Cannabis anzubauen, bietet viele Nutzen. Sich um die Pflanzen zu kümmern, ruft einen Zustand inneren Friedens hervor, und die Blüten zu rauchen, verschafft echte Befriedigung. Der Anbau von Cannabis geht allerdings auch mit vielen Herausforderungen einher, zu denen auch Schädlingsbefall gehört. Wurzelläuse sind eine der größten Bedrohungen für Cannabispflanzen und können in jeder Anbauumgebung zuschlagen. Diese Schädlinge saugen Nährstoffe aus den Cannabiswurzeln – einem lebenswichtigen Bestandteil der Pflanze, der für die Nährstoff- und Wasseraufnahme benötigt wird. Trotz ihrer geringen Größe und ihres vermeintlich harmlosen Verhaltens können Wurzelläuse reichlich Schaden anrichten und letztendlich den Ertrag reduzieren.

Um es mit Wurzelläusen aufzunehmen, empfehlen wir den Rat des antiken chinesischen Generals Sunzi zu beherzigen, der Strategen bekanntermaßen dazu riet, ihren "Feind zu kennen". Im Folgenden wirst Du alles Wissenswerte über Wurzelläuse erfahren – wie Du ihr Vorhandensein entdeckst, befallene Pflanzen behandelst und einen Befall von vornherein vermeidest.

Was sind Wurzelläuse?

Wenn Du schon einmal Cannabis oder irgendeine andere Pflanze angebaut hast, sind Dir Blattläuse vermutlich nicht fremd. Diese gefräßigen Insekten haben ein ziemliches Verlangen nach dem Saft in Blättern und Stielen von Rosenkohl, Grünkohl und anderem Gemüse. Diese verbreiteten Schädlinge unterscheiden sich jedoch leicht von Wurzelläusen, die unter der Erde lungern und sich von den Wurzeln von Cannabis und anderen essbaren Nutzpflanzen ernähren.

Die Reiswurzellaus (Rhopalosiphum rufiabdominalis) erweist sich für Cannabispflanzen als besonders problematisch. Diese Spezies ist dunkelgrün und hat eine runde Körperform. Sie sieht fast genauso wie die oberirdische Blattlaus aus. Ihre dunklere Farbesowie die kürzeren Beine und Fühler helfen jedoch, sie zu identifizieren.

Wurzelläuse beginnen ihr Leben ohne Flügel und viele von ihnen entwickeln überhaupt keine. Sobald die Population jedoch zu groß wird oder die Pflanze schon zu zerstört ist, entwickeln Mitglieder der Kolonie Flügel, um auf eine neue Wirtspflanze überzusiedeln und dort die Grundlage für eine neue Kolonie zu legen.

Diese Spezies greift häufig Cannabispflanzen an, und in den Vereinigten Staaten erhalten Insektenforscher täglich Anfragen[1] zu diesem Schädling. Doch Wurzelläuse haben es nicht nur auf Cannabis abgesehen. Anzeichen ihres Vorhandenseins könntest Du auch an Deinem Speisekürbis und Deinen Paprikapflanzen entdecken.

Verwechsle sie nicht mit Wurzelmaden, denn diese sind die Larven verschiedener Fliegenspezies. Auch diese ernähren sich von Cannabiswurzeln und können ebenfalls schweren Schaden anrichten.

Wie man den von Wurzelläusen verursachten Schaden erkennt

Jetzt weißt Du, dass diese Läuse gern in der Wurzelzone herumlungern. Doch was genau tun sie dort? Einfach gesagt veranstalten sie ein Festessen! Diese Schädlinge besitzen spezielle Mundwerkzeuge, die ihnen ermöglichen, in Wurzeln einzudringen und den zuckerreichen Saft herauszusaugen.

Wie Dir sicher bewusst ist, sind Pflanzen zum Überleben auf ihre Wurzeln angewiesen, da diese lebenswichtige Nährstoffe und Wasser aufnehmen. Zudem fungieren sie als Schnittstelle zur nützlichen Bodenbiologie. Die Wurzeln von Cannabispflanzen gehen eine Verbindung mit Bakterien- und Pilzspezies ein. Diese Organismen stellen frei verfügbare Nährstoffe bereit, wofür ihnen die Pflanzen im Gegenzug Zucker zur Verfügung stellen. Ein Wurzellausbefall jedoch stört diese wichtige Symbiose.

Es dauert nicht lange, bis Schaden entsteht, denn eine Reiswurzellaus-Population kann sich (unter optimalen Bedingungen) alle 1,6 Tage verdoppeln. Und Wurzelläuse halten sich nicht nur im Boden auf. Sie nutzen ein breites Wirtsspektrum und kommen häufig auf den Wurzeln von Cannabispflanzen vor, die in hydroponischen oder aeroponischen Systemen angebaut werden, sowohl indoor als auch outdoor.

Wie sieht so ein Wurzellausbefall aus? Das erste verräterische Anzeichen sind gelbe Blätter und verlangsamtes Wachstum – Symptome, die nahelegen, dass Deine Pflanzen nicht alle Nährstoffe aus dem Boden bekommen, die sie benötigen. Sobald Du diese Anzeichen entdeckt und daraufhin zunächst kontrolliert hast, dass daran nicht Dein Düngeplan oder Dein pH-Wert schuld sind, solltest Du Dir den Wurzelbereich genauer ansehen.

Lege vorsichtig den oberen Stamm frei, bis ein Teil des Wurzelballens sichtbar wird. Sollten Deine Pflanzen tatsächlich betroffen sein, wirst Du eine weiße und wachsartige Schicht auf den Wurzeln bemerken – ein klassisches Anzeichen für die Präsenz dieser Spezies. Ebenso könntest Du auf erhöhte Ameisenaktivität in der Nähe der Basis Deiner Pflanzen stoßen, da diese sich vom Honigtau ernähren, den die Wurzelläuse ausscheiden.

Aber keine Sorge, falls Du die Anzeichen eines Wurzellausbefalls entdeckst! Finde heraus, wie Du Deine Pflanzen behandelst und den Angriff der Spezies in Zukunft verhinderst.

Wie man den von Wurzelläusen verursachten Schaden erkennt

Wie man einen Wurzellausbefall behandelt

Im Cannabisgarten oder in der Growbox können Wurzelläuse echte Probleme verursachen. Zum Glück gibt es mehrere Methoden, mit denen man den Befall ziemlich gut in den Griff bekommen kann. Falls Du Dich fragst, wie Du Wurzelläuse vernichtest, sieh Dir im Folgenden einige der effektivsten Techniken an.

  • Herkömmliche Pestizide: Sind sie es wert?

Manche Grower greifen umgehend zu einer Flasche mit Pestiziden, um Wurzelläuse zu eliminieren. Schließlich sollen diese Produkte ja Insekten töten. Neonicotinoide wie Imidacloprid greifen das Zentralnervensystem von Insekten an und leisten gute Arbeit bei der Vernichtung der Plage. Fenoxycarb enthaltende Insekten-Wachstumsregler halten Insekten in ihrem Larvenstadium gefangen und verhindern ihre Entwicklung.

Wenn sie auch effektiv sein mögen, sind diese Methoden dennoch alles andere als ökologisch. Diese Chemikalien finden ihren Weg in Dein Endprodukt, schaden dem Leben von Nutzinsekten in Deinem Garten und sickern in die Umgebung ein. Bei Royal Queen Seeds lieben wir den biologischen Ansatz, der dem Grower und der Umwelt nützt. Sieh Dir die folgenden Optionen für umweltfreundliche Alternativen an.

  • Nematoden

Hast Du schon einmal von Nematoden gehört? Diese wurmartigen Insekten helfen, das Nahrungsnetz des Bodens zu bilden. Forscher vermuten, dass es über 25 000 verschiedene Spezies von Nematoden gibt. Während manche von ihnen Pflanzenwurzeln angreifen, jagen und töten andere hingegen im Wurzelbereich aktiv nach Schädlingen. Diese als entomopathogenen Nematoden bekannten mikroskopisch kleinen Verbündeten töten Insekten wie Wurzelläuse, indem sie in die Eingeweide der Larven eindringen. Du kannst diese die Wurzelläuse tötenden Helfer in den meisten Gartencentern und Growshops kaufen.

Nematoden
  • Pilze

Manche Pilze haben ein Verlangen nach Insekten. Die Spezies Beauveria bassiana wächst auf natürliche Weise in den Böden der Welt und verhindert, dass bestimmte Insektenpopulationen außer Kontrolle geraten. Sie nehmen Gliederfüßer wie Blattläuse ins Visier und verursachen die weiße Muscardin-Krankheit. Du kannst einige Gartenprodukte erwerben, die diese Pilze als Wirkstoff enthalten.

Pilze
  • Neemöl

Das bewährte Neemöl dient ebenfalls als Waffe gegen Wurzelläuse. Es enthält das natürliche Pestizid Azadirachtin, das als Antifraßstoff, Abwehrmittel und Insekten-Wachstumsregler wirkt. Wende es gemäß den Produktanweisungen als Wurzelguss an.

Neemöl

Wie man beim Cannabisanbau den durch Wurzelläuse verursachten Schaden verhindert

Von Indoor-Hydrokulturen bis hin zu Gartenbeeten im Freien können Wurzelläuse so ziemlich überall zuschlagen. Auch wenn Behandlungen manchmal wirksam sein können, wenn man es mit einem Befall zu tun hat, gibt es einige Maßnahmen, die Du ergreifen kannst, um diesen Schädling von vornherein abzuwehren.

  • Werkzeuge und Umgebung sauber halten

Sorge dafür, dass Du Deine Gartenausrüstung sowie Deine wiederverwendbaren Behälter sterilisierst und Deine Anbauumgebung rein hältst. Vermeide Kreuzkontamination durch andere Pflanzen, vor allem, falls Du das Problem bei einer Deiner Pflanzen bemerkt haben solltest.

  • Präventivmaßnahmen

Entomopathogene Pilze und Nematoden sind ein großartiges Mittel gegen Wurzellauslarven. Warum führst Du diese Lebensformen nicht einfach in Deine Erde ein, wenn Du denkst, dass Deine Pflanzen bedroht sind? Dies wird für eine mikroskopisch kleine Patrouille sorgen, die dabei helfen könnte, einen Befall abzuwehren.

  • Klebefallen

Gelbe Klebefallen können helfen, frühe Anzeichen eines Wurzellausproblems zu identifizieren. Hänge sie überall in Deinem Garten oder Deiner Growbox auf und überprüfe sie regelmäßig. Falls Du an den Fallen klebende Wurzelläuse entdeckst, wende sobald wie möglich die oben genannten Maßnahmen an, um den Schaden gering zu halten.

  • Ergreife die Initiative

Wachsamkeit ist entscheidend! Überprüfe die Wurzeln Deiner Pflanzen hin und wieder auf Anzeichen von Wurzelläusen. Auf diese Weise könntest Du einen Befall bemerken, bevor er sichtbaren Schaden anrichtet.

External Resources:
  1. Rice Root Aphid: An Insect Surprise on Indoor-Grown Cannabis https://entomologytoday.org
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