Neuer Cannabis-Seedfinder – finde Dein Match!

By Steven Voser


Es ist weise, sich zu fragen, ob es eine gute Idee ist, Cannabis jedes Mal auch mit Tabak zu rauchen. Auch wenn es üblich ist, kann es sein, dass es bessere und gesündere Methoden des Cannabiskonsums gibt. In diesem Artikel sehen wir uns unabhängig voneinander die Wirkungen von Cannabis und Nikotin an und bewerten, welche Tabakalternativen in Bezug auf Sucht und Gesundheit besser sein könnten.

Warum mischt man Gras mit Tabak?

Für viele, insbesondere hier in Europa, ist es normal, dass die Mehrheit der rohen Cannabisblüten mit Tabak geraucht werden. Dafür gibt es einige Gründe. Erstens hilft es, eine gleichmäßige Verbrennung zu erzielen. Zweitens kann man so einen Spliff zu rauchen, wenn man etwas high werden, aber keine massiven Blunts rauchen möchten. Drittens finden viele, dass die Rauhheit des Tabaks den Geschmack und das Gefühl beim Rauchen verbessert.

Könnte es noch einen vierten Grund geben? Vielleicht tragen die süchtig machenden Eigenschaften von Tabak zum Vergnügen des Rauchens eines Spliffs bei.

Cannabis, Tabak und Sucht: Was ist das für eine Beziehung?

Sucht ist ein Wort, das man oft zu hören bekommt. Sogar in Gesprächen über Sucht gibt es verschiedene Unterbegriffe wie körperliche Sucht, Verhaltenssucht, Abhängigkeit; aber was bedeuten sie?

Leider ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Tatsächlich wird Sucht, so wie wir sie hier beschreiben wollen, im amerikanischen diagnostischen und statistischen Handbuch (DSM) jetzt als “Substance Use Disorder (SUD)”, also als substanzbedingte Störung bezeichnet. Dieser Begriff wurde eingeführt, um einige der Kontroversen um die Debatte über körperliche und Verhaltenssucht zu beseitigen. Bei der Diagnose einer substanzbedingten Störung konzentriert man sich mehr auf die Symptome und Verhaltensweisen als auf die zugrundeliegenden Ursachen – da diese unzählig und voneinander abhängig sind.

Dennoch gibt es Unterschiede zwischen den Süchten, die nicht zu übersehen sind. Bestimmte Substanzen üben ihre stärkste Suchtwirkung aus, indem sie direkt mit Neurotransmittern interagieren, insbesondere solchen, die an den Belohnungssystemen des Gehirns beteiligt sind, wie beispielsweise Dopamin. Diese Substanzen können als körperlich süchtig machend angesehen werden.

Andere Substanzen können als Auslöser von Verhaltenssüchten angesehen werden. Diese lösen indirekte Belohnungssysteme aus, und obwohl sie trotzdem eine Sucht verursachen können, weisen sie in der Regel keine körperliche Abhängigkeit auf und haben daher nicht die schweren Entzugserscheinungen, die mit körperlichen Abhängigkeiten verbunden sind. Sie sind dennoch echt.

Cannabis, Tabak und Sucht: Was ist das für eine Beziehung?
  • Tabak

Tabak: Es ist kein Geheimnis, dass er süchtig macht. Tatsächlich ist das der Schlüssel zu seinem Erfolg! Tabak, oder besser gesagt Nikotin (der süchtig machende Inhaltsstoff des Tabaks), kann durchaus als physisch süchtig machende Droge angesehen werden.

Es verursacht Sucht, indem es den Neurotransmitter Acetylcholin nachahmt, der die Muskelbewegung, die Herzfrequenz, das Gedächtnis und mehr beeinflusst. Obwohl es nicht sofort in die Kategorie von Drogen wie Kokain zu fallen scheint, ist Nikotin tatsächlich ein Stimulans und verursacht eine Erregung des Nervensystems.

Aber wie führt die Nachahmung von Acetylcholin dazu, dass ein Konsument eine Sucht oder eine substanzbedingte Störung entwickelt? Nikotinmoleküle binden an nikotinische Acetylcholinrezeptoren, nachdem die Substanz über die Lunge und das Blut zu ihnen transportiert wurde. Unter den vielen Wirkungen ist die wichtigste in Bezug auf Sucht, dass Nikotin die Freisetzung von Dopamin anregt[1].

Dopamin ist ein natürlich vorkommender Neurotransmitter, der aufgrund seiner Verbindung mit Suchtmitteln oft einen schlechten Ruf hat. Dopamin existiert, um uns Verhaltensweisen beizubringen, die gut und nützlich sind, damit wir lernen, sie zu wiederholen. Dies hat sich natürlich entwickelt, um uns dazu zu bringen, regelmäßig bestimmte Dinge zu tun, wie zum Beispiel zu essen. Bestimmte Moleküle wie Nikotin können jedoch auch eine Freisetzung von Dopamin bewirken, wodurch Belohnungsgefühle erzeugt und zwanghaftes Verhalten – oder Sucht – gefördert werden.

  • Cannabis

Cannabis wird im Gegensatz zu Tabak nicht als stark körperlich süchtig machend angesehen – auch wenn dies jetzt in Frage gestellt wird[2], was die Notwendigkeit unterstreicht, von binären Begriffen wie körperlicher Abhängigkeit oder Verhaltenssucht Abstand zu nehmen. So oder so heißt das nicht, dass man mit Cannabis keine substanzbedingte Störung entwickeln kann. Tatsächlich hat es seinen eigenen Namen: Cannabiskonsumstörung.

Die Mechanismen, durch die Cannabis süchtig macht, scheinen viel differenzierter zu sein als bei Nikotin. Im Grunde genommen scheint das Nikotinmolekül direkt die Freisetzung von Dopamin auszulösen, was eine Sucht verursacht. Das gilt so für Cannabis nicht.

Es scheint viel wahrscheinlicher zu sein, dass eine viel breitere Palette von Faktoren eine Rolle spielt, darunter neurobiologische Veränderungen, genuine Freude an den Wirkungen und der Einfluss, den diese auf die bereits vorhandene mentale Disposition einer Person haben – sowohl auf eine angeborene als auch eine erlernte. In Bezug auf neurobiologische Veränderungen wird vermutet, starker und kontinuierlicher Cannabiskonsum könne dazu führen, dass die CB1- und CB2-Rezeptoren des Körpers[3] weniger empfänglich werden. Dies würde dann bedeuten, dass die natürlichen Endocannabinoide des Körpers eine unnatürlich dürftige Wirkung haben.

Wie süchtig Cannabis machen kann, ist noch nicht bekannt, aber es scheint wahrscheinlich zu sein, dass der Konsum von Cannabis zusammen mit stark süchtig machenden Nikotinprodukten die Sucht nur noch fördern könnte.

Cannabis
  • Tabak und Gras mischen

In der Art wie wir bewusst zwischen Substanzen unterscheiden können, so könnte möglicherweise auch das Belohnungssystem des Gehirns Unterschiede ausmachen. Wenn Du also jedes Mal, wenn Du Cannabis rauchst, auch Tabak konsumierst, stellt Dein Gehirn möglicherweise die Verbindung zwischen der Nikotinsucht und Cannabis her, und ist nicht nur auf Tabak fokussiert.

Die Erforschung der Auswirkungen des gleichzeitigen (gemeinsamen) Rauchens von Cannabis und Tabak ist überraschend rar, wenn man bedenkt, wie viel dedizierte Forschung jede Substanz unabhängig voneinander erfährt. Darüber hinaus weist der potenzielle Einfluss, den Tabak auf die Verstärkung der Cannabiskonsumstörung haben könnte, darauf hin, dass die Identifizierung der Bedeutung dieser Beziehung eine weitere Untersuchung wert ist.

Aber es gibt einige Forschungen, wie die von Filbey, Gohek, Prashad und Biswal[4], die darauf hindeuten, dass der gleichzeitige Konsum von Cannabis und Tabak zu einzigartigen Gehirnzuständen führt. Sie weisen jedoch darauf hin, dass dies nicht in allen ähnlichen Studien repliziert wurde und es daher zu früh ist, endgültige Schlussfolgerungen aus ihren Daten zu ziehen.

Darüber hinaus steht es zur Debatte, ob das alleinige Rauchen von Cannabis besser für die physiologische Gesundheit ist als das Rauchen mit Tabak. Es wurde festgestellt, dass die etwa 4 000 Chemikalien in Cannabis- und Tabakrauch weitgehend identisch[5] sind. Dies macht es unklar, ob es einen Unterschied bei den gesundheitlichen Auswirkungen eines Joints (reines Cannabis) im Vergleich zu jenen eines Spliffs (Cannabis und Tabak) gibt.

Bei einem können wir uns jedoch sicher sein. Wenn das Rauchen von Cannabis mit Tabak eine Nikotinsucht auslöst und dies dazu führt, dass jemand unabhängig von Cannabis weiter Tabak raucht, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit negativer gesundheitlicher Auswirkungen erheblich. In Anbetracht dessen solltest Du Dich beim Rauchen von Gras vielleicht nach tabakfreien Alternativen umsehen.

Alternativen zum Rauchen mit Tabak

Glücklicherweise bieten uns sowohl die antike als auch die moderne Welt Alternativen zum Tabak, die wir beim Rauchen von Gras genießen können. In der Tat kannst Du das Rauchen beim Weedkonsum sogar ganz weglassen.

- Alternativen zum Rauchen

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, Cannabis zu rauchen, ohne Tabak zu inhalieren. Am einfachsten ist es, einen Joint zu drehen. Obwohl ein “Joint” in verschiedenen Teilen der Welt unterschiedliche Bedeutungen haben kann, meinen wir hier eine Cannabis-Zigarette, die nur das enthält – Cannabis.

Wenn Du das Ganze jedoch ein wenig aufpeppen möchtest, kannst Du neben Deinem Gras eine Reihe anderer Substanzen verbrennen, von denen keines Nikotin enthält. Einige beliebte Tabakalternativen sind:

Kratom Kanna Damiana
Lavendel Marshmallow-Blätter und
-Wurzeln (Eibisch)
So ziemlich jede Art von Tee
(obwohl das vielleicht nicht sehr gut schmecken wird)

- Vaping

Wenn Du ganz vom Rauchen wegkommen möchtest, kannst Du jederzeit vapen. Und beim Vapen musst Du auch nicht unbedingt Öle oder E-Liquids kaufen. Stattdessen kannst Du einen Vaporizer kaufen, der speziell für rohe Cannabisblüten entwickelt wurde. Diese Geräte werden bei optimalen Temperaturen betrieben und sind eine großartige Methode, das Beste aus den Cannabinoiden und Terpenen des Cannabis Deiner Wahl herauszuholen.

Im Großen und Ganzen ist man sich einige, dass vapen gesünder ist als rauchen – aber gehe trotzdem nicht davon aus, dass es keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit hat.

- Edibles

Einige Menschen möchten vielleicht ihre Lunge ganz in Ruhe lassen und sie sich der wesentlichen Aufgabe widmen lassen, Luft zu atmen. Für diese Menschen sind Edibles eine fantastische Option. Wenn Du Dein Cannabis in Brownies, Kekse oder alles mögliche andere integrierst, kannst Du Gras konsumieren, ohne Deine Lunge zu beeinträchtigen. Darüber hinaus schmeckt diese Methode hervorragend und hält im Vergleich zum Rauchen und Vapen sehr lange an.

External Resources:
  1. Nicotine Addiction https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  2. Cannabis Addiction and the Brain: a Review https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  3. (PDF) CB1 and CB2 Receptor Expression and Promoter Methylation in Patients with Cannabis Dependence https://www.researchgate.net
  4. Differential associations of combined vs. isolated cannabis and nicotine on brain resting state networks | SpringerLink https://link.springer.com
  5. Comparing cannabis with tobacco https://www.ncbi.nlm.nih.gov
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