Erfahre mehr über die Vor- und Nachteile von Komposttee als Nährstoff und Schutzschild für Deine Cannabispflanzen:

Inhaltsverzeichnis:

Komposttee ist eine Form von angesetztem Kompost, der Deine Cannabispflanzen mit vielen hochwertigen Nährstoffen versorgen kann, was zur Pflanzengesundheit, Vitalität und sogar zur Abwehr von Krankheitserregern beiträgt. Trotz seiner vielen positiven Wirkungen ist Komposttee nicht schwer herzustellen und erfordert nur minimalen Aufwand. Die Hauptvoraussetzung für den Tee ist einfach ein wenig Geduld.

BAKTERIELLER KOMPOSTTEE VS. KOMPOSTTEE AUS PILZEN

Bei der Zubereitung von Komposttee werden Mikroorganismen aus dem Kompost extrahiert und gefüttert. Das Ergebnis ist eine Nährstofflösung, die mit Millionen nützlicher bakterieller oder pilzartiger Kolonien angereichert ist und Deine Pflanzen nicht nur mit Nährstoffen versorgt, sondern auch zum Schutz vor Krankheitserregern beitragen kann.

Abhängig davon, welche Zutaten Du für die Herstellung verwendest, sind Komposttees entweder pilzartig oder bakteriell. Bakterielle Tees werden mithilfe von Zuckern (wie zum Beispiel Molassen) hergestellt, wohingegen pilzartige Tees Fisch-Hydrolysat und Huminsäure nutzen. Während beide Tees auf ähnliche Art und Weise zubereitet werden, brauchen pilzartige Tees in der Regel etwas länger, da sich Pilzkolonien langsamer ausbreiten.

BEGINNE MIT GUTEM KOMPOST

Wie Du wahrscheinlich schon vermutet hast, ist guter Kompost der Schlüssel zu gutem Komposttee. Kompost entsteht durch die langsame Rückentwicklung natürlicher Abfälle wie Früchte und Gemüseabfälle, Eierschalen, Papier und Gartenabfälle.

Um zuhause zu kompostieren, benötigst Du einen Kompostbehälter, den Du entweder im Internet bestellen, im Baumarkt kaufen oder selbst bauen kannst. Füttere Deinen Kompost mit einer Kombination aus grünen und braunen Materialien. Für optimale Ergebnisse empfehlen wir, den Kompost mit 25–50% grünen Materialien und 50–75% braunen Materialien zu befüllen. In der oben stehenden Grafik erhältst Du Beispiele für grüne und braune Kompostmaterialien.

BEGINNE MIT GUTEM KOMPOST

Mit der Zeit bauen die Mikroorganismen im Kompost diese Materialien zu Kompost ab – eine bessere Version von Erde mit jeder Menge Nährstoffe und mikroskopisch kleinen Mikroorganismen. Solltest Du keinen eigenen Kompost für die Herstellung von Tee haben, kannst Du ihn entweder in einem Baumarkt oder einem Gartenfachgeschäft in Deiner Nähe kaufen, oder einen Tee mithilfe gekaufter Zutaten herstellen. Zu den gängigsten Inhaltsstoffen für Komposttee zählen:

INHALTSSTOFFEBAKTERIELL

PILZARTIG

BAKTERIELL / PILZARTIG
Fisch-Hydrolysat X
Kelp X
Insektenexkremente X
Alfalfa X
Gletschergestein X
Azomit X
Bokashi X
Humin-/Fulvinsäure X
Melasse X
Yucca X
Guano X


Beachte: Die Inhaltsstoffe für die Zubereitung Deines Tees bestimmen, ob er bakteriell oder pilzartig ist.

DIE UNTERSCHIEDLICHEN ARTEN VON KOMPOSTTEE VERSTEHEN

Im Wesentlichen gibt es sechs verschiedene Arten von Komposttee: Belüfteter Tee, nicht belüfteter Tee, sauerstofffreier Tee, Düngertee, Kompost-Sickerwasser und fermentierter Pflanzentee. Sowohl Hobby-Anbauer als auch professionelle Gärtner verwenden für Cannabispflanzen am häufigsten belüfteten Komposttee (ACT).

BELÜFTETER KOMPOSTTEE

Belüftete Komposttees erzeugen während des Brauvorgangs mithilfe von Sauerstoff die perfekte Umgebung für das Wachstum nützlicher Mikroorganismen. Wenn Du den Tee zuhause selbst machen willst, kannst Du Deinen eigenen ACT-Tee mithilfe eines 20l Eimers, einer Luftpumpe/ eines Ausströmers und den folgenden Inhaltsstoffen selbst herstellen:

• Hochwertiger Kompost
• Wurmhumus
• Humus

Die Grundzutaten für Komposttee sind Kompost, Wurmhumus und Humus. Die Inhaltsstoffe sind reich an Mikroorganismen, die Du beim Füttern Deines Tees quasi großziehst. Denke daran, dass die Verwendung organischer Inhaltsstoffe für bestmöglichen Tee und reinste Ergebnisse ausschlaggebend ist.

Nahrung

Um die Bakterien oder Pilze in Deinem Kompost zu züchten, musst Du sie mit den richtigen Nährstoffen füttern. Im Internet gibt es unzählige Rezepte für Komposttee. Am Ende des Artikels findest Du eines unserer Lieblingsrezepte.

Sauerstoff

Belüftete Komposttees verwenden Sauerstoff, um das Wachstum nützlicher Bakterien oder Pilze zu unterstützen. Für den Hobby-Anbauer bedeutet das, man kann alle Inhaltsstoffe zusammen mit einer Luftpumpe in einem Eimer „brauen“ lassen. Größere Plantagen mit einem höheren Budget arbeiten in der Regel mit Sauerstoffsonden, um den Sauerstoffgehalt in ihren Tees vollständig kontrollieren zu können.

Temperatur und Zeit

Belüftete Komposttees werden am besten bei Temperaturen zwischen 18 und 30°C hergestellt. Niedrigere Temperaturen erschweren die Vermehrung von Mikroorganismen, während heißere Temperaturen das Wachstum von Krankheitserregern in Deinem Tee fördern können.

Die Zeit hat ähnliche Auswirkungen auf Komposttee. Mikroorganismen brauchen Zeit, um zu wachsen, aber übermäßig lange Entwicklungszeit schafft einen Nährboden für schädliche Bakterien und Pilze. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir, den Tee genau 24 Stunden lang "aufzubrühen".

WERKZEUGE FÜR DIE MESSUNG DER LEITFÄHIGKEIT DEINES KOMPOSTTEES

Anstatt einfach blind drauflos zu brauen und Deine Pflanzen mit Komposttee zu füttern, solltest Du die Leitfähigkeit Deiner Lösung messen, um einen besseren Eindruck des Inhalts zu bekommen. Verwende die RQS pH- und Leitfähigkeitstester, um sicherzustellen, dass Du Deine Pflanzen richtig behandelst.

DIE VERWENDUNG VON KOMPOSTTEE IN HYDROPONIK- UND AEROPONIK-ANLAGEN

Während wir bei der Verwendung von Komposttees eher an die Anwendung bei Cannabispflanzen, die in Erde angebaut werden, denken, kann der Enzymdünger auch in Hydroponik- oder Aeroponik-Anlagen verwendet werden; Du musst nur die Dosierung anpassen. Für Pflanzen, die in Erde angebaut werden, empfehlen wir etwa 120ml pro Liter Wasser. Bei Hydrokulturen empfehlen wir die Gabe von 1 Liter Tee pro 30l Wasser im Reservoir.

Im Gegensatz zu chemischen Düngemitteln ist es viel schwieriger, Pflanzen mit Komposttee zu überdüngen.

DIE VERWENDUNG VON KOMPOSTTEE IN HYDROPONIK- UND AEROPONIK-ANLAGEN

DIE VORTEILE VON KOMPOSTTEE

Komposttee enthält Millionen nützlicher Bakterien und Pilze. Wenn Du ihn auf die Wurzeln Deiner Pflanzen aufträgst oder die Blätter damit besprühst, kannst Du ihre Entwicklung auf vielfältige Weise fördern.

Zu den wichtigsten Vorteilen von Komposttee zählen:

VERBESSERT DAS PFLANZENWACHSTUM

Komposttee kann dem Cannabisanbauer und seinen Pflanzen auf vielfältige Weise helfen. Einer der Hauptnutzen und vielleicht der wichtigste für viele Grower, besteht darin, dass er hilft, das Pflanzenwachstum anzukurbeln – ein sehr wichtiger Faktor für alle Grower, die sich große und harzige Knospen wünschen, wenn die Erntezeit naht.

Die schiere Menge an Nährstoffen in einem Komposttee unterstützt die Gesundheit der Pflanzen massiv und gewährleistet eine ungestörte und robuste Entwicklung. Eine solche kraftvolle Dosis von Nährstoffen trägt dazu bei, das Auftreten von Mangelerscheinungen zu verhindern, die das Wachstum behindern, bzw. letztlich den Ertrag reduzieren können.

FÜHRT NÜTZLICHE MIKROORGANISMEN EIN

Neben der Einführung von Nährstoffen in den Boden bringt Komposttee auch nützliche Mikroorganismen ins Spiel, zu denen Lebensformen wie Mykorrhizapilze und räuberische Nematoden gehören.

Mykorrhizapilze können dazu beitragen, das Wurzelwerk der Cannabispflanzen zu stärken und ermöglichen ihnen, weiter entfernte Nährstoffe zu extrahieren und ihre Aufnahme zu steigern. Diese Pilze können zudem die Wurzeln dabei unterstützen, sich gegen Mikrobenparasiten zu verteidigen. Räuberische Nematoden wirken ebenso als natürliche Verteidigung und ernähren sich von den Mikroben, die Appetit auf Cannabiswurzeln haben.

Der Komposttee wird diese räuberischen Nematoden ebenfalls in die Rhizosphäre Deines Kräutergartens einbringen. Diese winzigen, wurmähnlichen Kreaturen sind wichtig für den Schutz der Pflanzen gegen eine Vielzahl anderer Mikroorganismen, einschließlich anderer Arten von Nematoden.

Falls Du den Komposttee auch als Blattspray anwendest, können die darin befindlichen Nematoden sogar Schadinsekten an Blättern und Stängeln, wie beispielsweise Minierfliegen und -motten, angreifen und bekämpfen.

MACHT DEN EINSATZ GIFTIGER CHEMIKALIEN ÜBERFLÜSSIG

Die Verwendung von Komposttee kann dazu führen, dass Du in Deinem Garten keine Chemikalien mehr einsetzen musst, die für Dich und die Umwelt giftig sind. Der Komposttee ist ein nahrhaftes Elixier, das den Bedarf an synthetischen Düngemitteln reduziert, die manchmal die Wurzeln verbrennen können.

REZEPT FÜR KOMPOSTTEE

Das folgende Rezept für Komposttee wurde von der Bodenmikrobiologin und Forscherin Dr. Elaine Ingham von Soil Foodweb Inc. entwickelt.

SCHRITT 1

Zuallererst misst Du 95 Liter Wasser in einem Behälter ab. Falls Dein Wasser chloriert ist, belüfte es, um diese Chemikalie zu entfernen. Gib dafür 2 Teelöffel Humussäurelösung direkt in das Wasser. Du kannst diese Säure kaufen, aber auch aus eigenem Kompost gewinnen.

SCHRITT 2

Als nächstes misst Du 1–2 Esslöffel Humussäure ab und verdünnst sie mit 2 Tassen Wasser, bevor Du sie in den Komposttee gibst. Als Alternative kannst Du auch 1–2 Esslöffel Fischhydrolysat verwenden. Auch dieses sollte vorverdünnt werden, falls aus der Produktbeschreibung hervorgeht, dass saure Konservierungsstoffe enthalten sind, die neutralisiert werden müssen.

REZEPT FÜR KOMPOSTTEE

SCHRITT 3

Jetzt machst Du Dich daran und mischst eine halbe Tasse Seetang in 5 Tassen Wasser. Sobald alles ausreichend durchmischt ist, gießt Du diesen sehr nahrhaften Zusatz in den Komposttee.

SCHRITT 4

Nun ist es Zeit, den Kompost hinzuzufügen. Bevor Du dies tust, führst Du einen abschließenden Test durch, um sicherzustellen, dass Dein Kompost vollständig umgewandelt wurde, bzw. gesund und artenreich aussieht. Er sollte aerob sein und daher gut und reich riechen – wie Erde aus einem Wald. Dieser Kompost soll als Heimat nützlicher Bakterien, Pilze und Protozoen dienen. Du solltest 2,3kg Kompost hinzufügen.

Um zu überprüfen, ob sich diese nützlichen Bakterien wirklich entwickelt haben und bereit sind, auf Deinen Pflanzen angewendet zu werden, kann ein Mikroskop hilfreich sein. Falls Du eines besitzt oder Zugang zu einem hast, beurteile den Kompost bei einer 1:5 Kompostverdünnung und 400-facher Vergrößerung. Du solltest in der Lage sein, tausende von Bakterien in jeder Feldansicht zu erkennen sowie einen Bestand von Pilzhyphen in jedem fünften Feld, ein Flagellat oder Amöben in jedem fünften bis zehnten Sichtfeld und eine nützliche Nematode pro Tropfen.

Falls Deinem Kompost die Pilze fehlen, kannst Du Lebensmittel hinzufügen, um ihr Wachstum zu verbessern, wie zum Beispiel eine Tasse gemahlenen Hafer, Kleie-Mehl oder Garnelenschalen. Falls Deine Pflanzen einen Stickstoffschub benötigen, solltest Du die Humussäure durch die gleiche Menge Fischhydrolysat ersetzen.

DER NUTZEN VON KEIMLINGTEE

Ziemlich ähnlich wie Komposttee, ist Keimlingtee /(Sprouted Seed Tea; SST) ein nährstoffreicher, kostengünstiger Cannabisdünger. SST ist eine Zubereitung, die unter biologischen Erzeugern wegen ihrer Einfachheit und Effektivität beliebt ist, wobei schnell wachsende Pflanzen wie Roggen, Gerste oder Mais genutzt werden.

Wenn sie gekeimt sind, enthalten diese Samen eine Fülle von Nährstoffen, die das Wurzelwachstum stimulieren und entscheidende physiologische Funktionen erfüllen. Diese beinhalten eine Reihe von Proteinen, Aminosäuren und Enzymen. Keimlinge enthalten außerdem Gibberellinsäuren – Wachstumshormone, die am Wachstum von Trieben, Blättern und Blüten beteiligt sind. SST dient als Wurzeldüngung und Blattspray.

REZEPT FÜR KEIMLINGTEE

Man kann also unschwer erkennen, warum sich so viele Grower dieser billigen und natürlichen Methode des Düngens zuwenden. Es braucht lediglich eine Tüte mit Samen, ein bisschen Wasser und Zeit. Lerne im Folgenden, wie Du Deinen eigenen Vorrat SST anlegst.

REZEPT FÜR KEIMLINGTEE

WAS DU BENÖTIGST

• 50–60g Gerstensamen
• Sauberes Wasser
• Große Schüssel
• Glas
• Sieb
• Mixer
• Eimer

ANLEITUNG

SCHRITT 1

Schütte Deine Gerstensamen in eine große Schüssel und bedecke sie mit Wasser. Lass sie acht Stunden lang einweichen.

SCHRITT 2

Die meisten Samen werden an der Oberfläche schwimmen. Tippe sie leicht an und sieh zu, wie sie zu Boden sinken. Du wirst bemerken, wie auf dem Wasser eine Ablagerungsschicht treibt. Entferne sie, indem Du sie abschöpfst oder in die Spüle schüttest.

SCHRITT 3

Siebe Deine sauberen Samen aus dem Wasser heraus und transferiere sie zum Keimen in das Glas. Lass sie für ganze drei Tage keimen, wobei Du sie jeden Morgen und Abend abspülst. Du wirst innerhalb von 24 Stunden feststellen, dass kleine weiße Ranken aus den Samen herauskommen. Dort sind all die wertvollen Nährstoffe enthalten. Am dritten Tag werden diese Strukturen um einiges länger sein.

SCHRITT 4

Gib Deine Samen in einen Mixer und fülle ihn zur Hälfte mit Wasser. Mixe sie für rund 20 Sekunden lang durch, um eine seifig-weiße Mixtur zu erzeugen.

SCHRITT 5

Fülle den Eimer mit 20l sauberem Wasser. Seihe die Mixtur durch ein Sieb in den Eimer ab. Mische die Lösung gut durch.

SCHRITT 6

Wende den SST als Blattspray oder direkt auf der Erde an. Allzeit einen grünen Daumen!

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