Die US-amerikanische Seuchenschutzbehörde (The Centers für Desease Control and Prevention) hat die hohen Kosten der Opioidkrise offengelegt.

Man schätzt, dass in den USA im Jahr 2016 63.000 Menschen an den Folgen der Opioidabhängigkeit gestorben sind. Dies ist nicht nur auf den Handel mit harten Drogen, sondern auch auf die Verschreibungspraktiken in den Vereinigten Staaten zurückzuführen.

In den letzten Jahren haben sich Ärzte und Therapeuten zu sehr auf die Verschreibung von auf Opioiden basierenden Medikamenten verlassen. Es gibt Spekulationen darüber, wie viele dieser Verschreibungen durch finanzielle Anreize von Pharmaunternehmen motiviert wurden. Obwohl diese Medikamente für manche Menschen durchaus angebracht sind, hat diese Verschreibungspraxis zum Teil zu einer schrecklichen Epidemie beigetragen.

Überraschenderweise hat sich eine andere bundesweit verbotene Anhang 1-Substanz als mögliche Lösung ins Gespräch gebracht.

WARUM CANNABIS FÜR DIE BEHANDLUNG DER OPIOID-ABHÄNGIGKEIT EINGESETZT WERDEN KANN

Häufig gewöhnen sich die Patienten an die verschriebenen Opioiddosen und benötigen immer mehr. Manche missbrauchen auch ihre Rezepte, um eine Sucht zu stillen, oder die Opioide werden tatsächlich zu einer Einstiegsdroge für Heroin, Methamphetamine und andere Opioide.

Cannabis kann tatsächlich dazu beitragen, zu verhindern, dass die Belohnungszentren des Gehirns diesen Zyklus der Sucht vorantreiben. Cannabis stört den Belohnungsmechanismus, den die Opioide nutzen, um das Gehirn zu kapern. Der schrittweise Einsatz von Cannabis bei gleichzeitigem Verzicht auf den Einsatz von Opioiden hat sich als wirksam erwiesen, insbesondere bei der Behandlung chronischer Schmerzzustände. Cannabis hat noch nie Todesfälle verursacht und stellt eine viel sicherere Möglichkeit der Behandlung chronischer Schmerzen dar.

Sucht und Gehirn

DIE ZAHLEN

Die zunehmende Erforschung dieses Zusammenhangs belegt, dass diese Theorien durchführbar und wirksam sind. Aclara Research befragte über 400 Patienten und 500 Apotheker. 67% der Patienten mit Zugang zu medizinischem Marihuana konnten den Opioidkonsum vollständig abbauen. Weitere 29% konnten ihren Opioidkonsum mit Hilfe des Marihuanakonsums reduzieren. Innerhalb dieser Stichprobe gelang es zudem 30% der Teilnehmer, die Verwendung von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln generell vollständig einzustellen. Eine weitere Studie im Journal of Pain untersuchte 244 medizinische Marihuana-Patienten in Michigan. Diese Stichprobe von Patienten mit chronischem Schmerz gaben Auskunft über einen Rückgang des Opioidkonsums um insgesamt 64%.

Jeder Bundesstaat, in dem die Marihuana-Gesetze liberalisiert wurden, berichtet von weniger durch Opioide bedingten Todesfällen und niedrigeren Raten der Opioid-Sucht. Die von JAMA Internal Medicine durchgeführte Forschung bestätigt dies. Die Forscher berichten, dass "Bundesstaaten mit medizinischen Cannabisgesetzen im Vergleich zu Bundesstaaten ohne medizinische Cannabisgesetze eine um 24,8% geringere mittlere jährliche Sterblichkeitsrate wegen Opiodüberdosierungen aufwiesen". Die Belege dafür, dass Opioidabhängigkeit ein legitimer Grund für eine Cannabisbehandlung sein könnte, scheinen also vorzuliegen. Wird die derzeitige US-Regierung sich jedoch davon beeinflussen lassen?

WIRD SICH DIE REGIERUNGSPOLITIK ÄNDERN?

Die Beziehung der Trump-Regierung zu evidenzbasierter Politik steht generell in Frage. Besonders besorgniserregend war diesbezüglich die Ernennung von General Jeff Sessions zum Anti-Pot-Staatsanwalt.

Anfangs gab es Befürchtungen, dass die Legalisierung von Cannabis auf staatlichem Niveau unter Trump zurückfallen würde. Jetzt behauptet Trump, dass er legislative Maßnahmen zur Reformierung der Marihuana-Gesetze auf Bundesebene unterstützen werde. Sollte er dabei bleiben, wäre das ein leichter Sieg für ihn. Es würde Pro-Marihuana Progressive und konservative Vertreter der "Bundesstaaten-Rechte" gleichermaßen zufriedenstellen. Nachdem sie die Opioid-Krise zu einem öffentlichen Gesundheitsnotstand erklärt hat, sollte die Trump-Regierung auf dieses Problem besonders achten.

Dies ist sogar die Meinung des ehemaligen Parlamentssprechers John Boehner. Nachdem er sich viele Jahre entschieden gegen Marihuana gewehrt hat, ist er inzwischen von dessen Nützlichkeit im Kampf gegen die Opioidabhängigkeit überzeugt.

Es ist ein ermutigendes Zeichen, dass Konservative, die bisher durch ein Schwarz-Weiß-Denken über Cannabis aufgefallen sind, durch die medizinischen Belege überzeugt werden können. Der nächste Schritt besteht darin, dass staatliche medizinische Marihuana-Programme die Opioidabhängigkeit als qualifizierende Erkrankung anerkennen. Wir wollen optimistisch sein und voraussagen, dass dies auch geschehen wird. Was würde dies aber für Patienten bedeuten, die ihren Opioidgebrauch eindämmen möchten?

DIE VORBEREITUNG AUF DEN EINSATZ VON MEDIZINISCHEM CANNABIS

Falls Du medizinisches Cannabis verwenden möchtest, um Deine Opioidmedikamente abzusetzen, findest Du möglicherweise keine Unterstützung bei Deinem Arzt. Fordere ihn notfalls auf, sich in Bezug auf die Forschungsergebnisse über den Opioidgebrauch auf den neuesten Stand zu bringen. Falls Du ihn allerdings nicht überzeugen kannst, solltest Du versuchen, einen Arzt mit mehr Wissen über Cannabis zu finden.

Die verschriebene Cannabisbehandlung wird allerdings stark von einer genauen Abstimmung der Dosierungen geprägt sein. Insbesondere ist es gefährlich und potenziell sogar tödlich, den Opioidkonsum nach einer anfänglichen Reduktion wieder zu erhöhen. Ein erfahrener Mediziner wird Dich dazu auffordern, den Cannabiskonsum ernstzunehmen.

Höchstwahrscheinlich wird er Dir eine Sorte mit einem 1:1-Verhältnis von THC zu CBD verschreiben. Entzündungshemmende, angstlösende und schmerzreduzierende Wirkungen werden dadurch verstärkt. Dein Arzt wird Dich beraten, wie Du den Opioidkonsum reduzieren kannst. Die Umstellung erfordert zunächst geringe Mengen Cannabis mit einer allmählichen Steigerung im Laufe der Zeit. Eine disziplinierte und konsistente Herangehensweise ist entscheidend. Hoffentlich wird sich diese Alternative in den kommenden Jahren zu einer häufiger eingesetzten medizinischen Behandlung entwickeln. Es würde sicherlich nicht schaden, wenn Du diesbezüglich die zuständigen Politiker anschreibst.

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