Kanadas Gesundheitssystem ist nicht nur bei Kanadiern beliebt. Auf der ganzen Welt schauen Länder nach Kanada als Modell für ein öffentlich zugängliches Gesundheitssystem. Nahezu jede grundlegende Pflege durch Ärzte und Krankenhäuser wird vom Steuerzahler abgedeckt. Manche Dienste wie häusliche Pflege, zahnärztliche Pläne und verschreibungspflichtige Medikamente werden nicht versichert. Es gibt jedoch einige Flexibilität bei Versicherungsplänen, nach denen Du Dich richten kannst. Etwa 30% von Kanadas Gesundheitssystem wird durch Privatversicherung finanziert. Sun Life Assurance Co. ist eine der größten Versicherungsgesellschaften auf der Welt. Als eines der angesehensten Unternehmen in Kanada hat es gerade einige Riesenneuigkeiten für Nutzer von medizinischem Marihuana verkündet.

PRIVATER SEKTOR PLÄDIERT FÜR MEDIZINISCHES MARIHUANA

Sun Life hat bekannt gegeben, dass ihr Gesundheitsplan ab dem 1. März 2018 als Medizin verschriebenes Cannabis abdecken wird. Nach ihrem Plan kann medizinisches Marihuana im Wert von $1.500–6.000 bezahlt werden. So viel Weed kann übernommen werden, solange es laut den Regierungsregeln verteilt wird. Da die Legalisierung von Marihuana für Genusszwecke in Kanada unterwegs ist, fühlt sich der private Sektor sicher, Verpflichtungen wie diese zu machen. Wenn mehr Firmen dem Beispiel folgen, sollte das Stigma über den Cannabisgebrauch als Medizin weiter schwinden. Loblaws Companies Limited, die eine Kette von Läden unterhalten, die rund 200.000 Menschen beschäftigt, übernehmen ebenfalls die Kosten für medizinisches Marihuana.

ÖFFENTLICHES RECHT PLÄDIERT FÜR MEDIZINISCHES MARIHUANA

Eine staatliche Variante scheint noch Zukunftsmusik zu sein, obwohl es einen vielversprechenden rechtlichen Präzedenzfall gibt, der von der östlichen Provinz Nova Scotia bestimmt wird. Als der Mechaniker Gordon "Wayne" Skinner auf der Arbeit verletzt wurde, entwickelten sich bei ihm schreckliche chronische Rückenschmerzen. Medizinisches Marihuana linderte diese Probleme. Skinner hatte gehofft, dass seine Gewerkschaft die Kosten über ihren Treuhänderfonds abdecken würde. Dies wurde allerdings dreimal abgelehnt, was dazu führte, dass Skinner seinen Fall vor eine Anhörung des Menschenrechtsausschusses brachte. Der Ausschuss entschied zu seinen Gunsten, dass das provinzielle Menschenrechtsgesetz von der Gewerkschaft verlangt, ihn für seine Ausgaben für medizinisches Marihuana zu entschädigen. Sie fanden, dass Skinner auf "nicht direkte und unbeabsichtigte" Weise von der Anti-Marihuana-Politik benachteiligt wurde. Also sollten vielleicht in ganz Kanada mehr Anbieter mit öffentlichen Verpflichtungen ihre eigenen Regelwerke erneut prüfen.

ZU WELCHEN BEDINGUNGEN?

Es verbleibt eine Frage, selbst wenn die Kostenübernahme für medizinisches Marihuana alltäglicher wird. Welche Art von Bedingungen wird an diesen Zugang gebunden sein? Kalifornien hat ein bekanntermaßen lockeres System mit einem großzügig gefassten, breiten Spektrum von Leiden. Dies erleichterte den breiten Zugang zu dem umfassenden Katalog von Abgabestellen. Unter dem derzeitigen kanadischen Gesetz haben rund 40 Einrichtungen eine Lizenz von der Regierung, medizinisches Cannabis anzubauen und zu vertreiben. Sie können nur Patienten mit Rezept versorgen und Patienten können nur eine Übernahme bekommen, wenn ihr Leiden von ihrer Versicherung festgelegt ist.

Das alles hängt von der Einstellung Deines Versicherungsanbieters ab. In dem Fall von Sun Life's großer Ankündigung also behaupten sie, offen gegenüber klinischen Nachweisen in Bezug auf Leiden zu sein, für die derzeit keine Kostenübernahme gilt. Zunächst jedoch hatten sie erklärt, nach ihrem Programm sei dies nur für die folgenden Leiden anwendbar:

  • Schwere oder hartnäckige Schmerzen im Zusammenhang mit Krebs und Übelkeit in Verbindung mit Krebsbehandlungen
  • Neuropathische Schmerzen und Spastik in Zusammenhang mit multipler Sklerose
  • Schmerzen in Zusammenhang mit rheumatischer Arthritis, die nicht auf die Standardtherapie ansprechen
  • Magersucht und neuropathische Schmerzen in Zusammenhang mit HIV/AIDS
  • Palliative Pflege

MARIHUANA ZU GENUSSZWECKEN IN KANADA

Sobald klinische Nachweise für seine Wirksamkeit sprechen, wird Marihuana mit einem breiteren Spektrum von Leiden assoziiert werden. Eine Behandlung ist über Kanadas Gesundheitssystem verfügbar, obwohl Bedenken darüber aufgekommen sind, wie oft das medizinische System von Nutzern ausgenutzt wird, die Cannabis vorwiegend zu Genusszwecken verwenden. Andekdotische Berichte von Cannabiskliniken weisen darauf hin, dass Freizeitnutzer dazu neigen, nicht zu riskieren durch den Papierkram zu gehen, der für den medizinischen Weg notwendig ist. Freizeitnutzer werden jedenfalls bald viel freier sein. Kanadas Regierung hat sich 2018 der Legalisierung der Produktion und des Verkaufs von "Genussgras" verpflichtet.

Für die Inkraftsetzung wurde der 1. Juli 2018 anvisiert, doch sie wurde auf ein späteres Datum im Herbst verschoben. Bis dahin wird die Polizei sich auf die neuen Gesetze vorbereiten müssen. Es wäre falsch, wenn den Marihuana-Nutzern keine Begnadigungsabmachung gewährt werden würde, die zur Zeit verurteilt oder inhaftiert sind. Jedenfalls wird in Kanada die soziale Akzeptanz von Cannabis weit verbreitet sein. Hoffentlich werden Krankenversicherungen aufwachen und das Ganja riechen.

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