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By Luke Sumpter

Weed "rülpsen" lassen? Diese Vorgehensweise beim Aushärten von Buds klingt fast so, als würde man sich um ein Baby kümmern. Was genau beinhaltet das Lüften – manchmal auch "Rülpsen" oder "Aufstoßen genannt – von Weed? Und wie kannst Du als Grower diese Praxis nutzen, um Deinen Vorrat besser schmecken zu lassen? Stelle Dir den zeitlichen Ablauf Deines Anbauprozesses vor. Während die Meisten wissen, dass der Zeitplan mit der Aussaat der Samen beginnt, glauben viele angehende Grower, dass er mit der Ernte endet. Das stimmt so leider nicht: Nachdem Du Deine Pflanzen gefällt und die Blüten abgeschnitten hast, gibt es noch viel zu tun. Zuerst musst Du Deine Ernte trocknen; anschließend folgt die Aushärtung oder Fermentation, bei der das Lüften in den Vordergrund tritt.

Beim Aushärten der Cannabisblüten musst Du die Gläser, in denen sie sich befinden, regelmäßig öffnen, um die aufgestaute Feuchtigkeit entweichen zu lassen. Auch wenn dies vielleicht zu wenig beachtet wird, kann dieses "Rülpsen" über Erfolg oder Misserfolg des gesamten Aushärtungsprozesses entscheiden – vom Geschmack bis zur Vermeidung von Schimmel. Im Folgenden erfährst Du alles, was Du über das Lüften von Cannabis wissen musst.


Warum muss man Buds bei der Fermentierung lüften?

Um die Wichtigkeit des Lüftens zu verstehen, ist es notwendig, die Bedeutung des Reifungsprozesses herauszustellen. Was geschieht eigentlich, wenn man getrocknete Buds in Glasbehälter gibt? Für das bloße Auge nicht viel; auf molekularer Ebene verwandeln sich Deine rauen, chlorophyllreichen Blüten jedoch in weiche und schmackhafte Leckerbissen. Das alles hat mit enzymatischen Prozessen zu tun, die auch dann weiterhin ablaufen, nachdem Du die Buds von ihren Zweigen abgeschnitten hast. Die Proteine in den Blüten setzen chemische Prozesse in Gang, die im Abbau von Zucker, Stärke und anderen Nährstoffen resultieren.

Sind diese Verbindungen noch vorhanden, wird der Rauch oder Dampf kratzig sein. Darin unterscheiden sich nicht ausgehärtete Buds von seidig weichen fermentierten Blüten. Die Aushärtung fördert nicht nur den Zerfall unerwünschter Chemikalien, sondern verhindert auch den Abbau erwünschter Moleküle, zu denen Cannabinoide und Terpene zählen.

Kommen wir nun zum eigentlichen Hauptthema – dem Lüften. Als Resultat der bereits erwähnten enzymatischen Reaktionen beginnen sowohl Feuchtigkeit als auch CO₂ sich in den Aushärtungsgläsern zu sammeln. Mit zunehmender Feuchtigkeit steigt mit der Zeit auch das Risiko von Schimmelbildung; opportunistische Pilzkrankheiten treten in Aktion, wenn die Umweltbedingungen dies zulassen. Schließlich dient das Lüften als Methode, um Feuchtigkeit und Luft aus dem Inneren des Aushärtungsglases herauszulassen, bis die Luftfeuchtigkeit auf ein akzeptables Niveau gesunken ist. Wird jedoch zu viel Feuchtigkeit aus dem Glas entfernt, verlangsamen sich die chemischen Reaktionen, die dazu führen, dass Dein Weed besser schmecken wird, und können sogar zum Stillstand kommen. Deshalb ist es wichtig, beim Lüften ein Gleichgewicht zu finden, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Glass Jar

Wie man Weed lüftet

"Rülpsendes" oder "aufstoßendes" Weed hört sich gut an, aber wie funktioniert es? Der ganze Vorgang dreht sich um die Überwachung der relativen Luftfeuchtigkeit – definiert als die Menge des in der Luft vorhandenen Wasserdampfes, ausgedrückt als Prozentsatz der Menge, die für die Sättigung bei gleichbleibender Temperatur notwendig ist. Das mag zwar verwirrend klingen, aber es sind hierfür keinerlei komplexe Gleichungen nötig. Beim Lüften von Cannabis stehen zwei Methoden zur Auswahl. Die erste und zugleich einfachere Option ist, Weed zeitbasiert zu lüften. Im Folgenden siehst Du die Anweisungen für diesen Prozess:

  • 1. Woche: Beginne damit, Deine Gläser einmal täglich 30 Minuten lang zu lüften. Nimm einfach die Deckel von den Gläsern und lasse sie während dieses Zeitraums offen.
  • 2. Woche: Deine Buds werden inzwischen einen Teil ihrer Restfeuchtigkeit verloren haben. Ändere den Rhythmus und lasse sie nur noch jeden zweiten Tag 30 Minuten lang lüften.
  • 3.–6. Woche: In den folgenden 4 Wochen sollten Du Deine Gläser nur noch einmal alle 2 Wochen lüften.
  • Nach der 6. Woche: Falls Du zu diesem Zeitpunkt mit dem Aushärten fortfährst, musst Du Dein Weed nur noch einmal monatlich lüften.

Viele Grower sind mit der oben beschriebenen Methode erfolgreich. Falls es Dir jedoch nichts ausmacht, zusätzliches Zubehör zu kaufen, kannst Du Dein Weed auch je nach Notwendigkeit lüften, indem Du ein kleines digitales Hygrometer in jedes Deiner Aushärtungsgläser gibst. Mit diesem Gerät erhältst Du eine konstante Anzeige der relativen Luftfeuchtigkeit, so dass Du Dein Weed nicht so häufig lüften musst. Der Wert sollte immer über 55% betragen, damit Deine Buds nicht zu trocken werden, aber unter 70% liegen, da sonst die Gefahr von Schimmelbildung enorm ansteigt. Wie bei der oben beschriebenen Methode solltest Du einen Zeitraum von 30 Minuten anstreben, wenn Du Dein Weed lüftest.

Welche Art von Behältern eignen sich am besten zum Lüften?

Wenn es um das Aushärten/Fermentieren von Cannabis geht, steht Glas an erster Stelle. Es sieht nicht nur besser aus, sondern haben auch Vorteile gegenüber Plastiktüten und -behältern, die Luftpartikel durchlassen können. Da die molekularen Räume zwischen den Glaspartikeln so klein sind, leistet dieses Material bessere Arbeit, wenn es darum geht, die Luft im Inneren einzuschließen und Außenluft nicht hineinzulassen.

Glass Jar

Wann hört man mit dem Lüften von Weed auf?

Du musst Dein Weed während seiner gesamten "Reifungsdauer" immer wieder lüften, obwohl die Häufigkeit mit der Zeit abnimmt. In den ersten Wochen sind die Stoffwechselprozesse im Behälter am ausgeprägtesten, was bedeutet, dass Du – wie oben bereits erläutert – häufiger lüften musst. Mit der Zeit verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse und die Feuchtigkeitsbildung nimmt ab, so dass Du Dein Weed nur noch einmal monatlich lüften musst.

Wann sollte man Weed in Aushärtungsgläsern nicht lüften

Wir haben schon verstanden, Du bist ein vielbeschäftigter Mensch. Wenn Du so viel zu tun hast, dass Du Dich um das Lüften nicht wirklich kümmern kannst, haben wir eine Lösung für Dich. Wir bei RQS haben Feuchtigkeitskontrollpäckchen entwickelt, um den Aushärtungsprozess so effizient wie möglich zu halten – sie machen sogar das Lüften überflüssig. Jeder Beutel wirkt als Zwei-Wege-Feuchtigkeitsregulator, der verhindert, dass der Feuchtigkeitsgehalt zu sehr sinkt oder zu stark ansteigt. Anstatt Deine Vorratsgläser zu lüften, musst Du einfach nur Dein Feuchtigkeitskontrollpäckchen austauschen, sobald die Anzeigekarte die Farbe wechselt.

Aushärten von Cannabis: Eine Kurzanleitung

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Damit das Lüften Deines Cannabis richtig funktioniert, musst Du Dich zuerst vergewissern, dass alle anderen wichtigen Aspekte der Trocknung und Aushärtung optimiert sind. Dazu zählt, dass Du Dein Weed richtig trocknest, indem Du die Blüten einer guten Luftzirkulation und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 45–55% aussetzt, bis die Stängel beim Biegen brechen. Dieser Vorgang kann bis zu 2 Wochen dauern.

Außer wenn Du Deine Buds nass trimmst (also direkt nach der Ernte), musst Du die Zuckerblätter nach dem Trocknungsprozess entfernen. Sobald das abgeschlossen ist, gib Dein Weed in Weed-Jar-Glasbehälter zum Aushärten. Was als nächstes zu tun ist, hängt davon ab, wie Du vorgehen möchtest. Wähle aus den folgenden Punkten:

📅 Folge einem Zeitplan: Verwende den oben beschriebenen Zeitplan zum Thema Lüften, um den Aushärtungsprozess zu optimieren, die Feuchtigkeit zu regulieren und den Geschmack zu verbessern.
💧 Verwende ein Hygrometer: Diese kleinen digitalen Geräte erlauben Dir eine präzise Überwachung. Lüfte Dein Weed einfach bei Bedarf, um eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 55–70% aufrechtzuerhalten.
🚫 Verzichte vollkommen auf einen Lüft-Plan: Wenn Du es Dir einfacher machen möchtest, verwende das RQS-Feuchtigkeitskontrollpäckchen, um den Feuchtigkeitsgehalt problemlos zu kontrollieren.

Für welche Methode Du Dich auch entscheidest, solltest Du wissen, dass es die Mühe wert ist. Jeder erfahrene Cannabisnutzer wird Dir sagen, wie viel besser ordentlich ausgehärtetes Weed schmeckt (und sich rauchen lässt), im Vergleich zu Blüten, die diese Fermentierung nicht durchlaufen.

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