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By Max Sargent

Die Internationale Anti-Doping-Agentur - IADA - ist eine Stiftung, die 1999 auf eine Initiative des Internationalen Olympischen Komitees hin gegründet wurde.

Ihre Aufgabe ist es, die illegale oder fragwürdige Nutzung von leistungssteigernden Substanzen im Sport zu verhindern und zu überwachen. Vorrangig wegen des Verbots auf Bundesebene steht Cannabis seit Langem auf der Liste der verbotenen Substanzen.

Ab Januar 2018 wird sich dies jedoch ändern. Cannabidiol (CBD) wurde offiziell aus der Liste kontrollierter Substanzen gestrichen. Nun müssen Spitzenathleten aus der ganzen Welt keine Angst mehr haben, mit CBD-reichen Extrakten, Infusionen und Edibles zu experimentieren.

CANNABIS UND SPORT

Cannabis hat eine enge Beziehung zum Sport, und zwar enger, als man erwarten würde. In einer IADA-Studie aus dem Jahr 2015 wurden von weltweit 300.000 Sportlern 4% positiv auf Cannabinoide (oder ihre Metaboliten) in ihrem Körper getestet.

Zahlreiche Athleten verloren aufgrund eines zugegebenen Cannabiskonsums ihren Titel und Ruf.

Michael Phelps, der meistdekorierte Olympiateilnehmer aller Zeiten (28 Medaillen), wurde wegen Cannabiskonsums drei Monate gesperrt. Der spanische Turner Gervasio Deferr verlor zwischen Mitte 2002 und Anfang 2003 alle Titel, die er ergattert hatte. Eugene Monroe, mit gerade mal 29 Jahren schon NFL-Spieler im Ruhestand, spricht offen über seinen Cannabiskonsum.

Nate Diaz, Boxer und Martial-Arts-Champion der UFC, ist ein offener CBD-Befürworter. Er wurde interviewt, während er auf einer Pressekonferenz nach einem Kampf beim Ultimate Fighting Championship Las Vegas 2016 einen CBD-Pen dampfte.

Der ehemalige NFL-Quarterback Jake Plummer war von CBD so beeindruckt, dass er ein öffentlicher Fürsprecher und Befürworter der Nutzung von CBD wurde.

Bei Kyle Turley wurde nach zehn Jahren ununterbrochener Verletzungen eine chronisch-traumatische Enzephalopathie diagnostiziert. Diese Verletzungen waren so schwer, dass er begann, Selbstmord- und Gewaltgedanken zu haben. Auch er ist mittlerweile ein entschiedener Befürworter von Cannabis.

Ross Rebagliati, kanadischer Snowboard-Goldmedaillengewinner bei den Olympischen Winterspielen 1998, enthielt man seine Medaille vor, da sein Blut positiv auf Weed getestet wurde. Er wurde zunächst disqualifiziert, schaffte es aber dennoch, seine Medaille zu bekommen, weil Cannabis nicht auf der offiziellen Liste der verbotenen olympischen Substanzen stand. Wäre das Ganze ein Jahr später passiert, als die IADA gegründet wurde, wäre ihm kein Erfolg beschieden gewesen.

Micheal Phelps Cannabis

DIE ZEITEN ÄNDERN SICH

Wenn eine Organisation wie die IADA öffentlich erklärt, dass CBD für die prestigeträchtigen olympischen Spiele mit Spitzenathleten aus aller Welt in Ordnung ist, kannst Du Gift darauf nehmen, dass wir an der Schwelle zu einem deutlichen Wandel der gesellschaftlichen Strukturen stehen.

In ihrem Schritt, der die Verfügbarkeit von CBD für Menschen weltweit hoffentlich erhöhen sollte, kam die Welt-Anti-Doping-Agentur zu dem Schluss, dass der Konsum von CBD und CBD-Produkten kein Doping darstellt und dass es Athleten deshalb erlaubt ist, sie zu nutzen. Dies ist nur ein Teil der zunehmenden Belege zugunsten von CBD.

Trotz dieser Entscheidung wird der Zugang zu CBD leider nicht für alle Athleten gleich sein. Athleten aus Ländern wie China, Südafrika und der Mongolei können CBD noch immer nicht (legal) einnehmen, da es in diesen Ländern verboten ist.

World Antidoping Agency CBD

DOPING BEI DEN OLYMPISCHEN SPIELEN

Wenn einigen Athleten erlaubt ist, CBD zu nehmen, während es anderen verboten ist, konkurrieren sie dann noch auf Augenhöhe?

Dies wird umgehend zu einem Widerspruch, der – wenn auch umgekehrt – sehr stark der Beziehung zwischen Steroiden und den Olympischen Spielen ähnelt.

Die Geschichte der Steroide bzw. anderer Substanzen und den Olympischen Spielen weist große Ähnlichkeiten mit einem Tom-und-Jerry-Zeichentrickfilm auf. Ein buchstäbliches Katz-und-Maus-Spiel. Seit den ersten Tests im Jahr 1968 waren die Olympischen Spiele bei allen Arten von den Sport verbessernden Substanzen von positiven Tests geplagt.

Jedes Jahr kommen neue Tests hinzu und jedes Jahr werden wieder neue chemische Analoga geschaffen, um die Labore zu täuschen. Das Katz-und-Maus-Spiel geht unverändert weiter.

Aber der Widerspruch sollte deutlich geworden sein: Substanzen zu verwenden, um die eigene Leistung über ihr maximales Potenzial hinaus zu steigern, ist eine Sache, und zwar Betrug. Natürliche pflanzliche Derivate zu konsumieren, um sich von der Intensität der Leichtathletik zu erholen, ist etwas ganz Anderes.

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