Wenn Du im Internet nach dem besten Weed-Porn suchst, wirst Du dann und wann auf Cannabis stoßen, das in keiner Weise grün ist. Dabei stolpert man manchmal über schöne Cannabisfotos, in denen starke Schattierungen von Lila und sogar Rot zu sehen sind. Der seltenste Anblick von allem dürfte jedoch reinweißes Weed sein.

Dieses Phänomen ist absolut schön. Glitzernde Blüten wie aus Alabaster, in denen rote Blütenkelche explodieren, sind ein Anblick, der im Gedächtnis bleibt. Doch was ist die Ursache für ein solches Ergebnis?

ALBINISMUS BEI CANNABISPFLANZEN

Nein, da hat niemand mit Photoshop geschummelt. Von Zeit zu Zeit gibt es tatsächlich reinweiße Cannabispflanzen. Dabei handelt es sich jedoch nicht unbedingt um das Ergebnis eines erfolgreichen und genauen Zuchtprojektes und es ist (in der Regel) auch ganz sicher nicht beabsichtigt. Reine, leuchtend weiße Cannabispflanzen sind eigentlich das Ergebnis von Albinismus. Ähnlich wie bei Tieren kann diese Farbstoffwechselstörung, ein Mangel an Pigmenten, auch bei Pflanzen auftreten.

Das Pigment, das normalerweise bei Cannabispflanzen für grüne Blätter und Blüten sorgt, ist als Chlorophyll bekannt. Dabei handelt es sich um eine absolut lebenswichtige Komponente im Pflanzenleben, da es eine wichtige Rolle im Photosyntheseprozess spielt.

Damit die Pflanzen überleben und gedeihen können, wird bei der Photosynthese Licht in Zucker umgewandelt. Das in den Cannabisblättern vorhandene Chlorophyll wird in erster Linie verwendet, um das Licht zu absorbieren.

Obwohl das weiße Erscheinungsbild von Albino-Cannabispflanzen spektakulär und beeindruckend sein mag, handelt es sich dabei tatsächlich um einen massiven genetischen Nachteil. Die reinweiße Ästhetik ist ein Zeichen für einen enormen Mangel an Chlorophyll, was bedeutet, dass Albino-Pflanzen die Photosynthese kaum durchführen können und daher nicht in der Lage sind, die Energie zu erzeugen, die sie zum Überleben und für die Fortpflanzung benötigen.

Sämling Albino Cannabis Pflanze

ENTLARVTE MYTHEN

Einige Cannabisfreunde sind der Überzeugung, dass Albino-Cannabispflanzen tatsächlich gar nicht existieren und dass alle fotografischen Beweise für dieses Phänomen entweder falsch sind oder andere Erkrankungen als Albinismus zum Ausdruck bringen.

Dieses Argument ist in gewisser Hinsicht vernünftig, denn wie sollte eine Pflanze, die keine Fotosynthese ausführen kann, lange genug überleben, um eine so respektable Größe zu erreichen?

Einige der Skeptiker glauben, dass der vermeintliche Cannabis-Albinismus überhaupt kein Albinismus ist, sondern lediglich ein Fall von Chlorose bzw. Bleichsucht. Bei der Bleichsucht handelt es sich um eine Erkrankung, die aufgrund eines Mangels an Bodennährstoffen entstehen kann. Bei echtem Albinismus wird jedoch von Beginn an sehr wenig Chlorophyll produziert.

Es ist deshalb aus offensichtlichen Gründen höchst unwahrscheinlich, dass eine Vollalbino-Cannabispflanze ihre Reife erreicht. Partielle Albino-Pflanzen, die als bunte Pflanzen bezeichnet werden, weisen jedoch nur einen geringen Albinismus auf. Dieser äußert sich durch spezifische weiße Flecken an Blättern und Knospen, die frei von grünem Pigment sind. Der Rest der Pflanze ist jedoch tatsächlich grün - mit Chlorophyll aufgeladen und photosynthetisch wirksam.

DIE URSACHEN VON ALBINISMUS BEI CANNABIS

Albinismus kann zahlreiche Ursachen haben. Sowohl ökologische als auch genetische Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen. Umweltbedingungen wie Wachstumsmedien, Licht und Temperatur können alle zu Pflanzenalbinismus beitragen.

Es wird jedoch berichtet, dass genetische Faktoren bei der seltenen Erkrankung eine viel grundlegendere Rolle spielen. Es hat sich gezeigt, dass Albinismus ein rezessives Merkmal darstellt, wobei der Pigmentdefekt wahrscheinlich durch Inkompatibilitäten zwischen Kern- und Chloroplastgenomen verursacht wird.

Man nimmt an, dass das Züchten eine Hauptursache für Albinismus ausmacht. Cannabiszüchter und -anbauer züchten manchmal bestimmte Sorten zurück, um aus ihnen erwünschte rezessive Merkmale herauskitzeln. Dadurch können sich allerdings Albino-Merkmale ausprägen.

Albino Cannabis-Ernte

UNECHTER ALBINISMUS

Nur weil eine Cannabispflanze ein weißes Äußeres zeigt, bedeutet das nicht automatisch, dass sie Albino-Merkmale ausgebildet hat. Zum Beispiel können Pflanzen Schattierungen von Weiß aufgrund von Ausbleichungen entwickeln, die durch die Beleuchtung verursacht werden.

Wenn beispielsweise die oberen Blüten und Blätter einer großen Cannabispflanze der Lichtquelle durch explosives Wachstum zu nahe kommen, kann die Intensität des Lichts durchaus zu stark werden. Dieser Umstand kann zum Ausbleichen führen, was den zu intensiv belichteten Teilen der Pflanze ein weißes Aussehen verleiht.

SOLL MAN ALBINISMUM ANSTREBEN ODER BESSER VERMEIDEN?

Albinismus ist letztlich eine genetische Störung einer Cannabispflanze. Falls Du ein Anbauer oder Züchter bist, der bestrebt ist, seine Ausbeute an Blüten, die Wachstumsgeschwindigkeit und die Stärke der Züchtung zu maximieren, werden Albino-Pflanzen die Produktivität und den Fortschritt nur behindern.

Allerdings können Züchter, die ausreichend Zeit zur Verfügung haben, sich Albino-Cannabispflanzen aus experimenteller Neugierde zuwenden. Diese Pflanzen haben Dir zwar keine Vorteile in Bezug auf einen potenten und großen Vorrat zu bieten, werden Dir aber sicherlich das eine oder andere fantastische Cannabisfoto ermöglichen.

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