Einem leidenden Tier nicht helfen zu können, ist nichts anderes als erschütternd. Es gibt Tierärzte, die glauben, dass Cannabis eine Alternative zu starken Medikamenten und Euthanasie sein kann.

Menschen auf der ganzen Welt haben das medizinische Potenzial von Cannabis für die Behandlung von verschiedenen gesundheitlichen Problemen entdeckt. Vor allem in den USA, wo die medizinische Verwendung von Cannabis in 23 von 50 Staaten legal ist und die Patienten einen sicheren Zugang dazu haben, berichten Nutzer kontinuierlich über die positiven Auswirkungen, die diese Pflanze auf ihr Leben und damit auf das Leben ihrer Familien hat. Was leicht übersehen werden kann, ist die große Bedeutung, die das Leben eines Haustieres für die Familie hat und das hilflose Gefühl, mit dem sie konfrontiert wird, wenn ihr treuer Begleiter an einer schweren Krankheit leidet. In vielen Fällen sind Euthanasie oder starke Medikamente mit schweren Nebenwirkung die einzigen Optionen, die in Betracht gezogen werden. Aber warum sich nicht das therapeutische Potenzial von Cannabis ansehen, ob es einen alternativen Ansatz bietet, um kränkelnden Haustieren zu helfen? Es könnte einen Versuch wert sein.

DAS ENDOCANNABINOID-SYSTEM DER TIERE

Interessant ist, dass Wirbeltiere ebenso wie Mensche ein Endocannabinoid-System haben und sogar viele wirbellose Tiere besitzen dieses zentrale Regulierungssystem. Das Endocannabinoid-System wirkt sich auf eine breite Palette von biologischen Prozessen innerhalb eines Organismus' aus. Forscher vermuten, dass die Hauptfunktion dieses Systems ist die Homöostase aufrecht zu erhalten, welche das Schlüsselelement bei allen Lebewesen ist, um stabile interne Bedingungen zu bewahren. Tatsächlich sind Krankheiten oft die Folge davon, dass bestimmte Parameter aus dem Gleichgewicht sind, so dass es ein vielversprechendes Ziel ist, das Endocannabinoid-System dazu zu bringen, dieses Gleichgewicht wieder herzustellen, unabhängig davon, ob der Patient ein Mensch ist oder nicht.

RISIKEN DER BEHANDLUNG VON TIEREN MIT CANNABIS

Die Debatte, ob Haustieren Cannabis verabreicht werden sollte oder nicht, dauert schon für eine ganze Weile an und die Menschen, die gegen Cannabis sind, warnen oft, dass es bei Haustieren schnell zu einer Überdosierung führen kann. In extremen Fällen verwenden Anti-Cannabis-Aktivisten Begriffe wie "toxische Wirkung von Cannabis" oder "Vergiftung", um die Gefahren von Cannabis für Haustiere zu betonen. Ohne Zweifel gibt es gewisse Risiken, wenn man sein Haustier mit Cannabis behandelt, aber fatale Folgen sind sehr unwahrscheinlich, im Gegensatz zu dem, was einige Medien zu diesem Thema verbreiten könnten - tote Welpen sind ein überzeugendes Bild, haben aber nur wenig mit der Realität zu tun.

Im Jahr 2012 wurde eine Studie veröffentlicht, die unter der Leitung der Tierärztin Dr. Stacy Meola aus Colorado stand, welche besagte, dass die Zahl der Hunde, die durch Cannabis krank wurden, sich von 2005 bis 2010 vervierfacht hätte. Diese Studie berichtet auch von dem Tod von zwei Labradors, die nach dem Essen von Cannabutter starben, obwohl es unklar ist, welche Potenz diese Butter hatte und ob die tatsächliche Todesursache ein angenommenes hohes Maß an Cannabinoiden war. Die Mehrheit der Hunde in dieser Studie erlebt vergleichsweise harmlose Nebenwirkungen, wie zum Beispiel einen Verlust der Feinmotorik und einen erhöhten Herzschlag. Wir können nicht ausschließen, dass einige Hunde zum Tierarzt gebracht wurden, weil ihre Besitzer es vermisst haben ihre legalen Cannabisprodukte sicher zu lagern. Daher könnte diese Studie ebenso vermeidbare Unfälle durch verantwortungslose Hundebesitzer betreffen, wie die Ergebnisse der Behandlungsmethoden.

Wenn Hunde Esswaren wie Schokoladen-Brownies oder Butter essen, werden sie krank werden - nicht unbedingt wegen dem CBD oder THC, sondern weil sie Nahrung wie diese nicht verstoffwechseln können. Theobromin, ein Alkaloid, das in Schokolade vorkommt, ist ein gutes Beispiel für eine Verbindung, die für kranke Hunde verantwortlich sein könnte. Dennoch wirkt sich Cannabis sowohl auf die physische, als auch die psychische Verfassung eines Haustiers aus und ist nicht ohne Risiken, wenn ein Tierbesitzer es ohne die gebotene Vorsicht behandelt. Eine der großen Herausforderungen der Behandlung von Haustieren mit medizinischen Cannabis ist die richtige Dosierung zu finden, was bedeutet, dass die positiven Auswirkungen von CBD und den anderen Cannabinoiden mögliche Nebenwirkungen wie einen Verlust der Feinmotorik überwiegen.

cannabis Haustiere

WELCHE VORTEILE HAT ES KRANKE TIERE MIT CANNABIS ZU BEHANDELN?

Natürlich sind gut durchgeführte Studien über mit Cannabis behandelte Tiere schwer zu finden, wenn es schon einen Mangel an medizinischen Studien in Bezug auf menschliche Patienten gibt. Allerdings gibt es viele Einzelbeispiele, die zeigen, dass die medizinische Verwendung von Cannabis für Haustiere funktioniert - oft durch eine Verringerung der Schmerzen, Steigerung des Appetits und damit die Verlängerung des Lebens. Ein Experte auf diesem Gebiet, der in Los Angeles ansässige Tierarzt Dr. Doug Kramer glaubt an Cannabis als Medizin für Haustiere, seitdem sich bei seinem Husky Krebs im Endstadium entwickelt hatte. "Ich war es leid Haustiere einzuschläfern, wenn ich nichts mehr tun konnte, um ihr Leben besser zu machen. Ich fühlte mich, als würde ich sie im Stich lassen", ließ er die Presse wissen.

Seine bevorzugte Behandlungsmethode der Zugabe von Glycerin-Tinkturen in das Wasser oder die Nahrung, sorgt für eine sehr genaue Dosierung, half den Schmerz seines eigenen Husky zu verringern und erhöhte seinen Appetit. Obwohl Dr. Kramers Hund ein paar Monate später starb, konnte er eine Erhöhung seiner Lebensqualität beobachten und wurde bald der erste lizenzierte Tierarzt, der Haustiere mit Cannabis behandelt.

Es gibt noch viel mehr Vorteile der Behandlung von Haustieren mit Cannabis, als nur Schmerztherapie und Appetitanregung. Andere Erkrankungen, die möglicherweise mit Cannabis behandelt werden können, sind schwere Arthritis, chronische Entzündungen, Übelkeit und Erbrechen, entzündliche Darmerkrankungen, Epilepsie und andere Krebs-Symptome, aber auch psychologische Probleme, wie die Angst vor Trennung.

SOLLTEN HAUSTIERBESITZER ES AUSPROBIEREN?

Medizinisches Cannabis als eine alternative Behandlung für Haustiere in Betracht zu ziehen, scheint ein gangbarer Weg zu sein, wenn der Eigentümer mit Vorsicht und Sorgfalt vorgeht. Es ist wichtig zwischen Esswaren für den menschlichen Verzehr und mit Cannabis angereichterten Produkten zu unterscheiden, die für den Verzehr durch Haustiere bestimmt sind. Andernfalls können negative gesundheitliche Folgen die therapeutischen Wirkungen überschatten. Im Gegensatz zu Menschen schätzen Tiere nicht unbedingt einen psychoaktiven Rausch, daher ist die Verwendung von CBD-reichen Ölen und Tinkturen ratsamer, als seinem Haustier Produkte mit einem hohen THC Gehalt zu verabreichen. Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass groß angelegte klinische Studien noch rar sind und daher nicht die Daten liefern können, die wir brauchen würden, um unsere Entscheidung auf solide Beweise zu stützen. Aber wenn eine medizinische Verwendung von Cannabis eine sichere und nicht-toxische Möglichkeit bietet, um die Lebensqualität der Menschen zu verbessern, sollte es auch helfen, die Leiden unserer vierbeinigen Gefährten zu reduzieren - es ist zumindest einen Versuch wert, wenn andere Medikamente nicht die gewünschte Wirkung erzielen würden und Euthanasie sonst die einzig verbleibende Möglichkeit wäre.

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