WAS IST DIE CHELATBILDUNG?

Die Chelation beschreibt in einfach ordentlicher Hanffreundsprache, wie clevere Wissenschaftler chemische Spurenelemente in einen Umschlag eingepackt haben, den die Cannabispflanze öffnen kann. Das Wort selbst leitet sich vom griechischen Wort "chele" für Klaue ab. Eine andere Möglichkeit, die Chelation zu betrachten, ist also, sich einen Mikronährstoffschlüssel vorzustellen, der von einer Klaue zusammengehalten wird.

Viele der Spurenelemente, die Cannabispflanzen brauchen, sind Metalle und in ihren grundlegenden Formen sind sie für sie nicht verfügbar. Marihuana hat es nicht so mit schweren Metallen. Die positive Ladung von Mikronährstoffen wie Eisen oder Zink muss von einem Chelat umhüllt werden, um die Pflanzenporenbarriere zu überwinden. Das wird erreicht, wenn das zugegebene Chelat das Element mit einer negativen oder neutralen Ladung umgibt. Einige können das Element nicht vollständig einkapseln, aber es ausreichend abdecken, um in die Pflanze zu gelangen und diese werden technisch als Komplexe bezeichnet.

Cannabisanbauer müssen nicht in ein Online-Chelat-Kaninchenloch eintauchen. Alles was Du verstehen musst, ist, dass Chelation für Cannabispflanzen essentiell ist, um Mikronährstoffe zu verarbeiten und zu verwerten. Ohne die Chelation werden Cannabispflanzen Mikronährstoffdefizite entwickeln.

CHELIERTE DÜNGER

Die Dünger, die Du für Deine Cannabispflanzen verwendest, sollten idealerweise substratspezifisch sein. Wichtiger ist, dass der pH-Wert jeder Bewässerung für Dein spezielles Medium optimal ist. Es ist möglich, die Dosierung anzupassen und mit einer Mischung und Anpassung von Nährstofflinien durchzukommen. Ein instabiler pH-Wert, der entweder zu hoch oder zu niedrig liegt, führt jedoch unweigerlich zu Mikronährstoffmängeln.

Chelatio und Cannabis-Mikronährstoffe

DÜNGUNG DES MEDIUMS – FULVIN- UND HUMINSÄURE

Fulvin- und Huminsäure sind wertvolle, natürliche, organische Chelate, die in küstennahen Schiefervorkommen gefunden werden. Prähistorische Pflanzenstoffe, die über Millionen von Jahren abgebaut werden, bilden schließlich huminsäurereichen Humus, den Mikroben im Boden in Fulvinsäure umwandeln. Biologische Anbauer  profitieren davon, sowohl Humin- als auch Fulvinsäure zur Nährlösung hinzuzugeben.

Huminsäure ist ein Substrat-Aufbereiter. Sie ist nicht wirklich für die Cannabispflanze verfügbar. Ihre wahre Funktion ist es, einen lebendigen Boden zu erschaffen. Viel mehr noch ist Huminsäure der Vorläufer von Fulvinsäure. Kokos-Grower haben während der Blüte oft Probleme mit Cal-Mag- und/oder Eisenmangel und sollten unbedingt mit organischen Chelaten ergänzen. Die meisten bekannten Cannabis-Düngermarken haben Substrat-Verbesserungsprodukte, die Humin- und Fulvinsäure enthalten.

DIE WURZELN DÜNGEN

Hochwertige Grunddünger enthalten oft synthetische Chelate. Schau auf der Seite Deiner Flasche Flüssigdünger nach Inhaltsstoffen mit den folgenden Buchstaben daneben: EDTA, DTPA, und EDDHA. Du kannst sie Dir als Liefersystem der Mikronährstoffe für die Wurzeln vorstellen.

Schon per Definition werden die Spurenelemente von der Cannabispflanze nur in geringsten Mengen benötigt. Der Gehalt an Makronährstoffen wird klar auf der Vorderseite der Flaschen in fettgedruckten NPK-Werten angegeben. Informationen zu den Mikronährstoffen findest Du dagegen im Kleingedruckten.

Natürlich ist das NPK-Verhältnis wichtig, doch die beste Serie an Basisdüngern enthält die korrekte Abstimmung an Makronährstoffen und all die wichtigen Spurenelemente in einer Flasche. Die Ergänzung mit Enzymen und Aminosäuren erleichtert auch die Chelation. Du kannst sie als Ergänzungskatalysatoren für den Prozess der Chelatbildung und als Nährstoffaufnahme-Booster betrachten.

Hydro-Grower werden als erste die negativen Folgen sehen, wenn die Wurzeln keine Mineralien mehr aufnehmen können. In Erde angebaute Cannabispflanzen können die Nährstoffe länger halten, doch selbst wenn in Supererde angebaut wird, kann es ohne Chelatbildung zu Nährstoffblockaden kommen. Daher ist die Einstellung des richtigen pH-Werts bei jeder Bewässerung so wichtig. Die Chelatbildung und konsequentes Vorgehen sind eng miteinander verbunden.

Nährstoff-Balance für Wurzeln der Hanf-Pflanze

BLATTDÜNGUNG

Die natürliche wachsartige Schicht auf Cannabisblättern weist Wasser und geladene Partikel in der Flüssigkeit ab. Chelierte Dünger, die als Blattdünger verabreicht werden, können diese Barriere überwinden und in die Poren eindringen. Mit Blattdüngung experimentierst Du am besten in der Wachstumsphase. Wenn die Blüten beginnen sich auszubilden, wird es ein riskantes Unterfangen. Wenn Du jedoch einen Mangel so schnell wie möglich ausgleichen willst, wirst Du keine effektivere Methode zur Verabreichung von Mikronährstoffen finden, als die Blattdüngung.

MIKRONÄHRSTOFFMÄNGEL

Die Chelatbildung ist das Geheimnis für optimale Pflanzenleistung. Viele Anbauer konzentrieren sich ausschließlich auf die Makronährstoffe und setzen irrtümlich all ihren Glauben in Online-Nährstoffrechner und Düngeschema. Es ist nicht das Ziel des Cannabisanbaus, Pflanzen so häufig wie möglich mit möglichst starken Makronährstoffdüngern vollzupumpen. In den meisten Fällen löst das einen Mikronährstoffmangel aus.

Ein ausgewogenerer, pflanzenspezifischer Ansatz ist vorteilhafter. Einige Cannabissorten sind anfälliger für einen Mikronährstoffmangel als andere. Wenn Du Cannabis aus Samen anbaust, kannst Du mit gewissen Abweichungen zwischen den einzelnen Pflanzen rechnen. Verschiedene Phänotypen derselben Sorte können einen sehr unterschiedlichen Nährstoffbedarf haben. Eine Mischung aus Blatt- und Wurzeldüngung mit chelatbildendem Dünger hilft Dir, Deine Pflanzen glücklich und gesund zu halten.

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