Das Klonen einer Cannabispflanze ist ein sehr interessanter Prozess. Man entnimmt dabei einen Steckling von einer bereits etablierten Mutterpflanze und nutzt diesen, um eine vollkommen neue und unabhängige Pflanze zu erzeugen. Das Faszinierende dabei ist, dass diese neue Pflanze die absolut gleiche Genetik wie die Mutterpflanze beibehält, von der sie entnommen wurde.

Das bedeutet, dass das Klonen eine hervorragende Möglichkeit für Cannabisanbauer ist, um die Genetik einer bestimmten Sorte, die man besonders schätzt, zu bewahren. Der entnommene Klon wird all die Eigenschaften des Originals übernehmen, angefangen beim Geschmack bis hin zum High.

Das Klonen von Cannabis ist auch aus finanzieller Hinsicht für viele Anbauer interessant. Es sorgt dafür, dass man nicht ständig neue Samen kaufen muss, um die exakt gleiche Sorte wieder anzubauen. Man kann einfach einen Steckling von der gewünschten Pflanze seines Anbaus entnehmen und somit eine gleichwertige Kopie erstellen. Unter Anbetracht all dieser Vorteile, könnte man vermuten, dass das Klonen eine Technik ist, die jeder Anbauer beherrschen und ständig anwenden sollte. Die Methode hat aber ein paar Einschränkungen.

Klonen Autoflowering Sorten Cannabis

Eine bedeutende Einschränkung ist die Schwierigkeit (aber nicht Unmöglichkeit), eine autoflowering Cannabissorte erfolgreich zu klonen. Beachtet man darüber hinaus, dass autoflowering Sorten gegenüber den traditionellen Sorten vielerlei Vorteile haben, wie beispielsweise die kompakte Größe und das schnelle Wachstum, ist es verständlich, dass viele Anbauer überhaupt kein Interesse am Klonen haben.

Es ist ein verbreiteter Irrglaube in der Cannabisszene, dass autoflowering Sorten überhaupt nicht geklont werden können. Das Gegenteil ist der Fall: Es ist möglich, aber vermutlich die Mühe nicht wert. Warum ist es schwieriger, autoflowering Sorten zu klonen?

DIE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN AUTOFLOWERING SORTEN UND PHOTOPERIODISCHEN SORTEN

Um herauszufinden, was dazu führt, dass die Anbauer beim Klonen von autoflowering Cannabissorten keine überragenden Ergebnisse erzielen, müssen wir zuerst verstehen, was diese Pflanzen von den anderen unterscheidet. Autoflowering Pflanzen machen ihrem Namen alle Ehre – sie gehen automatisch in die Blütephase über, und zwar nach einer bestimmten Zeit und nicht wie ihre photoperiodischen Gegenstücke in Abhängigkeit von Umweltfaktoren.

Photoperiodische Pflanzen benötigen einen Änderung des täglichen Lichtzyklus, um von der Wachstumsphase in die Blütephase überzugehen.

Diese Unterscheidung ist hauptsächlich auf evolutionäre Faktoren zurückzuführen. Die autoflowering Sorten sind in den nördlichen Regionen der Welt entstanden, wo es im Laufe des Jahres viel weniger Sonnenlicht gibt. Dies führte dazu, dass diese Pflanzen die Fähigkeit entwickelt haben, nach einer bestimmten Zeit automatisch in die Blütephase überzugehen.

Diese Eigenschaft machen sie besonders für unerfahrene Anbauer interessant, da diese keinen besonderen Lichtzyklus einstellen müssen, um die Blütephase einzuleiten und so zu einer erfolgreichen Ernte und qualitativ hochwertigen Blüten zu kommen.

Photoperiodische Sorten sind näher am Äquator entstanden. Wenn sie innen angebaut werden, benötigen sie eine Umstellung des Lichtzyklus, der dem herbstlichen Sonnenzyklus gleicht. Somit werden diese Pflanzen dazu angeregt, Blüten und Samen zu erzeugen, da in der Natur auf diese Lichtzyklen schon bald die verheerenden Wintertemperaturen folgen würden, in denen sie nicht überleben könnten.

Wie Autoflowering Cannabis-stämme Klonen

WAS BEDEUTET DAS IM ZUSAMMENHANG MIT DEM KLONEN?

Was bedeutet dieser genetische Unterschied aber nun im Zusammenhang mit dem Klonen von Cannabispflanzen? Nun ja, erinnerst Du Dich, dass wir erwähnten, dass das Klonen zu einer exakten Kopie der Mutterpflanze führt? Das bedeutet, dass jede einzelne Eigenschaft der Mutterpflanze mit übernommen wird, auch das Alter der Pflanze bei der Entnahme des Stecklings.

Der Steckling wird den gleichen genetischen Zeitplan wie die Mutterpflanze verfolgen und sich weiter auf die automatisch eingeleitete Blütephase hinbewegen – unabhängig von der Größe oder der Entwicklung des entnommenen Stecklings. Bei autoflowering Sorten führt dies dann für gewöhnlich zu kleinen und unterentwickelten Ablegern, die nur minimale Erträge erzeugen.

Photoperiodische Sorten sind um ein Vielfaches besser für das Klonen geeignet. Wenn man ihnen während der Wachstumsphase einen Steckling entnimmt und der Lichtzyklus gleich bleibt, wird dieser die Möglichkeit haben, in der vegetativen Phase weiter zu wachsen und zu gedeihen. Wenn der Klon dann eine optimale Größe erreicht hat, kann der Anbauer den Lichtzyklus umstellen und somit die Blütephase einleiten.

IST ES DENN ÜBERHAUPT MÖGLICH?

Es wurde berichtet, dass einige Anbauer autoflowering Sorten erfolgreich geklont haben. Es ist in der Tat möglich, eine autoflowering Pflanze zu klonen, das Resultat wird aber mit Sicherheit nur suboptimal sein. Wenn ein Anbauer dieses Vorhaben durchführt, um seine Ernte zu steigern und nicht nur aus reinem Interesse an der Sache, wird er leider eine Enttäuschung erleben.

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