Jeder weiß doch, wie eine Cannabispflanze aussieht, oder? Vorsicht, nicht so schnell! Nicht alle Cannabispflanzen sehen gleich aus. Mit dem Aufkommen von Kreuzungsexperimenten werden Mutationen immer häufiger, weil Sorten sogar absichtlich auf sonderbar gezüchtet werden. Bestimmte seltsame Mutationen sind tatsächlich die Grundlage für einige der beliebtesten Sorten geworden, die es gibt.

Aber wie sehen diese Mutationen aus? Und was bedeuten sie für die Pflanze? Und für Deinen Ertrag?

ENTENFUẞ-CANNABIS

Diese Mutation stammt aus Australien. Ein Züchter nutzte dann die seltsame Varietät, indem er sie zu einer echten "Sorte" kultivierte - obwohl die Blattmutation über verschiedene Sorten hinweg auftreten kann. Diese Mutation hat ihren Namen von den fußartigen Blättern mit Schwimmhäuten, die sie ausbildet. Aber die ungewöhnlich aussehenden Blätter sind nur der Anfang. Die meisten Cannabispflanzen mit Entenfuß wachsen zu Sativa-Pflanzen heran.

Diese Sorte eignet sich hervorragend für versteckte Operationen. Entenfuß-Cannabis sieht ganz anders aus, als "normales" Cannabis. Somit ist es die perfekte Pflanze für Anbauer in Rechtssystemen, in denen der Anbau noch verboten ist. Die Pflanze produziert auch schöne lila Blüten, falls die Temperaturen niedrig genug sind.

Lila Blüten Cannabis

PANASCHIERUNG

Auch bekannt als Albinismus, ist die Panaschierung eine der schönsten Mutationen der Cannabispflanze. Albinismus kann entweder vollständig oder teilweise auftreten. Diese Mutation resultiert aus der Unfähigkeit der Pflanze, Chlorophyll zu produzieren. Dieses Phänomen kann auf die Blätter und Blütenköpfe beschränkt sein oder die Farbe der Pflanze vollständig auswaschen, so dass sie komplett weiß ist.

In den extremsten Fällen werden diese Pflanzen nicht sehr lange leben, da Chlorophyll bei der Produktion von Zuckern für die Energieversorgung und die Entwicklung der Pflanze notwendig ist.

Panaschierung bedeutet auch niedrigere Erträge. Eine verminderte Fähigkeit zur Photosynthese findet ihre Entsprechung in einem langsameren Pflanzenwachstum. Dessen ungeachtet können panaschierte Pflanzen ziemlich groß werden.

QUIRLBLÄTTRIGE PHYLLOTAXIS

Auch diese Art der Mutation ist sehr hübsch. Cannabispflanzen weisen eine großartige natürliche Geometrie auf. Diese Mutation erschafft eine etwas andere Art von Pflanze. Reguläre Exemplare haben zwei Blätter, die aus jedem Knoten wachsen. Pflanzen mit quirlblättriger Phyllotaxis bilden stattdessen drei Blätter aus. Außerdem neigen solche Exemplare dazu, extra buschig zu sein. Das Merkmal ist für Züchter nicht von Nutzen, da es zwar zu größeren Erträgen führen kann, aber wieder verschwindet, sobald man versucht, es zu züchten und zu replizieren.

KRIECHENDE CANNABISPFLANZEN

Kriechendes Cannabis neigt dazu sich bei tropischen Sorten zu zeigen. Diese Sorten sind bereits groß und wachsen unter feuchten Bedingungen. Die unteren Äste der betreffenden Exemplare neigen sich nach unten, um den Boden zu berühren. Sobald dies geschehen ist, wachsen die Zweige weiter und bilden sogar neue Wurzelstellen. Dieser Phänotyp ist sehr nützlich für den getarnten Anbau. Allerdings ist kriechendes Cannabis eine seltene Mutation, die nicht kommerziell entwickelt wurde.

AUSTRALISCHES BASTARD-CANNABIS

ABC ist eine australische Erfindung. Dieses Phänomen wurde in den 70er Jahren zuerst in der Nähe von Sydney "entdeckt". Diese seltsame Anomalie wächst eher wie ein Kraut, als wie ein Strauch. Die Blätter sind nicht gezackt - stattdessen sind sie glatt und glänzend und werden nicht mehr als 5cm lang.

Das ursprüngliche ABC ähnelte mehr dem Hanf und produzierte nur wenig Cannabinoide. Allerdings gelang es Untergrundzüchtern den THC-Gehalt zu erhöhen. Diese Mutation hat vor etwa einem Jahrzehnt für Aufsehen gesorgt. Bislang sind keine Sorten auf dem Markt verfügbar.

Zweifarbige Blätter Cannabis Mutation

RANKEN-CANNABIS

Haben wir es hier mit einer echten Rasse zu tun oder nur mit einer Abart von ABC? Niemand weiß es wirklich. Aber Aussie-Züchter behaupten, dass ABC-Kreuzungen bei der Pflanze rankenähnliche Mutationen hervorrufen können. Dies schließt die Fähigkeit ein, Stämme zu bilden, die sich wie bei einer Weinrebe umeinander wickeln.

Diese Mutation ist extrem selten. Sie tritt nur als gezielte Züchtung auf, bei der dieser Effekt absichtlich ausgelöst wird. Obwohl dieses Merkmal interessant erscheint, ist es nicht von Nutzen, was die Cannabinoid-Konzentrationen angeht. Derzeit bilden keine kommerziellen Sorten diese Mutation aus.

BLATTKNOSPEN

Die meisten Blütenstände auf Cannabispflanzen kommen an den Knoten vor, an denen die Stiele entstehen. Allerdings können Blattknospen auch an der Basis der Blätter selbst gebildet werden. Dies ist eine ungewöhnliche (wenn auch schöne) Mutation. Es kann auch vorteilhaft sein, solche Pflanzen anzubauen, da sie mehr Knospenplätze entwickeln. Erfahrene Anbauer entfernen sie jedoch meist bei ihrer Entstehung, da sie ansonsten Nährstoffe aufnehmen, die dann für die Ernährung der Hauptblütenplätze nicht mehr zur Verfügung stehen.

Blattknospen Cannabis Mutation

POLYPLOIDIE

Polyploide Pflanzen sind in der Natur Organismen, die – anders als ihre nicht-mutierten Zwillinge - die doppelte Anzahl Chromosomen aufweisen. Manchmal kann diese Eigenschaft durch selektive Züchtung in Pflanzenarten fest verankert werden. Cannabispflanzen können spontan Polyploidie entwickeln. Ebenso kann diese Mutation ausgelöst werden, wenn Pflanzen mit einer starken Chemikalie namens Colchicin behandelt werden.

Dabei handelt es sich um ein äußerst nützliches Merkmal, das die THC-Produktion sowie den Ertrag signifikant erhöht. Extra große Pflanzen produzieren natürlich extra große Blüten. Derzeit gibt es keine gezüchteten Sorten mit dieser Mutation, die stabilisiert worden sind.

AUFRECHTER PHÄNOTYP

Diese Mutation kommt häufig vor, insbesondere bei Hybridsorten. Die Pflanze entwickelt eine wahrhaft massive Form - ähnlich der eines Baumes. Diese mächtigen Cannabispflanzen sehen aus wie Indicas, weisen aber die Wuchshöhe tropischer Sativas auf. Dieser Phänotyp besitzt einen massiven Stamm, der bis zu 4m hoch werden kann. Die Pflanze sieht entweder wie ein Weihnachtsbaum oder wie ein Kronleuchter aus. Die Blätter sind aber - im Gegensatz zu den breiteren Blättern der Landrassen-Sativas - schmal. Obwohl die Pflanze absolut beeindruckend aussieht und die Erträge erstaunlich ausfallen, stellt ihre schiere Größe beim Anbau im Zuchtzelt natürlich einen Nachteil dar.

ZWILLINGSSÄMLINGE

Diese Mutation ist sehr verbreitet. Polyembryonale Samen enthalten mehr als einen Sämling. Sobald sie gekeimt haben, bilden sie statt einer zwei Pfahlwurzeln aus. Bei sorgfältiger Handhabung können diese Sämlinge erfolgreich getrennt werden, so dass man zwei Pflanzen erhält.

Seltsamerweise ist nur eine der beiden Pflanzen ein normaler Nachkomme von Mutter und Vater. Die andere ist lediglich ein Klon der Mutterpflanze. Man hat auch schon von polyembryonalen Drillingssämlingen gehört.

Trotz dieser interessanten biologischen Eigenschaften und Ergebnissen bietet die Züchtung von Pflanzen mit diesem Merkmal keinen wirklichen Nutzen. Es wurden deshalb bisher keine Anstrengungen unternommen, eine reinrassige Sorte mit diesen Eigenschaften zu züchten.

FUCHSSCHWANZ-CANNABIS

Diese Mutation wird durch Blütenkelche bewirkt, die übereinander gestapelt wachsen. Dadurch entsteht eine sehr merkwürdig geformte Blütenstruktur. Es handelt sich um keine schädliche Mutation, aber einen Nutzen hat sie auch nicht unbedingt zu bieten. Diese genetische Veränderung bricht die Knospenstruktur der Pflanze auf. Anstatt in einer runden Form zu wachsen, breitet sich die Knospe länglich aus. Es kann sich auch herausstellen, dass Deine Pflanzen nicht richtig reifen. Auch Hitze und leichter Stress können dieses Phänomen verursachen. Die Blütenkelche bilden buchstäblich Türme aus.

Foxtailing ist nicht immer eine Anomalie. Einige Purple- oder Cole-Train-Sorten produzieren in der Regel immer Blütenstrukturen in Form eines Fuchsschwanzes. Auch Sorten, die aus Kolumbien oder Thailand stammen, weisen häufig diese Eigenschaft auf.

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