SOG & ScrOG – Cannabistrainigstechniken für schwerere Erträge

DIE PFLANZENGESUNDHEIT HAT VORRANG

Jede mit irgendeiner Anbaumethode oder einem Substrat kombinierte Traininingstechnik erfordert zunächst glückliche und gedeihende Pflanzen. Die beste Pflanzenpflegemethode zu integrieren, heißt in jeder Phase des Wachstums kräftige und gesunde Pflanzen. Es gibt eine Reihe von Anbautechniken, die verwendet werden können, um die Raumeffizienz während des Wachstums zu maximieren und Ernten zu erhöhen. Wenn die Pflanzen nicht gleich zu Anfang vor Leben strotzen, wird jedoch keine Technik helfen.

Gesunde Pflanzen zu pflegen, bedeutet, dass das Anbauumfeld für das Cannabiswachstum ideal sein muss. Dies schließt ein Nährmedium, Topfgröße, Lichtart und -stärke, pH-Wert des Wassers, Nährstoffe und Düngepläne sowie Temperatur und Luftfeuchtigkeit mit ein. Sobald jeder dieser Faktoren gegeben ist, kannst Du mit gesunden Pflanzen anstellen, was Du gerne möchtest. Und dann gibt es noch eine Reihe von "Low-Stress-Training"-Techniken (LST), um den Ertrag zu steigern.

DIE PFLANZENGESUNDHEIT HAT VORRANG

Wenn Du zuhause im Grow Room anbaust, wo es oft nicht viel Platz gibt, ist LST besonders vorteilhaft. Künstliches Licht hat eine schlechte Tiefenwirkung und die Lichtstärke nimmt mit dem inversen Quadrat des Abstands vom Blätterdach ab. LST-Methoden maximieren den Ertrag pro Quadratmeter, indem sie die Beleuchtung effizient nutzen.

Zwei beliebte Methoden des LST, die den Ertrag erhöhen, sind Sea-of-green (SOG) und Screen-of-green (ScrOG). Beide Techniken werden sehr erfolgreich genutzt, um den Ertrag pro Quadratmeter zu erhöhen. Die Autokorrektur mag sie hassen, aber Cannabispflanzen lieben SOG und ScrOG.

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Low Stress Training

SOG

Sea-of-green ist eine Cannabismanipulationstechnik, die für jeden Quadratmeter des Raumes viele kleine Pflanzen in kleinen Töpfen nutzt. Der Vorteil des Anbaus mit dieser Methode ist, dass die Pflanzen weniger Zeit im Wachstum verbringen, wobei sie trotzdem so viele Blütenstände pro Raumvolumen hervorbringen. Bei SOG-Grows sind die Buds früher fertig, was zu einer extra Ernte pro Jahr führen kann.

SCROG

Screen-of-green ist eine Pflanzentrainingsmethode mit denselben Zielen wie ein SOG – zur Erntezeit den Ertrag pro Quadratmeter so umfassend wie möglich zu erhöhen. Größere Töpfe werden verwendet, um größere Wurzelbereiche für größere Pflanzen zu schaffen. Durch Biegen und Forcieren von horizontalem Wachstum werden viele Blütenansätze angeregt. Die gleichmäßige Lichtverteilung über einem buchstäblich grünem Gitter füllt einen ganzen Raum mit zwar weniger Pflanzen aus, die aber eine Fülle von einheitlich großen Buds aufweisen.

SOG SCROG

SCROG ODER SOG?

SOG: Pflanzen mit wenigen Seitenzweigen werden angeregt, eine einzige dominante Cola auszubilden. Die Pflanzen benötigen kein Training und neben der normalen Pflanzenpflege nur wenig Aufmerksamkeit. Es wird für ähnliche Endergebnisse weniger Zeit pro Woche mit Training verbracht als bei größeren Pflanzen.

ScrOG: Dies beinhaltet ein Gittergeflecht mit ausreichend großen Maschen, durch die Du Cannabisblätter und -stiele führst. Dieses kann aus einem handelsüblichen Zaundraht oder Plastikgitter angefertigt oder aus an einem Rahmen angebrachten Drähten oder Schnüren gemacht werden. Der Zweck des Gitters ist, neuen Wuchs kontinuierlich darunter zu klemmen, um ein flaches Blätterdach zu erreichen. Was unterentwickelte Seitenzweige mit kaum ausgebildeten Buds geworden wären, werden nun gesunde, kräftige Zweige mit reichlich Lichteinwirkung und ihren eigenen dichten Blüten.

EFFIZIENTE RAUMNUTZUNG

SOG und ScrOG sind für Grower mit Raumeinschränkungen ideal, da nur eine minimale Höhe erforderlich ist und jeder Quadratzentimeter der Bodenfläche effizient genutzt wird. Es ist kein größeres Anbauraumvolumen vonnöten, um einen genauso hohen Ertrag zu bekommen, was bei einer untrainierten Pflanze der Fall wäre. SOG produziert große einzelne Buds, ohne Popcorn-Buds oder wegen eines Lichtmangels schlecht entwickelte Blüten.

Typischerweise regt die SOG-Technik die apikale Dominanz an, um die Hauptblütencluster zu stärken und zu vergrößern. Die ScrOG-Methode versucht hingegen, die apikale Dominanz zu verhindern, um viele ähnlich große Blütenanhäufungen zu fördern.

EFFIZIENTE RAUMNUTZUNG

SORTENAUSWAHL

Die Sortenauswahl spielt bei der effizienten Raumnutzung eine Rolle.

SOG: Es werden oft Kultursorten verwendet, die auf natürliche Weise einen dominanten Hauptblütenstand mit minimaler seitlicher Verzweigung hervorbringen. Indicas und indicadominierte Hybriden besitzen dieses Merkmal als Teil ihrer Morphologie. Sobald die Pflanzen eine bestimmte Höhe haben, üblicherweise 20–30cm, wird auf den 12:12-Blütezyklus umgestellt. Die Pflanzen entwickeln fast gänzlich nur eine einzelne Cola, wobei die Seitenzweige auf einzelne Buds reduziert werden. Manche Grower werden den gesamten Anbau mit 12:12-Beleuchtung beginnen, sodass sich nur kleine Pflanzen entwickeln.

ScrOG: Kultursorten, die auf natürliche Weise viele Blütenansätze produzieren, machen sich bei dieser Technik gut. Sativas oder sativadominierte Sorten, die viele Nodi entwickeln, weisen dieses Merkmal als Teil ihrer Morphologie auf. Diese normalerweise hohen und verzweigten Sorten, deren untere Buds sich nicht vollständig entwickeln können, wenn sie untrainiert wachsen, bekommen Lichteinwirkung für alle Blütenstände, was ein größeres Knospenwachstum anregt. Es ist nicht absolut notwendig, Sativas auf diese Weise anzubauen, da Indicas genauso gut darauf ansprechen.

MACH DIR EINEN KOPF ÜBER DEN TOPF

SOG: Bedenke, dass die Pflanzendichte 9–12 Pflanzen/m² beträgt – und vergiss nicht, dass Töpfe genügend Wurzelraum für Gesundheit und Stabilität bieten müssen, um ein Umkippen zu verhindern. Diese Dichte erlaubt Topfgrößen zwischen 20–30cm im Durchmesser. Es gibt gewiss ausreichend Raum für geringfügig größere Töpfe, es muss aber ein bisschen Fingerraum für Zugang und Pflanzenpflege geben.

ScrOG: Die Topfgröße wird dadurch bestimmt, wie viele Pflanzen in einem bestimmten Zeitfenster angebaut werden. Eine einzelne Pflanze in einem 20l-Topf kann verwendet werden, um einen ganzen Quadratmeter auszufüllen. Ebenso können 4 Pflanzen in 10l-Töpfen verwendet werden, um denselben Raum in kürzerer Zeit auszufüllen, wobei das auch 4 unterschiedliche Sorten pro Anbau erlauben könnte. Was die Pflanzen/m² beim ScrOG betrifft, gibt es keine feste Regel – es hängt wirklich von Deinen Zielen und Deiner Geduld ab.

MACH DIR EINEN KOPF ÜBER DEN TOPF

KAPPEN & TRIMMEN

SOG: Bei kräftigeren Varietäten oder verzweigten Kultursorten wie Sativas und sativadominierte Hybriden, deren seitliche Verzweigung den Raum zu sehr ausfüllen könnte, müssen die unteren Zweige entfernt werden, um eine dickere, besser entwickelte Hauptknospe anzuregen und die Lichttiefenwirkung im gesamten Grow zu erhöhen. Dies fördert zudem eine gesunde Luftzirkulation um die komplette Pflanze und den oberen Teil des Nährmediums.

ScrOG: Die Pflanzen werden frühzeitig gekappt, um das Zweigwachstum zu fördern. Sie sind dann bereit für das Training in mehrere Richtungen, um das gesamte Gitter auszufüllen. Das Wachstum wird nur über dem Gitter angeregt und der Wuchs unter dem Gitter wird weggeschnitten, da er nur wenig Licht erhalten würde. Dadurch entwickelt sich unter dem Gitter ein Luftraum, um sicherzustellen, dass die Luftzirkulation die gesamte Pflanze und die Oberfläche des Nährmediums umgibt.

In beiden Fällen werden die Transpiration von den Blattoberflächen und die Verdunstung vom Nährmedium immer eine wichtige Rolle für die Pflanzengesundheit spielen.

LETZTENDLICH IST ALLES GUT

Beide dieser Low-Stress-Training-Techniken haben bewiesen, dass sie für den häuslichen und kommerziellen Cannabiserzeuger sehr erfolgreich eingesetzt werden können. Sie haben beide ihre Vorteile und holen das Optimum aus dem zur Verfügung stehenden Anbauraum heraus. Experimente mit beiden Techniken werden Dir bei der Entscheidung helfen, welche Technik besser zu Deinem Stil passt.

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