Stereotype Vorurteile über die Cannabiskultur konzentrierten sich lange Zeit auf die Figur des männlichen "Stoners". Frauen traten in der populären Vorstellung, wenn es um Weed-Krieger ging, in den Hintergrund. Das war allerdings früher – heute verhält es sich ganz anders. Angesichts des Booms der Cannabisbranche ist es an der Zeit, die hochqualifizierten Frauen anzuerkennen, die an der Spitze der Bewegung standen und stehen. Obwohl es viele würdige Marihuana-Expertinnen gibt, haben wir uns entschieden, diese 8 Hauptakteurinnen herauszustellen.

Ob es sich um Ann Lee handelt, eine Republikanerin aus Texas, die den War on Drugs bekämpft; Dr. Suzanne Sisley, eine Pionierin des medizinischen Cannabis, die Barrieren niederreißt, welche Patienten den Zugang zu Weed versperren, oder Fernanda de la Figuera, die rebellische Weed-Oma, die mit der spanischen Regierung in direkte Konfrontation geht – Frauen sind führend in allen Aspekten der Cannabisbranche. Sie sind hochqualifizierte Aktivistinnen, Wissenschaftlerinnen, Anwältinnen und hochrangige Führungskräfte. Sie kommen aus unterschiedlichen Hintergründen und vertreten diverse politische Überzeugungen, sind sich jedoch in zwei Punkten einig: Cannabis sollte legal sein und es gibt noch jede Menge zu tun.


Hier sind 8 der derzeit einflussreichsten Frauen in der Cannabisbranche.

Ann Lee

Ann Lee ist eine amerikanische Cannabisaktivistin mit einem unerwarteten Profil. Als lebenslange Republikanerin glaubte sie der Propaganda, Marihuana sei eine gefährliche Einstiegsdroge. Schnitt: Heutzutage ist Ann eine krasse Frau in ihren Achtzigern, Verfechterin der Legalisierung von Cannabis und Gründerin von RAMP ("Republikaner gegen das Marihuana-Verbot")! Was ist da passiert?

Als Ann sechzig Jahre alt war, hatte ihr Sohn Richard einen Unfall. Er war teilweise gelähmt und litt unter starken Nervenschmerzen. Richard fand Studien, die darauf hindeuten, dass Cannabis seine Schmerzen lindern könnte, und schickte Ann auf ihren Weg zum Damaskuserlebnis.

Ann wurde Aktivistin und begann, für die Legalisierung von Cannabis zu kämpfen. Als sie 2012 in einem Forum zu diesem Thema sprach, stellte sie fest, dass andere Forenteilnehmer ebenfalls Republikaner waren. Gemeinsam gründeten sie RAMP. Ann geht auf die Neunzig zu, kämpft aber immer noch für die gute Sache. Ihre Botschaft? Der War on Drugs ist rassistisch und das Cannabisverbot steht im Widerspruch zu den republikanischen Werten der Freiheit und individuellen Selbstbestimmung.

Ann Lee

Amy Margolis

Amy Margolis ist Anwältin und Cannabisbefürworterin. Sie gründete die Oregon Cannabis Association, die größte Interessenvertretung innerhalb des Bundesstaates. In jüngerer Zeit gründete sie ebenfalls The Initiative: einen Accelerator, der von Frauen gegründeten Cannabisunternehmen zum Erfolg verhilft. The Initiative bietet Mentoring, Bildung, Hilfe bei der Suche nach Finanzmitteln und ein riesiges Netzwerk von Frauen, die Frauen helfen. Vor ihrer Geschäftstätigkeit arbeitete Amy jahrelang als Anwältin und kämpfte für die Rechte der Cannabiskonsumenten.

Als Cannabis in Oregon legalisiert wurde, erkannte Amy, dass es für sie noch mehr zu tun gab. Die Kriminalisierung in der Vergangenheit hat nach wie vor starke Auswirkungen auf das Leben vieler Menschen. Amy hat landesweit Workshops abgehalten, in denen untersucht wurde, wie Anwohner Marihuana-Anklagen aus ihren Führungszeugnissen streichen lassen können. Als politisches Kraftpaket sagt sie häufig gegenüber Regierungsstellen zu Themen rund um Cannabis, Reform der Strafzumessung und Gleichstellung der Geschlechter aus.

Amy Margolis

Wanda James

Schwarze Communities in den USA wurden durch den War on Drugs schwer kriminalisiert und tragen häufig die Hauptlast staatlicher Razzien gegen Cannabis. Damit, dass Cannabis mittlerweile in bestimmten Bundesstaaten legal ist, sind rassistische Ungleichheiten noch nicht verschwunden. Die legale Cannabisbranche in den USA befindet sich nach wie vor überwiegend in der Hand von Weißen[1].

Wanda James kämpft darum, das zu ändern. Als Veteranin und ehemalige Fortune-100-Führungskraft war Wanda die erste schwarze Frau in den USA, die eine legale Cannabis-Ausgabestelle besaß. Gemeinsam mit ihrem Ehemann betreibt sie die Simply Pure Dispensary in Denver, Colorado. Beide waren auch die ersten Afroamerikaner, die eine legale Cannabisanbauanlage und Edibles-Firma gründeten. Wanda lässt sich nicht aufhalten und kämpft weiterhin für Rassengerechtigkeit an der Spitze der Cannabisbranche.

Wanda James

Allison Margolin

Cannabis liegt Allison Margolin im Blut (aber nicht so, wie Du denkst!). Aber die Gesetze ebenso. Sie wurde Ende der 1970er Jahre als Tochter zweier Strafverteidiger geboren. Zu dieser Zeit war ihr Vater Direktor von NORML (Nationale Organisation zur Reform der Marihuana-Gesetze) – einer der wegweisenden Gruppierungen, die für die Entkriminalisierung von Cannabis in den USA einstehen. Allison hat sich schon gegen die Kriminalisierung von Drogen ausgesprochen, als sie noch zu jung war, um den Führerschein zu machen.

Heute ist sie Absolventin der Harvard Law School und eine der ersten Anwältinnen, die sich auf Cannabisrecht spezialisiert hat. Ihre Kanzlei Margolin & Lawrence praktiziert eine Kombination aus Wirtschaftsrecht und rechtlichen Aspekten hinsichtlich der Regulierung von medizinischem Marihuana sowie Strafverteidigung auf Bundes- und Länderebene. Allison Margolins Buch "Just Dope" umfasst persönliche Erinnerungen und beschreibt die politische Geschichte des War on Drugs. Es wird 2022 herauskommen.

Allison Margolin

Dr. Sue Sisley

Dr. Suzanne Sisley ist Psychiaterin und führend auf dem Gebiet der Cannabiswissenschaft. Sie ist bekannt für ihre bahnbrechende Forschung zu medizinischen Anwendungen von Cannabis, die dessen Potenzial zur Behandlung von PTBS untersucht.

Sue weiß, wie wichtig Barrierefreiheit ist, da ihr eigenes Sehvermögen seit ihrer Geburt durch eine Augenerkrankung beeinträchtigt ist. Seit 2009 betreibt sie eine Vollzeit-Telemedizinpraxis, in der modernste Technologien wie digitale Stethoskope zur Behandlung von Patienten in ländlichen und unterversorgten Gebieten eingesetzt werden. Ebenso unterrichtet sie andere Ärzte über die Nutzen von Cannabis und arbeitet daran, Fehlinformationen entgegenzuwirken sowie die Stigmatisierung abzubauen.

Seit über einem Jahrzehnt kämpft Dr. Sisley darum, Cannabisblüten durch den Arzneimittelentwicklungsprozess der FDA zu bringen. Im Moment können viele Patienten die Kosten einer medizinische Cannabisbehandlung nicht tragen. Sollte Dr. Sisley erfolgreich sein, müssen Versicherungsunternehmen in den USA Cannabis wie jedes andere Arzneimittel erstatten.

Dr. Sue Sisley

Jessica Billingsly

Jessica Billingsley fungiert als Chief Executive Officer von Akerna, das eine hochmoderne Unternehmenssoftware für die Cannabisbranche vertreibt. Aus diesem Grund ist Jessica sowohl im Technologie- als auch im Cannabisbereich Geschäftsführerin. Ihre Software war eine der ersten, die eine umfassende Pflanzenanalyse und -verfolgung vom Saatgut bis zum Verkauf anbot. Dies umfasste das Schließen von Informationslücken bei der Verfolgung der Lieferkette, einschließlich Daten über das Erbgut der Pflanzen.

Im Jahr 2015 wurde Jessica von Fortune als eine der vielversprechendsten Unternehmerinnen gewürdigt. Im Juni 2019 wurde Akerna als erstes Cannabis-Software-Unternehmen an der Nasdaq gelistet – mit Jessica am Ruder.

Jessica Billingsly

Cindy Capobianco

Im Jahr 2019 schmiss Kim Kardashian eine Babyparty zum Thema CBD. Egal, ob Du Dich für die Kardashians interessierst oder nicht – es war ein besonderer Moment im kulturellen Zeitgeist. Die Veranstaltung legte Zeugnis vom ungezügelten Erfolg ab, den der Einstieg von CBD in den Mainstream darstellt.

Cindy Capobianco war eine der ersten, die von der Begeisterung profitierte und das High-End-Potenzial von CBD erkannte. Zusammen mit Mitbegründer Robert Rosenheck leitet sie Lord Jones, eine Luxusmarke, die für prunkvolle mit CBD angereicherte Hautpflegeprodukte und Gourmet-Edibles bekannt ist. Seinen Sitz hat Lord Jones passenderweise in Los Angeles. Die Marke passt perfekt zu einem bestimmten kalifornischen Lebensstil und kombiniert Chill-Vibes und Westküsten-Wellness mit moderner Opulenz. Cindy Capobiance hat den Luxus-CBD-Markt, wie wir ihn heute kennen, mitgeprägt, und wir können es kaum erwarten, zu sehen, was sie als Nächstes unternehmen wird.

Cindy Capobianco

Fernanda de la Figuera

Um diese Liste abzuschließen, haben wir eine weitere legendäre betagte Dame ausgewählt. Fernanda de la Figuera, bekannt als Spaniens "Weed-Oma", ist eine Veteranin der Legalisierungsbewegung. In Spanien ist Gras für kommerzielle Zwecke illegal, wurde jedoch, was persönlichen Anbau und Nutzung angeht, entkriminalisiert. Häufig gründen Selbstanbauer dort Cannabisclubs. Sie schließen Kollektivverträge für den gemeinsamen Konsum und verbreiten das Weed nur innerhalb ihres Kreises.

Fernandas Cannabisclub "Marias x Maria" wurde gegründet, um Frauen, die medizinisches Cannabis konsumieren, einen sicheren Zugang dazu zu ermöglichen. Spaniens Weed-Oma wurde für ihre ehrenwerten Absichten wegen Schwarzhandels angeklagt und zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Die Absurdität der Anklage und die Verfolgung einer alten Frau zeigen, welch weiten Weg Spanien im Bereich seiner Cannabisgesetzgebung noch vor sich hat. Doch diese taffe Frau lässt sich nicht kleinkriegen, und Fernanda plant, beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Berufung einzulegen. Viel Glück, Fernanda!

Fernanda de la Figuera

External Resources:
  1. How Big Weed Shut Out People of Color and Became a Rich White Business https://www.insider.com
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