Hast Du Dich jemals gefragt, wie intelligent Du heute wärst, ohne die Menge an Dope, die Du im Laufe der Jahre geraucht hast? Die größte jemals durchgeführte Langzeitstudie an Zwillingen liefert Antworten.

Die meisten Kiffer, Hanffreunde, Cannabis-Kenner und Patienten wurden wahrscheinlich bereits mit dem Argument konfrontiert, dass Cannabis den IQ senken kann, oft gefolgt von der Schlussfolgerung, dass es besser wäre, das Rauchen von Cannabis zu meiden, um Hirnschäden und eine Abnahme der geistigen Fähigkeiten zu verhindern. Dies ist wahrscheinlich einer der größten Mythen über Cannabis und wurde vielen Kindern erzählt, die in den 80er und 90er Jahren aufgewachsen sind.

Aussagen wie diese mögen kraftvoll und überzeugend sein, weil im Grunde niemand mit einem Mangel an geistiger Schärfe in Verbindung gebracht werden will, aber die Forschung tut sich schwer Beweise hierfür zu finden. Es könnte der Fall sein, dass Eltern, Lehrer, Politiker und alle anderen selbsternannten "Cannabis-Experten", die dieses Argument verwenden, die Fakten nicht überprüft haben. Wir können zwei engagierten Teams von Forschern aus dem Vereinigten Königreich und den USA danken, dass sich der Nebel um das Problem des sinkenden IQ durch Cannabiskonsum lichtet.

Die letzte große wissenschaftliche Unterstützung für diese in der Gesellschaft tief verwurzelte Vorstellung war eine Arbeit der Duke University, die im Jahr 2012 in "Proceeding of the National Academy of Sciences" veröffentlicht wurde. Hierin wurde festgestellt, dass häufiger und schwerer Marihuanakonsum wahrscheinlich mit einem Rückgang des IQ verbunden ist. Die gleiche Zeitschrift veröffentlichte später eine Folgestudie, die sagte, dass viele Faktoren, die ebenfalls mit einem Rückgang des IQ in Verbindung gebracht wurden, wie Zigaretten- und Alkoholkonsum, niedriger sozioökonomischen Status und psychische Erkrankungen, nicht berücksichtigt wurden.

Dies bedeutet nicht unbedingt, dass die Studie der Duke University grundlegend fehlerhaft ist, aber Ole Rogeber, Leiter der Folgestudie, weist darauf hin, dass es einige Probleme damit gab: "Auch wenn es zu hart wäre, zu sagen, dass die Ergebnisse diskreditiert wurden, ist die Methodik mangelhaft und die kausale Störung, die aus den Ergebnissen geschlussfolgert wird, verfrüht gezogen."

jugendlich cannabis QI

Es gibt zwei neue wissenschaftliche Berichte, die den Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Intelligenz aus leicht unterschiedlichen Blickwinkeln untersuchen: Einer untersucht die Entwicklung von 2235 Jugendlichen aus Großbritannien im Alter zwischen 8 und 16 Jahren und der andere die Unterschiede zwischen 789 eineiigen Zwillingspaaren in den USA, in denen ein Zwilling Cannabis raucht und der andere nicht.

Zwei identische Zwillinge zu vergleichen kann eine gute Methode sein, um die Auswirkungen von Cannabis auf die Intelligenz zu prüfen, da die genetische Ausstattung von Zwillingen nahezu identisch ist und ihr frühes soziales Umfeld übereinstimmt.

Beide Studien kamen zu dem gleichen Ergebnis: Es gibt keinen Beweis dafür, dass Cannabiskonsum unter Jugendlichen zu einem Rückgang der Intelligenz führt.

Die Forscher des britischen Berichts veröffentlichten ihre Ergebnisse im Journal of Psychopharmacology: "Cannabiskonsum im Alter von 15 Jahren prognostiziert weder einen niedrigeren IQ bei Teenagern, noch schlechtere schulische Leistungen. Diese Ergebnisse schlagen daher vor, dass der moderate Cannabiskonsum bei dieser Stichprobe von Jugendlichen, für sich allein nicht in ursächlichem Zusammenhang mit einer kognitiver Beeinträchtigung steht."

Die Autoren der Studie stellen fest, dass ihre Daten und Analysen die Ergebnisse der von der Duke University veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeit nicht entkräften müssen. Der britische Bericht untersuchte nur einen moderaten Konsum von Cannabis, während die Wissenschaftler von der Duke University sich auf die starke Nutzung über einen langen Zeitraum konzentrierten. "Eine anhaltende Cannabisabhängigkeit kann bei einer Person in ihrem Leben mit einem sinkenden IQ verknüpft werden", schreiben die Autoren, "doch scheint unter Jugendlichen der Cannabiskonsum allein keine schlechteren IQ Ergebnisse bei jungen Erwachsenen vorherzusagen."

Die Ergebnisse der längsten Langzeitstudie an Zwillingen, die von US-Wissenschaftlern aus Kalifornien und Minnesota durchgeführt wurde, stehen im Gegensatz zu dem, was die Wissenschaftler von der Duke University aus ihrer Arbeit schlossen. Die Daten der Zwillinge unterstützten nicht die Implikation der Autoren der Duke Studie, dass Cannabiskonsum im Jugendalter einen neurokognitiven Rückgang verursacht. Der IQ von Zwillingen, die Marihuana rauchten, nahm mit der Zeit nicht mehr ab, als der ihres nicht konsumierenden Geschwisters. Beide, Raucher und Nichtraucher verloren etwa 4 IQ-Punkte. Wissenschaftler fanden etwas anders heraus: "Kinder, die prädisponiert für eine geistige Stagnation in der Mittelschule sind, sind auf einer Spur zur zukünftigen Verwendung von Marihuana."

Mit anderen Worten: Kinder, die in der Schule eine harte Zeit haben, warum auch immer, werden sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrem Leben am Kiffen versuchen. Wenn Cannabiskonsum eine kognitive Abnahme verursacht, dann würde man von starken Konsumenten erwarten, dass sie einen größeren Rückgang der Intelligenz aufweisen, als moderate oder gelegentliche Nutzer. Auch hierfür fanden sich in der Analyse der Zwillingsdaten keine Beweise. Die Forscher fanden heraus, dass schwerer Cannabiskonsum nicht mit einem höheren Rückgang des IQ verbunden war. Es muss etwas anderes sein, dass in beiden Gruppen zu dem Rückgang von 4 IQ-Punkten führte. Statistiker und Hauptautor Nicholas Jackson kommt zu dem Schluss: "Unsere Ergebnisse führen uns dazu zu glauben, dass dieses 'andere' irgendwie mit der gemeinsamen Umgebung der Zwillinge verbunden ist, was Familie, Schule und Spielkameraden einschließen würde."

Die Wissenschaft macht in Sachen Cannabis Fortschritte, ist aber immer noch nicht an einem Punkt, an dem sie sein sollte. Diese Zwillingsstudie aus Amerika oder die Studie der britischen Forscher, sind vom wissenschaftlichen Standpunkt vielleicht genauer, aber auch sie haben ihre Grenzen. Die eine Sache ist: Spiegelt der IQ die Intelligenz eines Menschen genau wider? Es gibt viele Wissenschaftler, die nicht an dieses Konzept glauben und diese weit verbreitete Annahme als "IQ Mythos" bezeichnen. Die andere Sache ist, dass die Ergebnisse dieser Studien keinen Nachweis darüber liefern, ob der schwere und anhaltende Cannabiskonsum während der Adoleszenz sicher ist.

Es gibt mehrere Risiken, die mit Cannabis verbunden sind, aber für jetzt, können wir tief durchatmen und uns über die Tatsache freuen, dass unsere Dummheit wahrscheinlich durch etwas anderes verursacht wird und nicht von der Pflanze, die wir so gerne aufziehen und rauchen. "Wir brauchen dringend weitere Studien über die Auswirkungen, die Marihuana auf das Gehirn hat", sagt Jackson, Leiter der Zwillingsstudie.

Warenkorb

Einschließlich KOSTENFREIER Artikel

Keine Produkte

Versand € 0.00
Gesamt € 0.00

Bestellen