Bevor wir uns mit den potentiellen Wechselwirkungen von Cannabis und Pharmazeutika befassen, sollten wir zuerst verstehen, was in Cannabis enthalten ist. Jede Marihuana-Sorte enthält Hunderte von Verbindungen, von denen viele medizinisch nützlich sind. Die wichtigsten und reichlich vorhandenen medizinischen Inhaltsstoffe in Cannabis sind Verbindungen, die Cannabinoide genannt werden, wobei THC und CBD die am häufigsten vorkommenden Bestandteile sind. Ob psychoaktiv oder nicht, Marihuana gibt es in vielen verschiedenen Varianten, deshalb müssen Ursache und Wirkung sorgfältig überwacht werden.

WIRKUNGEN VON MARIHUANA AUF DIE PSYCHISCHE GESUNDHEIT

Für die meisten Patienten ist Marihuana relativ sicher und kann dazu führen, dass man sich entspannter, weniger gestresst und natürlich auch glücklicher fühlt. Seine Verwendung kann jedoch auch zu einer Reihe von Nebenwirkungen auf die psychische Gesundheit führen. Manche Menschen sind empfindlicher als andere, was negative Wirkungen aufgrund hoher Dosierungen von Marihuana betrifft. Insbesondere Menschen mit einer persönlichen oder familiären Vorgeschichte von psychischen Erkrankungen. Es gibt einige Fälle, in denen Cannabis die Potenz oder Wirksamkeit anderer Medikamente verringern kann. Zum Beispiel kann man sich beim Konsum von Cannabis in Kombination mit einem Beruhigungsmittel übermäßig sediert fühlen.

Ärzte verschreiben Medikamente bei verschiedenen psychischen Probleme, um die unangenehmen Symptome zu lindern, die ein Patient erleben kann. Wenn man die Verwendung von Marihuana fortsetzt, während man verschreibungspflichtige Medikamente einnimmt, kann eine unvorhersehbare Reaktion hervorgerufen werden und/oder der Zustand des Patienten kann sich verschlechtern. Das kann es auch dem verschreibenden Arzt erschweren, eine richtige Diagnose zu stellen. Wenn man weiß, welche Arzneimittel man nicht in Kombination mit Cannabis einnehmen sollte, ermöglicht dies eine sicherere und angenehmere Erfahrung. Im Folgenden findest Du die Medikamente, die am häufigsten mit Marihuana kombiniert werden.

Marihuana Und Verschreibungspflichtige Psychische Gesundheit Medikamente Interaktion

WECHSELWIRKUNGEN VON CANNABIS UND ANTIDEPRESSIVA

Überraschenderweise wurden trotz jahrelanger Forschungsarbeit über den Konsum von Cannabis und psychischen Störungen nur wenige Studien veröffentlicht, die genau untersuchen, wie Cannabis mit Antidepressiva interagiert. Dennoch ist es heutzutage wahrscheinlich, dass neuere Antidepressiva ein niedriges bis moderates Risiko für Wechselwirkungen aufweisen, während ältere Antidepressiva ein viel höheres Risiko bergen. Diejenigen, die an Depressionen leiden, bekommen normalerweise Antidepressiva verschrieben, die zu einer von vier Hauptgruppen gehören.

Trizyklische Antidepressiva:
  • Nortriptylin
  • Anafranil
  • Tryptanol
  • Imipramin
  • Dosulepin
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer:
  • Sertralin
  • Paroxetin
  • Citalopram
  • Fluoxetin
  • Fluvoxamin
Monoaminooxidase-Hemmer:
  • Aurorix
  • Phenelzin
Neuere Antidepressive:
  • Mirtazapin
  • Venlafaxin
  • Edronax

Es gab wenige Forschungen über die Auswirkungen der Verwendung von Marihuana bei gleichzeitiger Verwendung von verschiedenen Antidepressiva, es gab jedoch Berichte über zahlreiche Wechselwirkungen. Die Symptome umfassen:

  • Schnelle Herzfrequenz
  • Schwindel
  • Angstzustände
  • Panik
  • Schläfrigkeit
  • Übelkeit
  • Geistige Verwirrung
  • Kopfschmerzen
  • Muskelzuckungen
  • Magen-Darm-Beschwerden

Marihuana zu konsumieren, während man Antidepressiva einnimmt, kann potenziell gefährlich sein, da es einige oder alle dieser Nebenwirkungen verstärken und den Zustand eines Patienten somit noch verschlimmern kann. Es verhält sich auch mit Beruhigungsmitteln ähnlich. Alkohol oder Medikamente wie Lorazepam, Diazepam und andere Beruhigungsmittel haben eine sedierende Wirkung, da sie mit den Neurotransmittern im zentralen Nervensystem interagieren. Das Problem hierbei ist, dass Cannabis je nach Cannabinoidgehalt auch sedativ wirken kann. Wenn man Cannabis mit Beruhigungsmitteln mischt, kann eine Schwächung des Zentralnervensystems hervorgerufen werden. Es wurde darauf hingewiesen, dass Cannabiskonsumenten vorsichtig sein sollten, wenn sie Beruhigungsmittel einnehmen, da die Kombination einige Risiken birgt.

WECHSELWIRKUNGEN VON CANNABIS UND ANTIPSYCHOTIKA

Antipsychotische Medikamente wirken als Beruhigungsmittel und sind am wirksamsten bei der Behandlung von Menschen mit psychotischen Episoden, Halluzinationen und Wahnvorstellungen, die mit Schizophrenie und anderen psychotischen Störungen verbunden sind. Einige gebräuchliche Antipsychotika, die verwendet werden, sind:

  • Zyprexa
  • Seroquel
  • Abilify
  • Ziprasidon

Cannabidiol hat viele therapeutische Eigenschaften als sichere und nicht süchtig machende Verbindung in Cannabis, jedoch können seine Wechselwirkungen in einigen Fällen problematisch sein. Wenn man es konsumiert, ist es entscheidend, wie Cannabidiol mit dem Enzym Cytochrom P450 interagiert. Im Grunde deaktivieren sie sich gegenseitig. Bei ausreichenden Dosen kann der Konsum von Cannabidiol in Kombination mit bestimmten Antipsychotika einen Wirkstoff verstärken und zu stärkeren oder potentiell schwerwiegenden Nebenwirkungen führen.

Marihuana verändert den Stoffwechsel bei der Wechselwirkung mit Medikamenten, die durch Cytochrom P450-Enzyme in der Leber abgebaut werden. Diese Enzyme kommen in bestimmten Arten von Antipsychotika vor, die potenziell toxische Verbindungen im Körper metabolisieren. Sobald Cannabidiol mit diesen Enzymen interagiert, verhindert es leider den sachgemäßen Abbau dieser Medikamente. Aus diesem Grund können Menschen mit Schizophrenie schwere Depressionen erleiden, die möglicherweise behandelt werden müssen. Nutzer sollten auf folgende Symptome achten:

  • Übermäßige Sedierung
  • Langsame motorische Fähigkeiten
  • Verminderte kognitive Funktionen
  • Verwirrung
  • Eingeschränktes Fahrvermögen

Cannabis-interaktion Mit Psychischen Erkrankungen

WAS DU TUN KANNST

Marihuana zu konsumieren, während man bestimmte Medikamente einnimmt, kann Nebenwirkungen mit sich bringen, wodurch Symptome schwerwiegender und dauerhafter werden können. Vergiss nicht, dass Medikamente verschrieben werden, damit sich Menschen besser fühlen. Es wurde durch Forschungen nahegelegt, dass diejenigen, die sich beraten lassen, eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, ihren Marihuanakonsum während der Einnahme von Medikamenten aufzugeben oder zu verringern. Wenn Du regelmäßig Marihuana konsumierst und auch verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen musst oder jemanden kennst, der dies tut, können folgende Dinge helfen:

  1. Sei ehrlich mit Deinem Arzt: Bevor sie/er Dir ein Medikament verschreibt, mache sie/ihn auf Deinen Marihuanakonsum aufmerksam. Berichte wie oft und wie viel Du konsumierst.
  2. Zeit ist wichtig: Gib Deinen Medikamenten eine Chance, ihre Wirkung zu entfalten. Dies kann bis zu sechs Wochen oder noch länger dauern.
  3. Höre auf Deinen Körper: Falls Du wirklich ernsthafte Komplikationen erfährst, wenn Du verschreibungspflichtige Medikamente mit Marihuana kombiniert konsumierst, wende Dich an Deinen Arzt, um herauszufinden, was die beste Lösung für Dich ist.

JEDER MENSCH IST ANDERS

Auch wenn der Verzicht auf Cannabis über einen längeren Zeitraum für einige unvorstellbar erscheint, muss Cannabis möglicherweise (zumindest vorübergehend) aufgegeben werden, wenn es in Verbindung mit einem anderen Medikament gefährliche Gesundheitsrisiken birgt. Cannabis selbst wird jedoch von jedem Nutzer unterschiedlich erlebt. Folglich führt die Kombination mit anderen Medikamenten höchstwahrscheinlich zu individuell unterschiedlichen Reaktionen, die die aktuelle Forschung noch nicht genau abschätzen kann.

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