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By Luke Sumpter


Akne reizt nicht nur die Haut, diese frustrierende dermatologische Erkrankung kann auch das Selbstwertgefühl und die Lust auf soziale Kontakte beeinträchtigen. Es gibt keine Heilung für dieses Leiden, aber eine Reihe von Cremes, Lotionen und Gels helfen dabei, fettige und empfindliche Haut einzudämmen. Einige Aknepräparate enthalten synthetische Antiseptika und Steroide, während andere Cannabisbestandteile beinhalten. In der Hoffnung auf eine Linderung der Symptome greifen viele Menschen zu letzteren. Kann Weed jedoch wirklich bei Akne hilfreich sein?

Was ist Akne?

Akne ist eine häufige Hauterkrankung, die rote, fettige und gereizte Haut hervorruft. Besonders häufig tritt sie unter Teenagern auf, aber etwa 95% aller Menschen zwischen 11 und 30 Jahren leiden irgendwann einmal darunter. Akne betrifft vor allem das Gesicht, den Rücken, die Schultern und die Brust und äußert sich durch die folgenden Symptome:

  • Pickel, einschließlich Mitesser, weißen Pickeln und Zysten
  • Knötchen unter der Haut
  • Fettige, rote, entzündete Haut
  • Juckreiz
  • Eventuelle Narbenbildung
  • Spätere psychische Probleme wie Angstzustände und Depressionen

Wie Akne entsteht

Akne entsteht, wenn die Poren der Haut verstopft sind. Durch diese kleinen Öffnungen können Substanzen den Körper verlassen und an die Hautoberfläche gelangen. Es gibt zwei Haupttypen: Schweißporen und Ölporen. Letztere arbeiten mit den Talgdrüsen unter der Haut zusammen und geben eine ölige Substanz namens Talg ab. Unter normalen Bedingungen hilft Talg dabei, die Haut vor Reibung zu schützen und Feuchtigkeit abzuwehren[1].

Bei Akne ruft diese schützende Substanz jedoch Probleme hervor. Die Hauterkrankung beginnt, sobald sich der Talg in den Poren ansammelt. Bei manchen Menschen ist die übermäßige Talgproduktion selbst schuld. In anderen Fällen verstopfen Hindernisse wie abgestorbene Hautzellen und Bakterien die Ölporen und bewirken einen Rückstau. Unabhängig von der Ursache bilden sich Pickel und Flecken, wenn die Bakterien aus den verstopften Ölporen nicht entweichen können, was zu Entzündungen und Ausbrüchen führt.

Es gibt mehrere Faktoren, die das Risiko für die Entstehung von Akne erhöhen, die von den Genen bis hin zur Ernährung reichen. Zu den Hauptgründen zählen:

  • Hormonelle Umstellungen während der Pubertät und Schwangerschaft
  • Medikamente wie beispielsweise die Antibabypille
  • Lebensmittel mit hohem Anteil an raffiniertem Zucker
  • Genetische Veranlagung der Eltern, die selbst Akne hatten
Wie Akne entsteht

Cannabis und Akne

Manche Menschen erfahren große Erleichterung durch herkömmliche topische Mittel. Andere hingegen leiden unter Nebenwirkungen, die sie nach Alternativen suchen lassen. Kann also Weed bei Akne nützlich sein? Diese Frage mag auf den ersten Blick seltsam erscheinen, jedoch ist sie durchaus berechtigt. Tatsächlich suchen wissenschaftliche Studien nach einer Antwort auf genau diese Frage.

Aber was macht Cannabis zu einem brauchbaren Kandidaten für die Akneforschung? Unter Hunderten von interessanten Inhaltsstoffen sind die Cannabinoide in der Pflanze dafür bekannt, dass sie mit einem System interagieren, das viele Aspekte der menschlichen Physiologie steuert – einschließlich wichtiger Prozesse innerhalb der Haut.

  • Das Endocannabinoid-System und die Haut

Ja, die Rede ist vom Endocannabinoid-System (ECS). Dieses ausgedehnte Netzwerk aus Rezeptoren, Signalmolekülen und Enzymen ist fast überall zu finden. Forscher haben es in der Haut, in den Knochen, im Gehirn und im Fortpflanzungssystem entdeckt, wo es Überstunden macht und so dafür sorgt, dass diese Systeme in einem Zustand des Gleichgewichts bleiben.

Zu den wichtigsten Komponenten dieses Systems zählen die primären ECS-Rezeptoren CB1 und CB2, die Endocannabinoide Anandamid und 2-AG sowie Enzyme, die diese Endocannabinoide auf- und abbauen. Diese Bestandteile des ECS finden sich in verschiedenen Hautzellenarten. Keratinozyten, der dominanteste Zelltyp in der Epidermis, besitzen ECS-Rezeptoren[2]. Außerdem unterstützen Endocannabinoide die Pigmentierung der menschlichen Haut über den CB1-Rezeptor[3].

Insgesamt spielt das ECS für die normale Funktionsweise der Haut eine wichtige Rolle. Es trägt zur Proliferation, zum Wachstum, zur Differenzierung und zur Apoptose (kontrollierte Selbstzerstörung) der Hautzellen bei. Auf diesem Weg sorgt es für ein gesundes Gleichgewicht in unserem zweitgrößten Organ[4]. Da das ECS die Haut reguliert, könnte eine Störung seiner Funktion theoretisch eine Krankheit hervorrufen.

Das Endocannabinoid-System und die Haut

Forscher wie Dr. Ethan Russo haben den Zusammenhang zwischen Funktionsstörungen im ECS und Krankheiten untersucht. Die Hypothese des klinischen Endocannabinoid-Mangels besagt, dass eine Verringerung des Endocannabinoid-Tonus oder der zirkulierenden Endocannabinoide den Symptomen von Krankheiten wie Fibromyalgie und Reizdarmsyndrom zu Grunde liegen könnte[5].

ECS-Komponenten befinden sich auch in den Sebozyten, den hochspezialisierten Epithelzellen, aus denen die Talgdrüsen bestehen. Diese Drüsen sind für die Talgabgabe an die Hautoberfläche verantwortlich. Der Endocannabinoid-Tonus hält das Gleichgewicht bei der Talgabsonderung aufrecht und ein Anstieg der Endocannabinoide führt zu einer erhöhten Talgproduktion[6].

Wenn man das hört, könnte man schnell annehmen, dass die Cannabinoide in Cannabis auch eine Erhöhung der Talgproduktion verursachen und somit zu den Symptomen von Akne beitragen könnten. Cannabinoide wirken jedoch auf eine nuancierte Art und Weise.

Das Endocannabinoid Anandamid beispielsweise scheint dosisabhängig zu wirken. Obwohl es in niedrigeren Konzentrationen die Talgproduktion anregt, verursacht es in höheren Dosen Apoptose in den Sebozyten[7]. THC und CBD ahmen Anandamid nach bzw. verhindern seine Wiederaufnahme; diese einzigartigen Wirkmechanismen könnten dazu genutzt werden, um ihre Wirksamkeit als künftige Behandlungsformen bei Akne zu bestimmen.

  • THC vs. CBD zur Behandlung von Akne

THC und CBD sind die beiden wichtigsten Cannabinoide in den meisten Sorten. Ersteres stimuliert die ECS-Rezeptoren auf direkte Weise und ist für die euphorisierende und berauschende Wirkung des Krauts verantwortlich. Im Gegensatz dazu hat CBD eine geringe Affinität zu den primären ECS-Rezeptoren und ruft kein High hervor.

Vor diesem Hintergrund sollten wir einen genaueren Blick auf das Potential beider Cannabinoide im Zusammenhang mit Akne werfen.

THC

Dieses umstrittene Cannabinoid aktiviert die CB1- und CB2-Rezeptoren und ahmt damit die Wirkung unserer Endocannabinoide nach. Wissenschaftler haben festgestellt, dass ein höherer Anandamid-Spiegel dazu beitragen könnte, die Talgproduktion zu reduzieren. In Studien wird nun untersucht, ob THC durch die Stimulierung derselben Rezeptoren die gleiche oder sogar eine noch stärkere Wirkung hervorrufen könnte.

Außerdem leiden Menschen mit Akne häufig unter Schmerzen und Entzündungen. Vor diesem Hintergrund erforschen Cannabiswissenschaftler aktuell das Potential von THC, um diesen Symptomen in Tier- und Menschenmodellen entgegenzuwirken[8].

CBD

CBD kann das ECS auf andere Weise beeinflussen. Durch die Hemmung des Enzyms Fettsäureamid-Hydrolase (FAAH) hat CBD das Potential, den Anandamid-Spiegel zu erhöhen. Ob das bedeutet, dass CBD in der Lage ist, indirekt die Apoptose von Sebozyten zu induzieren, ist nach wie vor unklar.

Die Forscher untersuchen außerdem, inwieweit es CBD gelingt, die Talgproduktion zu unterdrücken, nachdem die Zellen Substanzen ausgesetzt wurden, die diese erhöhen, wie beispielsweise Anandamid und Testosteron[9].

Das Mikrobiom der Haut beeinflusst auch das Auftreten von Akne. In laufenden Studien wird erforscht, ob die antimikrobielle Wirkung von CBD der von Akne betroffenen Haut auf ganzheitliche Weise zugute kommen könnte.

  • Cannabis und andere Hautkrankheiten

Das Vorhandensein des ECS in der Haut sowie die Fähigkeit von Cannabis, das ECS zu beeinflussen, haben dazu geführt, dass das Kraut bei anderen Hautkrankheiten auf seine potentielle Wirkung hin untersucht wird. Laufende Studien erforschen die Wirkung von Cannabis bei:

Wie man Cannabis oder CBD bei Akne verwendet

Kann das Rauchen von Weed bei Akne hilfreich sein? Das ist unklar. Durch Rauchen und Verdampfen gelangen Cannabinoide in den Blutkreislauf, jedoch fehlt es derzeit an Humanstudien zu ihrer Wirksamkeit. Die besten Ergebnisse lassen sich daher wahrscheinlich erzielen, wenn die topischen Rezepturen direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden.

  • Cannabis und CBD-Cremes

Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von topischen Cannabinoidprodukten, zu denen Balsame, Lotionen, Öle und Cremes zählen. Einige davon enthalten nur CBD und ein Trägeröl, während andere eine Vielzahl von pflanzlichen Stoffen beinhalten, die die Gesundheit der Haut zusätzlich unterstützten. Während Menschen in Europa Schwierigkeiten haben werden, THC-basierte topische Produkte zu finden, haben es diejenigen in Regionen mit einem legalen Cannabismarkt weitaus leichter.

Die meisten topischen Produkte wirken lokal. Das bedeutet, dass die Cannabinoide nicht in den Blutkreislauf gelangen, sondern sich mit den Rezeptoren der Hautzellen verbinden. Befolge einfach die Anweisungen auf einem bestimmten Produkt, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Wird Akne verschwinden?

Ja, in den meisten Fällen verbessern sich die Symptome mit der Zeit. Obwohl die Betroffenen einige Jahre Schübe erleben können, verschwindet die Krankheit in der Regel mit Mitte 20. Falls Du von der Krankheit betroffen bist, solltest Du daran denken, dass Du ihr nicht schutzlos ausgeliefert bist. Vielleicht findest Du ja mit konventionellen Mitteln Linderung, aber falls nicht, könntest Du auch ausprobieren, Dein ECS mit Hilfe von topischen Cannabisprodukten zu unterstützen.

External Resources:
  1. An update on the role of the sebaceous gland in the pathogenesis of acne - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  2. The endocannabinoid system in human keratinocytes. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  3. Endocannabinoids stimulate human melanogenesis via type-1 cannabinoid receptor - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  4. The endocannabinoid system of the skin in health and disease: novel perspectives and therapeutic opportunities - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  5. Clinical Endocannabinoid Deficiency Reconsidered: Current Research Supports the Theory in Migraine, Fibromyalgia, Irritable Bowel, and Other Treatment-Resistant Syndromes - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  6. Endocannabinoid Tone Regulates Human Sebocyte Biology - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  7. Therapeutic Potential of Cannabidiol (CBD) for Skin Health and Disorders - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  8. Cannabinoids for the treatment of chronic pruritus: A review - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  9. Cannabidiol exerts sebostatic and antiinflammatory effects on human sebocytes - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
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