Die "Reefer Madness"-Ära der 1930er Jahren ist wahrscheinlich die dunkelste Zeit der Cannabis-Geschichte. In diesen Jahren wurde unter der breiten Öffentlichkeit Propaganda gegen Marihuana-Gebrauch verbreitet. Dabei wurde argumentiert, dass der Konsum von Gras zu psychischen Problemen wie Schizophrenie führt.

Mit dem Zugang zu Forschung und immer mehr Menschen, die über die Realität des Cannabiskonsums bescheid wissen, löst sich das Reefer-Madness-Stigma langsam in der Popkultur auf. Aber es bleibt eine Verbindung zwischen Cannabis und Schizophrenie. In diesem Artikel wollen wir diese erforschen.

WAS GENAU IST SCHIZOPHRENIE?

Die verbreitete Vorstellung von Schizophrenie ist, dass es sich um eine Störung ist, bei der eine "gespaltene Persönlichkeit" (dissoziative Identitätsstörung) vorliegt. Wenn man dieses Wort hört, denken wahrscheinlich viele an den Film "Ich, beide & sie" mit Jim Carrey aus dem Jahr 2000.

In Wirklichkeit unterscheidet sich Schizophrenie von einer dissoziativen Identitätsstörung, da die Betroffenen von Schizophrenie nicht so anfällig für gewalttätiges Verhalten sind, wie jene mit einer dissoziativen Identitätsstörung. Wie von Leaf Science definiert, ist Schizophrenie eine chronische Erkrankung des Gehirns, die sich meist durch Wahnvorstellungen und Halluzinationen auszeichnet. Wer von dieser Störung betroffen ist, erlebt häufig Paranoia und hört Stimmen in seinem Kopf. Im schlimmsten Fall verlieren manche Menschen die Fähigkeit zu sprechen und sich zu bewegen.

Bei Schizophrenie geht man davon aus, dass sie sowohl genetisch als auch durch Umweltfaktoren bedingt ist. Auch wenn es einige Möglichkeiten gibt Schizophrenie mithilfe von Medikamenten zu behandeln, haben Mediziner bisher keine Heilung für Schizophrenie gefunden.

Schizophrenie Cannabis

DIE VERBINDUNG ZWISCHEN CANNABIS UND SCHIZOPHRENIE

Wenn Du nach Antworten suchst, ob Cannabis Schizophrenie auslöst oder die Symptome verstärkt, wirst Du unterschiedliche Ergebnisse finden. Laut einer Studie gibt es Schizophrenie-Patienten, die durch die Nutzung von Cannabis Besserung erfahren haben. Insbesondere hatten jene Patienten, die Erfahrungen mit Gras hatten, eine bessere kognitive Funktion, als ihre Zeitgenossen, die keine Erfahrungen hatten.

Eine andere Studie ergab jedoch, dass Menschen mit Schizophrenie nach dem Gebrauch von Marihuana schlimmere Erfahrungen mit Psychosen gemacht haben. Aber wie von Dr. Matthew Hill von der University of Calgary erklärt, hat sich der Cannabiskonsum seit den 1960er und 1970er Jahren immer mehr verbreitet, doch das Auftreten von Schizophrenie bleibt gleich, was es schwierig macht, den Zusammenhang zu definieren und festzunageln.

KANN MAN MIT CANNABIS TATSÄCHLICH SCHIZOPHRENIE BEHANDELN?

In der fortlaufenden Erforschung von Cannabis als Medizin gab es auch Ergebnisse, die Cannabis mit einer möglichen Behandlung für Schizophrenie in Verbindung bringen. Aber hier ziehen wir eine klare Linie zwischen den beiden Hauptcannabinoiden in dem Kraut: CBD und THC.

THC ist die psychoaktive Hauptkomponente von Marihuana, die die Symptome von Psychosen bei Schizophrenie-Patienten verständlicherweise verschlimmern kann. CBD ist die nicht-psychoaktive Komponente, die von Patienten genutzt wird, um andere Krankheiten wie Schlafstörungen, Angststörungen, sowie Schmerzen und Entzündungen zu behandeln.

Laut einer Studie, die von der Australierin Dr. Katrina Green der University of Wollongong durchgeführt wurde, konnte durch CBD zwar keine Verbesserung der Lernfähigkeit und des Gedächtnisses bei gesunden Gehirnen festgestellt werden. Aber bei Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung konnten Verbesserungen festgestellt werden. Dazu gehörten Krankheiten wie Alzheimer und Schizophrenie. Dr. Green wies auch darauf hin, dass CBD neuroprotektiv ist und Beeinträchtigungen durch den Konsum von THC reduzieren kann.

Menschen, die an Krankheiten wie Schizophrenie leiden, müssen schon mit einem komplizierten Leben zurechtkommen. Natürlicherweise werden solche Patienten von der Möglichkeit angezogen, Cannabis als Medizin zu verwenden. Will man dies tun, sollte man natürlich darauf achten, dass die Wirkung wissenschaftlich belegt und von medizinischen Fachleuten abgesegnet wurde.

Was Cannabis selbst angeht, handelt es sich in der Tat um ein wunderbares Mittel, das bahnbrechendes Potenzial als Behandlungsmethode für viele Krankheiten gezeigt hat. Im Moment gibt es jedoch keinen klaren Beweis dafür, dass es auch für eine effektive und allumfassende Behandlung von Schizophrenie gut ist. In der Zwischenzeit ist es wichtig, mit der weiteren Forschung Schritt zu halten und dabei zu helfen, die Wahrheit über Cannabis als Medizin weiter zu verbreiten.

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