Marihuana verpfuscht Dein Gehirn. So oder so ähnlich lautete der bekannte Spruch des Kriegs gegen Drogen. Tatsächlich sollte es heißen, dass wenn Du Gras rauchst, besteht Dein Leben nur aus einer endlosen Schleife beschissener Jobs, Armut und zerstörten Träumen. Während es offensichtlich Menschen gibt, die eindeutig ist, keine Cannabinoide verwenden sollten, können andere erheblich davon profitieren. Offensichtlich passen einfache Ansätze und Erklärungen nicht in das Bild der Regierung.

Es gibt auch noch ein paar andere Dinge, die in diesem Zusammenhang gesagt werden müssen. Jugendliche sollten zum Beispiel kein Cannabis konsumieren. Es gibt eindeutige Zusammenhänge zwischen den negativen Auswirkungen von Cannabinoiden und dem sich entwickelnden Gehirn. Aus diesem Grund sollten auch schwangere Frauen und stillende Mütter auf Cannabis verzichten.

Abgesehen davon ist das eine ganz einfache Botschaft.

Hier ist die Realität. Cannabis – eigentlich die Cannabinoide in der Pflanze – wirken auf eine bestimmte Art und Weise auf unser Gehirn und unseren Körper. Sie haben eindeutige Auswirkungen auf das Gedächtnis. Ja, das kann dazu führen, dass Menschen etwas „vergessen“. Diese Eigenschaft kann allerdings auch als Medizin zur Behandlung bestimmter Symptome eingesetzt werden. Da Marihuana ganzheitliche Auswirkungen besitzt, sollte man sich auf die allgemeinen Auswirkungen der Studie konzentrieren und nicht auf einzelne Punkte, die von Zeit zu Zeit auftauchen. Laut Definition ist die Überwachung derartiger Auswirkungen somit viel schwieriger. Dennoch muss man sich diese Frage solange gefallen lassen, bis darauf eindeutige Antworten geliefert werden.

Darüber hinaus gibt es Fälle, in denen kleine Kinder bestimmte Cannabinoide benötigen. Das perfekte Beispiel dafür ist wahrscheinlich das Dravet-Syndrom. Die Gehirnfunktion von Kindern, die an Epilepsie leiden, kann durch die Einnahme von Cannabinoiden normalisiert werden.

Die Kernaussage? Gras beeinflusst Dein Gehirn und Dein Gedächtnis. Ob es sich dabei um positive oder negative Auswirkungen handelt, hängt hauptsächlich von den individuellen Umständen ab. Eine Sache ist aber sicher, eine weitreichendere Erforschung dieses Gebiets ist dringend notwendig.

Wie Cannabis Ihr Gehirn beeinflusst

WIE WIRKT WEED AUF DEIN GEHIRN?

Bei dieser Frage geht es nicht darum, ob Cannabis Dein Gehirn beeinflusst. Das macht es auf jeden Fall. Die Frage ist wie, wann und für wie lange?

Die wissenschaftliche Antwort ist, dass Cannabinoide grundsätzlich als biologischer Schalter funktionieren. Sie haben Auswirkungen darauf, wie die elektrischen Signale des Gehirns übertragen werden. Dazu zählen Gedächtnis und Gehirnfunktion. Es ist zum Beispiel bekannt, dass Indica-Sorten dazu neigen, den Konsumenten müde zu machen und die Gehirnfunktion im Allgemeinen herabsenken. Sativas auf der anderen Seite sind dafür bekannt, mental stimulierend zu wirken.

Dann gibt es da natürlich noch Folgendes. Nicht jede Art von Gedächtnis ist dieselbe Art von Gedächtnis. Das wiederum kann dramatische Auswirkungen auf die Wirkung darauf haben. Beim Konsum von Cannabis schaltet der Körper Signale der Neurotransmitter ab, die dem Körper sagen, dass es irgendwo einen Schmerz gibt oder man sich gerade depressiv fühlt. Das Ergebnis? Die Person verspürt keinen Schmerz mehr oder fühlt sich nicht mehr depressiv.

Letztendlich können die Auswirkungen von Cannabis auf das Gehirn positiv oder negativ sein.

WIE BEEINFLUSST CANNABIS DAS GEDÄCHTNIS?

Als Erstes muss man sich bewusst machen, dass es verschiedene Arten von Gedächtnissen gibt. Das menschliche Gehirn erinnert in vielerlei Hinsicht an einen Computer. Das Langzeitgedächtnis funktioniert wie eine Festplatte. Dort ist alles gespeichert. Das Kurzzeitgedächtnis besteht aus allem, was nur temporär existiert, bis es ordnungsgemäß abgespeichert wurde. Dann kann darauf zugegriffen werden. Natürlich ist das Ganze um einiges komplizierter. Auf diese Weise kann Cannabis jedoch das Gedächtnis des menschlichen Gehirns beeinflussen.

KURZZEITGEDÄCHTNIS

Nun ja, das ist das Vorurteil über Gras. Informationen über die Gegenwart, darunter auch die Wechselwirkung mit der Umwelt, werden tendenziell beeinflusst. Mit anderen Worten handelt es sich dabei um die kurzzeitige Verarbeitung von Informationen. Dazu zählt auch die Aufmerksamkeit. Wenn Du Dich in einer Situation befindest, in der Du auf die externe Umwelt schnell reagieren musst, kann das durchaus negativ sein. Leiden Menschen allerdings an posttraumatischen Belastungsstörungen, kann genau diese Auswirkung Patienten dabei helfen, mit der Situation umzugehen.

VERBALES GEDÄCHTNIS

Hier haben wir es mit Auswirkungen auf die Konzentration zu tun. Es ist eindeutig, dass der Konsum von Cannabis, vor allem als Freizeitdroge, negative Auswirkungen haben kann. Einige Konsumenten scheinen verwirrt. Außerdem haben sie Probleme mit der richtigen Aussprache oder erfinden komisch klingende Wörter. Studien legen nahe, dass die Erinnerung an Wörter in einem solchen Moment Moment negativ beeinflusst wird. Abgesehen davon fand man durch eine Studie, bei der 3.300 Menschen über 25 Jahre lang untersucht wurden, Folgendes heraus: Konsumenten „verlieren“ alle fünf Jahre, in denen sie geraucht haben, ein Wort. Das wird junge Erwachsene Konsumenten ihren 20ern wohl kaum davon abhalten, Cannabis als Freizeitdroge zu konsumieren.

Gedächtnis, Cannabis und Kreativität

ARBEITSGEDÄCHTNIS

Dabei geht es um Auswirkungen auf das Kurzzeitgedächtnis. Damit meint man die Fähigkeit, Informationen in Echtzeit zu verarbeiten. Das Arbeitsgedächtnis kommt zum Einsatz, wenn man etwas lernt. Außerdem hilft es Dir, Verbindungen zu knüpfen. Es ist Deine Fähigkeit, an einem Gedanken festzuhalten und ihn weiter zu verfolgen.

Im Grunde kann Cannabis natürlich auch unser Arbeitsgedächtnis beeinflussen. Bisher durchgeführte Studien zeigen, dass Teilnehmer bei Tests schlechter abschnitten, wenn sie THC konsumiert haben, als wenn sie nüchtern waren. High zu sein beschränkt bestimmte Fähigkeiten, die zur Interaktion mit dem Rest der Welt nötig sind. Nichtsdestotrotz gibt es andere Menschen, von Athleten bis Künstler, die behaupten, dass ihnen genau diese Auswirkung von Cannabis dabei helfe, einen physischen und kreativen „Flow“ zu erreichen. Mit anderen Worten „vergisst“ das Gehirn das Schmerzempfinden bzw. kann das Schmerzempfinden dann nicht mehr so gut verarbeitet werden.

RÄUMLICHES GEDÄCHTNIS

Das räumliche Gedächtnis bietet uns die Möglichkeit, uns an Details in einer bestimmten Umgebung zu erinnern. Einfach ausgedrückt ist es die Fähigkeit, uns daran zu erinnern, wo wir die Schlüssel hingelegt haben oder die Fähigkeit, aus einem Labyrinth herauszufinden. Diese Art von Gedächtnis wird ebenfalls von Cannabis beeinflusst. Eine Studie aus dem Jahr 2014 fand heraus, dass THC diese Art von Gedächtnis drastisch und negativ beeinflussen kann. Im Jahr 1999 wurden diese Auswirkungen auch bei Mäusen getestet. Denjenigen, denen zuvor THC verabreicht wurde, hatten wesentlich mehr Probleme, aus dem Labyrinth zu entkommen.

LANGZEITGEDÄCHTNIS

Hierzu gibt es bisher unzureichende Forschungsergebnisse. Das Langzeitgedächtnis ist wie der Speicher unseres Gehirns, auf dem alle bisherigen Erlebnisse in unserem Leben abgelegt sind. Vielleicht hat Cannabis Auswirkungen darauf, ob Du Dich an die Vergangenheit erinnerst oder vielleicht auch nicht. Klar ist, dass die Droge dabei helfen kann, ungewollte Erinnerungen aus der Vergangenheit zu kontrollieren. Dies ist einer der wichtigsten Aspekte, den Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen zu ihrem Vorteil nutzen können. Marihuana hilft ihnen dabei, den Schock ein wenig abzumildern.

WAS IST MIT ERINNERUNGEN, DIE DU VERGESSEN WILLST?

Cannabis ist dafür bekannt, Menschen dabei zu helfen, traumatische Erinnerungen zu „vergessen“. Das sind Erinnerungen an ein Ereignis, in denen sich ein Mensch in überwältigenden und negativen Situationen befand. Dazu zählen auch Kriege und Kämpfe. Es kann sich allerdings ach auf „alltägliche“ Ereignisse beziehen. Dazu zählen jegliche traumatische Erlebnisse, die überwältigende Auswirkungen auf das jeweilige Individuum hatten. Als Folge solcher Erlebnisse „erinnert“ sich das Gehirn immer wieder an das Trauma. Das kann in Form eines Wiedererlebens geschehen. Es können aber auch weitere verstörende Gedanken auftreten, die als Folge eines externen Auslösers ausgelöst werden. Dazu zählen, Gerüche, Licht und Töne. All das sind sensorische Wahrnehmungen.

Es ist ziemlich beeindruckend, was Marihuana bei Menschen, die an derartigen Symptomen leiden, bewirken kann. Es ist nicht so, als würden die Menschen „vergessen“ was mit ihnen geschah. Es scheint eher so, als würde die „Abstumpfung“ gegenüber externen Faktoren dazu führen, dass die negativen Erinnerungen weniger häufig ausgelöst werden. Die PTBS Symptome an sich werden außerdem nicht mehr als derartig überwältigend wahrgenommen.

Cannabis und Gedächtnis

SOLLTE ICH MIR SORGEN MACHEN?

Solltest Du infolge Deines Cannabis-Konsums negative Auswirkungen beobachten, musst Du sie genau beobachten. Wenn Du Gras als Freizeitdroge konsumierst, gibt es ein paar einfache Antworten. Wechsle die Sorte. Höre ganz damit auf. Schraube Deinen Konsum herunter. Vielleicht musst Du auch in Betracht ziehen, dass Du Dich möglicherweise in einem nicht diagnostizierten medizinischen Zustand befindest. Selbst wenn Du Cannabis „nur“ zur Linderung von Stress konsumierst, musst Du die Gründe dafür herausfinden, warum Du Dich so sehr auf Gras verlässt, dass Du Dir Sorgen machst oder besorgniserregende Nebenwirkungen auftreten.

Wenn Du die Droge zu medizinischen Zwecken nutzt, gilt es andere Dinge zu beachten. Jedes Medikament besitzt potenzielle Nebenwirkungen. Sind die Nebenwirkungen von Cannabis schlimmer als bei anderen Medikamenten? Haben diese vielleicht gar keine Nebenwirkungen? In diesem Fall, vor allem wenn der Konsum zu medizinischen Zwecken legal ist, gilt es zu experimentieren. Erkundige Dich nach anderen Sorten.

Es sind entweder Patienten mit chronischen Schmerzen oder PTBS (oder beidem), die das Fenster zu einer überaus interessanten Welt öffnen, die größtenteils von unbeantworteten Fragen bestimmt wird.

Trotzdem wird eine Sache sehr deutlich. Bei der Verwendung als Medikament können die negativen Auswirkungen der Droge ausfindig gemacht und gelindert werden. Genau das sind die Merkmale von Cannabis, die nicht mehr länger dazu verwendet werden sollten, den Nutzen von Cannabis anzuzweifeln oder die Legalisierung, die Forschung und das Verständnis dafür weiter zu verzögern.

 

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