"Cannabis Social Clubs" tauchen überall in Spanien auf, also dachten wir, dass eine nähere Betrachtung der Klubs und wie sie arbeiten nicht schaden kann.

Beim Thema "Cannabis in Europa" ist die erste Assoziation, die einem in Kopf kommt, Amsterdam. Dabei wird vergessen, dass es noch eine neue Cannabis-Hochburg in Barcelona, Spanien, gibt, die in den vergangenen 6 Jahren ein drastisches Wachstum erlebt hat. Die Anzahl der sogenannten "Cannabis Social Clubs" ist von 40 im Jahr 2010 auf mehr als 700 im Jahr 2016 angestiegen. Im Gegensatz zu den "Coffee Shops" in Amsterdam darf in den "Social Clubs" nicht jeder eintreten. Denn diese Klubs sind nur für Mitglieder, die sich mit ihrem Handeln durch eine Grauzone bewegen.

Angeführt wurde diese neue Cannabis-Revolution von dem Norden Spaniens, insbesondere von Barcelona.

WIE "CANNABIS CLUBS" FUNKTIONIEREN

Die "Social Clubs" arbeiten genau wie andere Klubs als private Organisationen, also nicht öffentlich, wie die niederländischen "Coffee Shops". Um Mitglied zu werden, muss man in Spanien leben und über 18 Jahre alt sein. Mitglieder sind dann fähig andere zu werben. Von den meisten Klubs wird das Cannabis selbst angebaut und seine Mitglieder entscheiden was und wie angebaut wird. Jeder hat etwas dazu zu sagen, wie der Klub geführt werden soll. Das ermöglicht den Mitgliedern, Qualität, ihre Sorte der Wahl und ihren Seelenfrieden. Die Mitglieder bezahlen eine Betriebsgebühr und erhalten dafür eine bestimmte Menge Gratis-Cannabis, da es auf anderem Wege illegal wäre.

DER AUFSTIEG DES KLUBTOURISMUS

Diese europäische Cannabis-Revolution kommt wie gerufen in einer Zeit wo die Gesetze in Gebieten wie Amsterdam schärfer gemacht werden und Besitzer von Coffee Shops immer mehr unter Beobachtung stehen. Die Szene in Barcelona scheint allerdings durchgehend entspannt zu sein.

Manche Klubs in Barcelona haben auch angefangen Ausländer aufzunehmen und haben bereits 10.000 Mitglieder oder mehr. Natürlich machen gerade die Klubs, die auch Touristen annehmen, sehr großen Profit und bringen gleichzeitig ein großes Umdenken in Sachen Cannabis in Europa voran, ähnlich wie es in den USA momentan der Fall ist. Denn europäische Politiker fangen wirklich an umzudenken und langsam ihre Haltungen und Ideen bezüglich Cannabis zu verändern, angeführt von Spanien. Beispielsweise schlägt Ada Colau, die erste weibliche Bürgermeisterin Barcelonas, eine Regulierung vor, um die "Cannabis Clubs" offen zu halten und Ausnahmen zu eröffnen für Klubs, die geschlossen werden sollen.

Cannabis Social Clubs in Spanien

Da die Klubs immer populärer geworden sind, sieht man nun immer mehr Klubs auch außerhalb Spaniens aufploppen. Das "neue Amsterdam" lockt sehr viele Touristen an. Außerdem kann man bei einigen Klubs bereits schon online beitreten!

Der durch die entspannte Haltung aufkommende Tourismus zieht immer mehr Aufmerksamkeit der Behörden auf sich. In Spanien ist Cannabis immer noch illegal und deshalb setzen sich die eher Konservativen für ein Gesetz ein, dass das Eröffnen neuer Klubs unterdrückt und gleichzeitig große Klubs daran zu hindern sich in so etwas wie einen Markt zu entwickeln. Die Regierung versucht Spaniens "Cannabis Clubs" zu kontrollieren, obwohl die breite Masse der Bevölkerung stark positiv gegenüber den Klubs eingestellt ist. Um dafür zu sorgen, dass die "Social Clubs" sich nicht schließen, bilden diese untereinander Allianzen. Allein Barcelona beherbergt mehr als 165.000 Mitglieder.

Die Zukunft der "Cannabis Social Clubs" ist abhängig von Menschen in den betreffenden Regionen und ihrer Fähigkeit gemeinsam für etwas einstehen zu können. Die momentane Lage sieht zum Glück gut aus. Also lasst uns hoffen, dass die Bewegung noch mehr Aufwind bekommt und die Welt endlich sehen kann, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit Cannabis mehr als nur möglich ist.

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