden Sorte hinzufügt, kann es dazu beitragen, die Wirkung zu schwächen. Und umgekehrt könnte eine leichte Northern Lights, die mit einer potenten Triple G gemischt wurde, einen davon abhalten, bis spät in den Tag zu schlafen.

Zähme Dein High

Irgendwann übertreibt es jeder Cannabisraucher einmal. Wenn man zu viel Cannabis mit hohem THC-Gehalt raucht, kann dies zu einer unangenehmen Zeit führen. Wenn man aber einen Extrakt oder Blüten mit hohem CBD-Gehalt hinzufügt, kann dies das High[1] zähmen und es einen Gang zurückschalten.

Im Wesentlichen verhindert CBD, dass THC an CBD1-Rezeptoren im Gehirn bindet, indem es die Endocannabinoid-Produktion stimuliert. Infolgedessen wird die Psychoaktivität von THC teilweise gemindert. Damit meinen wir, dass die Wirkungen ausgeglichen und entspannt werden, nicht vollständig umgekehrt oder beseitigt werden.

Cannabinoid, opioid, serotonin and dopamine receptors

Ist das kombinierte High von zwei Cannabissorten besser?

Wenn man bedenkt, wie viel wir darüber gesprochen haben, fragst Du Dich jetzt sicher, ob Dein High tatsächlich besser ist, wenn Du Sorten kombinierst. Nun, das hängt ganz davon ab, welche Ergebnisse Du haben willst und wie sehr Du Dich dafür einsetzen möchtest. Der Prozess erfordert ein paar Experimente, das Versuch-und-Irrtum-Prinzip ist hierbei der Schlüssel und der Lohn kann großartig sein.

Vielleicht geht es mehr als darum, ein ideales Gleichgewicht an Cannabinoiden zu finden. Um Dein bevorzugtes High zu finden, musst Du eine gute Terpenmischung auswählen. Terpene sind aromatische Moleküle, die die charakteristischen Düfte der Cannabispflanze untermauern. Die Wissenschaft hat über 40.000 dieser Chemikalien in der Natur identifiziert, wo sie für die verführerischen Düfte von Bäumen, Blumen und Früchten verantwortlich sind.

Die Cannabispflanze enthält über 200 Terpene. Abgesehen von verlockenden Aromen und Gerüchen zeigen diese Moleküle beim Menschen eine Reihe von Wirkungen. Sie wirken sogar mit Cannabinoiden zusammen, um das High abzustimmen – ein Phänomen, das als Entourage-Effekt[2] bekannt ist.

Einige Terpene bewirken eine eher breitmachende Wirkung, während andere stimulierender und zerebraler wirken. Man kann Cannabissorten auf der Basis ihres Terpengehalts mischen, um einzigartige Cocktails zu schaffen und das High zu regulieren.

Wie man verschiedene Cannabissorten kombiniert

Es kann funktionieren, wenn man zwei Cannabissorten zusammenwirft ohne viel darüber nachzudenken, obwohl es ein Schuss ins Blaue ist. Um eine maßgeschneiderte Wirkung zu erzielen, sollte man über die Cannabinoid- und Terpenprofile jeder Sorte nachdenken. Im Idealfall bringen beide Sorten etwas in die Mischung, was die andere nicht hat.

Cannabinoide

Cannabinoide produzieren die Hauptwirkungen, die jedes High stützen. Ein hoher THC-Gehalt wird zum Beispiel die Erfahrung steigern und sie zunehmend psychoaktiv machen. Die Wirkungen von THC beinhalten im Allgemeinen Euphorie, Zufriedenheit, verbesserte Stimmung und Hunger – obwohl sie auch zu Nervosität und Paranoia führen können.

CBD löst jedoch kein High aus. Stattdessen unterstützt es eine klare Erfahrung, die Spannungen lindert und einen zur Ruhe bringt.

Das sind die Cannabinoide, die die meisten Menschen kennen, aber es gibt über 100 andere Cannabinoide in der Pflanze. Wir verstehen die meisten von ihnen noch nicht wirklich, aber Forscher haben begonnen, sich CBG, CBN, THCV, CBC und viele andere genauer anzusehen. Sie kommen im Vergleich zu den zwei Größten normalerweise in winzigen Mengen vor, aber Züchter arbeiten daran, dies zu ändern.

Wenn Du eine Genetik mit hohem CBG- oder CBC-Gehalt in die Hände bekommst, versuche die Sorte zusammen mit Deiner aktuellen Favoritin zu konsumieren, um zu sehen, wie sie die Wirkung verändert. Wenn Raucher mehr CBN wollen, können sie ihre Blüten länger aushärten lassen, was es ermöglicht, dass das THC weiter abgebaut wird.

Cannabinoid, opioid, serotonin and dopamine receptors

Terpene

Es gibt zwei Gründe, sich bei der Kombination von Sorten auf Terpene zu konzentrieren: Geschmack und Wirkung. Sorten mit unterschiedlichen Terpenprofilen tragen zu einem vielfältigeren Geschmacksspektrum bei. Terpene modulieren auch das High, berücksichtige dies also wenn Du Sorten miteinander kombinierst.

Linalool und Limonen bieten beide einen Geschmack nach frischen und spritzigen Zitrusfrüchten. Das Paar wird die Fruchtigkeit jeder Mischung erheblich verbessern. Pinen und Humulen – beide sind erdig und tief – verstärken sich gegenseitig und liefern erfrischende Noten von einem Spaziergang im Wald. Caryophyllen und Mycren sind ein weiteres ausgezeichnetes Paar. Beide Terpene sind würzig und pfeffrig – perfekt für herzhafte Cannabis-Esswaren.

Indica und sativa

Die gängige Meinung ist, dass Indica-Pflanzen ein breitmachendes und physisches High bieten, während Sativa-Pflanzen ein energiespendendes, zerebrales High bewirken.

Fortschritte in der Cannabiswissenschaft haben jedoch gezeigt, dass es ein wenig nuancierter ist, als es scheint. Tatsächlich schlagen Forscher vor[3], Cannabis nicht mehr in Sorten (Kultursorten) zu kategorisieren, sondern sie nach ihren “Chemovars” (kurz für “chemical varieties” also chemischen Sorten) zu kategorisieren.

Dieser Schritt ist sinnvoll, da die chemische Zusammensetzung ein und derselben Sorte aufgrund von Umweltfaktoren und Abweichungen von Phänotypen stark variieren kann. Dieses neue System würde dazu beitragen, die Eigenschaften spezifischer Exemplare zu identifizieren.

Indica- und Sativa-Sorten unterscheiden sich jedoch morphologisch. Indica-Sorten sind buschig und produzieren dickfingrige Blätter. Im Gegensatz dazu sind Sativa-Sorten groß, schlaksig und produzieren dünnfingrige Blätter.

Trotz der sich wandelnden Wissenschaft deuten Nachweise[3] darauf hin, dass Indica- und Sativa-Sorten in einigen Fällen höhere Konzentrationen bestimmter Terpene besitzen. Du kannst die breitmachenden oder stimulierenden Wirkungen jeder einzelnen Sorte ausgleichen, indem Du mit verschiedenen Sorten-Kombinationen herumspielst.

Empfohlene Sortenkombinationen

Während der jahrelangen Züchtung und Entwicklung einer der führenden Saatgutunternehmen Europas haben wir ziemlich viele Experimente durchgeführt. Zieh Dir unsere Lieblings-Sortenmischungen rein und erfahre, warum Du sie ausprobieren solltest.

Royal Domina und Medical Mass

Royal Domina bringt psychoaktive Potenz auf den Tisch, während Medical Mass das mächtige High mit einem CBD-Gehalt von 10% zähmt. Die erste Sorte ist eine starke indicadominierte Sorte, die einen THC-Gehalt von 20% und einen hohen Gehalt an Mycren, Pinen und Caryophyllen aufweist. Dazu liefert sie einen kraftvollen, körperlichen Rausch und einen riesengroßen Appetit. Dieses High wird jedoch nicht außer Kontrolle geraten, da die klare Wirkung von Medical Mass es den Nutzern ermöglicht, funktional und kreativ zu bleiben, selbst wenn man unglaublich stoned ist.

ROYAL DOMINA

Terpene profile: Myrcene, Pinene and Caryophyllene

THC: 20%

MEDICAL MASS

Type: Sativa 40% Indica 60%

CBD: 10%

Sourd Diesel und OG Kush

Diese beiden Sorten enthalten jede Menge Geschmack und intensive Mengen THC. Obwohl sie entgegengesetzte Enden des Indica-Sativa-Spektrums repräsentieren, erzeugen ihre kombinierten Wirkungen ein High, das seinen idealen Punkt in der Mitte findet. Sour Diesel verfügt über 70% Sativa-Genetik sowie einen hohen Gehalt an Limonen und THC, eine Kombination, die normalerweise zu einem energiespendenden und wohltuenden High führt. Die indicadominierte und mit Mycren beladene OG Kush zieht die Wirkung jedoch in die Mitte des Spektrums und sorgt für ein abgerundetes High.

SOUR DIESEL

Terpene profile: Limonene

THC: 19%

OG KUSH

Terpene profile: Myrcene

Type: Sativa 25% Indica 75%

Royal Cheese und Blue Mystic

Royal Cheese und Blue Mystic wirken zusammen, um ein Bankett mit herrlichen Terpenen zu servieren. Royal Cheese bringt intensive Geschmacksrichtungen und Aromen von Käse und Erdigkeit hervor. Blue Mystic liefert dazu passend eine kontrastierende, aber komplementäre Flut von Süße, Früchten und Zucker. Diese beiden Indicas bereiten Dich auf eine große Entspannung vor, besorge Dir also ein paar Kissen und Decken.

ROYAL CHEESE

Aromas: Cheese and earthiness

THC: 17%

BLUE MYSTIC

Aromas: Sweetness, fruits, and sugar

Type: Sativa 20% Indica 80%%

Wedding Gelato und Chocolate Haze

Die wunderschönen lila Blüten der Wedding Gelato enthalten einen starken THC-Gehalt von 25%, um das genetisch indicadominierte Profil zu ergänzen. Mit anderen Worten wird diese Sorte dafür sorgen, dass Du auf dem Sofa kleben bleibst und in euphorischen Empfindungen badest. Gleichzeitig wird Chocolate Haze dazu beitragen, ein klares Erlebnis in die Gleichung zu bringen. Sie gleicht ein sich ansonsten schwer anfühlendes körperliches High aus und ermöglicht es Nutzern, an kreativen Projekten zu arbeiten und klar zu funktionieren, ohne die allgemeine Euphorie zu beeinträchtigen.

WEDDING GELATO

THC: 25%

Effect: Calming and Euphoric

CHOCOLATE HAZE

Aroma: Chocolate, Sweet and Earthy

Effect: Heavy and Euphoric

Lemon Shining Silver Haze und Shogun

Lemon Shining Silver Haze stammt aus der Genetik von Haze und Skunk und enthält viel THC, um ihr stimulierendes Sativa-High zu steigern. Shogun vervollständigt die Paarung wunderschön, ohne dabei ins Hintertreffen zu geraten. Sie bringt die zerebrale Energie mit einem massiven THC-Gehalt von 25% auf ein anderes Niveau und ihr zerebrales High sorgt dafür, dass die Zahnräder im Kopf auf Hochtouren gebracht werden. Dies ist eine dieser Sorten, die Dich tatsächlich dazu inspirieren kann, aufzustehen und sich körperlich zu betätigen!

LEMON SHINING SILVER HAZE

Profile: 21% THC and high amount of Limonene

Type: Sativa 75% Indica 25%

SHOGUN

THC: 25%

Type: Sativa 70% Indica 30%

Sollte man das Kombinieren von Cannabissorten ausprobieren?

Absolut! Was hast Du zu verlieren? Kein Zweifel, es wird ein wenig dauern, bis Du Deine perfekte Mischung gefunden hast. Aber wenn Du die richtige Paarung findest, ist die Reise schlussendlich die Belohnung wert. Teil uns mit, welche Sortenkombination Dein persönlicher Favorit ist!

External Resources:
  1. Cannabis Pharmacology: The Usual Suspects and a Few Promising Leads - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  2. Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  3. Cannabis - from cultivar to chemovar https://bedrocan.com
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