Cannabis wurde über tausende von Jahren in vielen Kulturen als Kräutermedizin eingesetzt. Nach einer kurzen und korrupten Verbotsperiode erlangt das Kraut erneut seinen wohlverdienten Status als wirklich heilende Medizin. Die moderne Wissenschaft untersucht die Pflanze mittlerweile intensiv und konnte bisher entdecken, dass viele der internen Bestandteile, wie Cannabinoide und Terpene, die Fähigkeit besitzen, die menschliche Gesundheit zu fördern und bestimmte Krankheiten und Leiden zu therapieren.

Zusätzlich zu ihrer Wirksamkeit erweist sich die Pflanze auch als extrem sicher und es gibt keine Todesfälle, die einer Toxizität zugeschrieben werden. Die Liste der Krankheiten und Leiden, bei deren Behandlung sich Cannabis als wirksam erwiesen hat, nimmt allmählich einen sehr großen Umfang an. Eine dieser Krankheiten ist Diabetes. Wirf mit uns einen Blick auf Ursachen und Risikofaktoren dieser Krankheit, bevor wir uns die möglichen therapeutischen Effekte ansehen, die Cannabis zu bieten hat.

Cannabis-cannabinoide Und Terpene Für Diabetes

TYPEN AND STATISTIKEN

Es gibt zwei verschiedene Arten von Diabetes: Bei Typ-1-Diabetes handelt es sich um eine genetische Störung, bei der der menschliche Körper kein Insulin produzieren kann, ein Peptidhormon, das für die Kontrolle der Blutzuckerwerte verantwortlich ist. Typ-2-Diabetes oder Diabetes mellitus kommt weit häufiger vor und tritt auf, wenn der Körper eines Menschen nicht genug Insulin produzieren kann oder das Insulin, das produziert wird, nicht effizient wirkt.

Ein Bericht der American Diabetes Association beschreibt detailliert die Prävalenz der Krankheit für das Jahr 2015 in den Vereinigten Staaten. Man stellte fest, dass 30,3 Millionen Amerikaner oder 9,4% der Bevölkerung Diabetes haben. Davon wiesen etwa 1,23 Millionen Kinder und Erwachsene Typ-1-Diabetes auf. Die Krankheit belegte damit im selben Jahr Platz 7 der häufigsten Todesursachen innerhalb des Landes, wobei sie für insgesamt 79.535 Todesfälle verantwortlich war.

URSACHEN FÜR TYP-2-DIABETES

Typ-2-Diabetes tritt auf, wenn die Bauchspeicheldrüse, eine große Drüse hinter dem Magen, nicht genügend Insulin produziert. Tritt dies ein, kann kein normaler Blutzuckerspiegel aufrecht erhalten werden. Die Krankheit kann auch entstehen, wenn der Körper nicht in der Lage ist, das produzierte Insulin zu verwenden, was als Insulinresistenz bekannt ist.

Es gibt zahlreiche Risikofaktoren, die mit Typ-2-Diabetes assoziiert sind und jeder von ihnen kann das Risiko eines Menschen steigern, dass die Erkrankung diagnostiziert wird. Das Lebensalter ist einer dieser Risikofaktoren, wobei hier auch ein starker Einfluss der Rasse festgestellt wurde. Für weiße Menschen gilt ein Alter über 40 als Risikofaktor für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes. Diese Zahlen schwanken jedoch. Über 25 zu sein stellt dagegen einen Risikofaktor für südasiatische, chinesische, afrikanisch-karibische oder schwarz-afrikanische Menschen dar. Das höhere Lebensalter spielt deshalb eine Rolle, weil es meist mit der Gewichtszunahme und einem Mangel an Bewegung verknüpft ist.

Die Genetik spielt ebenso eine Rolle für den Ausbruch der Krankheit: Leidet ein naher Verwandter wie ein Elternteil oder ein Geschwister an Typ-2-Diabetes, liegt das Risiko ebenfalls zu erkranken bei 1 zu 3.

FETTLEIBIGKEIT

Schließlich korreliert der Typ-2-Diabetes auch stark mit Übergewicht oder Fettleibigkeit. Der menschliche Körper ist äußerst anpassungsfähig an seine Umwelt, was auch die Art und Weise umfasst, wie wir uns bewegen und die Lebensmittel, die wir auswählen, um uns zu ernähren. Ausreichende Bewegung, das Heben von Gewichten und der Verzehr gesunder Lebensmittel üben einen positiven Einfluss auf unseren epigenetischen Ausdruck aus und führen zu einem Zustand des Wohlbefindens.

Ein entgegengesetztes Verhalten kann allerdings zu Übergewicht führen - und zu den chronischen Krankheiten, die damit einhergehen, einschließlich Typ-2-Diabetes. Ein Körpergewichtsindex (BMI) von 25 kennzeichnet einen Menschen als übergewichtig, während ein BMI von 30 oder mehr den Bereich der Fettleibigkeit beschreibt, einhergehend mit einem noch weiter erhöhten Risiko Typ-2-Diabetes auszubilden. Bei Asiaten liegen die entsprechenden Zahlen niedriger, wobei ein BMI von 23 oder höher bereits ein erhöhtes Risiko bedeutet, während Asiaten mit einem BMI von 27,5 oder höher noch stärker gefährdet sind.

Gespeichertes Fett um den Bauch herum kann das Risiko der Entwicklung von Typ-2-Diabetes ebenso stark erhöhen, weil es Chemikalien freisetzt, die potenziell das Herz-Kreislauf-System und den Stoffwechsel beeinträchtigen. Dies kann auch das Risiko schwerer Krankheiten wie koronarer Herzerkrankungen, Schlaganfälle und bestimmter Formen von Krebs erhöhen.

Cannabis und Diabetes und Adipositas

CANNABIS BETRITT DIE BÜHNE

Den meisten Menschen dürfte die Vorstellung absolut absurd erscheinen, dass Cannabis in der Lage sein könnte, bei einer so ernsten Krankheit zu helfen. Viele Menschen sehen das Kraut nach wie vor als gefährliche, illegale Droge, die keinen Platz in der modernen Medizin hat. Die Wahrheit ist, dass dieser Standpunkt in Jahrzehnten der Propaganda und der politischen Manipulation kultiviert wurde. Wenn wir allerdings die harten Fakten in Form von wissenschaftlichen Publikationen betrachten, sehen wir, dass Cannabis eine äußerst starke und komplexe Medizin ist, die mit dem Körper in einer sehr spezifischen und wirkungsvollen Art und Weise interagiert. Dies wird durch das Endocannabinoid-System vermittelt, ein Netzwerk von Rezeptoren, das durch die Moleküle aktiviert wird, welche die Cannabispflanze produziert.

Also, woran genau liegt es, dass diese Pflanze Diabetes verhindern und möglicherweise behandeln kann? Nun, den wichtigsten Mechanismus bildet dabei die Gewichtskontrolle, ein entscheidender Faktor in der sehr engen Beziehung zwischen Fettleibigkeit, BMI und Typ-2-Diabetes. Dies mag manchen überraschen, sind doch mit dem Cannabiskonsum bestimmte Klischees verbunden, die von Heißhunger bis hin zu Faulheit und mangelnder Bewegung reichen. Es stellt sich aber gerade heraus, dass es sich hierbei schlicht um Mythen handelt, die sich im Laufe der Zeit in der Pop-Kultur verfestigt haben.

CANNABIS UND FETTLEIBIGKEIT

Eine wissenschaftliche Publikation im American Journal of Epidemiology untersuchte die Verbindung zwischen Fettleibigkeit und Cannabis, indem sie die Ergebnisse aus zwei repräsentativen nationalen Umfragen auswertete. Die Forscher fanden heraus, dass bei Cannabisnutzern tatsächlich eine geringere Wahrscheinlichkeit für Fettleibigkeit feststellbar ist, als bei Nicht-Nutzern. Dieses Ergebnis besagt das genaue Gegenteil der anfänglichen Hypothese, die auf klinischen Studien und Laboruntersuchungen basierte, nach denen Cannabis mit Appetitstimulation verknüpft war.

Die Publikation verweist auf zahlreiche Studien, die ähnliche Ergebnisse erbracht haben. In einer dieser Studien, die 297 weibliche Probanden untersuchte, stellte man fest, dass die Rate des Cannabiskonsums in den letzten 12 Monaten bei fettleibigen Teilnehmerinnen geringer ausfiel, als bei Frauen mit einem niedrigeren BMI. Eine andere Studie jedoch, an der 7.885 Mädchen beteiligt waren, erbrachte ein entgegengesetztes Ergebnis und legt nahe, dass häufige Cannabisnutzung mit Fettleibigkeit assoziiert ist. Eine weitere Studie zeigte allerdings wiederum, dass der Cannabiskonsum zwar mit einer höheren Kalorienzufuhr verbunden ist, dass bei Cannabisnutzern die Entwicklung von Adipositas aber weniger wahrscheinlich ist, als bei Nicht-Nutzern.

Was aber besagen diese Ergebnisse? Bewertet man die Ergebnisse, hat Cannabis eine starke Korrelation mit einem gesunden Gewicht. Bedeutet dies, dass ein gesundes Gewicht nicht ohne den Einsatz von Cannabis erreicht werden kann? Sicherlich nicht, denn Bewegung und Ernährung sind dafür immer noch die Schlüssel. Allerdings scheint unser Kraut eine potenzielle Rolle als vorbeugende Maßnahme zu spielen.

KOHLENHYDRATSTOFFWECHSEL

Einer der Gründe dafür, dass Cannabis mit einem gesünderen Gewicht verbunden sein kann, ist in einem verbesserten Kohlenhydratstoffwechsel zu sehen. Murray Mittleman, ein Privatdozent für Medizin an der Harvard Medical School, wird wie folgt zitiert: "Der wichtigste Befund ist, dass die aktuellen Nutzer von Marihuana einen besseren Kohlenhydratstoffwechsel als Nicht-Nutzer zu haben scheinen."

Die Forschungsstudie, die zu dieser Aussage führte, umfasste über 4.600 Männer und Frauen. 49% der Probanden hatten während ihres Lebens mindestens einmal Cannabis geraucht und 12% nutzten das Kraut immer noch häufig. Man stellte fest, dass diese Cannabiskonsumenten Nüchtern-Insulinspiegel aufwiesen, die um 16% niedriger waren, als die ehemaliger Nutzer und derjenigen, die es noch nie geraucht hatten. Cannabisraucher zeigten zudem auch eine 17%ige Reduktion in einem anderen Maß der Insulinresistenz: "Ihre Nüchtern-Insulinspiegel waren niedriger und sie scheinen auch weniger resistent gegen Insulin zu sein, das von ihrem Körper produziert wird, um einen normalen Blutzuckerspiegel zu halten", wie Mittleman ebenfalls feststellte.

Cannabis Bud Medicinal Für Die Behandlung Von Diabetes

CANNABIS IN DIABETES-MEDIKAMENTEN

Das in Großbritannien ansässige Unternehmen GW Pharmaceuticals entwickelt derzeit ein Cannabismedikament, das potenziell die Notwendigkeit von Insulininjektionen bei Diabetes ausschaltet. Das Unternehmen hat bereits ein orales Spray namens Sativex auf den Markt gebracht, ein verschreibungspflichtiges Medikament gegen die Muskelkrämpfe bei Multipler Sklerose. Dieses neue Medikament zielt auf die Verwendung der Cannabinoide CBD und THCV ab, bei denen es sich um Moleküle handelt, die wirksam den Blutzuckerspiegel senken und die Insulinproduktion verbessern können.

Dieses THCV (Tetrahydrocannabivarin) ist eines der vielen wirkungsvollen medizinischen Cannabinoide. Man fand heraus, dass es eine Reihe von gesundheitlichen Nutzen aufweist, die insbesondere für Diabetiker vorteilhaft sein können. Zunächst einmal hat sich THCV als Appetitzügler erwiesen. Dies bedeutet, dass es die Fähigkeit besitzen kann, das Gewicht bei übergewichtigen Patienten zu kontrollieren.

Eine wissenschaftliche Studie, die von der American Diabetes Association veröffentlicht wurde, untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit von THCV und CBD bei Patienten mit Typ-2-Diabetes. Die Forscher, die an der Studie beteiligt sind, erwähnen, dass THCV außerdem die Nüchtern-Plasmaglukose signifikant verringerte und erklärten: "Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass THCV ein neues therapeutisches Mittel für die Blutzuckerkontrolle bei Patienten mit Typ-2-Diabetes darstellen kann."

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