Cannabichromen (CBC) ist eines der weniger bekannten Cannabinoide. Zumindest zu diesem Zeitpunkt. Bisher wurden sehr wenige Forschungen über diesen Stoff durchgeführt, obwohl vermutet wird, dass es nicht psychoaktiv ist.

CBC wurde erstmals im Jahr 1966 entdeckt und ist strukturell anderen Cannabinoiden ähnlich. Es wird allerdings angenommen, dass es eine Schlüsselrolle bei den entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften von Cannabis spielt.

WIE FUNKTIONIERT ES?

CBC interagiert direkt mit den CB1 und CB2 Rezeptoren im ganzen Körper und Gehirn. Allerdings arbeitet es auch mit anderen Rezeptoren zusammen, nämlich mit TRPA1 und TRPV1. Diese Kanäle sind, genau wie das Endocannabinoidsystem (ECS), das aus Cannabinoidrezeptoren besteht, im ganzen Körper miteinander vernetzt. Sie spielen eine große Rolle bei Schmerz- und Entzündungsübertragungssignalen, die an andere Regionen des Körpers gesendet werden.

Warum ist das so? “TRP-Kanäle”, aus dem Englischen “transient receptor potential channels”, sind im Wesentlichen so etwas wie SOS-Kanäle sind, über die Signale von Schmerzen und Entzündungen gesendet werden.

Noch interessanter ist, dass CBC eines der am häufigsten vorkommenden Cannabinoide ist, auch wenn es noch weitgehend unerforscht ist. Es ist sogar das dritthäufigste Cannabinoid hinter THC und CBD, das in der Pflanze vorkommt.

CB1 und CB2 Rezeptoren Körper

EIN SCHLÜSSEL FÜR MEHRERE KANÄLE?

Die Bedeutung dessen, wie genau Cannabinoide miteinander kombiniert werden, ist riesig. Vielleicht funktionieren diese “zusätzlichen”, nicht psychoaktiven Cannabinoide wie CBC wie ergänzende Schlüssel oder Codes. Das ECS könnte in der Tat ein Hauptregulator sein. Allerdings können auch “Nebenkanäle” - wie andere Koppelnetzwerke im Körper - durch die zusätzlichen Cannabinoide in der Cannabispflanze stimuliert werden.

Verwirrt? Stell Dir den menschlichen Körper wie ein elektrisches System oder eine Reihe von Kanälen vor. Das ECS scheint ein “Kanal” mit Cannabinoidrezeptoren zu sein. Dennoch scheint Cannabis auch die Möglichkeit zu haben, Signale an andere "Kanäle" zu senden. Es kann gut sein, dass Cannabinoide das ECS am stärksten stimulieren, aber sie können auch auf andere Rezeptoren einwirken.

Wenn das wahr ist, dann könnte CBC eine Art “Spezialcannabinoid” sein. Es könnte schließlich sogar eingesetzt werden, um eine bestimmte Klasse von Krankheiten zu behandeln. Dies ist an sich eine revolutionäre Denkweise, nicht nur hinsichtlich CBC, sondern auch in Bezug auf ein ganzes Netzwerk von anderen, potenziell vorteilhaften Cannabinoiden.

WELCHE KRANKHEITEN KANN CBC BEHANDELN?

Abgesehen von den allgemeinen Leiden wie “Entzündungen” oder “Schmerzen”, wird CBC bereits zur Behandlung von anderen Krankheiten verwendet. Eine neue Forschung, die im vergangenen Jahr von dem Journal for Experimental Dermatology veröffentlicht wurde, hat festgestellt, dass CBC für die Behandlung von Akne eingesetzt werden kann. Warum? Es scheint, die Produktion von Talg in den Talgdrüsen zu reduzieren, während es auch die Auswirkungen der Archidonsäure auf die Haut und Drüsen reduziert.

Aufgrund fehlender Forschungen und Daten ist leider nicht bekannt, wie genau CBC Schmerzen lindern kann. Es ist allerdings klar, dass es wahrscheinlich in zukünftigen Versuchen und Behandlungen verwendet werden wird. Es könnte zum Beispiel bei Bewegungsstörungen wie Arthritis eingesetzt werden, bei denen auch Entzündungen auftreten.

Doch es wird noch spannender! Es scheint als würde CBC die Neurogenese fördern, das ist das Wachstum von Nervengewebe. Es kann auch ein wichtiges Cannabinoid sein, das die Zelldegeneration bei Krankheiten wie Depressionen, Alzheimer, Parkinson, Huntington und einer Motoneuron-Erkrankung beeinflusst oder verzögert.

Die Eigenschaften dieses Cannabinoids sind zweifellos faszinierend. Auch wenn es bisher wenige Versuche mit Menschen gibt, schlägt CBC dennoch Wellen.

  1. CBC und Neurogenese. Eine Studie mit Mäusen aus dem Jahr 2013 zeigt, dass CBC neues Zellwachstum positiv fördern kann.
  2. CBC kann gut für die Linderung von chronischem Stress und Depressionen sein. Eine Studie der University of Mississippi hat gezeigt, dass Ratten, die mit CBC behandelt wurden, besser in Stresstests abschneiden.
  3. CBC ist ein Entzündungshemmer. Eine Studie aus dem Jahr 2010 hat gezeigt, dass CBC an sich einen entzündungshemmenden Nutzen hat. Es scheint allerdings auch besser zu funktionieren, wenn es mit THC und CBD kombiniert wird. Die Kombination von allen dreien war effektiver als die Kombination von nur den beiden anderen.
  4. Dieses kleine Cannabinoid könnte eine große Auswirkung auf Schmerzen haben. Eine Studie aus dem Jahr 2011 ergab, dass CBC schmerzlindernde Netzwerke in Tiermodellen stimuliert.
  5. CBC hat klare antibakterielle Eigenschaften, die seit mindestens dreißig Jahren bekannt sind. Studien aus den 1980er Jahren zeigen sogar, dass CBC tödliche bakterielle Killer wie das Kolibakterium direkt beeinflussen kann.

cannabichromene

WELCHE CANNABISSORTEN HABEN EINEN HOHEN CBC-GEHALT?

Forschungen aus den 1970er Jahren zeigen, dass Landrassesorten aus Indien einen hohen CBC-Gehalt haben. In diesen Sorten scheint CBC in der Tat häufiger vorzukommen als CBD. CBC wird auch in jungen Pflanzen in höherem Ausmaß gefunden. Es zerfällt in Gegenwart von Hitze und Licht auf natürliche Weise zu einem anderen Cannabinoid namens Cannabicyclol. Heutzutage werden die meisten Pflanzen jedoch für THC- und CBD-Gehalte optimiert. In einer Studie aus dem Jahr 2013 wurden die Cannabinoide einer der am weitesten verbreiteten medizinischen Sorten Europas namens Bediol untersucht. Sowohl CBC als auch CBN - ein weiteres “kleines” Cannabinoid - wurden als Spurenelemente identifiziert.

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