Seitdem vor einigen Jahren die medizinischen Nutzen von Cannabis (wieder-)entdeckt wurden, setzt man die Pflanze zur Behandlung verschiedener Erkrankungen ein. Cannabidiol oder CBD ist die wichtigste nicht-psychoaktive Komponente der Pflanze, die zur Linderung von Schmerzen und Übelkeit sowie zur Besserung der Symptome bei Angstzuständen, Entzündungen, Schlaflosigkeit und sogar Depressionen eingesetzt werden kann.

Kürzlich entdeckte man, dass Cannabis auch von Menschen mit Borreliose verwendet werden kann. Aber wie genau funktioniert das? In diesem Artikel diskutieren wir, wie Cannabis die Behandlung der Borreliose beeinflussen kann und untersuchen, ob es tatsächlich eine revolutionäre neue Methode zur Besserung dieser Krankheit darstellt.

WAS IST BORRELIOSE?

Falls Du von einer Zecke gebissen wirst und dann in den darauf folgenden Tagen unter Hautausschlägen, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost und Übelkeit leidest, hast Du Dir wahrscheinlich eine Borreliose zugezogen. Sobald die Zecke in Kontakt mit der menschlichen Haut kommt, injiziert sie zunächst ein betäubendes Mittel, so dass ihre Opfer zunächst nichts von dem Stich spüren.

Idealerweise sollte diese Krankheit einige Wochen lang mit verschriebenen Antibiotika behandelt werden, denn falls sie unbehandelt bleibt, kann sie zu chronischen Gelenkschmerzen und im schlimmsten Fall sogar zu Meningitis führen. Falls die Zecke allerdings innerhalb von 36 Stunden nach dem Biss von der Haut abgelöst wurde, ist es weniger wahrscheinlich, dass es zu einer Entzündung kommt.

CANNABIS ALS EINE BEHANDLUNGSOPTION

Wenn es um Erkrankungen wie die Borreliose geht, wenden sich Mediziner natürlich zuerst der pharmazeutischen Behandlung zu. Ebenso führte man jedoch auch mehrere Studien durch, mit denen untersucht werden sollte, inwieweit Cannabis als Behandlungsoption in Frage kommt.

Diese Studie von 2008 zeigte zum einen, dass Cannabis gegen einen "antibiotikaresistenten" Stamm von MRSA wirksam ist. Die Autoren der Studie weisen ebenso darauf hin, dass antiquierte Behauptungen, wonach Cannabis die Anfälligkeit für Infektionen erhöht, zumindest widersprüchlich sind, um es vorsichtig auszudrücken. Tatsächlich argumentieren die Forscher für das starke antibakterielle Potenzial zahlreicher Cannabinoide wie CBC, THC und natürlich CBD.

Berichte von Borreliose-Patienten aus erster Hand zeigen, wie manche Patienten Cannabis zur Bekämpfung von Infektionssymptomen eingesetzt haben. Insbesondere Sorten mit hohem CBD-Gehalt wurden als Medikament genutzt, um andere entzündungshemmende Arzneimittel zu ersetzen. Eine weitere Patientin berichtete davon, dass die Anfälle, an denen sie als Folge der Krankheit litt, nach dem Rauchen von Cannabis aufgehört hatten. Auch dies ist angesichts der bekannten entzündungshemmenden und antikonvulsiven Mechanismen von CBD keine Überraschung.

WIE DIE BEHANDLUNG VON BORRELIOSE MIT CANNABIS TATSÄCHLICH FUNKTIONIERT

Wenn es um den Umgang mit Infektionen oder anderen Krankheiten geht, sieht man CBD meist als die wirksamere Option als THC an. Aus diesem Grund ist CBD-Öl in der Regel die erste Form der Medikation, wenn das Kraut ins Spiel kommt – im Gegensatz zu rauchbaren Formen wie Joints oder Bongs. Auch die erwähnte Studie von 2008 weist darauf hin, dass das Einatmen von Marihuana-Rauch tatsächlich zu Immunsuppression und anderen Nebenwirkungen führen kann. Ebenso raten die Experten den Patienten, Cannabismedikamente hauptsächlich zur Linderung der Symptome der Borreliose einzusetzen und den Antibiotika nicht den Rücken zu kehren.

Andere Studien zeigen, dass Cannabis Spuren von Spirochäten, die eine der Hauptursachen der Borreliose sind, beseitigt. Diese Forschung wurde vom medizinischen Experten Dr. Ernie Murakami aus British Columbia durchgeführt, der für die Verwendung von CBD-Öl als eine Form der Behandlung argumentiert.

Cbd-Öl-Behandlung für Lyme-Borreliose

SCHLUSSFOLGERUNG

Leider können wir keine solide, widerspruchsfreie Schlussfolgerung ziehen, ob die Borreliose mit Cannabis wirksam behandelt oder sogar geheilt werden kann. Nach derzeitigem Stand der Forschung scheint CBD positive Implikationen zu haben, aber es ist noch viel Forschung nötig. Positiv ist jedoch anzumerken, dass immer mehr Ärzte Experimente mit CBD-reichen Produkten unterstützen, solange die Patienten nicht alle anderen Formen traditioneller Medikamente meiden.

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