Obwohl die Substanz verboten ist, wird Marihuana seit Jahrzehnten von NFL- und NBA-Sportlern genutzt. Regelmäßige Drogentests, Spielersperren und Programme zur Drogenaufklärung konnten seine Beliebtheit nicht mindern. Stattdessen glauben viele, dass sich die Cannabisnutzung im Profisport auf einem Rekordhoch befindet.

Profisportler nutzen Cannabis aus vielerlei Gründen, die von Schmerzlinderung bis zu besserem Schlaf reichen. Die Ligen, in denen sie spielen, ignorieren jedoch immer noch, das Marihuana die Lebensqualität der Spieler verbessert. Diese Weigerung, verständnisvoller und entgegenkommender zu sein, hat die Karrieren von mehreren vielversprechenden jungen Athleten zu Fall gebracht und der NFL über die Jahre viel Kritik eingebracht. Trotz alledem versorgt die NFL ihre Sportler weiterhin mit süchtig machenden Opioiden, während sie die Nutzung von Marihuana verbietet.

Cannabis wird von der NBA (National Basketball Association) und der NFL (National Football League) vor allem verboten, weil es auf Bundesebene den Status einer illegalen Droge hat. Überdies wurde argumentiert, dass es als leistungssteigernde Substanz fungieren könnte. Um im Einklang mit der Bundesgesetzgebung zu bleiben und die Glaubwürdigkeit ihrer jeweiligen Sportarten zu wahren, haben die NBA und NFL daher ihren Spielern den Marihuana-Gebrauch verboten.

WARUM IST CANNABIS IN DER NBA NOCH IMMER VERBOTEN?

Marihuana ist seit 1999 in der NBA verboten. Wenn es um Marihuana geht, glauben viele allerdings, dass das nachsichtige Disziplinarsystem der NBA nur den Schein wahren soll. Die Drogentests der NBA werden meist in der regulären Saison durchgeführt, können aber das ganze Jahr über erfolgen. Spieler können zudem nur eine bestimmte Anzahl pro Jahr getestet werden, es sei denn, sie bestehen einen Test nicht. Kritiker des Disziplinarsystems der NBA unterstellen dem Verband, dass das System den Spielern zu sehr entgegenkommt und nicht streng genug ist.

Es scheint sehr wahrscheinlich, dass die NBA Marihuana gar nicht wirklich verbieten will. Laut des Ex-NBA-Beauftragten David Stern waren die Beschwerden von Spielern über andere Spieler, die angeblich high spielten, der einzige Grund für den Beginn der Tests 1999. Die Liga scheint zu glauben, dass das derzeitige Disziplinarsystem ausreicht, um Spieler vom Graskonsum vor dem Spiel abzuhalten, während es ihnen trotzdem mehr Freiheiten einräumt, während ihrer Freizeit zu konsumieren. In einem jüngsten Interview gab Stern an, dass wenn er noch Beauftragter der Liga wäre, Marihuana keine verbotene Substanz mehr sein würde.

WARUM IST CANNABIS IN DER NBA NOCH IMMER VERBOTEN?

WARUM IST CANNABIS IN DER NFL NOCH IMMER VERBOTEN?

Die NFL hat sich den Ruf einer Organisation erworben, die von alten, reichen, weißen und unnachgiebig konservativen Teambesitzern geführt wird. Eine neue Umfrage fand heraus, dass der durchschnittliche NFL-Teambesitzer zirka 69 Jahre alt ist, und dass die meisten von ihnen die Republikanische Partei finanziell unterstützen. Wenig überraschend haben sich NFL-Teambesitzer an die Bundesrichtlinien über den Drogengebrauch gehalten und ihren Spielern die Marihuana-Nutzung selbst in Bundesstaaten verboten, in denen sie legal ist.

Ebenso wie die NHL (National Hockey League) hat die NFL Marihuana noch nie als leistungssteigernde Droge ausgewiesen. Die Liga glaubt nicht, dass Cannabis Spielern auf dem Feld einen Vorteil verschafft. Sie halten sich lediglich so genau wie möglich an das Bundesgesetz und konservative Grundsätze.

WAS SIND DIE STRAFEN FÜR DEN MARIHUANA-GEBRAUCH?

Die NFL und NBA haben sehr unterschiedliche Disziplinarprogramme für Verstöße gegen die Marihuana-Bestimmungen.

In der NBA werden erstmalige Straffällige in ein Drogenbehandlungsprogramm eingeschrieben und regelmäßiger getestet. Beim zweiten Mal bekommen Straffällige eine Geldstrafe von $25.000 und beim dritten Mal werden sie für 5 Spiele gesperrt. Für jeden zusätzlichen Verstoß kommen 5 weitere gesperrte Spiele hinzu. Also würde sich zum Beispiel ein fünfmal straffälliger Spieler einer Sperre von 15 Spielen gegenübersehen.

Die NFL ist vergleichsweise viel strenger und härter, was die Tests und Bestrafungen anbelangt. Gemäß der aktuellen Verfahrensweise der Liga werden erstmalig Straffällige über einen Zeitraum von 24 Monaten viel regelmäßigeren Tests unterzogen. Nicht bestandene Drogentests werden zu Spielsperren führen. Beim zweiten Verstoß wird man für 2 Spiele gesperrt, beim dritten 4 Spiele. Weitere nicht bestandene Drogentests werden zu einer Sperre von 10 Spielen und letztlich zu einer Verbannung aus der Liga führen. Spieler müssen auch Geldstrafen zahlen und außerdem wegen ihrer Sperre auf Spielprämien verzichten. Weil die Saison der Liga nur 17 Spiele lang ist, könnte dies den Verlust eines beträchtlichen Teils des Einkommens bedeuten.

Laut einem Bericht von CNBC aus dem Jahr 2016 hat die NFL 2016 20 Spielern eine Geldstrafe von insgesamt mehr als $10 Millionen für substanzbezogene Verstöße auferlegt. Die meisten davon sind auf den Cannabisgebrauch zurückzuführen.

WAS SIND DIE STRAFEN FÜR DEN MARIHUANA-GEBRAUCH?

WARUM NUTZEN SPORTLER CANNABIS?

Einer der Hauptgründe dafür ist, dass Cannabis bei der langfristigen und kurzfristigen Schmerzlinderung hilft. In einem Interview mit der BBC im letzten Jahr gab der NBA-Veteran (14 Jahre) Matt Barnes zu, in seiner Karriere regelmäßig Cannabis genutzt zu haben, um mit Rückenschmerzen zurechtzukommen, zu entspannen und schlafen zu können.

Barnes ehemaliger Trainer Steve Kerr gestand ebenfalls ein, die Substanz regelmäßig zu verwenden, um Rückenschmerzen zu lindern. Sportler im Ruhestand nutzen Marihuana, um mit Muskel- und Gelenkschmerzen zurechtzukommen, die durch all die Jahre des Spielens auf Profiniveau hervorgerufen wurden.

Sportler nutzen Cannabis außerdem, weil es eine geeignete Alternative zu anderen Schmerzmitteln ist, die abhängig machen oder bei regelmäßiger Verwendung schwere Nebenwirkungen auslösen können. Cannabisprodukte wie Sprays, topische Anwendungen und CBD-Öle können sogar Schmerzlinderung bieten, ohne high zu machen. Nachdem der ehemalige NBA-Star Al Harrington es satt hatte, übliche rezeptfreie Schmerzmittel zu verwenden, wandte er sich CBD zu. In einem kürzlich erfolgten Interview mit NBA.com behauptete er, dass Cremes und Öle ihm dieselbe Schmerzlinderung ohne Nebenwirkungen und High verschafften.

Profisportler nutzen Cannabis zudem, um die Entspannung zu fördern und dem Druck ihrer Arbeit zu entfliehen. Die angstlösende Wirkung von CBD und der antidepressive Effekt von THC versorgen Sportler in ihrer Freizeit mit dringend benötigter Gelassenheit. Während eines jüngsten BBC-Interviews behauptete Matt Barnes, dass Cannabis am Morgen zu rauchen, ihm "inneren Frieden" gab.

CANNABIS BIETET SPORTLERN WIRKSAME SCHMERZLINDERUNG

Durch ihre Interaktion mit dem Endocannabinoid-System (ECS) des Körpers können die in Marihuana vorkommenden Cannabinoide Funktionen wie Schmerz und Stimmung regulieren. In einem neuen Interview mit CBS gab der ehemalige Miami-Dolphin-Spieler Larry Chester an, dass er durch die Verwendung von Cannabidiol (CBD) seine Opioid-Abhängigkeit überwinden konnte. CBD ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid, das Schmerzen und Entzündungen lindern kann.

CBD ist außerdem nachgewiesen worden, dass es bei der Substanzentwöhnung hilft. Mehrere Behandlungszentren für Drogenentzug haben jüngst mit THC und CBD als Entwöhnungshilfen experimentiert. Diese Cannabinoide können Leiden wie Angst, Depression, Übelkeit und Schmerzen behandeln, was sie ideal für die Bewältigung eines Drogenentzugs macht.

CANNABIS BIETET SPORTLERN WIRKSAME SCHMERZLINDERUNG

CANNABIS HÄLT SPORTLER VOM GEBRAUCH GEFÄHRLICHERER MEDIKAMENTE AB

Der NFL ist die Opioid-Krise nicht fremd, die momentan Nordamerika erschüttert. Schmerzmittelabhängigkeit ist unter aktuellen und ehemaligen Football-Spielern ein bestens bekanntes Problem. Die Brutalität des Spiels und die Schmerzen, die es den Körpern der Spieler zufügt, machen die Verwendung von Schmerzmitteln fast schon zu einer Notwendigkeit. NFL-Teams und ihre jeweiligen Ärzte sind jedoch dafür in die Kritik geraten, dass sie den Zugang zu stark abhängig machenden Schmerzmitteln erleichtern. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass die Liga weniger die Sicherheit der Spieler priorisiert, sonder ihnen lieber Schmerzmittel verabreicht, um die Spieler aufs Feld zu zwingen, damit die Fans bekommen, was sie wollen.

Eine durch Fachleute geprüfte Studie aus dem Jahr 2011 zu ehemaligen NFL-Spielern hatte zum Ergebnis, dass über die Hälfte der befragten Spieler zugab, in ihrer Karriere Opioide genutzt zu haben. Des Weiteren behaupteten über 70% von ihnen, in ihrer Karriere mit Opioiden Missbrauch betrieben zu haben. Die Studie entdeckte, dass NFL-Spieler verglichen mit der Allgemeinbevölkerung viermal wahrscheinlicher mit Schmerzmitteln auf Opioidbasis Missbrauch betreiben. Über 60% der Teilnehmer der Studie erhielten ihre Opioide nicht von einem normalen Arzt. Die Tatsache, dass Spieler nicht einmal ein Rezept benötigen, um Opioide missbräuchlich zu nutzen, spricht Bände über die Verbreitung des Opioid-Gebrauchs in der NFL.

Das Opioid-Problem führte jüngst zu einer Klage, die beim Bundesbezirksgericht in Kalifornien eingereicht wurde. Hier reichten über 1.800 frühere Spieler eine Klage gegen alle 32 NFL-Teams ein, mit der Behauptung, diese würden eine Kultur aufrechterhalten, die den Missbrauch mit Opioiden fördert. Die Spieler werfen den Teams vor, dass sie sie nicht sachgemäß über die Risiken der Verwendung von Opioiden aufgeklärt haben. Stattdessen sei es die Priorität der Teams, die Spieler so schnell wie möglich wieder aufs Feld zu bringen.

Im Vergleich dazu ist die Wahrscheinlichkeit von Opioid-Missbrauch unter NBA-Spielern geringer, obgleich viele lange nach dem Ende ihrer Karriere noch immer mit Schmerzen und Abhängigkeit kämpfen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Opioide in der NBA allen Berichten nach weniger weitläufig und leicht verfügbar wie in der NFL sind. Auch wenn sie keine Opioide nehmen, müssen Athleten mit chronischen Schmerzen diese dennoch irgendwie behandeln.

Jene Spieler, die keine verschreibungspflichtigen Schmerzmittel nehmen, konsumieren oft regelmäßig rezeptfreie entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen. Obwohl sie weniger schädlich und destruktiv wie Opioide sind, können diese Medikamente auf lange Sicht trotzdem ernsthafte Probleme verursachen. Der regelmäßige Konsum von NSAIDs wie Ibuprofen ruft bekanntermaßen schwere Verdauungsprobleme hervor, einschließlich gastrointestinaler Blutung und Geschwüre.

KRITIK DURCH DIE ÖFFENTLICHKEIT UND DIE MEDIEN

Die Weigerung dieser Ligen – selbst angesichts der Opioid-Krise – ihren Standpunkt zu Marihuana umzukehren, hat zu einer medialen Debatte über das Verhalten und die Intentionen dieser Verbände geführt. Was die NBA betrifft, sorgt die lockere Politik der Liga für weniger Sperren und scheint die Fans nur leicht zu verärgern. Die NFL-Fans hingegen sind erbost über die Weigerung der Liga, verständnisvoller zu sein. Viele sind es allmählich leid zu sehen, wie Starspieler aufgrund einer Cannabissperre Spiele verpassen. Die öffentliche Wahrnehmung von Marihuana hat sich dramatisch und schnell gewandelt und viele fragen sich, wann die Liga endlich gleichziehen wird.

Des Weiteren wurden Fragen über die Wirksamkeit der Drogenpolitik der NFL aufgeworfen. Der Football-Analyst Mike Florio hat kürzlich seine Meinung kundgetan, dass nahezu 95% der Spieler wissen, wie sie nicht erwischt werden, wenn sie Marihuana konsumieren. Dieselbe Frage könnte man berechtigterweise den Verantwortlichen der Drogenpolitik der NBA stellen. Obwohl er Marihuana während seiner 14-jährige Karriere konstant nutzte, bestand NBA-Veteran Matt Barnes nur zwei Drogentests nicht.

KRITIK DURCH DIE ÖFFENTLICHKEIT UND DIE MEDIEN

Um alles noch schlimmer zu machen, sind jüngst die wahren Gründe der NFL für das Verbot von Marihuana ans Licht gekommen. Die Liga hat kürzlich angedeutet, dass sie gewillt ist, das Marihuana-Verbot als Verhandlungsargument mit der NFLPA (des Spielerverbands der NFL namens Players Association) zu nutzen. Anders gesagt, plant die Liga, die Marihuana-Debatte als Geisel zur Durchsetzung eigener Interessen zu nutzen, um mit diesem Hilfsmittel Zugeständnisse von den Spielern der Liga zu erwirken. Da die aktuellen Tarifverhandlungsvereinbarungen der Liga im Jahr 2021 auslaufen, werden die Verhandlungen voraussichtlich nächstes Jahr beginnen.

Das Verhalten der NFL hinsichtlich dieses Streitpunkts hat ihr zurecht Kritik seitens der Mainstream-Medien eingebracht. Ihre strenge Behandlung von Spielern für einen scheinbar unbedeutenden Verstoß hat ihr Image in der Öffentlichkeit verschlechtert. Von besonderem Interesse war die Tatsache, dass die Liga typischerweise sehr wenige Spieler bestraft, diese dafür aber sehr schwer. Die Fans glauben, dass Spielern, die wiederholt Drogentests nicht bestehen, geholfen werden sollte, anstatt sie zu bestrafen – und das erst recht, wenn es sich um Cannabis handelt. Stattdessen scheint die NFL zufrieden damit zu sein, junge Männer, die high werden, auszusondern, und dies als Grund zu nutzen, ihre Karrieren zu zerstören, oder zumindest Zugeständnisse von der sie repräsentierenden Players Association zu erwirken.

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