Viele Menschen, die unter chronischen Symptomen der Krankheit Lupus erythematodes leiden, wenden sich Cannabis zu. Die Pflanze wird gerade genauer auf ihr therapeutisches Potential hin untersucht und weist ein geringes Risiko für langfristige Nebenwirkungen auf. Kann Cannabis verwendet werden, um die Symptome von Lupus einzudämmen?

Lupus erythematodes ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, bei der das Immunsystem beginnt, das eigene Gewebe und die Organe anzugreifen. Das führt nicht nur zu ausgedehnten Entzündungsherden im gesamten Körper, sondern kann unbehandelt auch Langzeitschäden verursachen.

Die gute Nachricht? Cannabis scheint sich als nützliches Hilfsmittel im Umgang mit der Krankheit zu erweisen. Eines der wichtigsten Dinge im Leben mit der Krankheit, ist die Eindämmung der Symptome.

WAS IST LUPUS?

Die Autoimmunerkrankung Lupus erythematodes betrifft rund fünf Millionen Menschen weltweit. Die tatsächliche Zahl der Erkrankten könnte jedoch weitaus höher liegen, da Lupus oft nicht erkannt wird. Jährlich werden etwa 16.000 neue Lupus-Fälle registriert. Die meisten der Menschen, bei denen sich die Krankheit entwickelt, sind zwischen 15 und 44 Jahren alt.

Die direkten Ursachen der chronischen Erkrankung sind nach wie vor unbekannt. Die Krankheit ist nicht ansteckend, kann aber genetisch weitergegeben werden. Zudem scheinen farbige Frauen häufiger betroffen als Kaukasier. Man nimmt an, dass Lupus auch von zu intensiver Sonnenbestrahlung, manchen Medikamenten und viralen Infektionen verursacht oder getriggert werden kann.

Cannabis für Lupus-Behandlung

Leider gibt es aktuell keine Heilung.

Die Symptome reichen von milden bis schwerwiegenden Reaktionen. Die meisten Menschen mit Lupus können im Anschluss an die Diagnose bei entsprechender Behandlung ein produktives, erfülltes Leben führen.

Lupus wird von einer hyperaktiven Immunantwort verursacht, die gesundes Gewebe mit schädigenden Eindringlingen wie Bakterien und Viren verwechselt und so die Produktion von Antikörpern für den Angriff anstößt.

Die eigentliche Diagnose ist oft das erste, das einer Behandlung im Wege steht. Kein Fall der Erkrankung gleicht genau einem anderen. Zudem können die Symptome oft wie die von anderen Erkrankungen wirken, was die Diagnose weiter erschwert. Im Allgemeinen leiden die Patienten jedoch mit der Zeit unter verschiedenen Symptomen. Dazu gehören:

  • Ein "schmetterlingsförmiger" Ausschlag (Schmetterlingserythem) im Gesicht über dem Nasenrücken
  • Hautläsionen, die nach der Einwirkung von direktem Sonnenlicht auftreten oder sich verschlimmern
  • Müdigkeit und Fieber
  • Kopfschmerzen, Verwirrung oder Gedächtnisverlust
  • Gelenkschmerzen, Steifheit oder Schwellungen
  • Finger und Zehen, die in Zeiten extremer Belastung oder Kälte weiß oder blau werden.
  • Kurzatmigkeit
  • Brustschmerzen
  • Trockene Augen

Cannabis und Essen für Lupus-Behandlung

Du solltest umgehend medizinische Hilfe aufsuchen, wenn Du einen unerklärlichen Ausschlag entwickelst, der sich vom Nasenrücken auf Jochbein und Wangen ausdehnt, Fieber hast und ständig müde bist. Die Krankheit rechtzeitig zu diagnostizieren, ist ein entscheidender Faktor. Undiagnostiziert, hat der anhaltende Schaden durch die Entzündungen stark negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Die Gewebevernarbungen können signifikante Schädigungen an Organen, Muskeln und Sehnen verursachen. Doch auch andere Erkrankungen wie Alzheimer können die Folge sein. Tatsächlich ist die Erkrankung an Lupus selbst ein großer Risikofaktor für eine spätere Ausbildung kognitiver Einschränkungen.

Unglücklicherweise kann die bei der Erkrankung bewährte Medikation unerwünschte Nebenwirkungen haben. Daher wenden sich Patienten, die ihre Symptome eindämmen und zugleich die negativen Nebenwirkungen vermeiden möchten, häufig Cannabis zu, in der Hoffnung, damit eine Erleichterung erleben zu können.

WELCHE AUSWIRKUNGEN CANNABIS AUF LUPUS HAT

Eine Entzündung ist in der Regel die Reaktion des Körpers auf eine Verletzung und ein natürlicher Weg, ein Signal für Ressourcen freizugeben, die eine Infektion heilen sollen. Doch davon abgesehen wissen wir auch, dass eine chronische Entzündung schlecht für den menschlichen Körper ist.

In Anbetracht der gewaltigen Menge an Studien über das Endocannabinoid-System (ECS) und über Cannabis im Hinblick auf Entzündungen, ist die Pflanze ein guter Kandidat für klinische Studien.

Eine 2016 in der Fachzeitschrift _Cellular und Molecular Life Sciences_ veröffentlichte Zusammenschau untersucht die Rolle des CB2-Rezeptors in der Modulation der Immunantwort auf Entzündungen. Als einer der Hauptrezeptortypen innerhalb des ECS, sitzen die CB2-Rezeptoren vorwiegend an Immunzellen – daher nimmt man auch an, dass sie eine Rolle bei Entzündungen spielen. Auf eine frühere Forschungsarbeit beziehend, in der man herausfand, "dass Mäuse mit einem Mangel an CB2-Rezeptoren [_sic_] einen schlimmeren Entzündungs-Phänotyp aufweisen", schlussfolgern die Autoren der Studie letztlich, dass eine CB2-Aktivierung zwar eine entzündungshemmende Wirkung zu erzeugen scheint, doch der Rezeptor für eine Behandlung menschlicher Erkrankungen noch gezielter angesprochen werden muss.

Eine weitere 2016 veröffentlichte Beurteilung, diesmal im _Journal of Neuroimmune Pharmacology_, bezieht sich auf zahlreiche Studien, die zeigen, dass THC ein Potential zur Steigerung des immunsuppressiven Proteins Interleukin-10 zeigt, während es das entzündungserhöhende Protein Interleukin-2 hemmt. Auch hier führen die Forscher die CB2-Rezeptoren als Hauptverantwortlichen für die Erzeugung einer immunsuppressiven Aktivität ins Feld.

Cbd Cannabinoid Für Die Behandlung Von Lupus

LUPUS MIT CANNABIS BEHANDELN

Wie bei allen Erkrankungen des Immunsystems, ist ein gesunder Lebensstil die beste Langzeitbehandlung über die Medikation hinaus. Dazu gehört eine ausgewogene Ernährung, Sport und ausreichend Schlaf.

Viele Lupus-Patienten nehmen Cannabis in ihren persönlichen Plan an Gegenmaßnahmen mit auf, und das auf vielfältige Weise. Während die Wirkung von gerauchtem oder verdampftem Cannabis schnell anschlägt, ziehen es einige Patienten vor, mit Esswaren zu dosieren.

Die asiatische Küche ist reich an entzündungshemmenden Substanzen, die in vielen chinesischen, thailändischen und indischen Gerichten stecken und sich sehr gut zu diesem Zweck in Kombination mit Cannabis eignen. Kurkuma, Ingwer, roter Pfeffer und Zitronengras zum Beispiel, die alle gängige Zutaten in diesen Küchen sind, bieten ihre eigenen entzündungshemmenden Bestandteile und Wirkungen. So kann es auch sinnvoll sein, eines oder mehrere dieser Zutaten in Deine Esswaren zu integrieren.

DIE AUSWIRKUNGEN VON CBD AUF LUPUS

Wir haben THC einzeln und Cannabis als ganzes untersucht, doch wie steht es mit CBD im Bezug auf Lupus? In diesem Zusammenhang deutet eine 2011 in _Free Radical Biology & Medicine_ veröffentlichte Rezension erneut auf das Potential entzündungshemmender Wirkungen hin – die sich in diesem Fall durch CBD allein zeigten. Obwohl die Forscher einen Mangel an schlüssigen Belegen anerkennen, merken sie an, dass CBD "ein vielversprechendes Potential als Prototyp für die Entwicklung eines entzündungshemmenden Medikaments birgt".

Wenn es um die Einnahme von CBD geht, erweist sich speziell das CBD-Öl aufgrund seiner Einfachheit, Diskretion und Portabilität als Methode der Wahl. CBD kann jedoch auch in Form von Esswaren, als Dampf, Creme oder Salbe etc. eingenommen werden.

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