Der Anbau von Cannabis mithilfe der Methode für fortlaufende Ernten garantiert Dir einen kontinuierlichen Grasvorrat. Um mehrere Ernten pro Jahr einzufahren, brauchst Du nur etwas mehr Platz, zusätzliches Zubehör und das richtige Timing. Hat sich das Ganze erst einmal eingependelt, wirst Du feststellen, wie einfach Du eine kontinuierliche Grasernte gewährleisten kannst.

Die Methode lässt sich am einfachsten umsetzen, indem eine Reihe von Pflanzen, die in einem separaten Raum für die Blütephase geerntet werden, sofort durch Pflanzen ersetzt werden, die ihre Wachstumsphase in einem separaten Raum beinahe abgeschlossen haben. Anschließend wird der freigewordene Platz mit frisch gekeimten Samen oder Klonen aufgefüllt. Wenn Du den Dreh erst einmal raus hast und das Timing passt, kannst Du je nach Blütephase der jeweiligen Sorten alle 8–12 Wochen ernten.

GETRENNTE WACHSTUMS- UND BLÜTEPHASE

Pflanzen, die sich in der Wachstumsphase befinden, sind einem anderen Lichtzyklus ausgesetzt als Pflanzen in der Blütephase. Abgesehen von autoflowering Pflanzen ist es unmöglich, wachsende und bereits ausgewachsene Pflanzen im selben Raum anzubauen. Die Lösung dafür sind getrennte Anbauräume oder man teilt einen einzigen Anbauraum irgendwie in zwei Hälften. Zwei Anbauräume, zwei Anbauzelte, zwei Schränke, Du weißt, wovon wir sprechen – einen Raum für die Wachstums- und den anderen für die Blütephase, die ständig genutzt werden.

WARUM LOHNT SICH DIE METHODE?

Ständig ernten zu können, besitzt zwei entscheidende Vorteile. Vor allen Dingen wird Dein Grasvorrat nie mehr zu Ende gehen. Viele aktuelle Hybridsorten besitzen eine Blütezeit von nur acht Wochen. Das bedeutet, dass Du Deine Vorratskammer alle zwei Monate nachfüllen kannst. Wenn sich Dein Cannabisvorrat dem Ende neigt und Du deshalb etwas kaufen musst, ist das nicht nur ziemlich schade, sondern kann auch ganz schön ins Geld gehen. Mit etwas Mühe und gutem Timing kannst Du sechs Ernten pro Jahr einfahren.

Der zweite Vorteil ist sozusagen eine Versicherung, falls etwas schief laufen sollte. Wenn es im Blüteraum zu Problemen kommt und Deine Pflanzen aus irgendeinem Grund unbrauchbar werden – wie zum Beispiel durch Krankheiten wie Schimmel an Blütenständen oder Wurzeln, versehentliche Vergiftung durch Fehler bei der Nährstoffgabe oder dem falschen pH-Wert usw. – kannst Du Deine Pflanzen durch die Exemplare aus dem Wachstumsraum ersetzen und musst nicht wieder ganz von vorne anfangen. Ein paar Wochen zu verlieren, kann noch ganz gut verkraftet werden, wenn man aber 10 Wochen Arbeit oder mehr verliert, kann das einem das Herz brechen.

Methode Gestaffelter Vorteile

NATÜRLICH ENTSTEHEN DADURCH HÖHERE KOSTEN, ABER….

Natürlich entstehen dadurch höhere Kosten – Deine Ausgaben werden sich allerdings nicht verdoppeln, da Pflanzen in der Wachstumsphase für eine ordentliche Entwicklung von allem weniger benötigen. Kleinere Töpfe in einem kleineren Raum unter einer schwächeren Lichtquelle, wie T5-Röhren, benötigen weniger Energie und Ressourcen. Trotzdem werden zusätzliche Ausgaben anfallen und Du solltest bedenken, dass Du mehr Strom, Nährstoffe und mehr Anbaumedium benötigst. Die zusätzlichen Kosten für das Zubehör sind beim Anblick der überfüllten Vorratsgläser allerdings schnell wieder vergessen. Versprochen!

Es versteht sich von selbst, dass eine gestaffelte Ernte mehr Zeit in Anspruch nehmen wird. Da Du Dich als Anbauer um doppelt so viele Pflanzen kümmern musst, solltest Du in jeder Phase noch aufmerksamer sein. Wenn Du ständig Pflanzen in der Wachstumsphase hast, musst Du sie regelmäßig beschneiden und zurechtstutzen, oder andere Techniken anwenden, die für ein kräftiges Wachstum sorgen. Aber wer verbringt nicht gerne Zeit mit seinen Pflanzen?

Hoppla, zu viel Gras! Durch fortlaufende Ernten kann es passieren, dass oftmals viele Buds übrig bleiben, wenn eine neue Ernte getrocknet und fertig ist. Dadurch ergeben sich plötzlich neue Möglichkeiten für die vielen Anwendungsgebiete von Cannabis. Überschüssiges Gras bedeutet, dass Dein Repertoire um essbare Cannabisprodukte, Haschisch und Extrakte erweitert werden kann.

WIE DU DIR FORTLAUFENDE ERNTEN SICHERST

Sorge für zwei getrennte Räume. Der Raum für das Wachstum der Pflanzen kann kleiner sein, während Pflanzen in der Blüte mehr Platz benötigen, um sich strecken zu können.

Natürlich richtet sich die Größe der Räume nach dem verfügbaren Platz. Sehr gut eignen sich ein kleines und großes Anbauzelt, solltest Du dafür einen separaten Raum zur Verfügung haben. Ein Schrank mit einem lichtdichten und abgetrennten Bereich erfüllt den Zweck aber genauso gut. Dabei solltest Du jede Kammer an das Wachstum in der vegetativen Phase bzw. Blütephase anpassen.

DIE ERSTE ERNTE

Bis zur ersten Ernte wird es die Standardzeit dauern, die Deine Pflanzen für Wachstum- und Blütephase benötigen. Ist der erste Wachstumszyklus aber erst einmal abgeschlossen, geht es zur Sache.

  • Ziehe Pflanzen für Deinen Wachstumsraum entweder aus Samen oder verwende Klone. Wenn sie die richtige Größe erreicht haben, setze sie in den Blüteraum.
  • Du musst unmittelbar neue Pflanzen vorbereiten – zum Beispiel Klone oder frisch gekeimte Samen – um den Wachstumsraum wieder aufzufüllen.
  • Nach acht Wochen Liebe und Pflege können die Pflanzen wieder geerntet werden, während die nächsten Pflanzen für den Blüteraum schon in den Startlöchern stehen.

Die Methode gestaffelter Ernten

UND WIEDER VON VORNE

Je nach Größe Deines Anbauraums kannst Du innerhalb eines Nachmittags einen neuen Zyklus beginnen.

  • Ernte die fertigen Pflanzen im Blüteraum.
  • Entferne die Töpfe und reinige alles gründlich.
  • Setze Deine Pflanzen vom Wachstumsraum in den Blüteraum.
  • Fülle den Wachstumsraum wieder mit neuen Pflanzen aus Samen oder mit Klonen auf.
  • So kann es unendlich lang weitergehen.

Für fortlaufende, gestaffelte Ernten benötigst Du zwei Anbauräume, die gleichzeitig betrieben werden, damit Pflanzen ausgetauscht werden können, sobald sie fertig sind. Diese Tipps helfen Dir bei einem effizienten Aufbau.

EINEN RAUM FÜR DIE WACHSTUMSPHASE EINRICHTEN

  • Während der Wachstumsphase sind die Pflanzen kleiner und benötigen viel weniger Platz und Ressourcen. Aus diesem Grund reicht dafür auch ein niedrigerer Raum mit weniger intensiven Lampen als im Blüteraum aus. Ein Beispiel hierfür könnte ein höher gelegenes Regal in einem Schrank sein, auf dem die blühenden Pflanzen stehen, wobei sich unten drunter die Pflanzen in der Wachstumsphase befinden.
  • Wenn Du einen einzigen Raum in zwei verschiedene Bereiche aufteilst, solltest Du darauf achten, dass beide lichtundurchlässig voneinander getrennt sind. Werden die Pflanzen in der Zeit ohne Licht von einer anderen Lichtquelle gestört, kann das zu einer minderwertigen Blüte führen, Hermaphroditismus begünstigen oder dafür sorgen, dass die Pflanzen wieder ins Wachstum übergehen.
  • Überlege Dir, anstatt ein paar großer Exemplare mehrere kleine Pflanzen anzubauen. Dadurch verkürzt sich die Wachstumsphase, während sich trotzdem ein beachtliches Blätterdach bilden kann.

EINEN RAUM FÜR DIE BLÜTEPHASE EINRICHTEN

  • Der Blüteraum muss komplett lichtdicht sein. Wir wollen noch einmal erwähnen, dass Lichtverschmutzung Deine gesamte harte Arbeit zunichte machen kann.
  • Genauso wichtig ist die Kontrolle der Wärme und Luftfeuchtigkeit sowie eine ordentliche Luftzirkulation, vor allem in kleineren Räumen. Zu hohe oder zu niedrige Temperaturen können das Wachstum der Blütenstände beeinträchtigen, während es durch eine hohe Luftfeuchtigkeit und wenig Luftzirkulation zu Schimmel kommen kann. Besorge Dir das passende Zubehör und einen robusten oszillierenden Ventilator.
  • Cannabispflanzen, insbesondere moderne terpenreiche Hybridsorten, können einen intensiven Geruch verströmen. Wenn bei der Geruchskontrolle Diskretion im Vordergrund steht, solltest Du darauf achten, dass Lüftung und Kohlefilter einwandfrei funktionieren.

Blüteraum, Blütephase

DAS RICHTIGE TIMING IST VON DER SORTE ABHÄNGIG

Das richtige Timing ist entscheidend und das erlangt man nur durch Erfahrung. Vor allem durch Erfahrung im Anbau der von Dir gewählten Sorte(n). Bei der Ernte der Buds sollten die Pflanzen, die Du in den Blüteraum verfrachtest, idealerweise die richtige Größe haben. Damit die Pflanzen zu einem bestimmten Zeitpunkt die passende Größe haben, musst Du etwas über die Eigenschaften der Sorte wissen. Manche Pflanzen wachsen derartig schnell, dass sie keine acht Wochen für den Abschluss der Wachstumsphase benötigen und der Wachstumsraum eine Zeit lang unbenutzt bleiben kann. Andere Sorten benötigen ganze acht Wochen, um die richtige Größe für die Umstellung auf den 12:12-Zyklus zu erreichen – das alles hängt vom Phänotyp ab.

Sorten mit einer kürzeren Blütezeit sind für die Methode der gestaffelten Ernten besonders gut geeignet. Viele der aktuellen Sorten besitzen eine Wachstumsphase von acht Wochen. Diese Zeit reicht für gut entwickelte Pflanzen aus. Ein Erntezyklus von acht Wochen bedeutet außerdem, dass Du alle zwei Monate die Räume nachfüllen musst – ein sehr angenehmer Zeitabstand.

Wenn Du Sativa-Sorten mit einer längeren Blütezeit wie zum Beispiel Haze-Sorten anbauen willst, verringert sich die Anzahl der Ernten pro Jahr aufgrund der zwölfwöchigen Blütephase auf vier. Außerdem benötigt man dadurch weniger Zeit für das Wachstum und während im Wachstumsraum gerade nichts los ist, sparst Du Geld und Zeit.

Alternativ dazu könntest Du den Lichtzyklus im Wachstumsraum auf 12:12 ändern, wenn die Pflanzen groß genug für den Beginn der Blüte sind. So gibst Du ihnen einen kleinen Vorsprung und verfrachtest sie in den Blüteraum, wenn sie bereits mit der Blüte begonnen haben. Anschließend änderst Du die Beleuchtung im Wachstumsraum wieder auf 18:12 und bereitest eine neue Ladung Pflanzen vor.

AUSNAHMEN BESTÄTIGEN DIE REGEL

Bei autoflowering Sorten benötigst Du keine getrennten Räumlichkeiten, da junge und ältere Pflanzen demselben Lichtzyklus ausgesetzt sind. Junge Pflanzen kannst Du in die Freiräume zwischen älteren Pflanzen oder in Umgebungen mit schwächerem Licht pflanzen.

Viele autoflowering Sorten besitzen einen kompletten Lebenszyklus von nur 8–10 Wochen, weshalb Du gar keinen Raum für die Wachstumsphase benötigst. Du kannst sie vom Samen bis zur Ernte innerhalb derselben Zeit anbauen, die für fortlaufende Ernten nötig wäre. Die meisten aktuellen autoflowering Sorten besitzen eine ähnliche Cannabinoidkonzentration wie photoperiodische Sorten, sodass Du Dir über ihre Qualität keine Gedanken machen musst.

Neben der schnellen Ernte von autoflowering Pflanzen gibt es auch beim Anbau photoperiodischer Sorten noch eine andere Möglichkeit, um das Ganze zu beschleunigen. Wenn Samen ab der Keimung nur zwölf Stunden Licht erhalten, gehen sie sofort in die Blütephase über. Die gesamte Wachstumsphase wird übersprungen, was zu einem besser kontrollierbaren Höhenwachstum führt. Wenn die Pflanzen gleich nach der Keimung in die Blütephase eintreten, benötigst Du gar keinen Wachstumsraum. Es gibt allerdings viele Sorten, die mit dieser Behandlung nicht gut zurechtkommen.

FORTLAUFENDE ERNTEN HÖREN SICH NICHT NUR GUT AN

Mit zwei gut ausgestatteten Anbauräumen oder einem umgebauten Schrank und ein bisschen mehr Zeitaufwand für die Pflanzen, kann jeder Anbauer mithilfe der Methode gestaffelter Ernten mehr Buds ernten als man alle acht Wochen benötigt. Es handelt sich dabei um eine ideale Möglichkeit, mehrere Sorten innerhalb eines Jahres auszuprobieren und Exemplare zu finden, die zu Deinem Setup und Deiner Geisteshaltung passen!

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