WAS IST EIN BLÜTENKELCH

Der Blütenkelch ist der Teil der Pflanze, der beim Eintritt einer jungen Pflanze in die Blütephase als erstes herausgebildet wird; natürlich nur wenn die Pflanze die Fähigkeit zum Blühen hat. Die Pflanze entwickelt schnell und extrem effizient in einer perfekt spiralförmigen Fibonacci-Folge eine schützende Plattform, die aus kleinen Blättern besteht, die Sepalen genannt werden. Diese schützende Plattform für die Blüte wird in ihrer Gesamtheit Blütenkelch oder Calyx genannt.

Der Kelch wird entwickelt, um die Fortpflanzungsorgane der Pflanze zwischen den Sepalen zu schützen und um der Blüte Stabilität zu verleihen. Obgleich alle blühenden männlichen und weiblichen Pflanzen Kelche haben, sind für den ambitionierten Cannabisanbauer an der Cannabispflanze nur die Blütenkelche der weiblichen Pflanzen von Interesse.

Beim Anbau von Cannabis ist es das Ziel, feine große Colas zu ernten, zu denen die Kelche gehören. Sie sind nicht nur ein gewöhnlicher Teil davon, sondern der wichtigste Teil, denn in den Blütenkelchen findet man die Geschlechtsorgane und Trichome der Pflanze, genannt Blütenstempel.

Die Blütenstempel sind der Bereich, an dem man die langen Haare erkennen kann, die Narben genannt werden. Die Narben sind in der frühen Blütephase der Pflanze zunächst weiß, werden aber während der Entwicklung der Pflanze in der Blütephase milchig, dann bernsteinfarben oder gelb und letztendlich braun. Die Trichome sind die Harzdrüsen, in denen die Cannabinoide gebildet werden, darunter auch das psychoaktive und bekannte THC.

Calyx Cannabis Pflanze weiblichen Fortpflanzungsorgane der Pflanze

WAS KÖNNEN ERFAHRENE ANBAUER AN BLÜTENKELCHEN ABLESEN

Die Stempel sind mit einer der besten Indikatoren, an dem der Anbauer den Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Pflanzen feststellen kann. Es ist wichtig, die männlichen Pflanzen frühzeitig zu erkennen, so dass sie entfernt werden können und das Risiko einer Bestäubung somit minimiert oder sogar ausgeschlossen werden kann. Weibliche Pflanzen können an ihren langen weißen Härchen erkannt werden, die sich schon früh in der Blütephase bei der Entwicklung von Knospen oder Colas bilden. Die männlichen Pflanzen entwickeln Pollensäcke, die nach unten baumeln und schließlich aufplatzen, um die weiblichen Kelche zu bestäuben.

Die Narben oder langen Haare können dem Anbauer helfen zu bestimmen, wann eine Pflanze reif für die Ernte ist. In den ersten Wochen, während eine weibliche Pflanze Blüten oder Knospen ausbildet, kommen lange weiße Haare aus ihr heraus. Nach 4 bis 5 Wochen werden die Narben allmählich gelblich. Wenn ca. 50 bis 80 Prozent der Knospen Deiner Pflanze Narben haben, die sich gelb oder bernsteingelb verfärbt haben, sind sie reif für die Ernte. Wenn Du später erntest, werden die Narben braun und trocknen aus. Warte mit der Ernte Deiner Cannabispflanzen nicht so lange, da Dein Gras in diesem Fall an Geschmack und Wirkung verlieren wird.

In der Tat werden die meisten Cannabinoide in den Stempeln und den Kelchen der Cannabispflanze gebildet. Dies ist die Blüte der Pflanze, die schließlich geerntet, getrocknet und ausgehärtet wird und letztendlich bereit ist, konsumiert zu werden.

Der den Konsum betreffende Teil ist der Grund dafür, warum man keine bestäubten weiblichen Pflanzen haben möchte: Sie würden Samen entwickeln und diese sind sehr schwer zu entfernen und hinterlassen beim Rauchen einen fürchterlichen Geschmack und machen ein knisterndes Geräusch. Zudem wird die weibliche Pflanze ihre meiste Energie darauf verwenden, Samen zu entwickeln, anstatt das Gras anschwellen zu lassen und Cannabinoide zu bilden.

Wenn Du vorhast, durch Kreuzung zweier Sorten oder Züchtungen eine neue Sorte zu schaffen, dann beobachte die Blütenkelche Deiner sich entwickelnden Pflanze, um die männlichen und weiblichen Pflanzen zu bestimmen, die Du für Dein Experiment verwenden möchtest.

cannabinoide stempeln cannabispflanze

WAS IST DAS KELCH-ZU-BLATT VERHÄLTNIS

Beim Ernten Deiner Cannabispflanze wirst Du die Blätter abschneiden müssen, um das Gras freizulegen, das dann wiederum richtig getrocknet und ausgehärtet werden kann.

Die großen Blätter, die weiter unten an der Pflanze selbst zwischen den Bereichen wachsen, in denen das Gras sprießt, aber nicht im Gras oder an den Colas, werden Fächerblätter genannt. Diese sind im Grunde die Sonnenkollektoren der Pflanze. Diese Blätter verleihen der Pflanze die Energie, die sie benötigt, um zu wachsen und Blüten zu produzieren. Die wenigen Fächerblätter, die nach dem Beschneiden während der Blütephase übrigbleiben, können beim Anbau im Innenbereich leicht abgeschnitten werden. Beim Anbau draußen werden die meisten Fächerblätter am Ende der Blütephase noch mit der Pflanze verbunden sein, sie können während der Erntezeit jedoch leicht entfernt werden.

Es gibt außerdem kleine Blätter, die zwischen den Blüten hervorragen: Die sogenannten Zuckerblätter, weil sie mit Trichomen überzogen sind, die zuckrig-weiß aussehen. Diese sind sehr viel schwieriger abzuschneiden, da sie durch den hohen Harz-Gehalt sehr klebrig sind. Klebrige Blätter haben zur Folge, dass Du Deine Ausrüstung öfter reinigen musst und sich die von Dir verwendeten Werkzeuge schwieriger bedienen lassen, da einzelne Teile zusammenkleben.

Diese Zuckerblätter sind der eigentliche Faktor beim Kelch-zu-Blatt Verhältnis, da sie Dir anzeigen, wie viel Mühe Du während der Ernte beim Trimmen haben wirst. Pflanzen mit einem hohen Kelch-zu-Blatt Verhältnis weisen weniger Zuckerblätter auf und das Gras oder die Colas lassen sich leichter trimmen.

Zuckerblätter haben aber nicht nur Nachteile: Sie können sehr gut verwendet werden, um essbare Cannabisprodukte oder Cannabutter, Tinkturen, Extrakte, topische Anwendungen oder sogar Haschisch herzustellen. Sie können sogar geraucht werden, aufgrund der hohen Verbrennungstemperatur kann dies allerdings den Geschmack beeinträchtigen.

Zucker Blätter Knospe Cannabis Pflanze Harz Cola

Die Top 5 Sorten mit einem hohen Kelch-zu-Blatt Verhältnis sind:

 

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