Oft setzen Frauen Cannabis als Wellness-Ergänzung bei Beschwerden ein, die in direktem Zusammenhang mit der weiblichen Gesundheit stehen, wie etwa bei Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden. Ende 2017 veröffentlichte BDS Analytics, ein in Colorado ansässiges Unternehmen, das Daten von Cannabisunternehmen erhebt, eine Studie mit dem Titel “Women Regularly Choose Cannabis to Take Control of Their Health” ("Frauen entscheiden sich regelmäßig für Cannabis, um ihre Gesundheit in den Griff zu bekommen").

BDS untersuchte in der Studie die Cannabisgewohnheiten von 1.281 Frauen in den vier amerikanischen Bundesstaaten, in denen Marihuana legal ist: Kalifornien, Colorado, Oregon und Washington. Man entdeckte während dieser Studie viele sehr interessante Sachverhalte, die sich wie folgt kurz zusammenfassen lassen: "Frauen mit Kindern, die immer noch zu Hause leben, sind am ehesten dazu in der Lage, Cannabis für Sex und ihre Selbstpflege einzusetzen."

Rauchende Cannabis Von Mittlerem Alter Mutter

MENSTRUATION

Der Hauptgrund, warum Frauen Cannabis zur Selbstmedikation verwenden, besteht darin mit Menstruationsbeschwerden und -krämpfen umzugehen. Laut der oben erwähnten Women's Health Consumer Insight Umfrage gaben 39% der Weed nutzenden Frauen an, dass sie dies tun, um die Symptome ihres monatlichen Zyklus zu lindern. Nach zahlreichen Berichten, die belegen, dass rezeptfreie Medikamente wie Naproxen und Paracetamol wirkungslos sind und unerwünschte Nebenwirkungen verursachen, konzentrierten sich die Cannabisunternehmen verstärkt auf die Bedürfnisse von Frauen.

Eine schnelle Online-Suche offenbart eine Vielzahl von Produkten, die alle mit THC, CBD oder einer Kombination aus beidem infundiert sind, wie etwa Badezusätze, Kapseln und sogar Tampons. Die Schauspielerin Whoopi Goldberg bezeichnet Weed als "das neue Penicillin gegen Schmerzen" und hat sogar ihre eigene Linie Cannabisprodukte für Frauen auf den Markt gebracht.

MENOPAUSE

Pot nutzen jedoch nicht nur junge Frauen als Medizin. Auch ältere Frauen wenden sich häufig dem Weed zu, um ihre Symptome während der Menopause zu behandeln. Wie BDS Analytics erwähnt, "können ältere Frauen, die in die Wechseljahre kommen, Cannabisprodukte wählen, um ihre Östrogentherapie zu ergänzen oder zu ersetzen. 35% der Konsumentinnen in der Menopause wählen Cannabis, um ihren Schlaf zu verbessern und 32%, um ihre Symptome zu lindern".

Eines der häufigsten Symptome der Menopause ist die schwerwiegende Schlaflosigkeit, obwohl die meisten Frauen tatsächlich schon vorher an Schlafstörungen leiden. Glücklicherweise eignen sich indicadominierte Cannabisprodukte dafür, einen langen, erholsamen Schlaf herbeizuführen. Jüngste Studien legen nahe, dass bei einigen Patientinnen auch CBD-Produkte zur Behandlung von Schlafstörungen beitragen können.

Medizinprodukt mit Cannabis-Basis

SCHWANGERSCHAFT

Eine neue Studie, die letztes Jahr im Journal of American Medical Association veröffentlicht wurde, stellt fest, dass fast jede 14. Frau Cannabis zur Behandlung schwangerschaftsbedingter Symptome einsetzt, zu denen vor allem Übelkeit zählt. Im Verlauf der siebenjährigen Studie, die zwischen 2009 und 2016 durchgeführt wurde, begleitete die klinische Psychologin Kelley Young-Wolff 279.457 schwangere Frauen, die Teil des Kaiser Permanente-Gesundheitssystems waren.

Aus der Studie folgte, dass bei ihrem Start im Jahr 2009 lediglich 4,2% der werdenden Mütter Cannabis konsumierten, während diese Zahl bis 2016 auf 7,1% anstieg. Dies ist nicht sehr überraschend angesichts der erschreckenden Menge an Forschungsergebnissen, die nahelegen, dass verschreibungspflichtige Medikamente zur Behandlung der Schwangerschaftsübelkeit bei den Müttern gefährliche Nebenwirkungen auslösen können und bei den Babies das Risiko möglicher Geburtsdefekte erhöhen.

SEX

Für viele Frauen ist ein gesundes Sexualleben sehr wichtig, unabhängig davon, ob sie in einer Beziehung leben oder nicht. "Siebenundzwanzig Prozent der weiblichen Konsumenten geben an, dass sie Cannabis konsumieren, um ihre sexuellen Erfahrungen zu verbessern", heißt es in der BDS-Studie. Darüber hinaus beobachtete man, dass Mütter am ehesten dazu neigen, Cannabis zur Steigerung der sexuellen Stimulation zu verwenden.

Dahinter steht kein abstraktes Konzept, denn die Wirkung von Cannabis als Aphrodisiakum ist gut dokumentiert. Eine kürzlich im Journal of Sexual Medicine veröffentlichte Studie, an der 28.000 Frauen teilnahmen, kam zu dem Schluss, dass diejenigen, die täglich Pot zu sich nahmen, durchschnittlich 7,1 Mal pro Monat Sex hatten, während dies bei den nicht-cannabisfreundlichen Frauen nur 5 Mal im Monat der Fall war. "Häufiger Marihuana-Einsatz scheint die sexuelle Motivation oder Leistung nicht zu beeinträchtigen", kommentierte Michael Eisenberg, MD, der leitende Autor der Studie und Assistenzprofessor für Urologie an der Stanford University. "Wenn überhaupt, ist er mit einer erhöhten Koitalfrequenz verbunden."

Magersucht und Cannabis

ANOREXIE

Da man weiß, dass Cannabis einen auch als Fressflash bekannten Anstieg des Appetits bewirkt, ist es eine naheliegende Annahme, dass Weed ein wahrer Lebensretter sein kann, wenn es darum geht verschiedene Essstörungen zu behandeln, wozu in erster Linie die Magersucht gehört. Ein paar amerikanische Bundesstaaten erlauben es Patientinnen Cannabis zu verschreiben, die mit Essstörungen zu kämpfen haben, was aber nicht so häufig geschieht, wie es eigentlich nötig wäre.

Die Forschung in diesem Bereich ist nicht sehr umfangreich, aber anekdotische Berichte von Betroffenen legen nahe, dass Cannabis hier sehr wirksam ist. Im Jahr 2014 führte eine Gruppe von Neurowissenschaftlern eine kleine Studie mit Tieren durch, die an Magersucht litten. Sie stellten fest, dass Marihuana hilft, indem es den CB1-Rezeptor des Endocannabinoid-Systems aktiviert, was die Empfindsamkeit gegenüber Geschmack und Geruch erhöht und wiederum die Neigung eines Patienten verstärkt, Nahrung zu sich zu nehmen.

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ANGSTSTÖRUNGEN/DEPRESSION

Laut der Anxiety and Depression Association of Amerika leiden Frauen doppelt so häufig wie Männer an Angstzuständen. Sie entwickeln auch in jüngeren Jahren eher Angststörungen als Männer. Kanadische Psychologen veröffentlichten eine umfassende Studie, in der die Nutzen der Verwendung von Cannabis für die Behandlung von Angstzuständen beschrieben wurden.

"Im Allgemeinen berichten Menschen, die Cannabis konsumieren, davon, dass es ihnen hilft, sich zu entspannen und Ängste abzubauen", sagt Zach Walsh, leitender Autor und Psychologieprofessor an der Universität von British Columbia. "Und wir wissen, dass viele Patienten mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) Cannabis verwenden, um ihre Symptome zu behandeln." Medizinisches Cannabis wird in den Vereinigten Staaten mittlerweile häufiger verschrieben, um Angstzustände und Depression zu behandeln.

FRAUEN UND WEED

Wir haben nun die wichtigsten Themen behandelt, die dazu führen, dass sich Frauen mit Cannabis selbst behandeln. Aber es gibt einen weiteren sehr häufigen Grund, der nicht oft diskutiert wird - weil sie Cannabis mögen! Und warum sollten sie nicht? Das Leben der Frauen ist hektisch und stressig; warum sollten sie nicht in der Lage sein, dem Wein den Rücken zu kehren, um stattdessen am Abend zur Beruhigung einen schönen Joint zu rauchen? Wie wir alle wissen, ist Weed sowieso viel unschädlicher als Alkohol.

Unabhängig davon, aus welchem Grund Cannabis verwendet wird, ist es wichtig zu beachten, dass es – wie bei jeden anderen Medikament auch – nicht bei jedem Menschen wirkt und auch Nebenwirkungen hervorrufen kann. Bevor Du also auf diesem Gebiet wichtigen Schritte unternimmst, solltest Du das Thema auf jeden Fall mit einem Arzt besprechen, dem Du vertraust und der Dir einen ehrlichen Rat geben kann.

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