Vireo Health New York macht gerade einen Schritt in eine neue cannabisfreundlichere Zukunft. Das Gesundheitsunternehmen ist eine von fünf lizenzierten Firmen, die innerhalb des Staates medizinisches Marihuana verkaufen dürfen. Erst kürzlich starteten sie eine Werbekampagne, die hoffentlich einige wichtige Themen ansprechen wird.

Mobilisierung der Patienten für eine Registrierung

Die „Ask your doctor about Cannabis“ Kampagne startete nun in 100 U-Bahn-Stationen in ganz New York. Das Unternehmen dahinter ist eines von fünf lizenzierten Cannabisproduzenten im Bundesstaat. Warum aber? Sicherlich benötigen nicht alle Cannabispatienten in New York eine Hilfestellung. Offensichtlich glauben Vireo aber, dass genau das der Fall ist.

Sie sind nicht die Einzigen

Millionen von Menschen in den New Yorker Städten benutzen täglich die U-Bahn. Es ist die beste Möglichkeit, die Aufmerksamkeit der Einwohner der Stadt auf irgendein Thema zu lenken. Allein die Tatsache, dass Cannabisproduzenten hier werben dürfen, ist allerdings ein Zeichen des Wandels. Das medizinische Programm in New York ist weniger als zwei Jahre alt. Sogar noch erstaunlicher? 2014 wurde es dem Anzeigenservice Weedmaps verboten, ihre Ausgabestellen auf dem Times Square zu bewerben.

Die neue Kampagne scheint außerdem der Beginn eines dramatischen Wandels im Umgang mit der generellen Bewerbung von Cannabis zu sein. Größtenteils ist selbst in den Staaten, in denen Cannabis legal ist, in den meisten Zeitungen und der herkömmlichen Post keine Werbung (für Cannabis) erlaubt. Auch nicht für medizinische Zwecke. Genau deshalb wurde der Anzeigenservice im Internet mit allen Ausgabestellen in den Vereinigten Staaten auf den Weg gebracht.

Kampagne Cannabis Metro New York

WARUM JETZT?

Am 11. September 2014 legalisierte der Bundesstaat New York medizinisches Marihuana. Seit diesem Zeitpunkt war der Start des Programms ein ständiges hin und her. Es hagelte jede Menge Kritik und nur wenig wohlwollende Worte. Lediglich fünf Ausgabestellen wurden für die anfängliche Bereitstellung im gesamten Bundesstaat auserkoren. Das bereitgestellte medizinische Cannabis kann nicht geraucht werden. New York ist einer der ersten beiden Staaten in den USA, in denen sowohl das Rauchen von Zigaretten als auch von Gras verboten ist. Die Patienten machen sich Sorgen über die entstehenden Kosten und ihre Privatsphäre. Die New Yorker Gesetzgebung, allen voran der Gouverneur, prahlten in der Vergangenheit damit, dass das Programm in New York das „konservativste“ im ganzen Land sei. Auch wenn 90% der New Yorker die Cannabisreform unterstützen, sieht das die Gesetzgebung ganz anders. Das ist selbst in einem Staat wie New York die bittere Wahrheit. Die politische Debatte bezüglich der Legalisierung konzentriert sich hier darauf, wer die Kosten für den Zugang tragen wird. Probedurchgänge. Beschäftigungspolitik. Keines dieser Themen ist einfach.

Die geringe Wahlbeteiligung der Patienten ist beschämend

Es gibt viele Gründe für diese neue Kampagne, die wahrlich einen Wendepunkt in der staatlichen Politik darstellt. Die meisten haben damit etwas zu tun, wie der Bundesstaat New York das medizinische Cannabisprogramm bisher auf den Weg brachte. Die Verwaltung des Programms ist mühselig. Außerdem ist es schwierig, daran teilzunehmen. Nur wenige New Yorker haben sich bisher registriert und infolgedessen ist die Anzahl der Patienten in New York immer noch gering.

Die neue Werbekampagne ist in vielerlei Hinsicht von Bedeutung. Erstens ermutigt sie Patienten sich um eine Behandlung mit Cannabinoiden bemühen. Zweitens versucht der Staat offensichtlich die Patienten dazu zu bewegen, sich ihr medizinisches Cannabis auf legalem Wege zu beschaffen. Außerdem soll die Kampagne die Unterstützung des Programms durch die lokalen Behörden verdeutlichen.

Ob es funktioniert oder nicht, steht auf einem anderen Blatt

Trotzdem scheint der Staat New York nun zum ersten Mal seit der Markt dort entstand endlich eine Art „Vorreiterrolle“ auf Landesebene einzunehmen.

New york legalisierung cannabis

IST DAS AUCH FÜR EUROPA DENKBAR?

Allen, die sich eine solche Kampagne auch in Europa vorstellen können, sei gesagt, dass bis dahin noch ein weiter Weg vor uns liegt. Die nächsten fünf Jahre wird die deutsche Regierung zum Beispiel versuchen, sowohl Ärzte als auch Patienten durch die Finanzierung und Anmeldung von kranken Menschen für Probeläufe aufzuklären.

Irgendwann sind solche öffentlichkeitswirksamen Kampagnen durchaus denkbar, werden jedoch nicht auf dieselbe Art und Weise ablaufen.

Warum?

Drogen können in Europa nicht beworben werden. Bei der Diskussion einer Droge wie Cannabis führt das natürlich zu erheblichen Schwierigkeiten. Tatsächlich sind die Pläne zur Aufklärung von Patienten und Ärzten, sowie der legale Zugang zu medizinischen Cannabisprodukten die nächste große Aufgabe, der sich die Legalisierung hier stellen muss.

DAS GROSSE GANZE

Der Kernpunkt dieser ganzen Geschichte ist das, was die Kampagne über die öffentliche Wahrnehmung von Cannabis aussagt. Die Bewerbung von Cannabis in einem verankerten Medium der breiten Öffentlichkeit ist auf allen Ebenen ein riesiger Schritt nach vorne. Das es gerade in New York geschieht, einer der Städte mit den meisten internationalen Touristen, ist ebenfalls von großer Bedeutung. So erreicht die Nachricht von medizinischem Gras auch Besucher aus anderen Teilen der USA und der Welt, in denen die Reform immer noch ein großes Thema darstellt.

Es handelt sich hier um nichts Geringeres als einen Sieg für das Thema im Allgemeinen. Egal, wie viel dafür noch getan werden muss.

 

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