Seit einigen Jahren benennt das Wort "Cholesterin", das meist als Synonym für koronare Herzerkrankungen gebraucht wird, eine der größten Ängste von Millionen von Menschen in der westlichen Welt. Die meisten von uns sind sich bewusst, dass ein hoher Cholesterinspiegel das Risiko von Herzerkrankungen, Arterienerkrankungen oder Schlaganfällen erhöhen kann. Aber was zum Teufel ist Cholesterin? Gibt es davon ein wirklich "schlechtes" und ein "gutes"? Und die nächste Frage: Kann Cannabis helfen, den Cholesterinspiegel zu senken?

Die Wissenschaftler wissen noch nicht, ob Cannabinoide den Cholesterinspiegel direkt senken können. Dennoch hat die Forschung gezeigt, dass Cannabis helfen kann, Diabetes zu behandeln und Bauchfett zu reduzieren, und einige Studien deuten sogar darauf hin, dass Cannabis den "guten Cholesterinspiegel" erhöhen kann. Auch scheint CBD unserem Körper helfen zu können, ungesundes "weißes" Fett zu verwerten.

WAS IST CHOLESTERIN?

Cholesterin ist eine organische Verbindung, die von der Leber produziert wird, von Natur aus in unseren Zellen vorkommt und an der Synthese von Vitamin D, Hormonen und weiteren Substanzen während des Verdauungsprozesses beteiligt ist. Unser Körper produziert den größten Teil des benötigten Cholesterins selbst. Die Menge, die wir mit der Nahrung aufnehmen, sollte deshalb nur einen minimalen Prozentsatz ausmachen. Genau wie Cannabisharz lösen sich Fette und Cholesterin nicht im Wasser auf und schwimmen im Blut. Unser Körper kann Cholesterinmoleküle über kleine Partikel reduzieren, die Lipoproteine genannt werden und sich mit dem Blut vermischen können, wodurch ein effektiver Antransport des Cholesterins gewährleistet wird. Andernfalls lagern sich die Fettgranulate auf der Innenseite unserer Venen ab.

"Schlechtes" Cholesterin ist ein LDL (Low-Density-Lipoprotein, also auf deutsch ein Lipoprotein niederer Dichte), das sich in den Blutgefäßen ansammeln kann, wodurch sich die Arterien verhärten und verengen, was den normalen Blutfluss einschränkt. "Gutes" Cholesterin ist ein HDL (High-Density-Lipoprotein), das beim Abbau von LDL-Ablagerungen hilft. In der Regel behandeln die Patienten diese Krankheit mit Blutverdünnern und Statinen, die zwar lebensrettend sein können und zukünftige Folgeerkrankungen verhindern, aber nicht immer wirksam sind. Zudem können sie auch einige beträchtliche Nebenwirkungen haben.

Wirklich wichtig für unsere Gesundheit ist das Verhältnis zwischen LDL, HDL und Triglyceriden. Zum Beispiel kannst Du einen niedrigen allgemeinen Cholesterinspiegel haben, aber gleichzeitig einen hohen Anteil an LDL-Cholesterin im Blut. Im Gegensatz dazu kann es auch vorkommen, dass ein hoher Cholesterinwert einfach eine Folge einer großen Menge an HDL-Cholesterin ist.

Cholesterin und Cannabis

CANNABIS HILFT, FETTE "AUFZULÖSEN"

Das metabolische Syndrom ist eine komplexe Erkrankung, die durch hohen Cholesterinspiegel, hohen Blutdruck, hohen Blutzucker und einen hohen Bauchfettanteil gekennzeichnet ist. Kein Wunder, dass es das Risiko von Herzerkrankungen und Diabetes erhöht. Forscher der University of Miami analysierten Daten aus zahlreichen Umfragen, um zu verstehen, wie der Cannabiskonsum das metabolische Syndrom beeinflusst. An der Studie nahmen über 8.000 Menschen teil, die man als am metabolischen Syndrom erkrankt einstufte, weil mindestens drei der folgenden Parameter auf sie zutrafen: hoher Blutzuckerspiegel, hoher LDL-Wert, niedriger HDL-Wert, Hypertonie, erhöhtes Bauchfett. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass 19,5% der Nicht-Konsumenten das metabolische Syndrom hatten, während es ebenso bei 17,5% der ehemaligen Konsumenten nachgewiesen wurde. Dagegen trat es nur bei 13,8% der derzeitigen Cannabiskonsumenten auf. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass der momentane Cannabiskonsum bei Erwachsenen im jungen und mittleren Alter in den USA mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines metabolischen Syndroms verbunden ist.

Mehrere weitere Studien haben gezeigt, dass regelmäßige Cannabiskonsumenten einen niedrigeren Body-Mass-Index, einen kleineren Taillenumfang, höhere HDL-Werte und geringere Risikofaktoren für Diabetes aufweisen. Eine Studie aus dem Jahr 2013 untersuchte den Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum, Cholesterinspiegel, Glukose sowie Insulin mit dem Ziel, das jeweilige Diabetes-Risiko zu bestimmen. Die Studie zeigte, dass der Cannabiskonsum mit einer geringeren Prävalenz von Diabetes verbunden war.

Ebenso stellten die Forscher einen Anstieg des guten Cholesterins bei Patienten fest, die Rimonabant einnahmen, ein anorektisches Anti-Fettleibigkeits-Medikament aus synthetischen Cannabinoiden, das allerdings wegen seiner wirklich schlimmen Nebenwirkungen vom Markt genommen wurde. So schlimm Rimonabant auch sein mag – es ist trotzdem, genau wie CBD, ein inverser Agonist für den CB1-Cannabinoid-Rezeptor. Der unerwartete Anstieg des guten Cholesterins durch dieses synthetische Cannabinoid beweist, dass die Modulation des Endocannabinoid-Systems den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen kann. Haben wir gerade CBD gesagt?

Die Forschung zeigt zunehmend, dass CBD und möglicherweise auch andere Cannabinoide nach der Theorie des "Entourage-Effekts" die normale Insulinproduktion bzw. den Zuckerstoffwechsel unterstützen und dem Körper helfen, ungesundes weißes Fett in braunes Fett zu verwandeln. Überschüssiges Insulin fördert die Umwandlung von Zucker in gespeichertes Fett und führt zu einer Gewichtszunahme bzw. zu Fettleibigkeit. Die zunehmende Forschung über die Wirkung von Cannabidiol auf die Insulinregulierung kann zu einigen Durchbrüchen bei der Prävention von Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes führen.

WAS KÖNNEN WIR TUN, UM UNSEREN CHOLESTERINSPIEGEL AUSZUGLEICHEN?

Zukünftige Studien werden die biologischen Pfade des Zusammenspiels zwischen dem Endocannabinoid-System und dem Cholesterinhaushalt untersuchen, was hoffentlich die Entwicklung präventiver natürlicher Cannabinoid-Heilmittel ermöglicht.

Eine gesunde Menge an Cholesterin im Körper hängt stark von Deinen Genen und Deinem Lebensstil ab. Neben der konsequenten Anwendung von CBD (und THC, falls Du es verträgst), kann der Cholesterinspiegel durch eine Ernährung mit niedrigem Gehalt an gesättigten Fettsäuren und Natrium, ein gesundes Gewicht, regelmäßige Bewegung und den Verzicht auf das Rauchen unter Kontrolle gehalten werden. Ausdauersport wie Radfahren hat einen sehr positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel, da es den Anteil von LDL und Triglyceriden senkt, aber den Anteil von HDL erhöht.

Man sollte immer daran denken, dass Esswaren und Verdampfer im Vergleich zum Rauchen gesündere Methoden der Cannabiseinnahme darstellen. Darüber hinaus kann man mit Blick auf die Ernährung von einem höheren Cholesterinspiegel ausgehen, falls man zu viel tierische Produkte wie Fleisch, Geflügel, Eier, Käse und andere Milchprodukte zu sich nimmt.

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