Obwohl noch mehr Studien an Menschen durchgeführt werden müssen, zeigen die neuesten Ergebnisse der Medizin, dass Cannabis möglicherweise bei Hautkrebs helfen kann. Wie geeignet ist Cannabis als Behandlungsmethode für Melanome?

Die häufigste Form von Krebs ist Hautkrebs. Die häufigste Form von Hautkrebs wiederum ist das Melanom, das nur 1% aller Patienten ausmacht. Es ist die schwerwiegendste aller Formen des Hautkrebses, der auch die meisten Tode verursacht. Nur in diesem Jahr wird es in den USA schätzungsweise 80.000 neue Fälle von bösartigen Melanomen geben. Auf der Suche nach neuen Behandlungsmethoden hoffen Wissenschaftler nun in Cannabis eine Antwort zu finden.

Es wird weithin vermutet, dass Melanome durch UV-Strahlung von der Sonne oder durch Solarien verursacht werden, obwohl gezeigt wurde, dass andere Faktoren ihn auch verursachen können, z.B. die Genetik oder bestimmte Chemikalien.

WIE SICH EIN MELANOM ENTWICKELT

Mutationen von bestimmten Teilen des Erbguts, die auch durch UV-Strahlung verursacht werden können, führen zu der Entstehung von Krebs. Die meisten Fälle von Melanomen befinden sich an Körperregionen, die oft UV-Strahlung ausgesetzt sind, obwohl es auch hier Ausnahmen gibt. Wenn Hautzellen anfangen zu mutieren, werden sie schwarz und formen seltsame Flecken. Bei Nicht-Behandeln kann sich der Krebs weiter ausbreiten oder überall im Körper Metastasen bilden.

Die heutzutage übliche Behandlung für Melanome ist ihn im Frühstadium zu entfernen oder eine Chemotherapie, wenn es für das Entfernen zu spät ist.

MELANOME ERKENNEN

Ein krebsartiges Muttermal sieht anders aus als ein gewöhnliches Muttermal. Gewöhnliche Muttermale sind normalerweise rund und einheitlich gefärbt. Melanome sind meist unförmig, können unebene Ränder haben und ihre Farbe ist oft nicht einheitlich, sodass einige Stellen dunkler sind als andere. Des Weiteren sind sie meist größer als Muttermale durchschnittlich sind und können größer werden. Wenn Zweifel bestehen, sollte in jedem Fall ein Arzt zu Rate gezogen werden.

cannabis und melanoma

BEHANDLUNG VON HAUTKREBS MIT CANNABINOIDEN

Der Gedanke, dass Cannabinoide, die Hauptwirkstoffe von Cannabis, möglicherweise eine Anti-Krebs-Wirkung haben, ist nicht neu, obwohl noch viel Forschungsarbeit betrieben werden muss, besonders für Krebs beim Menschen, da es keine ausreichende Menge an Daten bezüglich der Effektivität von Cannabinoiden gibt.

Das "Journal of Investigative Dermatology" veröffentlichte im letzten Jahr eine Studie, in der Mäuse mit Melanomen mit THC und CBD behandelt wurden. Das internationale Team von Forschern aus dem Vereinigten Königreich, Italien und Spanien hat herausgefunden, dass diese Stoffe durch Apoptose und Autophagie zum Tod der Krebszellen führen.

AUTOPHAGIE UND APOPTOSE: WIE DER KÖRPER SICH SELBST REPARIERT

Unter dem Begriff Autophagie versteht man einen Prozess bei dem die Zelle sich selbst demontiert, um geschädigte Teile loszuwerden. Die Apoptose ist der natürliche Selbstmord der Zelle. Sie bricht auseinander und dann räumt das Immunsystem den Rest auf. Durch Studien an Tieren konnte gezeigt werden, dass THC und CBD beide Prozesse stimulieren und unterstützen können.

Die Forscher benutzten bei ihrer Studie THC und CBD in einem ausgeglichenen Verhältnis. Dieses Verhältnis ist auch bei dem Medikament Sativex gegeben, das momentan eine Testphase als Schmerzmedikament für Krebspatienten durchläuft.

Da es eine der ersten Studien über die Auswirkung von Cannabinoiden bei Melanomen ist, wird wohl noch länger in diese vielversprechende Richtung geforscht werden müssen. Die Forscher entdeckten das Potential von Cannabinoiden zur Behandlung von Melanomen bereits im Jahr 2006. Damals fanden sie den CB1- und den CB2-Rezeptor in Melanomzellen. Diese Rezeptoren sind gleichzeitig die Bindungsstellen für THC im menschlichen Körper.

Durch die Aktivierung dieser Rezeptoren war es den Forschern möglich das Wachstum der Krebszellen zu verlangsamen. Beim Behandlungsprozess wurden die Apoptose und Autophagie ausgelöst.

SELBSTBEHANDLUNG VON MELANOMEN MIT CANNABISÖL?

Neben solchen wissenschaftlichen Studien, gibt es noch mehr positive Berichte über die mögliche Effektivität von Cannabinoiden bei Melanomen, obwohl dies nur Einzelberichte sind. Im Internet gibt es viele Berichte, in denen Erkrankte versuchen ihr Melanom mit Cannabisöl zu behandeln und dies oft mit merklichem Erfolg.

Wegen des Mangels an bewiesenen medizinischen Fakten, ist eine Selbstbehandlung mit Cannabisöl und ähnlichen Produkten nicht einfach. Bis heute gibt es keine wirkliche Information dazu, welche Dosis und für wie viel Zeit eine derartige Behandlung in Anspruch nehmen sollte. Weiterhin stellen sich die Fragen nach Qualität der Produkte, ihrer Inhaltsstoffe und wie sie eine Chemotherapie ergänzen können. Cannabis kann nicht als Behandlungsmethode erwogen werden solange nicht mehr gesicherte Daten zur Verfügung stehen.

Das Cannabisverbot, das es noch in den meisten Ländern gibt, wirkt sich allerdings alles andere als unterstützend auf die Forschung in diese Richtung aus. Momentan müssen sich Patienten leider an Einzelberichten orientieren. Es ist zu wünschen, dass mehr Mühen in die wissenschaftliche Erforschung der Effektivität von Cannabinoiden bei Krebs investiert werden und zugunsten der Akzeptanz von Marihuana als Medizin ein Umdenken in der Gesetzeslage stattfindet.

Warenkorb

Einschließlich KOSTENFREIER Artikel

Keine Produkte

Versand € 0.00
Gesamt € 0.00

Bestellen