Wenn es um medizinähnliche Einnahmeformen von Cannabis geht, kommt das Beste erst noch, und Nasensprays sind eines dieser Produkte, die wir zunehmend häufiger sehen. In Regionen der Erde, wo die Pflanze weitestgehend oder vollständig legal ist, werden schon heute Nasensprays klinisch getestet und verkauft und richten sich hoffnungsvoll an eine bestimmte demographische Gruppe von Patienten mit besonderen Bedürfnissen. Auf der anderen Seite mag die Vorstellung, zum Freizeitvergnügen Cannabis durch die Nase zu ziehen, auch etwas seltsam klingen, zumindest für Cannabinieri der alten Schule.

Mit THC und CBD angereicherte Nasensprays werden erfolgreich zur Behandlung von Anfällen, Muskelkrämpfen, chronischen Schmerzen und anderen schweren Erkrankungen eingesetzt. Mittlerweile entwickelt sich die Branche noch weiter, indem sie verschiedene Spray-Produkte mit unterschiedlichen Cannabinoid- und Terpenprofilen herstellt.

WIE FUNKTIONIEREN CANNABIS-NASENSPRAYS?

Die Hauptbestandteile von Cannabis-Nasensprays sind eine Mischung aus Kochsalzlösung und CBD und/oder THC in pharmazeutischer Qualität. Der erfrischende Sprühnebel sorgt in der Regel für eine Befreiung der verstopften Nase und sollte dem Anwender dank der Wirkung der Cannabinoide eine schnelle Linderung verschaffen. Entzündungen, Anfälle und neurologische Störungen können mit dieser schnellen und schmerzlosen Form von Medizinalhanf ebenfalls behandelt werden.

Viele Medikamente für die systemische Verabreichung werden in Form von Nasensprays angeboten, da diese Darreichungsform eine sehr effiziente Methode zur Überwindung der Blut-Hirn-Schranke darstellt. Die dünne Nasenschleimhaut ermöglicht es den Wirkstoffen, leicht in den Blutkreislauf zu gelangen, so dass diese direkte Darreichungsform von der Nase ins Gehirn sowohl die Bioverfügbarkeit als auch die Absorptionsgeschwindigkeit erhöhen kann. Cannabis-Nasensprays verhindern auch den Abbau von Wirkstoffen im Körper, wie es bei Lebensmitteln und anderen oralen Einnahmeformen der Fall ist. Im Vergleich zum Rauchen, Verdampfen oder Essen von Cannabis-Derivaten ist dies das Hauptargument für die transmukosale Verabreichung von Cannabinoiden. Obwohl es natürlich von Vorteil ist, das Einatmen von verbranntem Pflanzenmaterial zu vermeiden, bedarf die vermeintlich erhöhte Bioverfügbarkeit, wie sie von den Nasensprayherstellern behauptet wird, einer weiteren wissenschaftlichen Überprüfung.

Nasal

Die nasale Aufnahme von Cannabinoiden oder anderen Substanzen hängt von der Beschaffenheit der inneren Nasenmembran des Patienten ab. Darüber hinaus scheint es, dass einige Enzyme, die auch im Nasengewebe zu finden sind, durch CBD deaktiviert werden, was unsere Fähigkeit beeinträchtigt, andere Wirkstoffe zu metabolisieren. Infolgedessen könnte diese neue Darreichungsform weder das Problem der korrekten Dosierung von THC und CBD vollständig lösen, noch würde sie deren Wirkung verstärken.

WICHTIGE ÜBERLEGUNGEN

Menschen möchten ihr Cannabis vielleicht nicht rauchen oder sind körperlich gar nicht in der Lage dazu. Einige Patienten ziehen es vielleicht sogar vor, auch Esswaren zu vermeiden, da sie womöglich auf eine unmittelbare Wirkung angewiesen sind. In solchen Fällen kann ein Cannabis-Nasenspray sinnvoll sein. Solch ein Gerät könnte auch zu einer weiteren praktischen und diskreten Konsumform für alle Arten von Anwendern werden, da Nasensprays im Allgemeinen nicht mit Cannabis in Verbindung gebracht werden. Leider hat die wissenschaftliche Cannabisforschung noch nicht wirklich Licht ins Dunkel der Frage gebracht, ob sich verschiedene Anwendungsarten bei einer bestimmten Erkrankung als wirksamer erweisen, und das gilt insbesondere für so neuartige Methoden wie Nasensprays.

Hinzu kommt, dass nordamerikanische Regulierungsbehörden kürzlich Ermittlungen zu Cannabis-Nasensprays aufgenommen haben, da sie von den staatlichen Gesundheits- und Sicherheitsbehörden nicht getestet oder überwacht wurden – auch wenn diese Darreichungsform von Medikamenten ansonsten sehr verbreitet ist. Ein Grund dafür ist, dass Millionen von Menschen durch den Gebrauch von herkömmlichen Nasensprays durch den sogenannten Absetzeffekt eine Arzneimittel-Rhinitis entwickeln, bei der sich die Schleimhäute in der Nase an das Medikament gewöhnen und noch stärker anschwellen, wenn die Wirkung nachlässt. Das wiederum kann dafür sorgen, dass die Anwender eine Abhängigkeit (nicht Sucht) von dem Arzneimittel entwickeln.

DIE ZUKUNFT VON CANNABIS-NASENSPRAYS

Zusätzlich zu den möglichen Anwendungen von Sprays zur Linderung aller derzeit mit Cannabis behandelten Erkrankungen, schwebt der Industrie vor, Nasensprays mit entzündungshemmenden Cannabinoiden und Terpenen einzusetzen, um Allergien zu bekämpfen, Sinusitis zu reduzieren und andere lokale Erkrankungen in Angriff zu nehmen. Nach den anschließenden klinischen Studien werden die Patienten über den Erfolg oder Misserfolg von nasalem medizinischem Cannabis entscheiden. Höchstwahrscheinlich werden diese Produkte die Bedürfnisse einer bestimmten Nische von Anwendern befriedigen und es ist gut zu wissen, dass sie diese neue Option zur Hand haben, um im Fall der Fälle so schnell wie möglich medikamentöse Hilfe zu erhalten – oder high zu werden.

BIST DU 18 JAHRE ALT ODER ÄLTER?

Der Inhalt auf RoyalQueenSeeds.com ist ausschließlich für Erwachsene geeignet und nur volljährigen Personen vorbehalten.

Stelle sicher, dass Dir die Gesetzeslage in Deinem Land bekannt ist.

Indem Du auf BETRETEN klickst, bestätigst
Du, dass Du
18 Jahre oder älter bist.