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Cannabis Conversations: Ein Blick hinter die Kulissen der neuen F1-Hybriden mit Photoperiode von RQS
Max besucht in dieser Folge von Cannabis Conversations das Projekt Cultivation for Compounds in den Niederlanden und trifft Maikel – den Kopf hinter RQS' F1-Hybriden mit Photoperiode. Erfahre, wie Inzuchtlinien und moderne Züchtungsmethoden die Zukunft der Cannabisgenetik prägen.
Wichtige Erkenntnisse
- Maikel erklärt, wie F1-Hybriden entstehen – durch die Kreuzung zweier gezielt gezüchteter, homozygoter Elternlinien.
- Durch wiederholte Selbstung entwickelt das RQS-Team homozygote Inzuchtlinien – das Fundament der F1-Hybriden.
- Das Team setzt auf Phänotypisierung, Chemotypisierung und Genotypisierung, um gezielt auf Merkmale wie Pflanzenstruktur, Blühdauer sowie Cannabinoid- und Terpenprofil zu selektieren.
- Maikel betont: Bildung und Transparenz sind entscheidend, um die Cannabisbranche weiter zu professionalisieren und Vertrauen aufzubauen.
Inhaltsverzeichnis:
- Forschung auf neuem Level: Cultivation for Compounds
- Von Tomaten zu Cannabis: Wer ist Maikel?
- F1 vs. F1-Hybriden: Was ist der Unterschied?
- F2, S1 und der Weg zur Inzuchtlinie
- Warum Inzuchtlinien entscheidend sind
- Genotypisierung, Phänotypisierung & Chemotypisierung
- Haben F1-Hybriden ein genetisches Profil?
- Ein Blick in die Zukunft
Innovative Züchter sprengen laufend die Grenzen des Möglichen in der Cannabisgenetik. In dieser Folge von Cannabis Conversations besucht unser Master-Grower Max das Forschungszentrum Cultivation for Compounds in den Niederlanden – ein Ort, an dem RQS den nächsten Schritt in Richtung photoperiodischer F1-Hybriden macht.
In dieser einzigartigen Forschungseinrichtung, die sich der Erforschung des vollen Potenzials von Cannabis widmet, trifft Max auf Maikel de Bresser – den Wissenschaftler hinter dem wegweisenden F1-Hybriden-Zuchtprogramm von Royal Queen Seeds. Begleite uns auf eine Reise in die Welt der F1-Samen, Inzuchtlinien und der Zukunft der Cannabisgenetik.
Forschung auf neuem Level: Cultivation for Compounds
Mitten im niederländischen Gartenbau-Zentrum liegt Cultivation for Compounds, ein Cannabis-Gewächshaus der besonderen Art. In der lichtdurchfluteten Halle reihen sich prächtige Pflanzen aneinander. Das Klima wird präzise gesteuert, sodass optimale Wachstumsbedingungen herrschen. Jede Pflanze dient hier als lebendes Versuchslabor in aufwendigen wissenschaftlichen Studien.
Hier testet das RQS-Team seine neuen F1-Hybriden mit Photoperiode – Genetiken, die das Potenzial haben, die Erwartungen von Growern und der gesamten Branche erneut zu revolutionieren.
Für Max fühlt sich der Besuch an wie ein Blick in die Zukunft des Cannabis-Anbaus. Nach einem herzlichen Empfang trifft er Maikel, um über Cannabisgenetik und die Vision von RQS zu sprechen.
Von Tomaten zu Cannabis: Wer ist Maikel?
Maikel ist ein führender Pflanzenzüchter mit einem Background in molekularer Diagnostik. Bevor er als COO bei F1 Seed Tech einstieg, arbeitete er als Forscher bei Bayer und als Leiter der Forschung bei RQS Pro. Dort war er maßgeblich an der Entwicklung der ersten F1-Hybriden von RQS beteiligt – ein Gamechanger für den Home- und Profigrow.
Maikel erklärt: „Ich komme aus der Gemüsezucht – Tomaten, Gurken – wo ich viel mit F1-Hybriden gearbeitet habe. Seit 2019 leite ich das F1-Hybriden-Programm bei Royal Queen Seeds.“
Er bringt wissenschaftliche Präzision aus dem traditionellen Gartenbau in die Cannabiswelt. Für ihn ist klar: „Ob Tomaten, Gurken oder Cannabis – die Züchtungsprinzipien bleiben gleich. Entscheidend ist, stabile Sorten zu schaffen, indem wir Inzuchtlinien aufbauen.“
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F1 vs. F1-Hybriden: Was ist der Unterschied?
Max startet direkt mit einer häufig gestellten Frage: Gibt es einen Unterschied zwischen F1 und F1-Hybriden? Maikel stellt klar: „F1 und F1-Hybriden sind dasselbe. Für mich sprechen wir von stabilen, einheitlichen F1-Hybridsorten.“
Er erklärt weiter:
„F1 steht für die erste Generation nach einer Kreuzung. In der Cannabiswelt wird der Begriff oft locker verwendet, aber für echte F1-Hybriden braucht es stabile, homozygote Elternlinien.“
Nur so entstehen zuverlässige Samen, die identische Pflanzen mit vorhersehbaren Eigenschaften hervorbringen.


F2, S1 und der Weg zur Inzuchtlinie
Max fragt weiter: „Was unterscheidet F1 von F2 und S1?“ Maikel antwortet präzise: „Wenn du zwei F1-Pflanzen kreuzt, bekommst du eine F2-Population – also viele unterschiedliche Phänotypen. Alle Gene, die vorher fixiert waren, tauchen wieder auf.“
Für Züchter spannend, für Hobbygrower jedoch unpraktisch: „F2-Pflanzen sind wichtig fürs Breeding, aber zu unterschiedlich für den Hausgebrauch.“
S1 steht für Selbstung (selfing): „Wir machen die Elternlinien homozygot – je öfter man selbt, von S1 bis S5, desto fixer wird das Erbgut.“
Erst durch diese Arbeit entstehen F1-Samen mit absolut einheitlichen Eigenschaften.

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Warum Inzuchtlinien entscheidend sind
Der Aufbau solcher Linien ist aufwendig: „Das dauert etwa zwei Jahre“, erklärt Maikel. „Du brauchst viele Pflanzen, viel Platz – und riskierst Inzuchtdepression.“
Diese führt zu schwächeren Pflanzen – ein Zeichen für erfolgreich fixierte Gene. Solche Linien werden nie verkauft, sondern nur zur Züchtung genutzt.
Werden zwei dieser Linien gekreuzt, entstehen F1-Hybriden mit Hybridvitalität: „Alle Pflanzen haben die gleiche heterozygote Genkombination – und sind wieder kräftig.“
Genotypisierung, Phänotypisierung & Chemotypisierung
Die Züchtung von F1-Hybriden geht weit über simple Kreuzungen hinaus. Das RQS-Team sucht gezielt nach Pflanzen mit bestimmten Inhaltsstoffen und Merkmalen. Dabei helfen drei Klassifikationen:
- Phänotypisierung: Sichtbare Merkmale wie Größe, Blütenstruktur, Internodienabstand, Blühdauer.
- Chemotypisierung: Analyse von Cannabinoiden, Terpenen und Flavonoiden zur Bewertung von Aroma, Wirkung und Geschmack.
- Genotypisierung: Nutzung molekularer Marker zur präzisen Auswahl genetischer Merkmale.
„Pheno-Hunting ist Teil jedes Inzuchtzyklus“, so Maikel. „Für Chemotypisierung analysieren wir Blüten im Labor mit HPLC – das sieht man den Pflanzen nicht an.“
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Haben F1-Hybriden ein genetisches Profil?
Viele Grower fragen sich, welche Genetik hinter F1-Hybriden steckt. Skunk? Haze? Gelato? Maikel sieht das anders:
„Natürlich starten wir mit Sorten wie Amnesia oder Gelato. Aber am Ende zählt nicht der Name, sondern das Profil. Wir selektieren nach Eigenschaften, nicht nach Herkunft.“
Für ihn ist der Stammbaum irrelevant. Entscheidend sind Merkmale wie Blütenstruktur und Wirkstoffgehalt. F1-Hybriden sind keine neuen Namen – sie sind eine neue Kategorie.
Ein Blick in die Zukunft
Ist das alles gentechnisch verändert? Maikel verneint: „Viele denken, es sei Gentechnik, aber das stimmt nicht. Wir editieren keine Gene. Es ist professionelle Züchtung – wie im Gemüsebau.“
Dank Selbstung, Inzucht und Kreuzung entstehen neue Sorten mit starken, gewünschten Eigenschaften – ganz ohne Labor-Gentechnik.
Der Photoperiodenversuch von RQS ist ein weiteres Kapitel in dieser Entwicklung. Die Zukunft? Präzisere Auswahl von Inhaltsstoffen, Krankheitsresistenz, Synchronblüte, hohe Erträge und Vorhersagbarkeit.
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Doch Maikel betont auch: „Bildung ist der Schlüssel. Menschen mit Daten überzeugen – das bringt Vertrauen.“
Von High-Tech-Gewächshäusern bis zur Hobbybox: F1-Hybriden stehen für einen Paradigmenwechsel. Für Grower bedeutet das mehr Power, einzigartige Wirkstoffprofile und maximale Erträge . Für die Branche bedeutet es Professionalität, Vertrauen – und eine neue Benchmark für Cannabisgenetik.
Max’ Besuch bei Cultivation for Compounds bestätigt: Die Zukunft des Cannabis liegt in F1-Genetik. Schau dir das Video an und erlebe das ganze Gespräch zwischen Max und Maikel.
