Trotz aller vermeintlichen Vorteile hat der Cannabiskonsum auch seine Schattenseiten. Und obwohl man deshalb nicht besonders beunruhigt sein müsste, können diese Aspekte das Freizeiterlebnis trüben.

Wir alle haben diesen einen Freund, dem nach dem Verzehr von Edibles schwindelig wird. Das ist derselbe Freund, der nach ein paar Zügen aus einer Pfeife oder einem Joint auf der Couch zusammenbricht. Da fragt man sich schon: "Was ist hier los? Kann man von Gras ohnmächtig werden?".

In diesem Artikel werden wir eine Antwort auf diese Frage geben. Und später geben wir Dir einige Tipps, wie Du dieses schwindelerregende, unangenehme Gefühl von vornherein vermeiden kannst.

Warum wird uns schwindelig?

Bevor wir uns mit dem eigentlichen Thema befassen, wollen wir zunächst den wichtigen Unterschied zwischen einem Ohnmachtsanfall und einem Filmriss ansprechen. Es ist verständlich, dass Leute die beiden Dinge verwechseln, aber es gibt Unterschiede.

Der Unterschied zwischen Ohnmacht und Filmriss

Hier ist eine einfache, klare Unterscheidung: Wenn man einen Filmriss hat, hat man eine kurze Phase des Gedächtnisverlusts. Solche Episoden treten in der Regel nach einer durchzechten Nacht auf, weshalb man auch vom "Komasaufen" spricht. Nach Ansicht von Fachleuten entsteht ein Filmriss in der Regel ab einem Blutalkoholgehalt von 0,15%.

Wenn man nach dem Trinken einen Filmriss hat, funktioniert das Gehirn kurzzeitig nicht richtig und kann in dieser Zeit keine Erinnerungen mehr erzeugen. Aber in den meisten Fällen kehren die Erinnerungen durch bestimmte Hinweise und Gedächtnisstützen zurück.

Filmrisse treten auch bei Gehirnerschütterungen und Krampfanfällen auf. Bei letzteren kehren die Erinnerungen in der Regel innerhalb von 30 Minuten oder nach dem postiktalen Zustand der Verwirrung zurück.

Eine Ohnmacht hingegen ist ein Bewusstseinsverlust, der durch einen Blutdruckabfall (Hypotonie) verursacht wird. Da nicht mehr genügend Blut durch das Gehirn gepumpt wird, schaltet der Körper ab.

Bestimmte Erkrankungen wie Epilepsie, innere Blutungen und Herzprobleme wie Herzrhythmusstörungen können eine Ohnmacht verursachen. Sie kann aber auch durch ganz alltägliche Vorfälle wie zu schnelles Aufstehen ausgelöst werden.

Warum wird uns schwindelig?

Warum wird uns von Cannabis schwindelig?

An dieser Stelle werden die Dinge ein wenig komplexer. Obwohl wir die Beziehung zwischen Cannabis und dem Schwindelgefühl nicht vollständig verstehen, sind bestimmte Aktivitäten in unserem Kreislaufsystem daran beteiligt.

Cannabis und Blutdruck

Die alten Hasen unter den Freizeit-Cannabiskonsumenten werden sich an ihre ersten Raucherfahrungen erinnern, bei denen ihnen nach dem Konsum schwach um die Brust wurde. Experten haben einen Zusammenhang zwischen Cannabis und einem Anstieg des Blutdrucks festgestellt, insbesondere bei den ersten Zügen. Auch ein möglicher Anstieg des Pulses ist zu berücksichtigen[1].

Forscher versuchen jedoch herauszufinden, ob Cannabis den Blutdruck womöglich sogar senkt, sobald der Körper eine Toleranz gegenüber THC aufbaut.[2] Eine Studie aus dem Jahr 2018 unterstützt diese Hypothese,[3] indem sie sich auf die potenziell gefäßerweiternde Wirkung von Cannabis beruft. Vereinfacht ausgedrückt, bewirkt es eine Erweiterung der Blutgefäße. Das ist auch der plausible Grund dafür, dass Cannabiskonsumenten nach dem Rauchen rote Augen bekommen. Dies sind jedoch keine endgültigen Schlussfolgerungen und es sind weitere Untersuchungen erforderlich.

Wie häufig sind Ohnmachtsanfälle bei Cannabiskonsum?

Vielleicht hast Du schon viele Geschichten von Leuten gehört, die vom Grasrauchen in Ohnmacht gefallen sind, was einige Alarmglocken schrillen lässt. Die klare Antwort lautet jedoch: Ohnmachtsanfälle treten beim Rauchen oder dem Verzehr von Edibles nicht häufig auf. Darüber hinaus kann der schmale Grat zwischen einer Ohnmacht und überwältigend stoned zu sein dazu führen, dass manche Leute ihre Erfahrung als ersteres bezeichnen, obwohl es in Wirklichkeit letzteres war.

Andere Nebenwirkungen von Cannabis

Neben Ohnmachtsanfällen gibt es jedoch noch andere Nebenwirkungen die Dir bekannt sein sollten, wenn Du Dich zur Einnahme von Cannabis entschließt:

Paranoia

Studien haben den Cannabiskonsum mit Anfällen von Paranoia in Verbindung gebracht. Dies ist eine häufig berichtete Nebenwirkung des Konsums von THC-reichen Sorten.

Psychose

Die Beeinträchtigung durch THC wird auch mit kurzzeitigen Episoden von Psychosen bei Personen in Verbindung gebracht, die eine Prädisposition für diese Erkrankung haben.

Trockener Mund

Diese auch als "Pappmund" bekannte Nebenwirkung tritt häufig auf, wenn der Körper nicht genügend Speichel produziert. Dies ist keine schwere Nebenwirkung, aber dennoch lästig.

Gedächtnislücken

Ein klassisches Kiffer-Klischee, das aber manchmal zutrifft: Gedächtnislücken können für alle, die versuchen, funktional oder produktiv zu bleiben, ärgerlich sein.

Schmerzen in der Brust

Studien[4] zufolge sind Menschen mit Herzbeschwerden anfälliger für diese Nebenwirkung.

Abhängigkeit

Auch wenn das Potenzial dafür eher gering ist, besteht dennoch die Möglichkeit einer Cannabisabhängigkeit, insbesondere bei chronischen Konsumenten.

Wie man Schwindel durch Cannabiskonsum vermeidet

Du gehörst also zu den Unglücklichen, denen nach dem Rauchen schwindelig wird. Keine Sorge, das ist nicht das Ende der Welt. Hier sind einige hilfreiche Tipps, um diese Anfälle kontrollierbarer zu machen.

  • Probiere eine andere Sorte

Wenn Du nach dem Grasrauchen das Gefühl hast, ohnmächtig zu werden, konsumierst Du vermutlich zu viel THC.

Wenn Dir von einer bestimmten Sorte schwindelig wird, ist es Zeit für was Neues. Such Dir Sorten, die weniger stark sind. Und ein Tipp für Profis: Du solltest Dich an Sorten mit ausgeglichenem THC:CBD-Verhältnis halten. Von Cannabidiol ist bekannt, dass es die Wirkung von THC abmildert, was bei Deinen Schwindelanfällen helfen könnte.

  • Iss etwas, bevor Du rauchst

Die Wirkungen von Cannabis variieren von Person zu Person. Für manche Leute fühlt sich ein Zug auf leeren Magen ähnlich wie bei Alkohol viel stärker an.

Um auf der sicheren Seite zu sein, solltest Du vor Deinen Sessions einen Happen essen. Du musst Dir nicht den Bauch mit Essen vollschlagen. Du solltest allerdings genug essen, um die nächsten Stunden keinen Hunger zu haben.

  • Ändere Deine Konsummethode

Menschen wird nach dem Verzehr von Edibles öfter mal schwindelig. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich in Anbetracht der stärkeren und ausgedehnteren Natur des Edible-Highs. Es ist wie auf einer vierstündigen Achterbahnfahrt, die so schnell nicht aufhört.

Wenn Edibles bei Dir Schwindelanfälle auslösen, solltest Du eine andere Konsummethode finden, die besser zu Dir passt. Rauche einen Kopf, zünde Dir einen Joint an oder zieh an der Bong, um zu sehen, was am angenehmsten für Dich ist.

Wenn Du Deinen Edibles allerdings treu bleiben möchtest, solltest Du die Mikrodosierung in Betracht ziehen. Beschränke Deine Einnahme auf 2,5mg THC, um die gewünschten Wirkungen zu erreichen, ohne dass es überwältigend wird.

  • Langsam angehen

Manchmal werden Schwindelanfälle durch diese plötzliche Zufuhr von THC in den Körper verursacht. Dein System ist nicht in der Lage, es sofort zu verarbeiten, was wiederum eine unausgewogene Reaktion hervorruft.

Genau wie bei unseren Ratschlägen für Edibles solltest Du es langsam angehen. Lass Dir Zeit. Wenn Du ein Neuling unter Veteranen bist, musst Du nicht mithalten können. Gehe mit einem Tempo vor, mit dem Du Dich wohlfühlst. Du wirst es Dir später danken.

Wie man Schwindel durch Cannabiskonsum vermeidet
  • Beginne Deine Session im Sitzen

Insbesondere wenn Du es zum ersten Mal mit einer Dir fremden Substanz wie THC zu tun hast, solltest Du so viel Kontrolle wie möglich über die Situation behalten.

In diesem Fall bedeutet das, dass Du Deine Rauch-Session am besten im Sitzen beginnst. Zum einen bist Du viel stabiler, wenn Du Dich bequem auf einen Stuhl hockst. Und falls Dir doch einmal schwindelig wird, verringerst Du das Risiko, umzufallen und Dich zu verletzen.

Cannabis und Schwindel: Solltest Du Dir Sorgen machen?


Ein bisschen Schwindel ist beim Cannabisrauchen durchaus nicht unüblich. Selbst die erfahrensten Freizeitkonsumenten machen diese Anfälle von Zeit zu Zeit durch. Und wie wir bereits erklärt haben, wirkt Cannabis auf jeden Menschen anders, so dass es also darum geht, herauszufinden, was für Dich funktioniert.

Wenn Du unsere oben genannten Tipps befolgst, kannst Du diese Episoden verhindern. Wenn die Fälle jedoch schwerwiegend sind, solltest Du andere mögliche Gesundheitsprobleme in Betracht ziehen.

External Resources:
  1. Cannabis Use and Blood Pressure Levels: United States National Health and Nutrition Examination Survey, 2005–2012 https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  2. Role of the central autonomic nervous system in the hypotension and bradycardia induced by (-)-Δ9-trans-tetrahydrocannabinol https://onlinelibrary.wiley.com
  3. Frontiers | A Systematic Review of the Complex Effects of Cannabinoids on Cerebral and Peripheral Circulation in Animal Models | Physiology https://www.frontiersin.org
  4. Marijuana and heart health: What you need to know - Harvard Health https://www.health.harvard.edu
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