CANNABIS HAT KEIN „VERFALLSDATUM“

Selbst gewissenhafte Hanfliebhaber haben schon einmal die kleine Menge Gras verlegt, die vor ein paar Monaten gekauft wurde. Und genau wie der verlorene Sohn, der in sein Königreich zurückkehrt, ist es wie Ostern und Weihnachten zusammen, wenn man das verschollene Gras wiederfindet. Das Blöde ist, dass das ehemals erstklassige Cannabis jetzt ein wenig mitgenommen aussieht. Die vormals leuchtend grünen Buds sind nun braun und zerrupft. Logischerweise wird bei diesem Anblick die offensichtlichste aller Fragen aufgeworfen: Kann man Monate altes Gras noch konsumieren?

Im Gegensatz zu verdorbenen Lebensmitteln wirst Du vom Konsum mehrerer Monate alter Buds nicht krank werden. Vorausgesetzt Dein Gras wurde während der Zeit nicht von Schimmel oder anderen Bakterien befallen. Kontaminiertes Cannabis zu rauchen, kann eine ganz Reihe von Nebenwirkungen mit sich bringen und sollte am besten vermieden werden. Wenn Du Dein Gras ordentlich aufbewahrst, kannst Du es Monate und selbst Jahre nach der Ernte immer noch gebrauchen. Du solltest Dir jedoch klar machen, dass sich abgesehen vom ziemlich unveränderten Aussehen, die chemische Struktur Deiner Buds signifikant verändert hat. Je nachdem, wie gut es gelagert wurde.

WAS PASSIERT, WENN MAN CANNABIS SICH SELBST ÜBERLÄSST

Unter der Haube jedes sorgfältig ausgewählten Buds steckt eine komplexe Kollektion wirkungsvoller Inhaltsstoffe namens Cannabinoide. Von den unzähligen uns bekannten Wirkstoffen kommen THC, CBD und CBN am häufigsten vor. Die chemische Zusammensetzung ist allerdings nicht in Stein gemeißelt, da jede Sorte eine unterschiedliche Zusammensetzung an Cannabinoiden besitzt. Die chemischen Veränderungen, die während des Wachstums einer Cannabispflanze stattfinden, hören mit der Ernte der Blüten nicht auf und setzen sich bei der Lagerung und am vergessenen Platz in der Ecke Deiner Schublade fort.

Wie Du siehst, sind Cannabinoide von Natur aus flüchtig und reagieren auf Licht, Sauerstoff und Hitze. Nimmt man THC als Beispiel, dann beginnt das Leben des Cannabinoids als THCA – ein nicht psychoaktiver Wirkstoff, der für eine psychoaktive Wirkung zunächst einmal decarboxyliert werden muss. Durch die Einwirkung von Hitze auf THCA verschwindet die zusätzliche Carboxylgruppe und die neue chemische Verbindung THC interagiert mit dem Körper auf ganz andere Art und Weise wie THCA.

Werden THCA oder THC lange genug einer bestimmten Atmosphäre oder UV-Strahlen ausgesetzt, finden weitere Veränderungen statt. In diesem Fall werden beide Stoffe zu CBNA beziehungsweise CBN umgewandelt. Je länger das Gras in diesem Zustand verweilt, desto höher ist die Konzentration neuer Verbindungen im Vergleich zu alten Wirkstoffen. Obwohl CBN keine schädliche Wirkung besitzt, ist das Cannabinoid anders, und anders ist womöglich nicht das, was Du Dir beim Konsum erhoffst.

THCA, CBNA, CBD, THC

GENIEẞE IN DIE JAHRE GEKOMMENES CANNABIS MIT VORSICHT

CBN oder Cannabidiol besitzen keine psychoaktive Wirkung, weshalb ein psychedelisches Erlebnis mit Deinem alten Gras wahrscheinlich kein Thema mehr ist. CBN wirkt vielmehr als potentes Beruhigungsmittel, das Deine Muskeln entspannen und Dir beim Schlafen helfen kann. Von altem Gras wirst Du also nicht high, es kann aber durchaus für eine erholsame Nachtruhe sorgen.

Je nachdem, wie lange Dein Cannabis unentdeckt vor sich hin schmorte, sind die Buds unter Umständen so trocken geworden, dass sie beim Rauchen ziemlich kratzen. Das kann sowohl unangenehm als auch widerlich sein und sorgt in den meisten Fällen für große Ernüchterung. Wird das alte Gras verdampft, lassen sich dadurch einige der unerwünschten Effekte abmildern. Sei Dir aber bewusst, dass diese Buds schneller verbrennen, weshalb alte Buds im Vergleich zu frischem Cannabis nicht so viel Dampf erzeugen.

DAS GLEICHE GILT FÜR KONZENTRATE

Genau wie Cannabis-Buds laufen auch bei bei Konzentraten die gleichen chemischen Veränderungen ab, wenn sie den Elementen ausgesetzt sind. Neben den Cannabinoiden, die sich mit der Zeit zersetzen, werden auch die Terpene abgebaut. Du kannst also davon ausgehen, dass ältere Konzentrate einen höheren Gehalt an CBN und weniger Geschmack besitzen.

Bei korrekter Lagerung kann man einen Großteil der Beschaffenheit von Konzentraten beibehalten. Wie schnell die Wirkstoffe abgebaut werden, muss erst noch wissenschaftlich untersucht werden. Der Vorgang kann jedoch verlangsamt werden, solange man die zwei Faktoren eliminiert, die hauptsächlich für die chemische Veränderung verantwortlich sind – UV-Licht und Sauerstoff.

Cannabis Essbar

FÜR DIE BEWAHRUNG DER QUALITÄT IST DIE KORREKTE LAGERUNG DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG

Um kratzige, ausgetrocknete Buds und eine schläfrig machende, nicht psychoaktive Wirkung zu vermeiden, musst Du für eine adäquate Lagerung zu sorgen. Durch die Wahl von Behältern, die speziell dafür gefertigt wurden, dass Dein Gras keinem Sauerstoff, keinen UV-Strahlen und keiner Hitze ausgesetzt wird, lässt sich die Umwandlung von THC zu CBN entscheidend verlangsamen. Dein Cannabis bleibt dadurch länger frisch und Du musst Dir keine Gedanken darüber machen, Deinen gesamten Vorrat so schnell wie möglich aufzubrauchen.

Dabei sollte erwähnt werden, dass die Zeitspanne, in der Cannabis frisch bleibt, erst noch genau identifiziert werden muss. Aus diesem Grund solltest Du Dein Gras nach längerer Lagerung immer zuerst genau inspizieren. Hier findest Du Expertentipps für die richtige Lagerung von Cannabisbuds. In unserem umfangreichen Blog findest Du alles, was Du für die richtige Lagerung Deiner Buds über einen längeren Zeitraum wissen musst. Wenn Du Konzentrate oder essbare Cannabisprodukte ausprobieren willst, haben wir einen ähnlichen Ratgeber, der Dir bei der bestmöglichen Aufbewahrung Deiner Ware hilft.

Bei korrekter Lagerung wirst Du an Deinen Buds eine lange Zeit Deine Freude haben – jedes Mal, wenn Dir danach ist.

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