By Luke Sumpter

Das alte China war eine hochentwickelte Zivilisation, von der manche behaupten, dass sie bis heute fortbesteht und damit die älteste der Welt ist. Auch die alte chinesische Medizin war eine hoch entwickelte Praxis, die über die letzten Jahrtausende einen ständigen Fluss an Schriften und Forschungen inspirierte.

Auch wenn Cannabis nicht die berühmteste Pflanze oder das meistverwendete Therapeutikum ist, wird es in verschiedenen Texten als eine Pflanze erwähnt, die zur Behandlung einer Reihe von Krankheiten genutzt werden kann. In diesem Artikel schauen wir uns an, wie Cannabis genutzt wurde, und gehen der Frage nach, ob die Menschen in der Lage waren, die psychoaktiven Cannabinoide zu extrahieren und zu nutzen, wegen der die Pflanze heute verehrt und gefürchtet wird.

Identificación y tratamiento de las enfermedades más comunes del cannabis

Die uralte Kunst der chinesischen Medizin

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist eine hochentwickelte, aber uralte medizinische Praxis, die sich auf mindestens 5000 Jahre zurückdatieren lässt. Die TCM nimmt eine ganzheitliche und philosophische Sichtweise auf die Gesundheit ein, die den Körper und das Universum als Einheit betrachtet.

Einige der bekanntesten Behandlungen – zumindest in Europa und den USA – sind Akupunktur, Tai Chi, Ernährungstherapie und Qi Gong, die alle darauf abzielen, Harmonie im Körper und zwischen dem Körper und dem Universum herzustellen.

Ein wesentliches Konzept der TCM ist das des Qi (Chi). Qi ist eine Lebensenergie, die durch Kanäle im Körper fließt. Wenn der Fluss ununterbrochen ist, ist der Mensch gesund, glücklich und in Einklang mit dem Universum. Werden die Kanäle blockiert oder irgendwie gestört, können abhängig von der Lage der Blockaden Probleme auftreten.

Wenn Du Dich jemals gefragt hast, wie Akupunktur funktioniert, ist Qi die Antwort. Die Nadeln werden entlang der Kanäle gesetzt, durch die das Qi fließt, um sie zu entsperren und diese Lebensenergie freizusetzen. Tai Chi ist eine bewegungsbasierte Praxis, die darauf abzielt, das Qi durch den Körperfluss freizusetzen und auszugleichen.

Qi, die Lebenskraft des Universums, existiert in allen Dingen, einschließlich der Natur und damit in Pflanzen und Lebensmitteln. Die TCM geht also davon aus, dass die richtige Ernährung dazu beitragen kann, die Harmonie mit dem Universum zu erhalten.

Obwohl Cannabis (oder "da ma") nicht immer die bekannteste Facette der TCM ist, wird von ihm angenommen, dass es positive Eigenschaften habe.

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Der längst verstorbene Kaiser Sheng Nung (2696–2737 v. u. Z.) erwähnte die Verwendung von Cannabis in der TCM erstmals vor etwa 4800 Jahren.

Aber erst vor etwa 2000 Jahren wurde Cannabis in der "The Divine Farmer’s Materia Medica" aufgezeichnet, einer Art von medizinischer Enzyklopädie, die auch heute noch in Gebrauch ist, in der Arzneimittel und medizinische Praktiken beschrieben werden und.

Im Großen und Ganzen haben die alten Chinesen Cannabis jedoch nicht geraucht, sondern die zerkleinerten Samen, Blätter und Blütenstände in Verbindung mit anderen Lebensmitteln verwendet.

Nachstehend stellen wir einige der Arten vor, wie Cannabis in der alten chinesischen Medizin verwendet wurde.

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Wie wurde Cannabis im alten China verwendet?

Cannabis war im alten China eine weit verbreitete Kulturpflanze, die vor allem als Nahrungsmittel und wegen der Fasern der Hanfpflanze angebaut wurde, die bis vor kurzem für Tausende von Jahren auf der ganzen Welt ein höchst angesehenes wichtiges Material waren.

Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass Cannabis in erster Linie kein Medikament war, und dass seine medizinische Verwendung vielfältig und unklar war (mehr dazu weiter unten).

  • Fasern

Cannabis (oder Hanf) wurde in erster Linie wegen seiner Fasern angebaut. Diese zähen, strähnigen Fasern sind ein unglaublich vielseitiges und starkes Material, aus dem Textilien, Seile, Segel, Papier, Fischernetze und vieles mehr hergestellt werden können.

Der landwirtschaftliche Text "Essential Techniques for the Welfare of the People" (Qi Min Yao Shu) beschreibt die Techniken für den Hanfanbau sehr detailliert und enthält in seiner Monographie sogar eine der ersten schriftlich dokumentierten Anwendungen von Dünger. In demselben Text wird auch die Zweihäusigkeit dieser Pflanzen anerkannt und erklärt, dass das Entfernen der männlichen Pflanzen vor der Blütezeit dazu führen wird, dass weibliche Pflanzen keine Samen produzieren. Gleichwohl schlägt der Text nicht vor, dies zu tun, was darauf hindeutet, dass die damaligen Menschen keine samenlosen weiblichen Cannabispflanzen anbauen wollten – was wiederum erkennen lässt, dass sie nicht auf cannabinoidreiche Blüten aus waren.

  • Nahrungspflanze

Cannabissamen und -wurzeln wurden im alten China als Nahrungsmittel verzehrt. Obwohl es an dieser Stelle schwierig ist, eine klare Unterscheidung zwischen Nahrung und Medizin zu treffen, wurden vielen Nahrungsmitteln ähnlich wie in der indischen Ayurveda-Praxis medizinische und präventive Eigenschaften zugeschrieben.

Die Verwendung von Samen und Wurzeln als Nahrungsmittel kann als natürliche Entwicklung angesehen werden, da große Mengen der Pflanze ohnehin zur Gewinnung von Fasern angebaut wurden und es keinen Sinn gemacht hätte, den Rest zu verschwenden.

Ob es Cannabis als Nahrungsmittel gegeben hätte, wenn es nicht wegen seiner Fasern angebaut worden wäre, ist unklar. Aber da wildes (oder "verwildertes") Cannabis in ganz China weit verbreitet ist, ist es möglich, dass diese Pflanze trotzdem als Nahrungsmittel genutzt wurde.

  • Ganzheitliche Therapien

Es ist umstritten und verwirrend, wie genau Cannabis in der TCM verwendet wurde. Heute werden nur noch die Samen (Achänen) der Pflanze verwendet. Es gibt jedoch Belege, die darauf hindeuten[1], dass dies nicht immer der Fall war.

Die chinesischen Bencao (medizinische Texte) beschreiben die regelmäßige Verwendung von Cannabis, unterscheiden sie sich jedoch hinsichtlich der Art der Verwendung und darin, welche Teile der Pflanzen genutzt werden sollten. Außerdem ist nicht ganz klar, ob die Pflanzen überhaupt nennenswerte Mengen an Cannabinoiden enthielten und ob sie in einer Art und Weise verarbeitet und konsumiert wurden, die sie bioverfügbar gemacht hätten.

Es gibt Hinweise darauf, dass im alten China vor allem Faserhanf angebaut wurde, und dass die alten Chinesen zwischen dieser Art von Hanf und Hanf mit psychoaktiven Eigenschaften unterschieden. Es scheint jedoch, dass der Gebrauch von psychoaktivem Cannabis nur sporadisch stattfand und kaum verstanden wurde.

Zum Beispiel unterscheiden sich die Texte darin, wie sie verschiedene Teile der Pflanze benennen, was andeutet, dass die Praktiker ein unterschiedliches Verständnis von der Pflanze hatten, und dass, selbst wenn einige wussten, wie man die psychoaktiven Verbindungen aus der Pflanze extrahiert, dies nicht allgemein bekannt war.

Es gibt nur wenige Hinweise auf die Blüten (die die Cannabinoide enthalten) der Pflanze und keine Belege in den Texten, dass diese jemals so zubereitet wurden, dass die Cannabinoide bioverfügbar wurden. Gleichwohl lassen bestimmte vorgeschriebene Verwendungen der Pflanze durchblicken, dass zumindest einige von ihnen die psychoaktiven Wirkungen extrahierten. Diese Anwendungen werden in dem folgenden Abschnitt beschrieben.

Zunächst ist es jedoch wichtig zu wissen, dass es sich dabei um Anwendungen handelt, die wir heute mit den Wirkungen von CBD und THC in Verbindung bringen würden. Kurz gesagt ist unklar, wie genau Cannabis in der alten chinesischen Medizin verwendet wurde. Obwohl es wahrscheinlich ist, dass einige Menschen die Wirkungen der Pflanze als Droge erlebten, war dies wahrscheinlich keine gängig Praxis.

Außerdem wurden die Erwähnungen der Blüte der Pflanze im Laufe der Zeit immer seltener, bis sich die medizinischen Texten hauptsächlich auf die Samen bezogen (die keine psychoaktiven Substanzen enthalten).

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Cannabis in der chinesischen Medizin

Wie bereits erwähnt, wird Cannabis in verschiedenen Texten als geeignetes Mittel zur Behandlung einer Reihe von Krankheiten und Störungen erwähnt, in deren Kontext es heute erforscht wird.

  • Cannabis und affektive Störungen

Im 7. Jahrhundert n. u. Z. schrieb Sun Simiao, dass Cannabis zur Behandlung von "Windentzug" verwendet werden kann. Der Windentzug wurde charakterisiert durch Depression und ein übermäßiges Verlangen allein zu sein.

Viel spätere Texte, die erst im 20. Jahrhundert entstanden sind, weisen auf eine ähnliche Verwendung von Cannabis hin, und zwar als mögliche Behandlung von Unruhe, Hysterie und Schlaflosigkeit. Zu diesen Texten gehören Li Chenghs Pharmakognosie und Yang Huatings illustrierte Analyse von Arzneimitteln.

  • Cannabis und körperliches Unbehagen

Es gibt mindestens drei Hinweise auf die Verwendung von Cannabis zur Behandlung von Schmerzen.

Einer stammt von Tao Hongjing, ein anderer von Su Song und ein weiterer von Sun Simiao. Interessanterweise wird in diesen Berichten die Einnahme von Samen zur Schmerzlinderung erwähnt, oder im Fall von Su Song die Einnahme von Samen zusammen mit Wein, um die Schmerzen von Knochenfrakturen zu behandeln.

Dies wirft eine interessante Frage auf: Warum wurde von Cannabis angenommen, dass es eine schmerzlindernde Wirkung habe, aber die Samen verschrieben?

War es reiner Zufall, dass Teile der Cannabispflanze für diese Zwecke vorgeschlagen wurden, oder waren ihre psychoaktiven Wirkungen zwar bekannt, aber nicht gut genug verstanden, um die richtigen Teile der Pflanze zu verschreiben?

  • Cannabis und Anästhesie

In der TCM gibt es einige Hinweise auf die Verwendung von Cannabis als Betäubungsmittel. Der erste stammt aus dem 3. Jahrhundert n. u. Z. und stammt von Hua Tuo. Faszinierenderweise behauptete er, ein Narkosemittel für chirurgische Eingriffe entwickelt zu haben und war seiner Zeit damit weit voraus. Leider sind die Techniken und das Rezept mit seinem Tod verlorengegangen.

Ein anderer Autor, Bian Que, schrieb darüber, dass eine Kombination aus Cannabis und anderen Kräutern die Patienten in einen ruhigen Zustand versetzte, in dem sie keine Schmerzen mehr verspürten, so dass die Chirurgen operieren konnten. Wie effektiv das war, bleibt ein Rätsel.

Modernes Cannabis: Chinesische Medizin vs. westliche Medizin

Wie Du siehst, hat die Verwendung von Cannabis als Medizin in der alten chinesischen Medizin eine sehr lange Geschichte. Von der modernen medizinischen Praxis kann man dies nicht behaupten, denn dort ist Cannabis erst in den letzten Jahrzehnten ernsthaft relevant geworden, also mit mehreren Jahrtausenden Verspätung!

Bis jetzt ist noch unklar, wie Cannabis in der TCM verwendet wurde, da moderne Interpretationen nur die Samen nutzen. Waren die alten Chinesen etwas auf der Spur und haben sich die Wirkungen von THC und CBD zunutze gemacht oder haben sie aus Versehen die falschen Teile der richtigen Pflanze verwendet?

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Dieser Inhalt ist nur für Bildungszwecke gedacht. Die bereitgestellten Informationen stammen aus Forschungsarbeiten, die aus externen Quellen zusammengetragen wurden.

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