Durchgehende Reihen von Cannabispflanzen können zweifelsfrei ein schöner Anblick sein. Aber ist das die ideale Anordnung? Einige Gärtner tun alles in ihrer Macht stehende, um die sogenannten "Unkräuter" zu eliminieren. Sie sehen diese nämlich als Bedrohung an, die ihren Pflanzen schaden und den gesamten Ertrag reduzieren kann. Die Wahrheit ist, dass Cannabis eine krautige Pflanze ist. Also kann sie wie alle anderen Mitglieder dieser botanischen Kategorie angebaut werden. Cannabis macht sich in artenreichen Gärten, umgeben von anderen Pflanzenarten, Unmengen an Insekten und Mikroorganismen sehr gut.

BRENNNESSELN: EINE VORSTELLUNG

Bestimmte Pflanzen arbeiten besonders gut mit Cannabis zusammen und haben sich den Titel "Begleitpflanzen" redlich verdient. Diese Gruppe von Pflanzenarten bietet dem Gärtner ebenso wie dem Cannabisgarten viele Nutzen. Die Brennnessel oder Urtica dioica ist eine solche Pflanzenart. Die Brennnessel ist eine ausdauernde, krautige Blütenpflanze, die zur Familie der Urticaceae gehört und in Europa, Asien und Nordafrika heimisch ist. Brennnesseln sind dem Cannabis sehr ähnlich bezüglich der Tatsache, dass sie beide Trichome auf den Blättern ausbilden. Aber statt Cannabinoidfabriken zu sein, bilden die Trichome hypodermale Nadeln, die jedem Tier und Menschen bei Berührung Histamine injizieren.

Brennnesseln können Deinem Garten und Deinen darin wachsenden Cannabispflanzen nützen. Wahrscheinlich haben sie bereits einen Platz in einem nicht verwendeten Bereich Deines Gartens gefunden. Dort verbreiten sie sich über Rhizome und Samen. Tatsächlich kultivieren viele Gärtner diese Art mit Absicht, da sie wissen, welche Nutzen sie erbringen kann.

DIE BRENNNESSEL IST EINE GROẞARTIGE BEGLEITPFLANZE

Der Anbau von Brennnesseln im nahen Umfeld Deiner Cannabispflanzen geht mit einer Vielzahl an Nutzen einher. Zunächst einmal besitzen Brennnesseln ein Talent für das Anlocken von nützlichen Insekten, da die Blüten einen hohen Nektargehalt aufweisen. Arten wie Marienkäfer finden sie unwiderstehlich und sobald sie angekommen sind fressen sie alle Blattläuse und Spinnmilben, die für Deine Cannabispflanzen eine Bedrohung darstellen.

Aber Brennnesseln beschützen Deine Cannabispflanzen nicht nur, indem sie die Anzahl der nützlichen Raubinsekten erhöhen, sondern sie verbessern Berichten zufolge auch den Geschmack und den Geruch der Pflanzen! Das mag sich zu gut anhören, um wahr zu sein, und die Wissenschaft ist sich auch noch nicht einig, aber Du wirst eine botanische Synergie in Gang bringen, die den Terpengehalt erhöht, wenn Du Brennnesseln neben Dein Cannabis pflanzt. Diese Reaktion wird durch die Pollen der männlichen Brennnesseln verursacht. Diese Substanz verbessert angeblich auch den Geschmack von Früchten und Gemüse.

Terpene sind flüchtige aromatische Kohlenwasserstoffe, die in den Drüsen der Trichome produziert werden und dem Cannabis seinen einzigartigen Geruch und Geschmack verleihen. Diese interessanten Moleküle können nachweislich die Wirkung von Cannabinoiden wie THC und CBD verstärken. Diese Wechselwirkung wird auch Entourage-Effekt genannt.

DIE BRENNNESSEL IST EINE GROẞARTIGE BEGLEITPFLANZE

DIE VERWENDUNG VON BRENNNESSELN ALS POTENTER DÜNGER

Wie alle Pflanzen nehmen die Brennnesseln während des Wachstums Nährstoffe aus dem Boden auf, die helfen, lebenswichtige physiologische Prozesse ablaufen zu lassen. Wenn sie sich reproduzieren und sterben, werden die Nährstoffe wieder zersetzt und in den Boden und die Wurzelzone abgegeben. Allerdings kannst Du diese nährstoffreichen Lebensformen nutzen, während sie lebendig sind, und die nützlichen Moleküle umverteilen.

Brennnesseln enthalten eine Vielzahl verschiedener Nährstoffe, einschließlich Aminosäuren, Eisen, Kalium, Zink, Magnesium, Calcium und viele Vitamine. Cannabispflanzen brauchen diese Bandbreite an Makro- und Mikronährstoffen und indem Du die Brennnesseln erntest und sie Deinem Kompost hinzufügst, kannst Du Deinen Boden damit anreichern und einem Nährstoffmangel Deiner Cannabispflanzen vorbeugen.

Komposthaufen bestehen aus einer Mischung aus "braunen", kohlenstoffreichen Materialien wie toten Blättern und Stielen und "grünen", stickstoffreichen Materialien wie frische Blätter und Stiele und Küchenabfälle. Da Brennnesseln quasi von allein wachsen und sich schnell vermehren, stellen sie ein günstiges Kompostmaterial dar.

Allerdings ist nicht jeder Kompost fest. Viele Gärtner entscheiden sich für die Herstellung eines Komposttees, der fermentierte, nährstoffreiche Pflanzen und andere Materialien beinhaltet, um eine Flüssigkeit mit einer hohen Dichte an Nähstoffen zu kreieren. Man kann sie auch als Blattdünger verwenden, um Pflanzen gesund zu halten und Defiziten entgegenzuwirken. Lege diese vorteilhaften Pflanzen einfach in einen Behälter mit Wasser und lasse sie für 3 Wochen einweichen, damit sie fermentieren können. Schöpfe die Flüssigkeit ab und verwende sie beim Gießen in einem Dünger:Wasser-Verhältnis von 1:10 und in einem Verhältnis von 1:20 für ein Blattspray.

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