By Max Sargent

Willkommen in der Zukunft des Cannabisanbaus, in der Dir automatisierte Cannabis-Aushärtungssysteme all Deine Sorgen abnehmen. Nun, nicht ganz, aber Du kannst Dir mit ein bisschen Aufwand das Leben in Zukunft leichter machen. In einer Zeit, in der Effizienz und Kosnistenz in allen Lebensbereichen wichtig sind, passt die Automatisierung der Aushärtung/Fermentierung gut ins Bild und macht uns das Leben ein wenig leichter (sobald wir das System eingerichtet haben).

Diese Systeme sparen nicht nur kostbare Zeit, sondern sorgen auch dafür, dass jede Blüte ihr höchstes Potenzial erreicht, indem sie gleichmäßig ausgehärtet und geschmacklich optimiert wird. So können wir sicherstellen, nach den mühsamen Monaten des sorgfältigen Anbauens bei diesem letzten, wichtigen Schritt alles genau richtig zu machen. Die Aushärtung oder Fermentierung ist der letzte Schritt in einem langen Prozess, der unser Endprodukt perfektioniert. Ob Du große Ernten veredeln willst oder einfach nur eine Leidenschaft für Präzision hast – die automatisierte Aushärtung zu verstehen, kann Dein Leben leichter und Dein Gras noch besser machen!

In diesem Artikel erfährst Du alles über die Grundlagen automatischer Aushärtungssysteme – bis hin zum Bau Deines eigenen.

Was ist ein automatisches Cannabis-Aushärtungssystem?

Ein automatisches Cannabis-Aushärtungssystem ist ein Weg, die Aushärtung oder Fermentierung von Gras einfacher und effizienter zu machen. Durch die Automatisierung der Kontrolle von Umweltfaktoren wie der relativen Luftfeuchtigkeit (RL) und dem Luftaustausch (der Grund, warum wir Einmachgläser regelmäßig öffnen) sorgen diese Systeme dafür, dass die Cannabisblüten gleichmäßig und effizient aushärten. Letztendlich reduziert dieser Prozess die harschen Aromen des Chlorophylls und bringt die feinen Aromen der vielen Terpene aus Deinem auserkorenen Gras zur Geltung.

Für Grower, für die der Geschmack von größter Bedeutung ist, kann ein automatisiertes Aushärtungssystem zufällige Missgeschicke zu einem gewissen Grad ausschließen und so die Wahrscheinlichkeit für hochwertige, gleichmäßige Ergebnisse erhöhen. Und für diejenigen, die eine große Ernte auszuhärten haben, kann ein solches System den Prozess viel einfacher und entspannter machen. Stell Dir vor, Du müsstest jeden Tag 100 kleine Gläser für fünf Minuten öffnen, um Dein Gras atmen zu lassen – die Arbeit wäre bald überwältigend!

Die wichtigsten Vorteile der automatisierten Aushärtung sind:

  • Konsistenz und Qualität: Die Automatisierung reduziert menschliche Fehler und stellt sicher, dass jede Blüte unter optimalen Bedingungen aushärtet oder fermentiert.
  • Effizienz: Für Grower, die mit großen Ernten zu tun haben, reduzieren diese Systeme den manuellen Arbeitsaufwand beim Aushärten erheblich.
  • Optimale Feuchtigkeitskontrolle: Feuchtigkeitspacks und automatischer Luftaustausch ("Burping") passen die Umgebung so an, um die perfekten Bedingungen für die Aushärtung aufrechtzuerhalten und das das Risiko von Schimmel und Übertrocknung zu reduzieren.
  • Skalierbarkeit: Egal, ob Du ein Hobby-Anbauer oder ein gewerblicher Grower bist, automatisierte Systeme lassen sich auf Deine Bedürfnisse abstimmen.
  • Größere Freiheit: Du kannst das Haus für ein oder zwei Tage verlassen, ohne Dir Sorgen machen zu müssen, dass während Deiner Abwesenheit Deine gesamte Ernte verdirbt.
Key benefits of automated cannabis curing

Mit Systemen, die von automatischen Aushärtungsgläsern bis hin zu ausgeklügelten Aushärtungseimern und automatischen Burping-Gläsern reichen, gibt es für alle Bedürfnisse eines Anbaubetriebs eine automatisierte Lösung. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf Aushärtungseimer, denn sie sind einfach herzustellen und können alle möglichen Größen haben, weshalb sie sich für praktisch alle Grower eignen – unabhängig von der Größe ihrer Ernte.

Wie lange dauert die Aushärtung von Cannabis durchschnittlich?

In der Regel kann die Aushärtungszeit für Cannabis zwischen zwei Wochen und über einem Monat liegen – je nach Sorte, gewünschtem Ergebnis und Aushärtungsbedingungen. Ein kürzerer Zeitraum führt in der Regel zu weniger veredeltem Gras. Das ist für Hobby-Anbauer geeignet, die nicht monatelang darauf warten wollen, bis ihre Ernte konsumbereit ist. Wenn Du jedoch ein paar Wochen länger warten kannst, wirst Du wirklich das Beste aus Deinem Gras herausholen.

Automatisierte Aushärtungssystem für die Aushärtung und Fermentierung von Cannabis optimieren den Prozess, indem sie die ideale Luftfeuchtigkeit aufrechterhalten und einen regelmäßigen Luftaustausch ermöglichen. Das sorgt nicht nur für eine gleichmäßige und effiziente Aushärtung, sondern kann auch die gesamte Aushärtungszeit verkürzen, weil es von Anfang an die perfekten Bedingungen schafft – eine Win-win-Situation! Gut ausgehärtetes oder fermentiertes Cannabis sorgt für ein sanfteres, angenehmeres Erlebnis mit besseren Geschmacksprofilen und höherer Potenz.

Wie baue ich ein automatisches Cannabis-Aushärtungssystem

Falls Du Dich angesprochen fühlst, zeigen wir Dir jetzt, wie Du ein solches System zur Aushärtung oder Fermentation selbst bauen kannst. Es erfordert ein wenig Zeit, Sorgfalt sowie Ausrüstung und ist daher am besten für Leute geeignet, die Spaß an solchen Projekten haben. Wenn Dir Heimwerkprojekte keinen Spaß machen, solltest Du Deine Energie lieber darauf verwenden, Deine Gläser von Hand zu belüften.

Wenn Du Dich der Herausforderung jedoch stellen willst und das Gefühl liebst, etwas zu bauen, das Dein Leben unkomplizierter macht und Dein Gehirn trainiert, dann lies weiter.

Hinweis: Die unten angegebenen Eimergrößen sollten für die meisten Grower ausreichen. Wenn Du aber das Gefühl hast, dass Du von einem größeren oder kleineren Eimer profitieren würdest, kannst Du die Größe gerne ändern. Der Rest der Vorgehensweise ist für verschiedene Größen geeignet.

Ausrüstung

  • 10–20-Liter-Eimer: am besten BPA-frei; und er muss einen luftdichten Deckel haben
  • Motorisierte Luftpumpe und digitale Zeitschaltuhr: für die Luftzirkulation und -kontrolle
  • Rückschlagventile: um Rückfluss zu verhindern
  • Silikonschläuche (3mm): zum Verbinden der Teile
  • Verteiler: zum Verteilen der Luft aus der Pumpe
  • PVC-Schlauch (16mm): für die Hauptluftleitung
  • Schlauchschelle aus Edelstahl (13mm bis 32mm): Zum Sichern der Verbindungen
  • Luftfeuchtigkeitskontrollpacks: Für die Aufrechterhaltung der optimalen Luftfeuchtigkeit
  • Sicherheitsnadel: Zum Herstellen von Luftlöchern in den Schläuchen
  • Bohrer mit 2,8mm-Bit

Anleitung

In der folgenden Anleitung wird beschrieben, wie Du Dein eigenes Aushärtungssystem bauen kannst.

Schritt 1: Bereite den Eimer vor

  • Bohre zwei Löcher in jeden Eimer; eins in der Nähe des oberen Rands und eins in der Nähe des Bodens. Die Löcher sollen 2,8mm groß sein, so dass sie die 3mm dicken Schläuche gut abdichten, wenn diese eingesetzt werden.

Schritt 2: Schläuche einrichten

  • Stecke den Einlassschlauch (der mit dem Verteiler verbunden werden soll) in das untere Bohrloch.
  • Schneide ein 15cm langes Stück des 3mm-Schlauchs als Abluftschlauch ab und stecke es in das obere Loch.

Schritt 3: Installiere die Rückschlagventile

  • Bringe die Rückschlagventile an den Enden der Schläuche im Eimer an, um die richtige Richtung des Luftstroms zu gewährleisten. Befestige beim unteren Schlauch die größere Seite des Ventils am Schlauch. Befestige beim oberen Schlauch die kleinere Seite.

Schritt 4: Luftverteilungsschlauch

  • Schneide ein 1m langes Stück des 3mm-Schlauchs ab und durchlöchere ihn gleichmäßig alle 2,5–4cm mit einer Sicherheitsnadel oder etwas Ähnlichem.
  • Verbinde diesen perforierten Schlauch mit dem Rückschlagventil am Boden des Eimers und sichere ihn mit einem festen Knoten.
  • Verlege den Schlauch kreisförmig um den Boden des Eimers, damit die Luft gleichmäßig ausströmen kann.

Schritt 5: Verbinde das System

  • Verbinde den Einlassschlauch mit dem Verteiler und öffne das Ventil.
  • Verbinde den Verteiler mit der Luftpumpe und sichere alle Verbindungen mit den Schlauchschellen.
  • Führe einen Probelauf durch, um die Luftdichtheit und die Funktionstüchtigkeit des Ventils zu überprüfen. Achte auf ein zischendes Geräusch aus dem Abluftschlauch – dieses zeigt an, dass der korrekte Druck besteht.

Schritt 6: Befüllung und Betrieb

  • Fülle den Eimer bis zur Hälfte mit Cannabis und lege dann ein Luftfeuchtigkeitskontrollpack (58–62% RL) hinein.
  • Füge weiteres Cannabis hinzu, bis der Eimer voll ist, und lege dann ein weiteres Luftfeuchtigkeitskontrollpack hinein.
  • Schließe den Deckel, starte die Pumpe und stelle den Timer so ein, dass das System alle 24 Stunden für 5 Minuten aktiviert wird. Dieser Zyklus sorgt für eine optimale Luftfeuchtigkeit und einen optimalen Gasaustausch.
Build automated cannabis curing system

Hinweise und Tipps zum Aushärten von Cannabis mit einem automatisierten System

Um sicherzustellen, dass alles nach Plan läuft, solltest Du vor und während dem Bauen Deines automatisierten Aushärtungssystems die folgenden Tipps beachten:

  • Achte auf Unterschiede zwischen Sorten: Sei Dir bewusst, dass verschiedene Sorten leicht unterschiedliche Bedingungen benötigen. Manche Sorten sind zum Beispiel unglaublich dicht, während andere viel luftiger sind. Das kann sich darauf auswirken, wie und wie lange Deine Blüten ausgehärtet oder fermentiert werden müssen. Passe Dein System also an die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Sorte an. Im Internet findest Du jede Menge Informationen darüber, wie verschiedene Sorten am besten auszuhärten sind.
  • Nutze das Wissen der Community: Nutze Online-Foren und Community-Ressourcen für zusätzliche Tipps und Lösungsansätze für Probleme. Der Wert des kollektiven Wissens erfahrener Grower ist von unschätzbarem Wert. Wahrscheinlich gibt es Leute, die die oben beschriebene Methode abgewandelt haben – und vielleicht findest Du eine Herangehensweise, das noch besser zu Dir passt. Unsere Methode ist jedoch einfach und für die meisten Menschen gangbar.
  • Führe regelmäßige Kontrollen durch: Auch mit Automatisierung ist es wichtig, Dein Cannabis regelmäßig auf Anzeichen von Schimmel oder Übertrocknung zu überprüfen. Die Automatisierung verbessert die sorgfältige Pflege, ersetzt sie aber nicht.
  • Trockne die Blüten vorher: Bevor Du Deine selbstgebauten Aushärtungseimer verwendest, solltest Du Deine Buds richtig trocknen und trimmen. Wenn die Stängel an jeder Blüte unter Druck brechen, anstatt sich zu biegen, sind sie bereit für die Aushärtung.
  • Beschriften: Es ist wichtig, dass Du jeden Eimer mit der Sorte, der Pflanzennummer, dem Erntedatum und dem Gewicht beschriftest. Das ist besonders wichtig für Grower, die mehrere Sorten angebaut haben oder mit großen Ernten zu tun haben.
  • Sauberkeit und Pflege: Verwende Kabelbinder, um die Schläuche zu organisieren und den Bereich ordentlich und sicher zu halten.
  • Abschließende Tipps: Lasse das System für optimale Ergebnisse 3–5 Wochen lang laufen. Nach der Aushärtung können die Eimer auch als luftdichte Lagerbehälter dienen, so dass Du Dein Gras nicht umlagern musst.

Was ist das beste Verfahren zum Aushärten und Fermentieren von Cannabis?

Automatisierte Cannabis-Aushärtungssysteme haben zwar bemerkenswerte Vorteile – vor allem für Großbetriebe oder für Anbauer, die ihren Prozess vereinfachen wollen –, aber was die beste Aushärtungsmethode speziell für Dich ist, hängt letztendlich von Deinen spezifischen Bedürfnissen und Vorlieben ab.

Die Automatisierung bietet ein Maß an Präzision und Konsistenz, das bei der manuellen Aushärtung nur schwer zu erreichen ist. Deshalb ist sie ein sehr hilfreiches Werkzeug für Grower, die mit minimalem manuellem Aufwand hochwertige Ernten erzielen wollen. Für kleinere Anbaubetriebe und Anbauer, die sich mit Heimwerkprojekten eher schwer tun, könnte ein automatisches Aushärtungssystem zur Aushärtung und Fermentierung jedoch zu viel des Guten sein. Es lohnt sich wirklich nur, wenn Du entweder das Projekt selbst liebst oder viel Gras auszuhärten hast.

Unabhängig davon, ob Du Dich für ein automatisiertes System oder eine traditionelle Methode entscheidest, liegt der Schlüssel zum Erfolg in der sorgfältigen Überwachung – und das gilt auch bei der Verwendung eines automatisierten Systems. Du solltest es regelmäßig überprüfen, um sicherzustellen, dass es tatsächlich so funktioniert, wie es sollte. Man will ja nicht nach fünf Wochen feststellen, dass das Gras verschimmelt ist und die Pumpen die ganze Zeit kaputt waren!

Durch die Verwendung dieser Technologien können Grower die Qualität, die Potenz und den Geschmack ihrer Ernte verbessern, so dass sich jede Anstrengung im Anbauprozess am Ende wirklich auszahlt.

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