Hanf und Marihuana – wie stehen die beiden miteinander in Beziehung? Eine Frage, die Hanffreunde seit Jahrzehnten immer wieder verwirrt. Hat es mit dem Geschlecht der Pflanze, dem THC-Gehalt oder vielleicht sogar mit einem ganz anderen geheimnisvollen Faktor zu tun?

Falls Du Dich selbst zu den Verwirrten zählst, fürchte Dich nicht: Die Zeit der Klarheit ist gekommen. Wir sind hier, um in das Verhältnis zwischen Cannabis und Hanf einzutauchen. Doch bevor wir zu den Antworten gelangen, müssen wir einige Fragen stellen.

HANDELT ES SICH BEI MARIHUANA UND HANF UM DIESELBE PFLANZE?

Hanf und Marihuana sind beide Mitglieder der gleichen Gattung, Cannabis, und der gleichen Art, Cannabis sativa. Um den Unterschied zwischen Hanf und Marihuana zu verstehen, müssen wir ein wenig über die Subtypen oder Sorten der Cannabispflanze wissen. Kultursorten sind Arten einer Pflanzenspezies, die für verschiedene Zwecke gezüchtet werden. Die drei Arten gezüchteter Cannabissorten sind:

  1. Sorten, die hauptsächlich für den industriellen Gebrauch angebaut werden, mit größeren Stielen und weniger Zweigen.
  2. Sorten, die hauptsächlich angebaut werden, um Samen zu erhalten, die roh verzehrt oder zu Hanföl gepresst werden können.
  3. Sorten, die hauptsächlich wegen der wirksamen Cannabinoide in ihren Blüten angebaut werden, die man entweder für medizinische oder Freizeitzwecke einsetzt.

Also sind die ersten beiden Hanf und das dritte Cannabis? Nicht ganz. Um es genauer auszudrücken, sollte man davon sprechen, dass die Nummern eins und zwei eher Hanf sind, während es sich bei Nummer drei eher um Cannabis handelt.

Wo aber ziehen wir die Grenze? Wie können wir sicher entscheiden, ob wir Hanf oder Cannabis vor uns haben?

WAS IST DER WAHRE UNTERSCHIED ZWISCHEN HANF UND CANNABIS?

Hanf und Cannabis werden vom Gesetzgeber mit Blick auf die Konzentration von THC in der Pflanze definiert. In den USA und Kanada gilt eine Cannabispflanze mit einem THC-Gehalt von unter 0,3% als Hanf. In der EU wird Hanf als Cannabispflanze mit weniger als 0,2% THC definiert. Viele europäische Unternehmen sind von diesem Unterschied nicht begeistert, vielmehr hat der Europäische Verband der Hanfindustrie (EIHA) gefordert, dass diese Sätze standardisiert werden, um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten.

WIE WICHTIG IST THC?

Sind Hanfpflanzen also einfach Cannabispflanzen, die zufälligerweise weniger THC produzieren? Erneut ist die Realität etwas komplizierter: Hanfpflanzen sehen, insbesondere, wenn sie für industrielle Zwecke angebaut werden, in der Regel anders aus als Marihuana-Pflanzen und neigen auch dazu, anders zu wachsen und sich anders zu verhalten. Marihuana-Pflanzen sind in der Regel kurz und "stengelig", mit vielen Zweigen und einer Fülle von kleinen Blättern und schweren Blüten. Industrielle Hanfpflanzen dagegen neigen eher dazu, hoch zu wachsen; mit dünnen Blättern, dicken Stielen und einer geringeren Verzweigung.

Industrielle Hanfpflanzen können in ihrem Wachstumszyklus von 108–120 Tagen sehr eng stehend zusammen angebaut werden: einige Sorten lediglich bis zu 10cm von einander entfernt. Hanf wird in der Regel auf großen, kargen landwirtschaftlichen Parzellen angebaut. Marihuana, auf der anderen Seite, ist eine pflegeintensivere Pflanze, die einen sanfteren Umgang erfordert. Sie wird in der Regel in warmen, sorgfältig überwachten Umgebungen angebaut, in denen jede Pflanze mindestens einen Meter Platz bekommt. Der Wachstumszyklus von Marihuana beträgt tendenziell 45–90 Tage. Die Pflanze ist auch in einem anderen entscheidenden Punkt sensibel: Falls eine Marihuana-Parzelle Hanfpollen ausgesetzt wird, kann die gesamte Ernte zerstört werden.

Marihuana Hanf

WO KOMMT CBD INS SPIEL?

Um den Zusammenhang zwischen CBD und Hanf zu verstehen, müssen wir uns noch einmal klarmachen, dass das Wort "Hanf" auf mehrere verschiedene Züchtungen der Cannabispflanze angewandt werden kann. Technisch gesehen, würde man Cannabis, das auf die Ausbildung von hoch CBD-haltigen Blüten für die medizinische Nutzung gezüchtet wird, als Hanf betrachten, falls sein THC-Gehalt unter dem rechtlichen Grenzwert liegt. Und doch würden diese Pflanzen den Marihuana-Pflanzen weitaus ähnlicher sehen als dem industriellen Hanf.

Heutzutage extrahieren einige industrielle Hanferzeuger CBD aus dem übriggebliebenen Pflanzenmaterial und vermarkten das Endprodukt als "CBD-Öl". Im Allgemeinen nimmt man jedoch an, dass diese Produkte im Vergleich zu CBD-Ölen, die man direkt aus Pflanzen gewinnt, die ganz spezifisch für die medizinische Verwendung angebaut werden, von niedrigerer Qualität sind, da sie, bei einem höheren Risiko der Kontamination, geringere CBD-Konzentrationen enthalten.

WORIN LIEGT DER UNTERSCHIED ZWISCHEN CBD-ÖL UND HANFÖL?

Falls Hanf einen hohen CBD-Gehalt besitzt, bedeutet das dann, dass Hanföl CBD-Öl ist? Das tut es nicht. Hanföl wird aus Cannabissamen kaltgepresst, während CBD-Öl – wie übrigens auch jedes andere Öl aus Cannabinoiden – aus den Blüten extrahiert werden muss. Hanföl enthält kein CBD, ist aber dennoch etwas ganz besonderes: Es bietet das optimale 3:1-Verhältnis an Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren; eine Kombination, die Entzündungen bekämpft und Dir hilft, Dein Gehirn aufzubauen. Außerdem ist Hanföl reich an Vitamin E, das Studien zufolge Anti-Aging-Eigenschaften besitzt.

Wenn Du entschlossen bist, Dein Hanföl mit etwas CBD einzunehmen, kannst Du mit CBD-angereichertem Hanföl versuchen, mehrere Nutzen der Cannabispflanze zu kombinieren. Wie wir sehen werden, haben Blüten und Samen viel mit einem weiteren Faktor zu tun, der für das Verständnis der Unterscheidung zwischen Hanf/Cannabis entscheidend ist.

WAS HAT DIE UNTERSCHEIDUNG HANF/CANNABIS MIT DEM GESCHLECHT ZU TUN?

Entgegen der landläufigen Meinung ist Hanf nicht bloß die männliche Version der Marihuana-Pflanze. Es handelt sich vielmehr um Cannabis, das speziell auf einen niedrigen THC-Gehalt gezüchtet wird. Dessen ungeachtet teilt die männliche Cannabispflanze viele Merkmale mit dem Hanf, wozu auch ein geringer Gehalt an THC und anderen Cannabinoiden gehört. Die empfohlene Verwendung von männlichen Cannabispflanzen kann mit der von Hanf übereinstimmen.

DIE AUSSICHTEN VON MARIHUANA UND HANF

Jetzt, da wir den Unterschied zwischen Marihuana und Hanf kennen, könnten wir uns fragen: Warum sollte uns das kümmern?

Der Unterschied zwischen Marihuana und Hanf ist tatsächlich von großer politischer Bedeutung. Historisch gesehen wurde Hanf wegen seiner Beziehung zu Marihuana kriminalisiert, obwohl ihm die Psychoaktivität fehlt, die den Ausschlag für das Marihuana-Verbot gab. Marihuana dafür zu kriminalisieren, dass es die Menschen high macht, war eine traurige Entscheidung – aber die Kriminalisierung von Hanf war geradezu widersinnig!

Glücklicherweise bewegen sich beide Formen der Cannabispflanze in Richtung Rechtmäßigkeit. Die Legalisierung von medizinischem Cannabis und Cannabis für den Freizeitgebrauch schreitet weltweit rasant voran, und 2018 haben die USA endlich Hanf auf nationaler Ebene entkriminalisiert.

Wenn sich die Dinge so weiterentwickeln, sind wir Menschen auf der ganzen Welt vielleicht eines Tages in der Lage, einen Joint mit Glasur aus CBD-Öl zu rauchen – und zwar in Häusern hergestellt aus Hanfbeton, während wir Hanf-Pyjamas tragen. das kann man nur hoffen.

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