Butan-Haschhöl (BHO) hielt 1999 Einzug in die populäre Cannabis-Kultur, nachdem in einem Forum eine Anleitung für die Herstellung des Extrakts veröffentlicht wurde. Heute genießt der lösungsmittelbasierte Cannabisextrakt nach wie vor hohe Beliebtheit, denn er bietet eine hochkonzentrierte, potente Wirkung von Terpenen und Cannabinoiden.

Trotz der starken Wirkung und hohen Anerkennung hat BHO gewisse Nachteile. Abgesehen davon, dass die Herstellung unter bestimmten Umständen gefährlich ist, sind viele Produkte schlecht gemacht und enthalten unerwünschte Schadstoffe wie etwa ungewollte Pflanzenreste oder Lösungsmittelrückstände.

Im Folgenden erfährst Du mehr über BHO und lernst, wie Profis ihre Produkte mithilfe von CRC-Extraktion (engl. Color Remediation Column) sicherer und optisch ansprechender machen, was die Branche letztendlich zum Besseren verändert.

Was ist BHO?

BHO betrat die Szene erstmals dank eines Beitrags auf Erowid – einem Forum, das psychoaktiven Substanzen gewidmet ist. Seitdem wurde der Extrakt unter Hanffreunden immer beliebter. Das liegt hauptsächlich daran, dass man ihn zu Hause ohne viel Zubehör relativ einfach selbst herstellen kann.

Bei der Extraktion wird ein BHO-Extraktionsrohr mit Cannabis gefüllt und anschließend mit Butangas gefüllt. Das Gas durchströmt das Cannabis und extrahiert wie ein Lösungsmittel wirkend Cannabinoide, Terpene und andere Verbindungen aus dem Blütenmaterial.

Der Extrakt tritt am anderen Ende als Flüssigkeit aus, die mit wertvollen Cannabisbestandteilen angereichert ist. Als Nächstes muss dieser Rohextrakt "gereinigt" werden. Dieser Schritt entfernt das Lösungsmittel aus dem Extrakt, wobei allerdings auch brennbares Gas in die Luft strömt, wodurch dieser Schritt bei unvorsichtiger Durchführung relativ gefährlich wird. Bekannt als "offenes Kreislaufsystem", kann Butan bei dieser Heimwerkermethode verdampfen und in die Atmosphäre gelangen.

Verschiedene Unternehmen in cannabisfreundlichen Ländern und Staaten haben die Dinge mit geschlossenen Kreislaufsystemen auf die nächste Stufe gehoben. Bei dieser Methode wird das Butan aufgefangen und wieder durch das System zurückgeführt, was den Vorgang insgesamt effizienter und sicherer macht.

  • Arten von BHO

Es gibt viele verschiedene Arten von BHO, die man in legalen Ausgabestellen oder Coffeeshops kaufen oder sogar zu Hause selbst herstellen kann. Die große Auswahl hat dazu beigetragen, dass BHO in der Cannabis-Szene so hoch angesehen ist. Jede Art erfordert einen etwas anderen Herstellungsprozess, aber bei allen wird Butan als Lösungsmittel verwendet.

Zu den populärsten BHO-Extrakten gehören:

Shatter

Crumble

Wax

Sauce

Budder

Probleme mit BHO

Obwohl BHO als zugänglicher und einfach herzustellender Extrakt gilt, bringt er eine Reihe von Problemen mit sich. Erstens entsteht bei der Freisetzung von BHO in einem offenen Kreislaufsystem eine ernsthafte Brandgefahr.

Währenddessen gelangt BHO als Gas in die Luft. Offene Flammen oder ein wenn auch unwahrscheinlicher elektrischer Funke reicht aus, um das Gas zu entzünden und es in Brand zu setzen. Obwohl es eine Ausnahme zu sein scheint, kann es immer wieder zu schweren Unfällen kommen – und ist es auch. Es gibt Berichte über Extrakthersteller in Großbritannien, die dabei ihr Eigenheim in die Luft gesprengt haben.

Zweitens ist die Qualität von BHO hauptsächlich abhängig von der verwendeten Technik und der Erfahrung der Person, die den Extrakt herstellt. Während erfahrene Produzenten dazu in der Lage sind, außergewöhnlich reines BHO herzustellen, laufen Anfänger Gefahr, verunreinigte Produkte zu produzieren und anschließend auch zu inhalieren.

BHO-Verunreinigungen lassen sich in zwei Hauptkategorien einteilen. Die erste Kategorie besteht aus Pflanzenbestandteilen. Überschüssiges Chlorophyll, Wachse und andere Bestandteile verfärben das BHO und sorgen für ein harsches und unangenehmes Raucherlebnis.

Zur zweiten Kategorie zählen chemische Rückstände. Während Pflanzenreste nur schlecht schmecken, tut man seiner Lunge mit der Inhalation von Butangas überhaupt keinen Gefallen.

Was ist CRC?

CRC ist die effektive Lösung für kontaminiertes BHO. Dieser fortschrittliche Prozess minimiert nicht nur das Risiko einer Verunreinigung durch Chemikalien und Pflanzenstoffe, sondern verbessert auch das optische Erscheinungsbild des Extrakts erheblich.

CRC-Extraktion hat das Potenzial, die BHO-Industrie in Regionen zu verändern, wo Cannabis legal ist, und sogar Hersteller in Gebieten mit restriktiver Gesetzeslage nutzen die Technik zu Hause, um die Qualität ihrer Produkte zu verbessern.

Was bewirkt CRC?

Zuallererst verbessert CRC die Farbe von BHO erheblich. Während das meiste selbstgemachte BHO trüb und dunkelbraun aussieht und harsch schmeckt, können mithilfe von CRC durchsichtige und Extrakte von heller Farbe produziert werden, die viel schöner aussehen.

Aber warum sollte es Konsumenten wichtig sein, wie ein Extrakt aussieht? Nun, ein reines Aussehen spiegelt oft ein reines Produkt wider. Die helle, goldgelbe Farbe von CRC-BHO ist ein Beleg dafür, dass keine Verunreinigungen vorhanden sind, die nichts anderes bewirken, als Geschmack und Wirkung des Extrakts zu beeinträchtigen.

Was bewirkt CRC?

Sicher, Ästhetik spielt eine wichtige Rolle; insbesondere aus Sicht eines Kunden, der das nächste Produkt für seinen Genuss sucht. Aber CRC bewirkt etwas viel Wichtigeres. Es entfernt nicht nur eine Menge unnötiges Pflanzenmaterial, sondern hilft auch, Verunreinigungen durch Lösungsmittel zu verhindern.

Obwohl aktuell verwendete, geschlossen Kreislaufsysteme hervorragende Arbeit bei der Entfernung von Butanrückständen leisten, heben CRC-Systeme den Extraktionsvorgang auf die nächste Stufe. Durch den Einsatz einer zusätzlichen Filterschicht fängt diese Methode alle Spuren von Lösungsmitteln auf und verhindert, dass diese im Endprodukt landen.

Das CRC-Verfahren

Hersteller von Extrakten erhalten eine bessere Farbe sowie ein reineres Produkt, indem sie den Extraktionsvorgang einfach um einen zusätzlichen Schritt erweitern. Genau wie bei der herkömmlichen BHO-Extraktion verfügen CRC-Anlagen über einen Lösungsmitteltank, einen Materialtank (in dem das Lösungsmittel alle Cannabinoide und Terpene extrahiert) sowie einen Auffangtank. Den ganzen Unterschied macht dabei der zusätzliche Einsatz einer CRC-Filtereinheit zwischen dem Materialtank und dem Auffangtank aus.

Das CRC-Filtersystem enthält mehrere Schichten von Materialien, die dazu dienen, Verunreinigungen aus dem Extrakt zu filtern. Welche Materialien verwendet werden, ist von Anlage zu Anlage unterschiedlich, doch gewöhnlich sind es Bentonit, synthetisches Magnesium und Kieselgel.

Nachdem der Rohextrakt in den CRC-Filter gelangt, passiert er mehrere Schichten dieser Filtermaterialien. Nachdem er die ersten Barrieren überwunden hat, durchläuft das gefilterte Öl für maximale Reinheit dann einen Papierfilter und schließlich eine Filterscheibe.

Das CRC-Verfahren

Können CRC-Systeme das Wachstum des Markts für Extrakte ankurbeln?

CRC wird die BHO-Industrie in Staaten und Ländern, in denen Cannabis legal ist, definitiv positiv beeinflussen. Während immer mehr Firmen diese Methode übernehmen, werden Kundenzufriedenheit und Vertrauen darin zunehmen. Produzenten können einen höheren Reinheitsgrad, besser aussehende Produkte und Extrakte mit verbesserter Wirkung und Geschmack anbieten.

Was sind die Nachteile?

Hat CRC irgendwelche Nachteile? Im Hinblick auf die kommerzielle Anwendung entstehen dadurch nicht wirklich Nachteile. Der einzige Nachteil der Methode ergibt sich bei der Herstellung von Extrakten zu Hause. Handwerklich begabte Hersteller können die Qualität mithilfe von CRC erheblich verbessern, doch sie in ein offenes Kreislaufsystem zu integrieren, bedeutet zusätzlichen Aufwand und Mehrkosten.

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