Der Anbau von Cannabis kann ein unglaublich lohnender Prozess sein. Die Genugtuung, Deine Pflanzen gedeihen zu sehen und genau zu wissen, wie das Endprodukt angebaut wurde, ist ein beispielloses Erlebnis. Doch der Anbau von Gras ist mit einigen Herausforderungen verbunden. Egal, ob Du Deine Pflanzen in einem Zelt oder im Garten/Gewächshaus kultivierst: Früher oder später werden wohl oder übel Schädlinge vorbeikommen.

Viele Lebensformen haben eine Vorliebe für Cannabis – von Makro- bis hin zu Mikrolebewesen. Es gibt zahlreiche Schritte, die unternommen werden können, um zu verhindern, dass diese nervtötenden Plagen Deinem Gras zu stark frönen und Deine Ernte vernichten.

SYNTHETISCHE VS. BIOLOGISCHE SCHÄDLINGSBEKÄMPFUNG

Einige Grower entscheiden sich für den Einsatz von aggressiven synthetischen Chemikalien wie Pestiziden und Fungiziden, um ihre Pflanzen vor Schädlingen zu bewahren. Obwohl diese chemischen Mittel ihre Arbeit erledigen, verursachen sie auch große Schäden für die Gesundheit von Mensch und Umwelt. Rückstände von diesen Produkten können sogar in Deinem Gras landen.

Es gibt viele natürliche/biologische Bekämpfungsmethoden, die sehr effektiv sind. Diese Techniken helfen nicht nur, Schädlinge von der Schädigung Deiner Graspflanzen abzuhalten: Einige von ihnen können sogar zur allgemeinen Gesundheit der Pflanzen und des Bodens beitragen.

Begleitpflanzen Cannabis

BEGLEITPFLANZEN

Bei der Begleitpflanzung werden nützliche Pflanzenarten in unmittelbarer Nähe zu Deinen Cannabispflanzen angebaut. Begleitpflanzen arbeiten auf vielfältige Weise, um Dein Cannabis vor Insekten zu schützen, die sich ansonsten einen schönen Tag auf Deinen Pflanzen machen würden! Es gibt eine riesige Liste, aus der Du wählen kannst, viele davon bieten verschiedene Vorteile und Funktionen.

Mehrere Begleitpflanzenarten wirken aufgrund ihrer starken Aromen gegen Schädlinge. Zum Beispiel ist Basilikum bekannt dafür, Blattläuse, Spargelkäfer, Mücken, Manduca quinquemaculatus und Weiße Fliegen abzuwehren. Ebenso ist der scharfe Geruch von Melisse in der Lage, Mücken und Fliegen abzuschrecken.

Dill und Koriander werden auch als schützende Begleitpflanzen verwendet und können zusammen helfen, das Eindringen von Spinnmilben, Blattläusen, Krautwanzen, Kürbiskäfern und Kartoffelkäfern zu verhindern.

Andere Begleitpflanzen dienen dazu, nützliche Insekten anzuziehen, die die Gesundheit Deines Gartens fördern können. Lavendel verströmt ein atemberaubendes Aroma, das Insekten anzieht, die sich von den Larven der Schädlingsarten ernähren. Dieses aromatische Kraut wird auch Bienen in Deinen Garten locken. Die Kamille zieht Honigbienen und Schwebfliegen an, während sie gleichzeitig Mücken und Fliegen abwehrt.

Begleitpflanzen bieten Dir als Bio-Cannabis-Gärtner einen großen Nutzen. Neben dem Schutz vor Schädlingen können viele dieser Arten auch als medizinische Tees und Nahrungsmittel verwendet werden. Sie steigern auch die Biodiversität und verbessern die Bodengesundheit. Es kann ein sehr tolles Gefühl sein, in den Garten zu gehen und zu sehen, wie Deine Pflanzen im Schatten ihrer schönen Verbündeten vor sich hin wachsen.

NÜTZLICHE INSEKTEN

Auch hier gilt: Nicht alle Insekten sind eine schlechte Nachricht für Deine Cannabispflanzen. Einige Arten schützen Dein Gras sogar vor echten Schädlingen. Du kannst diese also quasi als lebende, atmende Pestizide betrachten, die die Gesundheit Deines Gartens fördern, anstatt die Umwelt zu vergiften.

Marienkäfer sind ein solches Beispiel. Sie sind relativ häufig vorhanden und werden wahrscheinlich schon zu einem gewissen Grad in Deinem Garten leben. Marienkäfer haben Appetit auf Milben, Cochenilleschildläuse und kleine Raupen. Sie ernähren sich außerdem von Blattläusen, einem der schlimmsten Schädlinge für Cannabis. Diese kleinen Viecher werden den Saft aus Deinen Graspflanzen saugen! Die Verwendung von Dill, Koriander und Fenchel als Begleitpflanzen wird die Marienkäfer anlocken, welche dann als Blattpolizei dienen.

Milben können auch zur Bekämpfung von Schädlingen eingesetzt werden. Das Wort Milbe hat oft einen negativen Beigeschmack, aber nicht alle sind schädlich. Phytoseiulus persimilis ist eine kleine rote Milbe, die Deinen Cannabispflanzen helfen kann, indem sie sich von Spinnmilben, einschließlich ihrer Larven und Eier, ernährt. Das kann ein Lebensretter für Deine Ernte sein. Spinnmilben verursachen schwere Schäden, indem sie einzelne Pflanzenzellen durchdringen und den Inhalt verschlingen.

Amblyseius californicus ist eine weitere Milbe, die sich von Spinnmilben ernährt. Diese Sorte kann hohen Temperaturen standhalten, was sie für Züchter in besonders heißen Regionen der Welt zu einem Verbündeten macht.

Anthocoridae ist eine nützliche Insektenart, die sich von schädlichen Insekten wie Spinnmilben und Raupen ernährt. Anthocoridae bekämpfen ihre Beute, indem sie sie mit ihrem dreigeteilten Schnabel durchbohren und ihnen Verdauungsenzyme injizieren. Brutal, aber effektiv.

SCHLUPFWESPEN

Schlupfwespen sind eine beliebte Nützlingsart, die von Natur aus Jagd auf Blattläuse machen. Sie greifen auch verschiedene Käfer, Fliegen, Spinnen und Käfer an. Endoparasitische Wespen injizieren ihre Eier in ihre Beute, die sich mit der Zeit entwickeln, wenn die Beute zunächst normal weiterlebt, während ektoparasitäre Wespen sich an der Außenseite ihrer Beute entwickeln und diese sofort lähmen.

Schlupfwespen Cannabis

SPINNEN

Spinnen sind sehr hilfreiche Kreaturen in Cannabisgärten. Sie spinnen riesige Netze und sind keine wählerischen Esser. Sie ernähren sich von einer Vielzahl verschiedener Schädlinge. Das Pflanzen von Blumen in Deinem Garten wird zusätzliche Spinnen anlocken.

Spinnen Cannabis Planten

BLATTSPRAYS

Blattsprays können aus vielen verschiedenen nützlichen Pflanzen und Bakterien hergestellt werden, die bei der Bekämpfung von Schädlingen helfen. Diese können zu Hause hergestellt oder fertig gekauft werden. Einige Bio-Fertigsorten enthalten ein nützliches Bakterium namens Bacillus thuringiensis, das die Larven von Trauermücken abtötet.

Neemöl kann auch in Blattsprays eingesetzt werden. Der Hauptbestandteil von Neemöl ist Azadirachtin. Dieses verringert die Fressschäden und wirkt gleichzeitig abweisend auf viele Schädlinge.

NÜTZLICHE MIKROORGANISMEN

Mikroorganismen sind für die Gesundheit eines jeden Gartens unerlässlich. Diese winzigen Lebensformen befinden sich im Boden, wo sie für eine ganze Reihe von biologischen Prozessen verantwortlich sind. Sie helfen, organische Materie in für Pflanzen zugängliche Nährstoffe zu zerlegen und bilden sogar symbiotische Beziehungen mit den Wurzeln, damit diese mehr Nährstoffe aufnehmen können.

Nicht alle Mikroorganismen sind nützlich, und einige von ihnen ernähren sich sogar von Pflanzen. Doch nützliche Mikroorganismen erbeuten diese Bösewichte und können als wichtige Verteidigungslinie für Deine Pflanzen im Kampf unter der Erdoberfläche dienen!

Räuberische Nematoden sind ein wertvolles Gut für Cannabisgärtner. Diese winzigen kleinen Organismen patrouillieren den Boden, wo sie fast jeden Schädling befallen und dabei Pflanzen und nützliche Würmer in Ruhe lassen. Räuberische Nematoden ernähren sich von pflanzenparasitären Nematoden, die sich von den Wurzeln der Cannabispflanzen ernähren.

Es gibt verschiedene Arten von räuberischen Nematoden. Monochide räuberische Nematoden haben einen großen stechenden Zahn, mehrere kleine Zähne oder beides. Sie werden diese benutzen, um ihre Beute zu zerschneiden, oder sie werden sie einfach in einem Stück verschlingen, wenn sie klein genug sind. Dorylaimida Nematoden besitzen einen hohlen Stachel, der als "Odontostyle" bezeichnet wird und dazu dient, die Beute zu durchlöchern. Diplogasterid-Nematoden haben eine kleine Mundhöhle, die mit scharfen Zähnen bewaffnet ist. Die Aphelenchida-Nematoden setzen einen Stachel ein, um ihre Beute zu durchbohren und dann Verdauungsenzyme zu injizieren.

Mykorrhiza Cannabis

MYKORRHIZA

Einige Pilzformen dienen auch als natürliche Schädlingsbekämpfung. Mykorrhizen bilden eine für beide Seiten vorteilhafte Beziehung mit den Pflanzenwurzeln. Sie helfen bei der Verlagerung und Abgabe von Nährstoffen an Pflanzen im Austausch gegen zuckerhaltige Exsudate. Diese Pilze bilden große Netzwerke, die Myzel genannt werden. Das Myzel besteht aus winzigen Einzelsträngen, den sogenannten Hyphen. Einige Pilze verwenden Hyphenstränge, um Nematoden zu fangen. So könnten Mykorrhizen in der Lage sein, die Zahl der parasitären Nematoden zu reduzieren.

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