Aus Sicht der Schulmedizin ist Ibuprofen eines der effektivsten Mittel in der Schmerztherapie. Seit den 1960er Jahren[1] ist es das gängigste Medikament für ganz normale Beschwerden wie Kopf-, Zahn- und Rückenschmerzen.

Andererseits gibt es Cannabidiol, eine vielversprechende Verbindung aus der Cannabispflanze. CBD, so die gängige Bezeichnung des Wirkstoffs, war das erforschte Objekt für verschiedene Anwendungsgebiete, darunter auch Schmerzen. Im Gegensatz zu Ibuprofen wurde CBD von Medizinern allerdings noch nicht genehmigt.

Unabhängig davon geht die Diskussion um CBD als natürlicher, vielseitiger Wirkstoff mit verblüffenden Eigenschaften weiter. Aber wie effektiv ist es wirklich? Dieser Artikel will diese Frage beantworten.


Wie Ibuprofen wirkt

Ibuprofen ist eine der häufigsten Formen nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAIDs). Es hilft bei der Linderung von Fieber und Kopfschmerzen.

Ibuprofen wirkt, indem es die Hormone reduziert, die sowohl Schmerzen als auch Schwellungen verursachen. Es hemmt zudem die Freisetzung von Prostaglandinen[2]. Dies sind chemische Verbindungen, die für die Kontrolle von Entzündungen und Blutfluss verantwortlich sind.

Ibuprofen nimmt speziell die Enzyme COX-1 und COX-2 ins Visier, indem es ihre Aktivität verringert. Diese beiden Enzyme lösen Entzündungen und Fieber aus[3].

Aber wenn es um die Nutzen geht, geht Ibuprofen über die reine Schmerzkontrolle hinaus. Es wirkt erwiesenermaßen gegen rheumatoide Arthritis und andere Krankheiten, kleinere Verletzungen des Bewegungsapparates sowie Fieber und hilft außerdem, die Bildung von Blutgerinnseln zu verhindern.

CBD vs. Ibuprofen

Jetzt haben wir eine allgemeine Vorstellung davon, wie Ibuprofen wirkt. Also lass uns unsere Aufmerksamkeit nun auf CBD und seine Wirkweise im Körper richten.

CBD interagiert mit dem Körper in erster Linie über das Endocannabinoid-System. Es bindet nicht direkt an die körpereigenen Rezeptoren dieses Systems (CB1 und CB2), kann aber den natürlichen Endocannabinoid-Spiegel erhöhen und dem System auf andere Weise zunutze sein[4]. Das ECS ist für die Regulierung mehrerer wichtiger Funktionen verantwortlich, einschließlich Schlaf, Schmerz, Immunantwort und Appetit. Aus diesem Grund ist jede Substanz eine Untersuchung wert, die in der Lage ist, die Effektivität dieses Systems zu erhöhen.

Aber wenn Ibuprofen doch so effektiv ist, warum sollten wir CBD dann überhaupt auf sein Potenzial untersuchen? Weil die Einnahme von Ibuprofen mehrere Risikofaktoren mit sich bringt, die definitiv in Betracht gezogen werden sollten. Laut FDA können NSAIDs, einschließlich Ibuprofen, selbst bei kurzzeitiger Einnahme[5] das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Die Symptome können innerhalb weniger Wochen auftreten.

Ibuprofen leitet sich von Propionsäure ab, der gleichen Fettsäure, die auch in industriell verarbeiteten Lebensmitteln enthalten ist. Sie wird hauptsächlich zur Bekämpfung von Schimmelpilzen und Bakterien eingesetzt und kann die Haut bei direktem Kontakt stark reizen. Laut FDA hat es bei Menschen jedoch eine geringe Toxizität[6].

CBD wird mithilfe eines Lösungsmittels wie Ethanol oder Kohlendioxid aus der Hanfpflanze extrahiert. Anschließend wird Cannabidiol für den Konsum in Öl, Topika oder Ölkapseln eingebracht.

CBD vs. Ibuprofen

Kann man CBD und Ibuprofen gleichzeitig einnehmen?

Einerseits haben wir ein schnell wirkendes synthetisches Medikament mit bekannten Nebenwirkungen und Gesundheitsrisiken. Andererseits haben wir eine organische Substanz, von der man annimmt, dass sie ihre eigenen Nutzen bietet – ohne die Risiken[7]. Auf dem Papier betrachtet ist die Kombination der beiden gar keine so schlechte Idee.

Vielleicht aber auch nicht. Diese Studie aus dem Jahr 2019[8] berichtet zum Beispiel von keinen direkten Wechselwirkungen zwischen Ibuprofen und CBD. Bei anderen NSAIDs wie Naproxen und Celecoxib sieht es allerdings anders aus. Experten raten von der gleichzeitigen Einnahme von Cannabidiol und diesen genannten Medikamenten ab.

Die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen kann von Person zu Person variieren. Bevor Du CBD zusammen mit Ibuprofen einnimmst, suchst Du am besten das Gespräch mit Deinem Arzt.

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Wie wirkt CBD auf Schmerzen?

Wir haben die Interaktion von CBD mit dem Endocannabinoid-System als Ausgangspunkt für das wissenschaftliche Interesse in diesem Bereich bereits erwähnt. Lass uns jetzt einen genaueren Blick auf den aktuellen Forschungsstand werfen.

  • CBD bei akuten Schmerzen

Wenn eine Person unter akuten Schmerzen leidet, wird ihr wahrscheinlich ein Analgetikum verschrieben. Das kann in Form von Paracetamol oder NSAIDs wie Ibuprofen sein. In schweren Fällen können Ärzte auf Opioide wie Oxycodon und Morphin zurückgreifen.

Die Forschung[9] untersucht jedoch, ob auch die Wirkung von CBD analgetische Funktionen haben könnte. So wurde 2009 eine Phase-III-Studie[10] über Cannabinoide als plausibles Mittel zur Schmerzbewältigung veröffentlicht.

Einer der Schwerpunkte der Studie lag auf Sativex, einem Cannabisextrakt, der sowohl CBD als auch THC enthält, der mit einem THC-dominanten Extrakt und einem Placebo verglichen wurde. Es stellte sich heraus, dass Sativex sowohl im Vergleich zum THC-dominanten Extrakt als auch zum Placebo eine signifikante Schmerzlinderung erzielte.

Das ist aber noch nicht alles. Laut einer im Jahr 2006 an Mäusen durchgeführten Studie[11] förderte CBD auch die Signalübertragung von Adenosinrezeptoren[12]. Adenosinrezeptoren sind im ganzen Körper verteilt. Eine ihrer Hauptaufgaben: Die Regulierung von Schmerzen und Entzündungen.

Es ist bekannt, dass auch Antioxidantien für die wirksame Schmerzbehandlung[13] eingesetzt werden können. Weitere Untersuchungen zeigen, dass CBD im Vergleich zu anderen Ergänzungsmitteln reicher an Antioxidantien ist. Wie diese Studie aus dem Jahr 1998[14] enthüllt, zeigte Cannabidiol eine höhere antioxidative Aktivität als die Vitamine C und E.

CBD bei akuten Schmerzen

  • CBD bei peripheren Schmerzen

Periphere Schmerzen, auch bekannt als periphere Neuropathie[15] sind Beschwerden, die durch Nervenschäden entstehen. Zu den üblichen Symptomen zählen Taubheit, Schmerzen und Schwächegefühl. Manche Menschen spüren aber auch ein Kribbeln in den Fingern.

Könnte Cannabidiol statt der Wahl von Steroiden und Immunsuppressiva eine weitere überzeugende Option sein?

Wie diese 2004 durchgeführte Studie[16] zu CBD-Derivaten zeigt, hatte Cannabidiol keine direkte Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Es hatte jedoch periphere Effekte, die mit der Antinozizeption und Immunsignalisierung zusammenhängen.

CBD bei peripheren Schmerzen
  • CBD bei chronischen Entzündungen

Es ist eine Sache, in bestimmtem Teilen des Körpers eine leichte Entzündung zu haben. Wenn diese allerdings über mehrere Monate oder sogar Jahre anhält, dann leidest Du unter einer chronischen Entzündung.

Eine chronische Entzündung tritt auf, wenn sich Dein Körper als vermeintliche Reaktion gegen Krankheiten im ständigen Kampfmodus befindet. Doch in diesem Fall greift das Immunsystem fälschlicherweise gesundes Gewebe an. Experten betrachten diesen Zustand eher als eine Autoimmunerkrankung.

Genau wie Schmerzen kann eine chronische Entzündung durch die Einnahme von NSAIDs und Steroiden behandelt werden. Experten verordnen außerdem bestimmte[17] Ergänzungsmittel wie Fischöl und Liponsäure. Mediziner sehen sich nun auch das Wirkprofil von CBD an, um Antworten zu finden.

Eine Studie aus dem Jahr 2012[18] an Nagetieren zeigt, dass CBD und seine modifizierten Derivate auf α3-Glycinrezeptoren abzielen. Glycinrezeptoren spielen entscheidende Rollen im Zusammenhang mit Schmerz und motorischer Kontrolle.

CBD bei chronischen Entzündungen

  • CBD bei Migräne

Wenn Du unter dumpfen, beeinträchtigenden Kopfschmerzen mit Episoden von Übelkeit und Überempfindlichkeit gegen Licht leidest, hast Du es mit einer Migräne zu tun. Das pochende, pulsierende Gefühl tritt gewöhnlich auf einer Seite des Kopfes auf.

Ärzte verschreiben in der Regel freiverkäufliche Medikamente wie NSAIDs, Kodein und sogar Koffein als eine Form der Migränebehandlung. Aber seit den frühen Teilen des 20. Jahrhunderts wird Cannabis als Alternative in Betracht gezogen.

Eine Überprüfung aus dem Jahr 1998[19] fasst den aktuellen Forschungsstand in Bezug auf die Linderung von Migräne mithilfe von Cannabinoiden zusammen. Die Autoren verweisen auf die antiemetische (gegen Übelkeit und Erbrechen) und vasodilatatorische (Blutgefäßerweiterung) Eigenschaften und kamen zu dem Schluss, dass Cannabinoide von großem Interesse für die Behandlung von Migräne sind.

CBD bei Migräne
  • CBD bei Fibromyalgie

Menschen, die an Fibromyalgie leiden, wissen, wie belastend diese Erkrankung sein kann. Ausgeprägte körperliche Schmerzen können dazu führen, dass sich eine Person ständig müde fühlt, nicht schlafen und im Grunde genommen kein normales Leben mehr führen kann.

Die Ursachen für Fibromyalgie reichen von genetischer Veranlagung bis hin zu körperlichen und emotionalen Traumata. Patienten, die mit dieser Krankheit zu tun haben, erhalten in der Regel Antidepressiva und Antikonvulsiva.

Wie diese Studie[20] feststellt, wird auch ein Endocannabinoid-Mangel als eine der möglichen Ursachen für Fibromyalgie ausgemacht. In diesem Fall wird CBD als mögliche Lösung für eine Erhöhung des Endocannabinoid-Spiegels in Betracht gezogen.

CBD bei Fibromyalgie

Könnte CBD Ibuprofen in Zukunft ersetzen?

Dr. Stewart Adams Entdeckung von Ibuprofen in den 1960er Jahren gilt noch immer als einer der größten Errungenschaften der modernen Medizin. Dank dieses glücklichen Zufalls[21] sind Schmerzen und andere Beschwerden nicht mehr so kräftezehrend wie in vergangenen Jahrzehnten.

Gleichzeitig gibt es Cannabidiol, eine Verbindung, die wegen ihres gesundheitsfördernden Potenzials große Aufmerksamkeit erregt hat. Aber könnte CBD Ibuprofen in naher oder ferner Zukunft ersetzen?

Im Moment müssen noch mehr Studien durchgeführt und eine Menge Fragen beantwortet werden. Die bisherige Forschung hat jedoch die Grundlage für weiterführende und detailliertere Studien geschaffen.

External Resources:
  1. A brief history of ibuprofen https://pharmaceutical-journal.com
  2. Prostaglandins: What They Are and Their Role in the Body https://www.healthline.com
  3. COX-2 Inhibitors Drug Class Information on RxList.com https://www.rxlist.com
  4. Cannabidiol (CBD) — what we know and what we don’t - Harvard Health Blog - Harvard Health Publishing https://www.health.harvard.edu
  5. FDA strengthens warning that NSAIDs increase heart attack and stroke risk - Harvard Health Blog - Harvard Health Publishing https://www.health.harvard.edu
  6. Propionic Acid - ScienceDirect https://www.sciencedirect.com
  7. WHO Expert Committee on Drug Dependence Critical Review: Cannabidiol (CBD) https://www.who.int
  8. Potential Adverse Drug Events and Drug–Drug Interactions with Medical and Consumer Cannabidiol (CBD) Use https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  9. Cannabinoids in the management of difficult to treat pain https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  10. DEFINE_ME https://www.jpsmjournal.com
  11. Inhibition of an equilibrative nucleoside transporter by cannabidiol: a mechanism of cannabinoid immunosuppression - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  12. Frontiers | The Role of Adenosine Receptors in Psychostimulant Addiction | Pharmacology https://www.frontiersin.org
  13. Antioxidant therapy for pain relief in patients with chronic pancreatitis: systematic review and meta-analysis - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  14. Cannabidiol and (-)Delta9-tetrahydrocannabinol are neuroprotective antioxidants - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  15. Peripheral neuropathy - Symptoms and causes - Mayo Clinic https://www.mayoclinic.org
  16. (+)-Cannabidiol analogues which bind cannabinoid receptors but exert peripheral activity only - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  17. Chronic Inflammation: Definition, Symptoms, Causes, and Treatment https://www.healthline.com
  18. Cannabinoids suppress inflammatory and neuropathic pain by targeting α3 glycine receptors - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  19. Cannabis for migraine treatment: the once and future prescription? An historical and scientific review - PubMed https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  20. Clinical endocannabinoid deficiency (CECD): can this concept explain therapeutic benefits of cannabis in migraine, fibromyalgia, irritable bowel syndrome and other treatment-resistant conditions? - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  21. The hangover that led to the discovery of ibuprofen https://www.bbc.com
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