Eine herkömmliche Erkältung oder Grippe kann sich in einem Büro oder dem Campus wie ein Lauffeuer ausbreiten. Wenn Du zum Beispiel neben der falschen Person sitzt, könntest Du am nächsten Tag schon etwas ausbrüten. Bei unbedeutenderen Erkältungen kommst Du unter Umständen mit einer mehrtägig verstopften Nase davon. Gleichzeitig kann Dich eine Grippe mit schwerem Verlauf mehrere Wochen außer Gefecht setzen.

Die meisten Menschen greifen zu Paracetamol und Unmengen an Tee, wenn sie nicht auf dem Damm sind. Das sind alles großartige Möglichkeiten, aber es gibt möglicherweise noch andere (lustigere) Methoden, das Ganze erträglicher zu machen. Noch besser ist, dass diese Optionen in Form von köstlichen Cannabis-Buds daherkommen.

Wodurch wird eine herkömmlich Erkältung ausgelöst?

Über 200 verschiedene Viren können die Symptome einer gängigen Erkältung auslösen. Ammenmärchen geben kalten Temperaturen die Schuld, die Beschwerden könnten allerdings von hundert verschiedenen Mikroben entfacht werden.

Nach dem Einatmen von Viruspartikeln leiden Menschen an den Symptomen einer herkömmlichen Erkältung. Diese Erreger gelangen in der Regel in Deine Lunge, nachdem Du in der Nähe von jemandem warst, der gehustet, geniest oder einfach nur geatmet hat. Du bist auch gefährdet, wenn Du eine kontaminierte Oberfläche berührst und Dir ohne die Hände zu waschen den Mund abwischst oder in der Nase bohrst.

Eine Erkältung kann jederzeit zuschlagen, aber die Infektionsraten steigen im Herbst und Winter dramatisch an. Der Mangel an Feuchtigkeit während dieser Monate führt dazu, dass die Nasengänge austrocknen, was zu einer Infektion beiträgt. Der Beginn des akademischen Jahres bedeutet auch, dass sich mehr Menschen in unmittelbarer Nähe zueinander aufhalten, wodurch die Verbreitung von Erkältungsviren begünstigt wird.

Mehrere Risikofaktoren erhöhen zudem die Chancen einer Person, sich eine Erkältung einzufangen. Dazu gehören:

• Ein niedriges oder hohes Alter: Bei jungen und alten Menschen ist das Risiko eines schweren Verlaufs besonders hoch.
• Ein schwaches Immunsystem
• Regelmäßiger Konsum von Zigaretten

Wie eine Erkältung den Körper beeinflusst

Erkältungsviren lösen sofort eine Infektion der oberen Atemwege aus. Wenn virale Partikel zum ersten Mal in die Atemwege gelangen, wird Dein Immunsystem auf den Plan gerufen.

Zunächst unterscheiden weiße Blutkörperchen zwischen fremden Pathogenen und körpereigenen Zellen. Sobald der Feind identifiziert ist, führen diese weißen Blutzellen – einschließlich Leukozyten und natürlicher Killerzellen – einen erbitterten Kampf.

Kurz darauf schreitet das adaptive Immunsystem zur Arbeit. Weiße Blutkörperchen erzeugen Antikörper, die speziell darauf ausgelegt sind, die neuen Krankheitserreger zu bekämpfen. Die Proteine bewirken außerdem, dass sich der Körper gegen spätere Infektionen mit demselben Erreger wehren kann.

Wie eine Erkältung den Körper beeinflusst

Während dieser mikroskopischen Schlacht treten unterschiedliche physische Symptome auf. Dazu zählen:

• Verstopfte Nase
• Niesen
• Heiserkeit
• Husten
• Ohrenschmerzen
• Leichtes Fieber
• Müdigkeit

Bevor es schlimmer wird, erholen sich die meisten Menschen. Trotzdem verläuft die Erkrankung nicht bei jedem gleich unkompliziert. Zu den Symptomen einer fortgeschrittenen Erkältung zählen:

• Ohreninfektion
• Sinusitis
• Halsentzündung
• Brustkorbinfektion

Kann Cannabis zur Linderung gängiger Erkältungssymptome beitragen?

Eine Erkältung ist unheilbar. Du musst sie ganz einfach durchstehen, bis der Körper den Krankheitserreger besiegt hat. Gebräuchliche Methoden wie Schmerzmittel und Dekongestiva wurden für die Linderung der Symptome entwickelt. Alternative Behandlungsmethoden wie Zink, Vitamin C und andere Heilmittel auf Kräuterbasis scheinen auch zu helfen.

So wie es aussieht, könnte Cannabis in die letztere Kategorie fallen. Seit Tausenden von Jahren verwendet die Menschheit die Pflanze für die Behandlung verschiedener Beschwerden. Du stehst althergebrachten Praktiken aber skeptisch gegenüber? Moderne wissenschaftliche Analysen haben außerdem gezeigt, dass viele der Phytochemikalien in der Cannabispflanze therapeutisches Potenzial besitzen können.

Nichtsdestotrotz gibt es bisher wenige bis gar keine Beweise, dass Cannabis die Symptome einer herkömmlichen Erkältung lindern kann. Es gibt keine Studien mit Menschen, die gezeigt hätten, ob die Pflanze den Körper bei der Bekämpfung des Virus unterstützt oder behindert. Bestimmte Verbindungen in Cannabis zeigen jedoch Potenzial für die Behandlung einiger Symptome.

Entzündung

Alle Symptome der herkömmlichen Erkältung stammen von Entzündungsvorgängen[1]. Dein Immunsystem – nicht der Krankheitserreger – ist für Symptome wie Halsschmerzen oder eine laufende Nase verantwortlich. Der Körper gibt die Entzündungsantwort aus einem entscheidenden Grund: Damit weiße Blutkörperchen leichter durch Gewebsschichten gelangen können, um an den Ort der Infektion zu gelangen.

Obwohl die Entzündung nicht grundlos eingeleitet wird, kann es dabei zu unangenehmen Empfindungen kommen. Daher werden entzündungshemmende Medikamente wie nichtsteroidale Entzündungshemmer für die Linderung von Erkältungssymptomen empfohlen. Tatsächlich produziert Cannabis ebenfalls Moleküle mit entzündungshemmendem Potenzial.

Eine Studie, die 2019 im European Journal of Pharmacology[2] veröffentlicht wurde, untersuchte die Wirkung von CBD bei Atemwegsentzündungen bei Mäusen mit Asthma. Nach der Verabreichung von CBD fanden die Wissenschaftler heraus, dass das Cannabinoid nicht nur Entzündungssymptome reduzierte, sondern auch den Erholungsprozess der Atemwege verbesserte. Man geht davon aus, dass CBD diese immunmodulatorische Wirkung durch die Kommunikation mit CB1- und CB2-Rezeptoren ausübt.

In einer früheren Untersuchung, die im Jahr 2015[3] veröffentlicht wurde, fand man heraus, dass CBD die Lungenfunktion bei Mäusen verbessern und Entzündungen lindern konnte. Eine zusätzliche, in der Zeitschrift Immunopharmacology[4] veröffentlichte Forschung untersuchte die Wirkung von THC und CBD auf die Zytokinproduktion in menschlichen Zellen. Zytokine sind signalgebende Moleküle, die Entzündungsantworten in Gang bringen. Glücklicherweise beobachteten die Wissenschaftler, dass THC und CBD die Zytokinproduktion entscheidend hemmten.

Kann Cannabis zur Linderung gängiger Erkältungssymptome beitragen?

Schmerzen

Neben Entzündungen könnte CBD auch zur Linderung von Schmerzen im Zusammenhang mit einer Erkältung oder Grippe beitragen. So fand eine Studie aus dem Jahr 2007[5] beispielsweise heraus, dass oral verabreichtes CBD als effektives therapeutisches Mittel gegen chronische Entzündungen und neuropathische Schmerzen bei Mäusen agieren könnte.

Trotzdem könnte Cannabidiol gegen Schmerzen wirksamer sein, wenn es gemeinsam mit THC eingenommen wird. Forscher haben herausgefunden, dass CBD die schmerzlindernde Wirkung von THC verstärkte[6] und verlängerte, als die beiden Cannabinoide Mäusen in Kombination verabreicht wurden.

Keine dieser Studien sagt etwas darüber aus, ob diese Behandlungsmethoden auch bei Menschen funktionieren. Wenngleich sie unter diesem Gesichtspunkt ein vielversprechender Anfangspunkt für zukünftige Untersuchungen sind.

Schlechte Schlafqualität

Schlafmangel stört unsere Immunfunktion ungemein. Nach dem Kontakt mit einem herkömmlichen Virus werden Menschen mit Schlafentzug eher krank[7]. Andererseits kann eine schöne Mütze voll Schlaf auch beeinflussen, wie schnell sich Dein Körper bei einer Erkrankung erholt.

Ein weiterer potenzieller Vorteil ist, dass CBD Studien zufolge Menschen beim Einschlafen[8] und Durchschlafen helfen könnte. Forscher gehen davon aus, dass diese Wirkung zum Teil durch eine Linderung von Angstgefühlen ausgelöst wird, die Menschen andernfalls wach halten.

THC könnte ebenfalls die Zeit verkürzen[9], die man bis zum Einschlafen benötigt. So wie es scheint, kann heftiger und chronischer Cannabis-Gebrauch die Schlafqualität durch die Reduzierung des REM-Schlafs tatsächlich verschlechtern[10].

Viele Cannabissorten produzieren außerdem eine hohe Konzentration des Terpens Myrcen. Das Molekül zeigt schlaffördernde Eigenschaften und Untersuchungen[11] zeigen, dass es bei Mäusen die Muskelentspannung verbessert und die Schlafdauer verlängert.

Kann das Rauchen von Cannabis eine Erkältung oder Grippe verschlimmern?

Bisher haben wir für Cannabinoide appelliert. Rauchen ist allerdings eine ganz andere Sache.

Mit krebserregenden Substanzen in Deinen Atemwegen tust Du Deinem Körper bei Atemwegserkrankungen logischerweise nicht gerade einen Gefallen. Auch wenn es keine Belege dafür gibt, dass sich Dein Zustand dadurch verschlimmert, macht es Sinn, es zu vermeiden. Reizender Rauch könnte einen ohnehin schon rauen und trockenen Hals letztendlich verschlimmern.

Wie wird Cannabis bei einer Erkältung am besten angewandt?

Glücklicherweise kann man Cannabis auf viele verschiedene Arten zu sich nehmen. Noch besser ist, dass viele Anwendungsmethoden ohne heißen Rauch auskommen, der Deinen von einer Erkältung ohnehin schon geplagten Hals zusätzlich belastet.

Brühe Deinen eigenen Cannabis-Tee

Eine heiße Tasse Tee wirkt wahre Wunder, um die Stimmung bei einer Erkältung zu heben. Im Gegenzug könnte eine Prise Cannabis unter Umständen genau das Richtige sein, um Deine Symptome zu lindern. Beim Verzehr von Cannabis-Tee müssen Anwender nichts inhalieren und es erzeugt eine intensivere Wirkung als rauchen. Probiere unser einfaches Rezept, um Dir das nächste Mal, wenn eine Erkältung im Anmarsch ist, eine Kanne aufzubrühen.

Brühe Deinen eigenen Cannabis-Tee

Cannabis für die äußere Anwendung

Eine Erkältung geht oftmals mit müden und schmerzenden Muskeln einher. Topisch aufgetragenes CBD kann solche Beschwerden jedoch potenziell lindern. Da es direkt als Gel, Salbe oder Balsam auf der Haut angewandt wird, ist es möglich, den Ursprung der Beschwerden direkter zu behandeln.

Essbare Cannabis-Produkte

Mithilfe essbarer Cannabis-Produkte können Anwender das Rauchen umgehen und Cannabinoide gelangen direkt durch den Verdauungstrakt ins Blut. Aufgrund des langen Wegs, den sie bei der Verstoffwechslung zurücklegen, tritt die Wirkung von essbaren Cannabis-Produkten verzögert ein. Diese ist jedoch meistens viel stärker. Du kannst sogar Cannabutter bei Dir zuhause herstellen, um Deine Lieblingsgerichte mit einem hohen THC- oder CBD-Gehalt (oder beidem) anzureichern.

Verdampfen

Im Gegensatz zum Rauchen wird beim Verdampfen jedes Cannabinoid im Bud oder Konzentrat aufgrund der niedrigen Temperaturen bewahrt. Da das Pflanzenmaterial nur knapp über den Decarboxylierungspunkt erhitzt wird, können Cannabinoide und Terpene verdampft werden, ohne dass es zu einer Verbrennung kommt. Durch die fehlende Verbrennung ist das Inhalieren der Cannabinoide viel angenehmer für den Hals.

Kann CBD-Öl bei einer Erkältung helfen?

Es gibt keine Beweise, dass CBD zu einer Linderung Deiner Erkältung beiträgt. Nichtsdestotrotz geben die von uns bereits vorgestellten Studien Hinweise darauf, dass das Cannabinoid bei der Linderung einiger Symptome hilfreich sein könnte. Hochwertige Vollspektrum-CBD-Öle enthalten außerdem jede Menge synergetischer Cannabinoide und Terpene, von denen viele die Symptome potenziell lindern könnten.

Sollte man Cannabis verwenden, wenn man eine Erkältung oder Grippe hat?

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Um ehrlich zu sein, ist es von der Person an sich abhängig. Der einzige Weg, um wirklich herauszufinden, ob es bei Dir funktioniert, ist ausprobieren. Sei vorsichtig bei der Dosierung der Cannabinoide, wenn sich Dein Immunsystem an die Arbeit macht, und achte darauf, ob Deine Symptome allmählich gelindert werden.

External Resources:
  1. How stress influences disease: Study reveals inflammation as the culprit -- ScienceDaily https://www.sciencedaily.com
  2. Cannabidiol reduces airway inflammation and fibrosis in experimental allergic asthma - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  3. Cannabidiol improves lung function and inflammation in mice submitted to LPS-induced acute lung injury - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  4. Δ9 Tetrahydrocannabinol and cannabidiol alter cytokine production by human immune cells - ScienceDirect https://www.sciencedirect.com
  5. The non-psychoactive cannabis constituent cannabidiol is an orally effective therapeutic agent in rat chronic inflammatory and neuropathic pain - ScienceDirect https://www.sciencedirect.com
  6. Cannabidiol-Δ9-tetrahydrocannabinol interactions on acute pain and locomotor activity - ScienceDirect https://www.sciencedirect.com
  7. Lack of sleep: Can it make you sick? - Mayo Clinic https://www.mayoclinic.org
  8. Cannabidiol (CBD) — what we know and what we don’t - Harvard Health Blog - Harvard Health Publishing https://www.health.harvard.edu
  9. Cannabis, Cannabinoids, and Sleep: a Review of the Literature - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  10. Sleep Disturbance in Heavy Marijuana Users https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  11. Central effects of citral, myrcene and limonene, constituents of essential oil chemotypes from Lippia alba (Mill.) n.e. Brown - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
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