Fast jeder Grower möchte große, klebrige Buds anbauen. Große und dichte Blüten besitzen nicht nur mehr Cannabinoide und Terpene, sondern sehen auch einfach besser aus. Wenn sie große Buds tragen, wirken Kronendächer dichter, und die Früchte Deiner Arbeit sehen viel eindrucksvoller aus, wenn Du sie Deinen Gras liebenden Freunden zeigst.

Auch wenn große Blüten eine Freude sind, können sie einige Probleme bereiten. Cannabiszweige können zum Beispiel nicht besonders viel Gewicht tragen. Werden Deine Blüten allzu groß, kann das Kronendach darunter leiden und die Zweige können sogar knicken.

Lass Dich davon aber nicht vom Anbau der größtmöglichen Cannabisblüten abhalten! Im Folgenden werden wir Dir einige Tipps zeigen, wie Du riesige Buds anbauen kannst, während Du Deine kostbaren Pflanzen intakt hältst. Finde heraus, wie Du verhinderst, dass Deine Buds herunterfallen.


1. Pflanzen mit Schnur und Pfählen stützen

Grower können sich mit einfachen Hilfsmitteln wie Bambusrohren und Schnüren um ihr Kronendach kümmern. Egal, ob Du drinnen oder draußen anbaust, ist dies eine lange bewährte Technik.

  • Bambusrohre

Bambusrohre sind preiswert, aber extrem effektiv. Diese billigen, aber stabilen Hilfsmittel werden den Hauptstamm aufrecht halten und verhindern, dass Zweige wegen des Gewichts der schweren Buds durchhängen.

Bambusrohre

Sollten Deine Buds zu schwer für ihre Zweige werden, kannst Du Bambusrohre sowohl indoor als auch outdoor nutzen. Stecke einfach einige Rohre in die Deine Pflanzen umgebende Erde. Verwende weichen Gartendraht, um die Zweige an den Rohren zu sichern, aber lasse etwas Raum, damit sich die Zweige verdicken können, während die Pflanze weiterwächst.

Wenn Du in Behältern anbaust, kannst Du die Bambusrohre entlang des Topfrandes mit Klebeband befestigen. Forme mit 6–8 Rohren einen Kreis um Deine Pflanze und binde etwaige schwache Glieder Deiner Zweige für zusätzliche Unterstützung an diese Struktur.

Pflanzen mit Schnur und Pfählen stützen

  • Schnur

Schnur ermöglicht Growern, große Cannabis-Colas auch ohne Rohre oder Pfähle zu sichern. Falls Dir Zweige auffallen, die aussehen, als würden sie bald brechen, nutze etwas Schnur, um das Gewicht aufzufangen.

Binde ein Ende an den betroffenen Zweig und das andere an einen höheren Punkt am Hauptstamm. Wir empfehlen, diese Methode nur bei größeren Sativa-Pflanzen mit einem robusten Stamm anzuwenden, der die zusätzliche Last auch aushalten kann.

Pflanzen mit Schnur und Pfählen stützen

  • Unterstützung für Outdoor-Cannabis

Bedenke, dass die von Dir gewählte Unterstützung Deiner Outdoor-Cannabispflanzen den Elementen ausgesetzt sein wird. Die zuvor erwähnten Bambusrohre können durch längere Regeneinwirkung faulen und dadurch schädliche Krankheiten an Deine Pflanzen weitergeben. Falls Du in einer sehr regenreichen Region lebst, solltest Du alternative Materialien wie Fiberglas in Betracht ziehen.

So ähnlich ist es auch mit Schnüren. Wähle keine, die sich leicht zersetzt oder anfällig für Fäulnis ist.

2. Rankhilfen

Dabei benötigst Du ein Gitter mit großer Maschenweite, um das Wachstum Deiner Pflanzen zu unterstützen. Ein Spalier hat mehrere Vorteile: Blütenstände können austreiben, die Anbaufläche wird maximiert und es bietet strukturelle Unterstützung.

Rankhilfen

In einem Aufzuchtraum können Pflanzen auf verschiedene Art und Weise mit Stäben und Drähten an einem Spalier befestigt werden. Du kannst vertikale Spaliere verwenden, an denen Deine Pflanzen hochwachsen können, oder horizontale, die in einer bestimmten Höhe über Deinen Pflanzen angebracht werden. Oftmals wird horizontaler Spalierbau mit der Screen-of-Green-Methode angewandt, wobei Pflanzen so angebaut werden, dass sich der Hauptteil des schweren Pflanzenmaterials über dem Spalier befindet. Für die Screen-of-Green-Technik benötigt man ein gewisses Maß an Können, da Du Deine Pflanzen beschneiden, ihr Wachstum anleiten und Deine Plantage mit einer gewissen Präzision anlegen musst. Wenn die Spalier-Methode falsch angewandt wird, kann das dazu führen, dass der untere Teil Deiner Pflanzen nicht genügend Licht und Luftzug abbekommt. Dies führt wiederum zu einem verminderten Wachstum und anderen negativen Begleiterscheinungen. Diese Methode ist für unerfahrene Anbauer unter Umständen nicht sehr gut geeignet. Es sei denn, Du bist scharf auf eine echte Herausforderung!

Standard-Rankgerüste sind üblicherweise zweidimensionale Gitter, und an ihnen kann Gemüse, wie zum Beispiel Bohnen, perfekt ranken. Da Cannabis jedoch eine eher buschige Pflanze ist, erzielen Outdoor-Pflanzenkäfige denselben Effekt, während sie zudem auf die spezifische Form von Cannabispflanzen ausgerichtet sind.

Rankhilfen

  • Outdoor-Pflanzenkäfige

Pflanzenkäfige eignen sich hervorragend zum Stützen des Gewichts von riesigen Cannabisblüten. Kaufe einfach eine Rolle robustes Gartennetz und forme eine Säule um Deine Pflanzen. Falls Du in Behältern anbaust, kannst Du den Käfig am Topfrand befestigen. Nutzt Du Beete, kannst Du den Käfig einfach in den Deine Pflanzen umgebenden Boden drücken.

Binde beide Enden der Rolle mit Gartendraht zusammen, um die säulenartige Form aufrechtzuerhalten. Während Deine Pflanze wächst, werden die Zweige ihren Weg durch die Lücken des Netzes finden, das sie gegen die heftige, von großen Buds ausgeübte Wucht abstützt.

3. Tomatenkäfig

Du kannst Deine Cannabispflanzen aber auch in einem Tomatenkäfig aus Draht anbauen, damit sich Deine Äste an irgendetwas festhalten können. Da Tomatenpflanzen und Cannabispflanzen eine unterschiedliche Form haben, müssen die Käfige bei dieser Methode ein wenig angepasst werden. In der Regel sind Tomatenkäfige am Boden enger und werden nach oben hin weiter. Cannabispflanzen hingegen sind unten breiter und werden nach oben hin schmäler. Aus diesem Grund musst Du Schnüre, Klettverschluss oder Bindedrähte verwenden, um die unten liegenden Pflanzenteile am Käfig zu befestigen, so ähnlich wie bei der ersten Methode dieser Anleitung. Diese Methode eignet sich unter Umständen nicht für sehr junge Pflanzen, da sich die Lampen aufgrund des Käfigs nur schwer ausrichten lassen.

Genauso wie große Cannabisblüten belasten auch große, saftige Tomaten die Zweige und Stiele. Praktische Tomatenkäfige sind eigens dafür vorgesehen, zarte Zweige gegen die Schwerkraft zu schützen.

Tomatenkäfig

  • Perfekt für Outdoor-Cannabispflanzen

Was den Schutz von Cannabispflanzen betrifft, ähneln Tomatenkäfige Pflanzenkäfigen. Allerdings ersparen sie Dir viel Arbeit, insbesondere, wenn Du viele Pflanzen anbaust. Sie werden einsatzbereit geliefert, also ist kein Zuschneiden, Anpassen oder Binden erforderlich.

Außerdem sind diese Strukturen oftmals viel robuster als selbstgebaute Käfige. Da im Freien angebaute Pflanzen starken Winden und stürmischem Wetter ausgesetzt sind, bieten Tomatenkäfige ein wenig mehr Schutz, ohne dass Du Deinen Käfig im Boden verankern musst.

4. Pflanzen-jojo

Pflanzen-Jojos sind eine großartige Möglichkeit, Deine Pflanzen optimal zu unterstützen, ohne dabei groß ihre Struktur anpassen zu müssen. Pflanzen-Jojos sind kleine Haken aus Kunststoff, die an einer Schnur befestigt, die wiederum mit einem Mechanismus verbunden sind, der an der Decke des Anbauzelts angebracht wird. Mit Pflanzen-Jojos kann Dein Growzelt einen Teil des Gewichts Deiner Pflanzen tragen. Die Haken aus Kunststoff sind so gefertigt, dass sie eine möglichst kleine Oberfläche Deiner Pflanzen berühren und das Gewicht dennoch gleichmäßig tragen, damit keine Schäden entstehen. Wenn Du in einem Anbauzelt anbaust, sind Pflanzen-Jojos die einfachste Möglichkeit der Unterstützung schwerer Blüten!

Pflanzen-jojo

Nutze Dünger zur Verbesserung der Pflanzenstärke

Für stabilere Stämme und kräftigere Äste musst Du Dich auf einen wichtigen Faktor konzentrieren: Die Nährstoffe in der Erde. Versorge Deine Pflanzen mit Düngemitteln mit reichlich Kalzium, Kalium und Schwefel, damit sie ordentlich wachsen. Schließlich wäre es das Beste, fette Blütenstände zu haben und Pflanzen, die noch kräftiger sind, um das Gewicht zu stemmen!

Achte darauf, Deinen Pflanzen nicht zu viel von einem bestimmten Nährstoff zu geben. Besonders eine Überversorgung mit Kalzium, während ein Mangel an Kalium und Schwefel auftritt, kann verheerende Konsequenzen haben!

  • Organische Outdoor-Düngemethoden

Outdoor-Grower haben Zugang zu einer Vielzahl von organischen Nährstoffen, die Cannabispflanzen richtig guttun. Statt flaschenweise synthetische Chemikalien auf Dein Substrat zu schütten und auf das Beste zu hoffen, kannst Du Bio-Substanzen wie Wurmhumus und Kompost nutzen, um Deine Erde zu düngen.

Indem Du all Deine Küchen- und Gartenabfälle kompostierst oder sie in einer Wurmkompostierung an Würmer verfütterst, wirst Du Deinen Abfall in eine reiche Nährstoffquelle verwandeln.

Dieses Material enthält nicht nur alle Nährstoffe, die Deine Pflanzen benötigen, sondern besitzt auch hohe Werte von organischem Material, das den Boden mit Mikroben versorgt, die dann wiederum Deine Pflanzen ernähren.

Mische Kompost und Wurmhumus in Deine Pflanzenerde, bevor Du Deinen Grow beginnst. Nutze sie künftig alle paar Wochen als Oberflächendünger, um Deine Erde gedüngt zu halten.

Die Unterstützung schwerer Blüten ist mehr Kunst als Wissenschaft. Um die richtige Lösung zu finden, solltest Du auf Deine Pflanzen hören, ihre innere Stärke einschätzen, ihre Stärken ausfindig machen und herausfinden, wo sie Unterstützung benötigen! Viel Spaß beim Anbau!

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