Obwohl Cannabis für das psychoaktive Cannabinoid THC und das medizinisch vorteilhafte CBD bekannt ist, ist vor kurzem deutlich geworden, wie wichtig auch Terpene für den Cannabisanbau und -Konsum sind. Mit über 200 spezifischen Varianten, die allein in Cannabis auftreten und tausenden weiteren in anderen Pflanzen und Tieren, weisen Terpene ein vielfältiges Wirkprofil auf. Das häufigste Terpen Myrcen verdient wegen seines medizinischen Potenzials und seiner synergistischen Fähigkeiten besondere Beachtung.

WAS SIND TERPENE?

Terpene sind nicht-psychoaktive, durchdringend riechende Kohlenwasserstoffe, die neben den Cannabinoiden THC und CBD aus den haargleichen Trichomen des Cannabis' abgesondert werden. Da man sie mit bloßem Auge nicht deutlich erkennen kann, setzt man für die Untersuchung der Trichome am besten eine Lupe ein.

Der Höhepunkt der Cannabisblüte ist dann erreicht, wenn die Terpene am deutlichsten hervortreten und Aromen emittieren, die selbst aus der Ferne gerochen werden können. Während diese kräftigen Düfte vielleicht dem Guerilla-Anbauer nicht in den Kram passen, fungieren Terpene als natürliche Abwehrsysteme für die Pflanzen selbst, indem sie Schutz vor Krankheiten und Schädlingen bieten, gleichzeitig mit ihren verlockenden Duftstoffen aber auch Bestäuber anziehen.

EINFÜHRUNG IN MYRCEN

Da Myrcen das in Cannabis am häufigsten vorkommende Terpen ist, wird es als eines der zehn primären Terpene klassifiziert. Myrcen ist für den typischen Geruch verantwortlich, der von vielen populären Sorten von verschiedenen Züchtern rund um den Globus emittiert wird. Myrcen wird oft als eine der am "erdigsten" riechenden Sorten bezeichnet, mit Moschusnoten, die stark an den Geruch von Gewürznelken erinnern. Darüber hinaus enthält Myrcen Fruchtaromen aus der roten Traube und Balsamico, mit einem Hauch von Schärfe.

myrcene terpenes

MYRCEN: ZUSAMMENSETZUNG UND EFFEKTE

Bei Myrcen handelt es sich um ein Monoterpen, das ein wesentlicher Vorläufer für die Bildung von anderen sekundären Terpenen ist. Es hat sich herausgestellt, dass die Verbindung in einzelnen Sorten bis zu 50% des gesamten Terpengehaltes ausmacht. Sorten, die mehr als 0,5% Myrcen enthalten, werden am ehesten jene sedativen Effekte auslösen, die klassischerweise den Indicas zugeschrieben werden.

Zu den potenziellen gesundheitlichen Nutzen von Myrcen gehören die Linderung chronischer Schmerzsymptome und Entzündungen. Terpene unterstützen Cannabinoide dabei, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, wodurch diese an Rezeptoren im Endocannabinoid-System binden und analgetische Reaktionen fördern können.

Ein Bereich der Gesundheit, in dem Myrcen besonderes therapeutisches Potenzial zeigt, ist die Krebsbehandlung. CBD unterdrückt auf natürliche Weise eine übermäßige Zellproliferation und kann bei der Verringerung der Tumorgröße helfen.

DER SYNERGIEEFFEKT

Darüber hinaus hat man Terpene als synergistische Verbindungen identifiziert, die zu einem komplexen phytocannabinoiden Milieu beitragen. Terpene arbeiten mit CBD, THC und anderen Cannabinoiden zusammen und erschaffen eine Vereinigung dieser Verbindungen, die als Gruppe bessere Ergebnisse erzielen, als sie es jeweils für sich allein könnten.

Diese Theorie ist bekannt als "Synergieeffekt", wobei es hier als notwendig angesehen wird, die Vollständigkeit der natürlichen Cannabisbausteine zu erhalten. Die Ergebnisse von Cannabis als gesundheitliche Ergänzung sind dann am effektivsten, wenn die Therapien mit ganzen Pflanzen durchgeführt werden, die mehr als nur Cannabinoide zu bieten haben. Werden sie in hohen Konzentrationen gesäubert, können Terpene als ätherische Öle geerntet werden, die in der in der Nahrungsergänzung oder als Wellness-Zusätze weite Verbreitung finden.

DER MANGOMYTHOS

Alle Jubeljahre werden hartnäckige Cannabismythen durch die immer wieder überraschenden Verbindungen bewiesen, die Cannabis enthält. Irgendwann im Laufe der Geschichte entstand das Gerücht, der Verzehr von Mangos können zu einer Zunahme der THC-Potenz führen. Dieser scheinbar an den Haaren herbeigezogene Zusammenhang klingt eher wie eine Spinnerei, die während einer langen Rauchersitzung halluziniert wurde, aber in Wirklichkeit entspricht er genau der Realität!

Mangos, ebenso wie Hopfen, Thymian, Zitronengras und andere Pflanzen, enthalten unterschiedliche Stufen von Myrcen. Anekdotische Forschung hat gezeigt, dass der Verzehr von Mangos etwa fünfundvierzig Minuten vor der Einnahme von Cannabis in der Tat die THC-Wirkung verstärken kann – und zwar einhergehend mit einem schnelleren Beginn der psychoaktiven Effekte.

A-Pinene

 

ENTZÜNDUNGSHEMMENDB
BRONCHODILATATOR 
GEDÄCHTNISVERBESSERD
ANTIBAKTERIELL
Kommt auch in Kiefernadeln vor

A-Pinene

Linalool

 

ANÄSTHETIKUM
KRAMPFLÖSEND
SCHMERZLINDERND
ANGSTLÖSEND
Kommt auch in Lavendel vor

Linalool

Beta-Caryophillene

 

ENTZÜNDUNGSHEMMEND
SCHMERZLINDERND
SCHÜTZT ZELLEN IM VERDAUUNGSTRAKT
Kommt auch in schwarzem Pfeffer vor

Beta-Caryophyllene

Myrcene

 

TRÄGT ZUR BERUHIGENDEN WIRKUNG STARKER INDICAS BEI
EINSCHLAFHILFE
MUSKELENTSPANNEND
Kommt auch in Hopfen vor

Myrcene

Limonene

 

BEHANDELT SODBRENNEN
ANGSTLÖSEND
ANTIDEPRESSIVUM
Kommt auch in Zitrus vor

Limonene
 

BELIEBTE SORTEN MIT HOHEM MYRCEN-ANTEIL

Berühmte Cannabissorten mit hohem Myrcen-Terpen-Gehalt sind überwiegend unter den bekannten Indica- und Hybrid-Sorten zu finden. Studien haben gezeigt, dass Myrcen dazu neigt, den berühmt-berüchtigten "Couch-Lock" zu stimulieren, der durch die Beruhigungsqualitäten von THC und eine hohe Konzentration von Myrcen zustande kommt. Gleichzeitig weiß man, dass viele Myrcen-Sorten freudige und euphorische Effekte bewirken, die meist mit einem totalen Gefühl der Entspannung einhergehen.

Special Kush 1 SPECIAL KUSH 1

Special Kush 1 ist ein perfektes, wenn auch nicht gerade auffälliges Beispiel für eine myrcenreiche Sorte. Als extrem potenter Hybrid wird Special Kush 1 von jenen geliebt, die unter chronischen Schmerzen leiden. Darüber hinaus verkörpert diese Sorte die Markenzeichen eines Myrcen-Aromaprofils mit scharfen Akzenten von Erde und „Skunk“.

White Widow Royal Queen SeedsWHITE WIDOW

Von White Widow, einer Kreuzung, die für ihre euphorisierenden Effekte gefeiert wird, ist bekannt, dass sie große Mengen an Myrcen enthält. Die Aromen dieser Züchtung speichern die klassischen "Dreck"-Gerüche nach Holz und Erde und emittieren ein besonders durchdringendes Aroma. White Widow entstand aus der Kreuzung einer südamerikanischen Sativa Landrasse mit einer südindischen Indica.

Skunk XLSKUNK XL

Der legendäre Hybrid Skunk XL stammt von kolumbianischen, afghanischen und mexikanischen Landrassen ab, die dieser Sorte eine 50/50 Indica/Sativa Balance geben. Skunk XL ist bekannt für ihr gründliches Kopf-High, das im Verlauf den entspannenden Effekten einer klassischen Indica weicht. Skunk XL hält süße, fruchtige Aromen bereit, welche den natürlichen tiefen Fruchtaromen des Myrcen Terpens entstammen.

MYRCEN: NOCH VIEL MEHR ZU ENTDECKEN

Trotz neuer Belege für die Wirksamkeit von Terpenen gibt es noch viel darüber zu lernen, wie genau diese kleinen Kohlenwasserstoffe therapeutisch eingesetzt werden können. Myrcen mit all seinem unglaublichen Potenzial ist eines von vielen Terpenen, die, wenn sie zusammen studiert werden, der Schlüssel zur Zukunft der Cannabismedizin sein könnten.

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