Viele Menschen genießen es, Drogen zu nehmen und das aus den vielfältigsten Gründen. Manche nehmen gerne Aufputschmittel, um sich durch einen Berg Arbeit durchzupowern oder um es auf einem Rave krachen zu lassen. Manche verwenden Alkohol als soziales Schmiermittel, um das Selbstvertrauen zu fördern. Andere genießen es, zur Entspannung oder als Medizin einen Joint zu rauchen, während andere Mikrodosen von Magic Mushrooms einnehmen, um die kognitiven Funktionen zu fördern.

Die eine Gemeinsamkeit zwischen den meisten dieser Substanzen ist ihr illegaler Status in vielen Ländern auf der ganzen Welt. Aufgrund dieser Klassifizierung müssen die Konsumenten auf Drogendealer und Produktionsanlagen aus dem Untergrund zurückgreifen, um Produkte zu beziehen, die oft unrein und potentiell gefährlich sind. Aus welchem Grund sich Menschen auch dafür entscheiden, Drogen zu nehmen, es ist mit Sicherheit ein interessantes Forschungsfeld. Die Global Drug Survey 2017 wurde durchgeführt, um die Drogengewohnheiten auf der Welt zu untersuchen. Vorgängerberichte wurden in den Jahren 2013, 2014, 2015 und 2016 durchgeführt.

DATENERHEBUNG

Diese Studie wurde vornehmlich mit der Absicht erstellt, Daten von Drogenkonsumenten zu sammeln, um sie dann zusammenzustellen und auf sinnvolle Art und Weise zu verbreiten, unabhängig vom rechtlichen Status der Droge. Dies ist ein Versuch, den Drogenkonsum sicherer zu machen, indem eine ehrliche Diskussion darüber gefördert wird.

Die Studie wurde groß angelegt und man sammelte Daten von 119.846 Personen aus insgesamt 50 Ländern. Die Länder mit den meisten Befragten waren unter anderem Deutschland, Dänemark, USA, Schweiz, Vereinigtes Königreich, Australien, Kanada, Österreich und Neuseeland. Das Team hinter diesem Projekt bestand aus Experten in den Bereichen Medizin, Toxikologie, Gesundheitswesen, Psychologie, Chemie, öffentliche Ordnung, Kriminologie, Soziologie, Schadensreduzierung und Sucht.

Obwohl die Studie in Bezug auf Voreingenommenheit und Ländervergleichen an ihre Grenzen stieß, wurden einige verblüffende Ergebnisse eingefahren. Diese Drogenumfrage sammelte umfassende Daten, die analysiert werden können, um die gesundheitliche Wirkung von Drogen und Alkohol in einem spezifischen Land oder einer spezifischen Region zu bestimmen. Die Daten dienen zudem als Grundlage für die Analyse der Dynamik zwischen persönlicher Entscheidungsfindung und Drogenkonsum, als auch Mustern des Konsums, der Schädigungen, der Gesundheit und dem Wohlbefinden der Konsumenten.

Drogenumfrage global verbrauchen

TEILNEHMER

Bevor wir uns die interessanteren und neuartigen Erkenntnisse ansehen, die von der Global Drug Survey 2017 zutage gefördert wurden, werfen wir zunächst einen Blick darauf, wer sich für den Beitrag dieser Daten verantwortlich zeigt.

32 Prozent aller Befragten waren weiblich, insgesamt 36.931 Personen. 68 Prozent hingegen waren männlich, was 78.592 Personen entspricht. 90,5 Prozent der Befragten waren weiss, 3,2 Prozent gemischt, 0,4 Prozent asiatisch (aus Pakistan, Indien, Bangladesch), 0,3 Prozent schwarzafrikanisch/-karibisch, 2,8 Prozent lateinamerikanisch, 0,4 Prozent südostasiatisch, 1,8 Prozent andere, 0,2 Prozent Aborigine, 0,2 Prozent amerikanische Ureinwohner und 0,2 Prozent Afro-Amerikaner.

Das Durchschnittsalter der Gruppe betrug 29,1 Jahre. 46,7 Prozent waren jünger als 25 Jahre alt. 29 Prozent waren zwischen 25 und 34 Jahren alt. 24,3 Prozent der Gruppe waren über 35 Jahre alt. 64,8 Prozent der Befragten waren berufstätig, 29,5 Prozent waren Studenten und 41,8 Prozent hatten einen Hochschulabschluss oder verfügten über einen höheren Bildungsabschluss.

Der Drogenkonsum unter diesen Gruppen war sehr verschieden, viele konsumierten Alkohol, Cannabis, Tabak und Koffein. Andere weitverbreitete Drogen, die von weniger als der Hälfte konsumiert wurden, umfassten MDMA, Kokain, Magic Mushrooms, Amphetamine, LSD und Lachgas. Einige der weniger konsumierten Drogen waren unter anderem DMT, Opium, Kava, Kratom und Heroin.

Nun, da wir einen guten demographischen Überblick über die Befragten haben, die am Drogenbericht 2017 teilnahmen, sowie über die Palette an untersuchten Drogen, sehen wir uns einmal einige spezifische Forschungsergebnisse an.

ÄRZTLICHE NOTFALLBEHANDLUNGEN

Einige von der Studie gesammelten Daten wurden verwendet, um einen globalen Vergleich der Häufigkeit von ärztlichen Notfallbehandlungen nach dem Konsum bestimmter Drogen anzustellen. Diese Daten können uns verraten, welche Drogen potentiell gefährlicher sind oder zumindest, welche fahrlässiger konsumiert werden. Auch wenn viele Variablen eine Rolle spielen, was gefährlichen Drogenkonsum betrifft, so zeichnen die Ergebnisse doch ein stringentes Bild.

Es wurde herausgefunden, dass Methamphetamin die Droge ist, die für die meisten Notfallbehandlungen verantwortlich ist, knapp gefolgt von synthetischem Cannabis und Alkohol. Cannabis selbst hatte die zweitniedrigste Anzahl an Notfallversorgungen - nur 0,6 Prozent der Konsumenten benötigten nach dem Konsum eine Behandlung. Obgleich Cannabis sehr wenige mit dem Konsum assoziierte Gefahren hat, so könnte es doch sein, dass manche Personen eine Behandlung als Reaktion auf die psychologische Wirkung eines Highs verlangten.

Ganz unten auf der Liste waren Magic Mushrooms. Nur 0,2 Prozent der Konsumenten benötigten im vergangenen Jahr eine Notfallbehandlung als Folgeerscheinung des Konsums. Es muss allerdings auch in Betracht gezogen werden, dass Zauberpilze weitaus weniger häufig konsumiert werden. Wenn sie im falschen Setting oder in Kombination mit anderen Substanzen eingenommen werden, können sie für den Konsumenten gefährlich sein.

Cannabis verdampfen

CANNABISKONSUM

Die Global Drug Survey 2017 behandelte Cannabis in aller Tiefe. Es wurde herausgefunden, dass die Mehrheit der Cannabisnutzer in der Gruppe die Substanz in den letzten 12 Monaten mindestens 51- bis 300-mal oder öfter konsumierten. Die Minderheit der Konsumenten hatte Cannabis in den letzten 12 Monaten zwischen 1- bis 50-mal konsumiert.

WAKE AND BAKE

Außerdem wurde in der Studie die "wake-and-bake"-Methode erforscht. Diese Bezeichnung meint den Cannabiskonsum kurz nach dem Aufwachen. Die Studie fokussierte sich auf Personen, die in einem Zeitraum von 5 Minuten bis 1 Stunde nach dem Aufstehen einen Joint rauchten. Enorme 21,9 Prozent der Konsumenten aus den USA gaben an, dass sie den Joint am Morgen nutzen, dicht gefolgt von 18,4% der Konsumenten aus Mexiko. Außerdem nutzten über 12 Prozent der Konsumenten aus Griechenland, Kanada, Brasilien, Portugal, Schottland, Norwegen und Finnland Cannabis, um ihren Tag zu starten.

METHODEN DES CANNABISKONSUMS

In der Studie wurden die Cannabiskonsumenten außerdem gefragt, was ihre bevorzugte Methode der Einnahme der Substanz sei. Eine riesige Mehrheit von insgesamt 71,7 Prozent gaben den Joint als vornehmliche Konsummethode an. Von den Joint-Rauchern gaben 84,3 Prozent an, ihr Gras am liebsten mit Tabak zu rauchen. Die Verwendung einer Bong oder Wasserpfeife stand an zweiter Stelle, gefolgt von Pfeifen, Vapes, Blunts und schließlich Esswaren.

Es hat sich herausgestellt, dass Cannabis in vielen Ländern gerne mit Tabak kombiniert wird, vielleicht aufgrund der kombinierten Wirkung von THC und Nikotin oder weil Tabak einen reibungslosen Abbrand des Joints begünstigt. Über 80 Prozent der Raucher aus den Niederlanden, Belgien, Portugal, Frankreich, Österreich, Deutschland, Irland und Spanien fügen gerne Tabak hinzu. Die USA landete allerdings am anderen Ende des Spektrums: Nur 8 Prozent der Raucher mischen Tabak mit Weed.

DIE KONTROLLE VON CANNABIS

Neben der Untersuchung der Gewohnheiten von Cannabiskonsumenten, wurden in der Studie auch die politischen und wirtschaftlichen Ansichten der Befragten abgefragt, vor allem in Bezug darauf, wer ihrer Meinung nach den Verkauf und die Kontrolle von Cannabis in die Hand nehmen sollte. Es kam heraus, dass nur 17 Prozent der Gruppe es vorziehen würden, wenn die Regierung den Cannabismarkt reguliert.

Diese kleine Statistik ist verständlich, vor allem in Anbetracht der Rolle, die viele Regierungen bei dem strengen Verbot der Substanz und der harten Bestrafung der Konsumenten spielten. 38 Prozent der Gruppe behaupteten, sie würden es vorziehen, wenn gemeinnützige Organisationen den Markt regulieren würden. 45 Prozent gaben an, dass sie es gerne sehen würden, wenn private Firmen den Markt regulieren würden, da dies vielleicht wirtschaftliche Bedingungen schaffen würde, die zu Wettbewerb, Innovation und schließlich der Verfügbarkeit von hochwertigeren Produkten führen könnte.

WER HAT WAS VERDAMPFT?

Die Global Drug Survey 2017 hat sich auch mit den Verdampfern unter den Drogenkonsumenten beschäftigt, aber nicht nur hinsichtlich Cannabis. Obwohl Cannabis die am häufigsten genutzte Substanz in dieser Kategorie ist, wurde auch vom Konsum von anderen Drogen in Verdampfern berichtet.

83,8 der Nutzer von Verdampfern haben das Gerät verwendet, um pflanzliches Cannabis zu konsumieren. Über 20% nutzten Vapes, um Cannabisharze, Cannabisöle und Cannabiskonzentrate zu verdampfen. 5,5 Prozent nutzten Vaporiser, um die psychoaktive Droge DMT zu konsumieren, während 0,6 Prozent Heroin verdampften, 0,4 Prozent nahmen MDMA und 0,2 Prozent griffen auf Verdampfer zurück, um Ketamin einzunehmen.

MAGIC MUSHROOMS

Die Studie wirft auch einen Blick auf Zauberpilze und auf die Art der Beschaffung selbiger. Was die Konsumenten in Kolumbien betrifft, so gaben 74 Prozent an, sie selbst per Hand zu pflücken. In Neuseeland pflückten 50% der Pilzkonsumenten ihre Pilze selbst, in Norwegen waren dies 39,2 Prozent, wobei 8,33% ihren eigenen Vorrat züchteten. Im Vereinigten Königreich sammelten 22,9 Prozent selbst Pilze und 6,72 Prozent züchteten ihre eigenen.

PSYCHEDELIKA

Ein weiterer Bereich der Studie beschäftigte sich mit dem Konsum psychedelischer Drogen wie Peyote, Ayahuasca, LSD, Psilocybin und DMT. In der Studie wurde die Motivation zur Einnahme dieser Substanzen abgefragt. 91,6 Prozent gaben an, dass ihr Konsum aus Neugier erfolgte. 86,5 Prozent der Konsumenten suchten nach Bewusstseinserweiterung und 84,3 Prozent hofften, mehr über sich selbst zu lernen.

Über 70 Prozent der Konsumenten sehnten sich nach einem tieferen Verständnis der Welt und ungewöhnlichen Erfahrungen. 67,5 Prozent der Konsumenten verwendeten sie als Genussmittel und 59,9 Prozent wollten ein spirituelles Verständnis fördern. Weniger als 40 Prozent der Nutzer wollten mit emotionalen Problemen und Stress umgehen, sexuelle Gefühle steigern oder vor dem Leben "fliehen".

Extrahieren Sie Cannabisverbrauch

KRYPTOMÄRKTE

Ein weiteres Feld, das in dem Bericht erkundet wurde, war die Verwendung von Kryptomärkten und Kryptowährungen, um online Drogen zu kaufen, oftmals anonym. Kryptowährungen wie Bitcoin können verwendet werden, um im Internet "Geld" mit sehr geringen Transaktionsgebühren zu überweisen. Aus diesem Grund werden sie häufig verwendet, um Drogen zu bestellen.

Die Autoren der Studie dazu: "Darknet-Märkte oder Kryptomärkte operieren nun schon seit 6 Jahren (seit dem Start von Silk Road im Februar 2011). Im verborgenen Darknet können Seiteneigentümer, Händler und Käufer relativ anonym bleiben, da ihre IP-Adressen maskiert sind. Käufe werden mit der dezentralisierten virtuellen Währung Bitcoin getätigt, die auch relativ anonym verwendet werden kann."

"Drei Jahre nach dem Niedergang von Silk Road herrscht im Krypto-Ökosystem immer noch eine Unbeständigkeit: Exit Scams, also Geschäftsbetrügereien, bei denen Markteigentümer den Markt unerwartet schließen und die Einnahmen stehlen, kommen regelmäßig vor. Trotz der Störungen durch Eingriffe der Strafverfolgung und Betrügereien, nimmt die Größe und das Ausmaß der Darknet-Märkte weiter zu. Zur Zeit der Studie gab es laut dnstats.net 20 funktionierende Märkte."

41,4 Prozent der Konsumenten aus Finnland behaupteten, in den letzten 12 Monaten Drogen aus Darknet-Märkten bezogen zu haben. Über 20 Prozent aus Schottland, Norwegen, Schweden und Polen haben das Gleiche getan. Die Bestellungen aus dem Darknet steigen sowohl im Vereinigten Königreich, als auch in Irland ziemlich rapide an.

Die am meisten gekauften Drogen in diesen Märkten waren MDMA, Cannabis und LSD.

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